leider ist da die Telekom bei eigenen Anschlüssen immer recht fix dabei zu entstören
Wenn die Glasfasernetzbetreiber mit eigenen Anschlüssen (!) das im selben Tempo hinbekommen würden, dann würden die Leute nicht an ihren Telekom-Anschlüssen kleben.
leider ist da die Telekom bei eigenen Anschlüssen immer recht fix dabei zu entstören
Wenn die Glasfasernetzbetreiber mit eigenen Anschlüssen (!) das im selben Tempo hinbekommen würden, dann würden die Leute nicht an ihren Telekom-Anschlüssen kleben.
Hast Du Beispiele fuer "Glasfasernetzbetreiber [die] seit Monaten offline [sind]" und woher weisst Du das aehnliches nicht auch bei Deiner geliebten Telekom vorkommen kann?
Das hier ist der Glasfaser-Branchenstandard:
ZitatAm 10. Juli schrieb uns der Leser dann, am Vortag sei endlich jemand da gewesen und habe den Anschluss wiederhergestellt. Der Mitarbeiter habe sich, was den Grund für den Fehler angeht, "sehr untechnisch ausgedrückt", aber es scheine am Hauptverteiler eine Schaltung falsch oder verwechselt worden zu sein. Der Leser schrieb uns:
Damit war der Anschluss vom 24.04. bis zum 09.07. gestört, und ohne Ihre Intervention hätte der Kundendienst nicht mal eingestanden, dass überhaupt eine Störung vorliegt. Insofern vielen, vielen Dank. Jetzt warte ich heute noch mal auf einen Rückruf vom Support und werde mal schauen, ob die sich ohne viel Aufwand auf die Entschädigung einlassen, die das TKG vorsieht.
Woher weiß ich, dass das nicht bei der Telekom vorkommen kann? Weil die funktionierende Entstör-Prozesse haben. Das weiß aus eigener Erfahrung.
Hier geht es immer noch um die Frage, warum Leute mit funktionierendem Telekom-VDSL-Anschluss nicht zum Glasfaseranbieter wechseln. Der Grund ist nicht der Preis, sondern die ungenügende Produktqualität.
Wäre nicht ein Vertrag mit einem richtigen Provider besser, welcher auf dem Telekom-Glasfasernetz vertreten ist?
Klar wäre das besser. Aber es bleibt trotzdem ein Telekom-DSL- oder Glasfaseranschluss und keiner von "Fiber XY".
... macht einen Geschäftskundenvertag.
Und zwar mit der Telekom. Denn was soll ein "Geschäftskundenvertrag" mit einem kleinen Glasfasernetzbetreiber bringen, der die Entstörfristen trotzdem nicht einhalten kann? Egal wie man es dreht und wendet, man kommt halt nicht bei "Fiber Kleinposemuckel" raus, wenn es um mehr als Spielerei geht.
Mmmh, das ist IMHO ein komplett irrationales Szenario, die DSLAM-Abschaltung wird IMHO nicht davon abhaengen wie viele Kunden noch aktive mit DSL versorgt werden, sondern davon ob es Alternativen gibt auf welche die Kunden wechseln koennen.
Wie oft denn noch? Es geht hier nicht um die "DSLAM-Abschaltung". Es geht darum, die eigene Kupferleitung vorzeitig stillzulegen. Wer der Telekom sagt, dass er DSL nicht mehr braucht und dann Jahre später doch wieder einen DSL-Anschluss möchte, weil der Glasfasernetzbetreiber seit Monaten offline ist, kann durchaus als Antwort zurückbekommen: "Nein, du nicht mehr! Die übrige Hardware ist belegt."
Deshalb kann es strategisch sinnvoll sein, einen DSL-Anschluss beschaltet lassen!
Es geht hier nicht um die Entstoerfristen fuer Endkunden, sondern was der Technik-Betreiber dem Reseller (also in unserer Diskussion der Telekom) anzubieten hat.
Und genau das hat direkte Auswirkungen für die Entstörfristen für Endkunden.
Wenn es der Telekom nicht reicht, warum sollte es dem Privatkunden mit Home-Office genügen?
Geht ja hier um die Frage, ob jemand ohne Not einen DSL-Anschluss aufgibt (und ggf. nie wieder bekommt), der am nächsten Werktag zu Arbeitsbeginn entstört ist, um einen Glasfaseranschluss zu buchen, der mit Glück nächsten Montag wieder läuft, mit Pech erst nächsten Sommer wieder.
Was die Entstoerung durch die Telekom fuer deren Reseller angeht
Ist hier nicht das Thema. Wem Entstörungsfristen wichtig sind, macht einen Vertrag direkt mit der Telekom ohne Reseller dazwischen. Geht ja hier um die Frage, warum die Masse mit dem Festnetzanschluss bei der Telekom bleibt. Hat handfeste Gründe, eben auch genau solche.
Das ist ja nicht allgemeingültig für jeden Netzbetreiber, das trifft nur auf kleinere Netze zu, die das Personal dazu nicht haben.
Aber ich hoffe man versteht dann auch, warum die Kundschaft lieber bei der Telekom mit definierten Entstörfristen bleibt, als zu einem "kleineren Netz" zu wechseln, wo man dann ggf. monatelang auf dem Trockenen sitzt.
oftmals viel eher die nicht einzuhaltenden Entstörfristen, die von der DTAG vorausgesetzt werden.
Aber wenn die Entstörfristen so viel schlechter sind als bei der Telekom, dann ist damit doch deren Position als Qualitätsführer belegt.
Jetzt möchte man mir einen Technikereinsatz für 80€ berechnen sollte dies mein verschulten gewesen sein. So langsam bin ich nach 2 Wochen Kunde direkt genervt.
Wenn irgendwo Drohungen mit "€"-Zeichen auftauchen, gebe ich die Sache immer zum Rechtsanwalt ab. Habe damit nur beste Erfahrungen gemacht.
Weil er die von einem Mitbewerber als Individualvertrag für 20,99€ erhält?
5G Unlimited im Telekom-Netz gibt die Telekom nicht an Mitbewerber ab.
Der Qualitätsunterschied zwischen anderen Netzbetreibern und Telekom sind bei mir der Unterschied zwischen 50 Mbit/s LTE (bis unter 10 Mbit/s, nachts ist Sendeschluss) und >1 Gbit/s 5G bei Magenta.
Im Ernst: So lange die Eltern das bereitwillig Sponsoren, ist dies ja das Problem des Vertragsinhabers (der Eltern). Bei uns gehen alle personenbezogenen Verträge ab volljährigkeit auf die Kinder über.
Das sind Milieu-Spezifika. Bei vielen passiert da nichts vor Berufseintritt (deutlich später als "volljährig") und danach werden halt die Eltern "gesponsort", die eh Festnetztelefon brauchen.
Und ja, wer als Glasfaserinvestor beim Marketing ganz Deutschland wie ein homogenes Milieu behandelt, fällt eben auch auf die Nase. Das sind ja genau die Erfahrungen die der hiesige Marktführer den ausländischen Neueinsteigern voraus hat.
Der monetäre Vorteil der Kundenbindungsbündelangebote verkehrt sich dann in das Gegenteil, wenn eine Komponente, warum auch immer, geändert werden muss. So gesehen bei vielen Teenagereltern, deren Kinder ausgezogen sind.
Der monetäre Vorteil der Bündelangebote gilt auch haushaltsübergreifend. Warum sollte ein junger Erwachsener ohne Not eine 20€-Unlimited-5G-Flatrate im Telekom-Netz aufgeben, weil er zu Hause ausgezogen ist?
Fängt schon damit an, EINE Rechnung für Internet-Festnetz, Mobil für die ganze Familie und auch alles an Streaming. Sehr wichtiger Punkt.
Stichwort "Konvergenz". Diejenigen Marken die "Bring mich immer und überall online, egal wie" mit hoher Qualität hinbekommen, gehört die Zukunft. "LTE, 5G, WLAN, DSL, DOCSIS, GPON", Die Buchstabensuppe interessiert am Endkundenmarkt wirklich niemanden, Hauptsache es geht!
Der marktführende Zugangsanbieter macht einen Vertrag mit dem Endkunden und nutzt dann alle Technologien, die er je nach Ort zur Verfügung hat. Der Kunde wird nicht einsehen, für Technologie XY nochmal extra an jemanden anderen zahlen zu dürfen. Und genau das wird den Glasfaserinvestoren das Genick brechen.
Bei mir die Telekom 15 cm tiefen Graben durch den Vorgarten (wie war das mit Mindesttiefe?), Hauseinführung knapp 75 cm höher als bei der Begehung festgelegt.
Das war hier nicht gemeint. Wenn der Telekom-Bautrupp da war, hängt dort eine passive Glasfaserdose, an die der Kunde ein Endgerät seiner Wahl anschließen kann. Wenn irgendwer sonst da war, hängt da irgendwas: bestenfalls irgendein schrottiger ONT mit Standard-Ethernet, schlimmstenfalls irgendeine "Fritzbox", die bei zu vielen gleichzeitigen NAT-Verbindungen abstürzt.
Du bist ja auch schon ne Weile nicht mehr bei der Telekom. Alle Telekom-Kunden haben seit mindestens Juli letzten Jahres einen dauerhaft 10-fach überhöhten Ping zum Cloudflare Free Tier, rund um die Uhr.
Alle Telekom-Kunden haben Zugang zu alternativen IP-Access-Providern über DSL und Glasfaser. Das ist kein Argument gegen die Telekom-Glasfaser, nur ein Argument gegen Telekom-IP-Access.
Was macht jemand bei "Glasfaser Kleinposemuckel", wenn der Ping 10fach überhöht ist, weil der Zwangsrouter nicht vernünftig funktioniert?
Telekom punktet einfach mit dem Gesamtpaket.
Dazu gehört dann Magenta mit den derzeit günstigsten Streaming-Anbieter-Paketen.
Und dann noch mit dem stabilsten Mobilfunk seit Jahrzehnten, besonders in ländlichen Gebieten.
Das ist auch ein Punkt, der oft übersehen wird: Während befürchtet wird, die Telekom könne ein gammeliges Kupfernetz "taktisch" oder "strategisch" gegen Glasfaseranbieter mit unverkäuflichen Produkten einsetzen, kann das Unternehmen sein modernes 5G-Netz exakt genauso einsetzen.
Ob das funktioniert, hängt allein von der mittleren Verfügbarkeit und Entstörungs-Geschwindigkeit der Glasfaserkonkurrenz ab. Wenn letztere öfter und länger ausfällt als die Telekom, hat man halt ein Problem. Zur Ausfallstatistik gehört übrigens auch die auf Kundenseite installierte Hardware.
Kein Regulierer kann die Produkte des Marktführers in der Qualität verschlechtern, er kann nur die Preise höher festlegen. Aber genau das stört die qualitätsbewusste Kundschaft regelmäßig nicht. Bei Apple zahlt die Zielgruppe gerne Aufpreis für das Bewusstsein, Nutzer einer Premiummarke zu sein.
Maximal "vermeintlich" oder "gefühlt" besser.
Nach ökonomischen Kriterien ist das Produkt besser, das sich erfolgreich verkauft und gegen Mitbewerber durchsetzt.
Das ist nicht "vermeintlich" oder "gefühlt", sondern ein objektives Kriterium, das man in Unternehmenszahlen nachlesen kann. Danach entscheiden Investoren, wo sie ihr Geld investieren.
Ob jede Entscheidung eines Kunden durch Weitsicht geprägt ist, möchte ich anzweifeln.
Wir sehen ja, wie abstrakte Kriterien wie "Licht" oder "Gigabit" genommen werden, und sich dann gewundert wird, warum die Produkte am Markt scheitern. Weil es darauf gar nicht ankommt.
Die Zielgruppe verbindet Marken wie "Telekom" und "Magenta" eben mit "läuft einfach" und "nicht basteln müssen" (was die in Foren versammelten Technikbastler natürlich gar nicht stört). Für mich steht da natürlich in erster Linie "freie Endgerätewahl" und "freie Zugangsanbieter-Wahl".
Diesen Vorteil wird Telekom auch bei der Glasfasermigration ausspielen. Sieht man schon daran, wie die Telekom-Bautrupps arbeiten und das dann mit dem Chaos vergleicht, was man hier im Forum von anderen anderen Netzbetreibern lesen kann.
Das ist eine eigenartige Definition von Guete... und geht davon aus, dass sich alle Kunden tatsaechlich aktiv zwischen allen verfuegbaren Angeboten entschieden haetten.
Zur ökonomisch definierten Produktgüte zählen auch Dinge wie Markenbekanntheit. Deshalb hat Apple die besseren Produkte als tausend kleine China-Buden und erzielt damit einen deutlich höheren Erlös.
Nein, sondern das Problem ist die Unwissenheit und Trägheit der (potentiellen) Kunden. Das Produkt kann hundertmal besser sein, die Kunden nehmen es trotzdem nicht, entweder weil sie nichts darüber wissen, weil es teurer ist oder weil sie den Umbauaufwand scheuen.
"Umbauaufwand", "teurer" ist nicht das bessere Produkt. Was das ist, legt allein der Kunde durch Nachfrage fest.
Die Mitbewerber wollen vermeiden, dass die DSL Betreiber die Abschaltung strategisch/taktisch nutzen um den Wettbewerb zu sabotieren.
Genau das ist der Punkt: Solche Überlegungen stellen nur Marktversager an, die den DSL-Betreibern in der Produktgüte massiv unterlegen sind. Deshalb war ja anfangs davon nie die Rede, da war man noch überzeugt davon, dass man denen massiv überlegen ist, immerhin hat man ein Glasfaserprodukt. Realität:
Wie gesagt, rein statistisch brauchst du 10 Anläufe.
Es wäre doch gerade bei dieser möglichen Denkweise besonders interessant, die eigenen DSL-Kunden auf Gf zu ziehen.
Nicht wenn es nach der BREKO geht: Die DSL-Kunden der Telekom sollen natürlich nicht auf die Glasfasern der Telekom, sondern auf die der Wettbewerber. Deren Geschäftsmodell funktioniert sonst nicht. Möglichst zwangsweise ohne Alternativen, weil die Kundschaft ja sonst nicht will.
Alles klar, wenn die Telekom und Vodafone sich im Wettbewerb gegen Glasfaser-Neueinsteiger behaupten ist, selbst mit unterlegenen Technologien, das schlecht, weil das Ziel der Regulierung "Wettbewerb" ist.
Nur wenn die Telekom und Vodafone vom Markt verschwinden und ein Haufen Glasfaser-Saftläden mit lokalen Monopol übrig bleiben, dann ist das gut, weil dann der "Wettbewerb" hergestellt ist.
Verstehe ich das richtig?
Ist aber auch egal, das Regulierungsziel ist Wettbewerb
Und warum wird dann auf Abschaffung des Technologie-Wettbewerbs gedrängt?
"weil es besser ist" ist eine subjektive Bewertung
Und zwar die der Kundschaft belegt durch wirtschaftliche Fakten. Das genügt, denn damit wird Geld verdient. Wenn ich Geld verdienen will, dann investiere ich nach meine objektiven Kriterien in das Unternehmen, dessen Produkte sich objektiv am Markt am besten verkaufen. Das sind nicht die Glasfaserprodukte der BREKO-Unternehmen, also stecke ich in dort kein Geld rein.
Wenn die Telekom so schlecht wäre, dann würde die Kundschaft bei jedem Überbau sofort flüchten. Wäre auch samt und sonders schon per DOCSIS bei Vodafone angeschlossen.
Ist sie nicht, denn die anderen sind noch schlechter. (Nicht deine Kriterien, sondern harte wirtschaftliche Fakten.) Und nur deshalb gibt es überhaupt eine Diskussion um eine Abschaltung, um die wirtschaftliche Stellung der Marktversager künstlich zu stärken.