Beiträge von JAKuhr

    Heute Nacht wurde aber offenbar am Netz gearbeitet. Wir haben u.a. einen neue IPv6-Präfix bekommen. Der wurde seit Schaltung erst einmal zuvor geändert - am Donnerstag letzter Woche, bevor die Probleme begannen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass heute Abend irgendwas anders ist, vielleicht sogar besser.

    Die Hoffnung war berechtigt. Bei uns läuft wieder alles wie zuvor. Die kurzen Ausreißer nach unten mit immerhin noch >200 MBit/s halte ich für tolerabel.

    Ich bin nach meiner Mail an den Support am Montag von einem technisch versierten Herren angerufen worden, der bestätigte, dass es sich offenbar um ein Problem auf Seiten der DG handelt, welches in der Form auch nicht neu sei und von verschiedenen Seiten bereits gemeldet wurde. Mir wurde eine zeitnahe Lösung versprochen. Der Second-Level-Support sei damit befasst. Ich würde erneut kontaktiert. Das ist allerdings noch nicht erfolgt.

    Heute Nacht wurde aber offenbar am Netz gearbeitet. Wir haben u.a. einen neue IPv6-Präfix bekommen. Der wurde seit Schaltung erst einmal zuvor geändert - am Donnerstag letzter Woche, bevor die Probleme begannen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass heute Abend irgendwas anders ist, vielleicht sogar besser.

    Nun hat es mich in Lühe auch erwischt. Seit Donnerstag Abend brechen die Download-Raten am Abend massiv ein. Zuvor lief der Anschluss über ein Jahr zu jeder Tageszeit korrekt. Auch hier handelt es sich um ein fast fertiggestelltes Netz im Aufbau. Interessanterweise wurde in "Nord-Niedersachen" laut Störungsseite der DG in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine Wartung durchgeführt. Das kann aber Zufall sein.

    Ich habe mich jetzt tatsächlich noch einmal mit dem gesamten Sachverhalt per Mail an AVM gewandt, auch wenn ich nicht glaube, dass das Problem bei den beiden Fritzboxen oder deren Konfiguration liegt.

    AVM hat sich nach glaubhafter Prüfung der Einstellungen der Fritzbox und des Protokolls des Netzwerkverkehrs zurückgemeldet und drauf verwiesen, dass ihre Box funktionsfähig und korrekt konfiguriert sei und das Problem beim Netzbetreiber läge. Das hatte ich ja bislang auch schon so eingeschätzt, habe das aber auch noch mal an die DG rückgemeldet, verbunden mit der erneuten Bitte die Funktionsfähigkeit des DHCPv6-Dienstes zu prüfen.

    Am Freitag kam nach einer guten Woche eine knappe Mail:

    Zitat

    Unsere technische Abteilung hat Ihren Anschluss überprüft und konnte Ihren Anschluss erfolgreich in Stand setzen.

    Jetzt funktioniert alles wie gewünscht. Ob das ganze Theater mit teilweise wiklich sehr unangenehmen Support-Mitarbeitern am Telefon jetzt echt nötig war, sei dahingestellt.

    Euch vielen Dank für die Unterstützung!

    Generell wäre es natürlich eine sinnvolle Überlegung, einfach mal bei einem Nachbarn zu prüfen, ob es da funktioniert und den ggf. zu bitten, sich auch bei der DG zu melden.

    Neben dem Distranzierungsgebot wegen des Corona-Virus habe ich auch deshalb davon bislang abgesehen, weil meines Wissens kein Nachbar den neuen Anschluss nutzt. Die meisten haben noch laufende Verträge mit dem Altanbieter und warten bis zur Nummernportierung ab. Kaum einer ist so technikaffin, dass er den Anschluss sofort umstellen würde, zumal in unserem Straßenzug DSL von der Telekom bis 250MBit im Downstream angeboten wird und von daher bei den Leuten kein wirkliche Leidensdruck besteht.

    Vielen Dank für Deine konstruktiven Ratschläge. Kurz nach meinem letzten Post kam tatsächlich noch einmal eine Nachricht der DG mit technischen Details zur Umsetzung der IPv6-Vergabe in unserem Netz:

    Zitat

    Ihnen steht eine CGN Dualstack Lite Anschluss zur Verfügung.


    IPV4 im NAT und eine semistatische IPV6, die IPV6 kann durch ggf. Wartungen und Stromverlust wechseln.


    Die Einrichtung über IPV6 wird über DHCP an Ihrem Anschluss eingerichtet. Ihr Router wird ein Subnetz erstellen.


    Sollten Sie die IPV6 nicht beziehen senden Sie uns bitte die erforderliche Logfiles, damit Ihr Anliegen erneut geprüft werden kann.


    Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Hiernach keimte bei mir Hoffnung auf, sodass ich (nach einem erneuten Zurücksetzen der Fritzbox und des NT) eine neue Logdatei geschrieben habe und diese zusammen mit einer auf deinem Vorschlag basierenden Mail an die DG gesendet habe. Die Antwort kam gleich heute Vormittag:

    Zitat

    Nach eingehender Prüfung Ihres Anschlusses konnten wir unsererseits keinerlei Unstimmigkeiten feststellen.

    Aus diesem Grund bitten wir Sie die Einstellungen Ihres Routers zu überprüfen und sich bei Fragen an den Hersteller zu wenden.

    Ich bin ratlos...

    Die Deutsche Glasfaser hat mit einem Standardtext und dem Link zu der bereits von mir zitierten Anleitung geantwortet. Zur Lösung trägt das gar nichts bei, aber zumindest wurde ich diesmal weder beschimpft noch die prinzipielle Verfügbarkeit von IPv6-Adressen bestritten...

    Zitat

    vielen Dank für Ihre Mitteilung.
    Das Surfen im Internet wird über die bereit gestellte IPv4 Adresse realisiert. Lediglich der Zugriff von außen beispielsweise über eine VPN Verbindung muss über IPv6 konfiguriert werden.
    Selbstverständlich können wir Ihnen eine für die Konfiguration notwendige Anleitung zur Verfügung stellen:
    bitte hier klicken 
    Haben Sie bitte Verständnis, das die genaue Konfiguration und Bereitstellung des VPN Tunnel lediglich von uns unterstützt aber nicht vollständig abgeschlossen werden kann.

    Ich habe jetzt nach der gemeinsamen Durchsicht des Mitschnitts der Netzwerkkommunikation der Fritzbox 7590 beim Verbindungsaufbau eine letzte Mail an die Deutsche Glasfaser geschrieben und hoffe inständig, dass man diesmal zumindest auf den Sachverhalt eingeht. Ich bin gespannt, aber wenig optimistisch.

    Entsprechend meiner Erfahrung der letzten Wochen kommt etwa eine Woche nach meiner detailreichen Nachricht entweder eine Mitteilung, dass ich mich an meinen Router-Hersteller wenden soll oder alternativ dass man mich erfolglos versucht hätte anzurufen (was natürlich nicht stimmt) und ich mich doch bitte wegen Rückfragen der Technik telefonisch melden solle. Bei der Hotline ist dann wieder der "freundliche" Mitarbeiter dran, der auf keinen der technischen Punkte eingehen kann und/oder will und mich in Endlosschleife fragt: "Was wollen Sie denn, Sie können doch auf normale Internetseiten zugreifen", mich am Ende beschimpft und auflegt. Ich glaube das möchte ich mir nicht mehr geben.

    Ich habe WAN jetzt überwacht und mich in Wireshark durch die DHCP-Pakete geklickt. Da sehe ich keinen Hinweis auf Option 212, welche die Fritzbox ja auch eigentlich automatisch erkennen müsste. Genausowenig sehe ich Router Advertisements mit "Managed address configuration: Set". Ich persönlich glaube, dass da von Seiten der DG etwas nicht korrekt konfiguriert ist. Macht es Sinn, Dir Einsicht in das Protokoll zu gewähren?

    Ich habe jetzt nach 48 Stunden ohne Gerät am NT noch einmal mit einer auf Werkseinstellungen zurückgesetzten FritzBox 7590 versucht, eine Internetverbindung herzustellen. Dabei bekomme ich weiterhin keine IPv6 zugeordnet.

    Darüber hinaus ist es so, dass ich jetzt auch mit den oben genannten manuellen 6rd-Einstellungen keine - zumindest nach draußen - funktionierende IPv6 mehr bekomme.

    Ich habe jetzt Deiner Empfehlung folgend Wireshark installiert, bin aber mit der Interpretation der Datenflut noch ein bisschen überfordert. Welche der zahllosen unter http://fritz.box/html/capture.html angebotenen Schnittstellen muss ich denn überwachen? Würde ich als interessierter Laie Option 212 erkennen?