Jetzt frag ich mich, ob das rechtens ist...
Frag lieber die Bundesnetzagentur, im Gegensatz zu Dir kann die dem ISP klare Ansagen machen ![]()
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Die Deutsche Giganetz schaltet z.B. den 2,5Gbit Tarif auch bei GPON, die setzen XGS-PON nicht vorraus.
Das ist mutig...
ZitatIm Falle der Realisierung von MyNet 2.500 mittels GPON beträgt die maximale Bandbreite 2,488 Gbit/s im Download und 1,244 Gbit/s im Upload.
Im Produktinformationsblatt werden folgende Raten zugesichert:
Richtung: maximal / normalerweise zur Verfügung stehend / minimal
Download: 2.488 / 2.400 / 2.300 Gbps
Upload: 1.250 / 1.240 / 1.230 Gbps
Zumindest ueber GPON ist damit quasi garantiert, dass Endkunden nur eine Messkampagne mit der Desktop-App von breitbandmessung.de davon entfernt sind eine ausserordentliche Kuendigung oder eine Minderung zu erwirken...
Laut BNetzA sind die Raten des Produktinformationsblatts netto zu interpretieren, aber ueber GPON, selbst wenn mann den ganzen in-Band Verwaltungstraffic ignoriert, kommt mann bestenfalls auf (mit PPPoE-Overhead, weil die DGN wohl PPPoE einsetzt):
IPv4
2.48832 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+5)) = 2.37231821405 = 2.372 Gbps
1.24416 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+5)) = 1.18615910703 = 1.186 Gbps
IPv6
2.48832 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+5)) = 2.33964165463 = 2.340 Gbps
1.24416 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+5)) = 1.16982082731 = 1.170 Gbps
Damit erreicht man also ueber GPON weder:
a) die notwendigen 90% der maximalen Rate also (2.488/1.25) * 0.9 0: 2.2392/1.125 Gbps
b) die normalerweise zur Verfügung stehende Rate von 2.400/1.240 Gbps
c) die minimale Rate von 1.230 im Upload
selbst wenn im PON Segment nur en einzelner Anschluss aktiv ist.
Damit ist der Nachweis einer Minderleistung quasi garantiert... das ist IMHO kein Zeichen von Kompetenz, wenn ein ISP brutto und netto nicht auseinander halten kann oder will. (Was nicht heisst, dass mann nicht trotzdem zufriedener DGN Kunde sein kann).
Fun fact mit 2.5 Gbps Ethernet kommt mann bestenfalls auf:
IPv4
2.48832 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+20)) = 2.34918117035 = 2.349 Gbps
1.24416 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+20)) = 1.17459058518 = 1.175 Gbps
IPv6
2.48832 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+20)) = 2.31682330299 = 2.317 Gbps
1.24416 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+20)) = 1.1584116515 = 1.158 Gbps
Der PremiumPlus-Router der Deutschen Giganetz hat angeblich nur ein 2.5 Gbps Ethernet Interface zum ONT hin...
Also entweder meint die DGN, die Vorschriften zur Erstellung des Produktionformationsblattes oder die Methode der BNetzA zur Ueberpruefung der vertraglichen Leistungserfuellung gaelte nicht fuer die DGN, oder es mangelt an Liebe zum Detail das sinnvoll umzusetzen.
(Die ganze Kritik ist hinfaellig, wenn die Realisierung ueber GPON nur als Ueberbrueckung dient bis der relevante OLT fuer paralleles XGS-PON ertuechtigt wurde).
zur Info. Mein Ticket bei der Bundesnetzagentur wurde geschlossen, aufgrund von Nicht-Zuständigkeit.
Diese Nicht-Zustaendigkeit hat die BNetzA selber gewaehlt, bzw. die ganze BEREC die sich auf den Standpunkt stellt Interkonnektion waere ein Thema das von der EU Verordnung 2015/2120 nicht abgedeckt sei. Ob das eine haltbare Interpretation ist, oder nicht haengt davon ab ob irgendjemand da vor Gericht zieht.
Ja, ob mann ~50 EUR fuer ein GPON ONT (immerhin mit 2.5 Gbps Ethernetport) attraktiv findet oder nicht, ist IMHO Geschmacksache. Allerdings provisioniert die Telekom halt auch viele Fremd-ONTs ohne mit der Wimper zu zucken, d.h. Dein 20 EUR Model waere eine realistische Option ohne basteln zu muessen oder ohne mit dem ISP gross verhandeln zu muessen.
Eine Second Source ist was anderes, als völliger Wildwuchs bei den Kundenendgeräten. Da hat der Provider die Schnittstelle unter Kontrolle und kann die nahtlose Integration in die eigene Infrastruktur gewährleisten.
Ja, wobei nahtlose Integration schon allein wegen den ITU Standards die die ONTs einhalten muessen eignetlich zu erwarten ist... da ist IMHO sehr viel FUD im Spiel.
Die sich aber dann im Netz des Endkunden ggf. nicht aktivieren lassen.
Was allerdings nicht das Problem des Herstellers ist, sonder IMHO ein Zeichen fuer einen ISP der entweder unwillens oder unfaehig ist die relevanten Vorschriften einzuhalten, beides Gruende die fuer einen ISP Wechsel sprechen.
Bisher waren die ONTs vom ISP im Regelfall kostenlos, da als (aktiver) Netzabschluss von einigen Anbietern definiert.
Sorry, bei der Telekom sind ONTs im neueren System vom Kunden zu kaufen....
ZitatUnd wenn, dann sind die deutschen Provider die Leidtragenden, denn von ihren Technologiepartnern werden sie keine Unterstützung bekommen. Die haben kein Interesse daran, Entwicklungsaufwand in Erweiterungen zu stecken, die es dann den Konkurrenten erlaubt, Netzausrüstung für das Kundennetz bereitzustellen. Bei dem Volumen des deutschen Marktes bekommt ein IT Ausrüster nicht mal ein Jucken in der Hose.
Das ist dann vom ISP zu kurz gedacht... weil ein guter ISP allein aus Selbstschutz darauf achtet nicht von einem einzelnen Technik-Ausruester abzuhaengen...
Aber da ist ja auch vom Technologiepartnern keine Extrawurst zu braten, alles was so ein Hersteller machen "muss" ist die Standalone ONTs und SFP ONTs auch an Endkunden zu verkaufen.
Und jedem ISP steht es nach TKG immer frei einen ONT als aktiven Bestandteil des Providernetzes zu deklarieren, er muss halt den Stromzahlen. Siehe TKG 145:
Zitat(1) Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze dürfen ihr öffentliches Telekommunikationsnetz in den Räumen des Endnutzers abschließen. Der Abschluss ist nur statthaft, wenn der Endnutzer zustimmt und Eingriffe in Eigentumsrechte Dritter so geringfügig wie möglich erfolgen. Die Verlegung neuer Netzinfrastruktur ist nur statthaft, soweit keine Nutzung bestehender Netzinfrastruktur nach den Absätzen 2 und 3 möglich ist, mit der der Betreiber seinen Telekommunikationsdienst ohne spürbare Qualitätseinbußen bis zum Endnutzer bereitstellen kann. Soweit dies zum Netzabschluss erforderlich ist, ist der Gebäudeeigentümer dazu verpflichtet, dem Telekommunikationsnetzbetreiber auf Antrag den Anschluss aktiver Netzbestandteile an das Stromnetz zu ermöglichen. Die durch den Anschluss aktiver Netzbestandteile an das Stromnetz entstehenden Kosten hat der Telekommunikationsnetzbetreiber zu tragen.
Aufmerksame Leser bemerken, dass der 145 KEINE Anforderungen an die Anzahl der mit einem aktiven Netzbestandteil zu versorgenden Endnutzeranschluesse enthaelt... Da gibt es z.B. bei FTTB inhaus VDSL und G.fast DPUs auch Praezedensfaelle...
Das Problem ist, selbst die ISPs die argumentieren Kunden-ONTs waeren des Teufels und wuerden ihre Netzsicherheit gefaehrden, sind der Meinung, dass den Strom bitte der Endkunde zu zahlen habe...
Oder halt mehr Router mit SFP/SFP+ "Kaefigen"... ja, SFP bringt seine eigenen Kompatibiltaetsprobleme mit, aber der bereits existierenden Upgade-Leiter (G->XGS->25G->50G) fuer PONs ist klar, dass die "Optic" nicht ewig halten wird, da kann es durchaus Sinn machen direkt mit Tauschoptiken zu arbeiten. Abgesehen vom Umstand, dass es keine Voll-MAC ONTs sind, macht AVM vor wie das funktionieren koennte.
Ja, aber Du hast auch 73 (3) Satz 1 verlangt und der ist abgedeckt...
Naja, 73 (3) Satz 1 und 3 sind im 228 erwaehnt, daher greift zumindest das 10000 Euro Bussgeld.... wenn das jetzt fuer jeden Einzelfall faellig wuerde....
Jein, der "Trick" ist all die Werte zu klonen die der ISP tatsaechlich ausliest... und da schienen verschiedene ISPs verschiedene Werte auszulesen...
IMHO ist das mit dem Klonen jedoch nur eine maessig gute Idee, quasi als Notloesung bei ISPs die das mit dem Fremd-ONT Provisionieren noch nicht wirklich hinbekommen.
Mmmh, je nach dem welche Werte der ISP bei der Provisionierung verwendet, kann mann diese erfolgreich vom offiziellen ONT klonen und hat dann zwei ONTs die aus Sicht des ISPs nicht unterscheidbar sind.
Ich wuerde erstmal schauen wie aufwendig es ist bei Deinem ISP einen ONT provisioniert zu bekommen, um zu bewerten ob sich ein Klon-Versuch ueberhaupt lohnt.
Und funktioniert es wenn Du den WAN Port im Router mit Port 26 verbindest und mit VLAN200 taggst?
Ich wuerde Port Miroring hier ignorieren... Du willst wirklich nur etwas gaaanz einfaches von Deinem Switch:
a) ein VLAN fuer SFP-Port und Router WAN
b) ein anderes VLAN fuer den ganzen Rest.
Mmmh, ich wuerde:
1) Port 28 (das ist der SFP Port, oder?) und Port 26 aus VLAN1 rausschmeissen
2) Port 28 und Port 26 in VLAN200 packen
3) Port 28 aks Tagged Port konfigurieren
4) Port 26 entweder auch als Tagged Port konfigurieren (dann muss der Router auch VLAN 200 verwenden) oder als Untagged Port (dann braucht der Router kein VLAN Tag auf dem WAN Interface).
Port Mirroring verwendet mann gerne wenn mann Paket-Mitschnitte anfertigen will ohne den Traffic selber zu stoeren.
Ich wette die Telekom verwendet i.d.R. ihre bereits existierenden Vermittlungsstellen als Standorte und denke, dass die den Ausbau weniger ausbremsen als der Mangel an fuer die Telekom wirtschaftlicher Tiefbaukapazitaet.
Es gab mal Listen der alten 74 Access-Concentrator Standorte aber die sind inzwischen durch ca. 900 BNG-Standorte ersetzt worden (sorry, da habe ich keine Liste). Es gab/gibt ca. 7500 Betriebstellen der Telekom, daher ist zu vermuten, dass im mittel ca. 7500/900 = 8.3 Betriebsstellen durch einen BNG Standort ersetzt wurden, ich wuerde wetten dass dazu einer dieser 8 Standorte zu einem BNG Standort gemacht wurde.
Wahrscheinlich geht das, wenn die Stecker passen.
Eine Sache die zumindest theoretisch Probleme machen kann ist, dass jede Verbindung (Spleiss oder Stecker) und jeder Meter Faserlaenge die Daempfung zwischen ONT und OLT erhoeht. Fuer diese Daempfung gibt es zulaessige Obergrenzen, werden diese Ueberschritten kommt kein Link zustande. Das duerfte aber im normalen PON Ausbau eher unproblematisch sein und die meisten PON-Baeume sollten genug Reserven fuer ein paar zusaetzliche Steckverbindungen haben (die zusaetzliche Kabellaenge ist bei den paar Metern um die es da maximal geht kaum relevant).
Die werden, wenn das Urteil Bestand hat, ganz schnell Anschlussgebühren in Höhe von 600 bis 1000 € einführen, weil sie ja möglicherweise nur 6 -0 Monatsraten bekommen.
Aber das ist eine Frage des Preises und der Kundenzufriedenheit... zufriedene Kunden wechseln IMHO eher seltener den ISP... wer darauf baut seine Kunden nur fuer eine MVLZ halten zu koennen, sollte sich vielleicht ueberlegen sein Geschaeftsmodell zu ueberdenken...
Merci, hatte den Thread nicht auf meinem internen Thread-Radar...
??? Im ernst die MVLZ ist letztlich relevant fuer ISPs die so "kacke" sind, dass sie ernsthaft mit quantitativer Kundenabwanderung rechnen muessen... IMHO sind viele Kunden nicht sonderlich daran interessiert alle X Monate den ISP zu wechseln, solange dieser ISP die Kunden nicht ernsthaft veraergert. (Anders ist der hohe Kundenstand der Telekom kaum zu erklaeren, immerhin ist die im Kupfernetz regulatorisch gewollt teurer als fast alle Mitbewerber).
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