Beiträge von dkweb

    Ich bin mit meinen Ubiquiti Access-Points ebenfalls zufrieden.

    Meine Ubiquiti uap ac pro schaffen in der Praxis an einem Einzel-Client im AC-Standard 200MBit/s, sowohl Up als auch Down. Solange es rein um die Internetverbindung geht genügt mir das. Möchte ich jedoch mehrere Gigabyte große Dateien auf mein NAS schieben, hätte ich aber doch gerne 1GBit/s und schließe mich dazu dann ans Kabel an.

    Aber: Die Access-Points sind nur ein Faktor von vielen die darüber entscheiden wie gut oder schlecht dein WLAN wird. Um ein paar weitere zu nennen:

    - Untersützte Standards der Clients

    - Entfernung zum AP

    - Sind massive Wände im weg

    - Nachbarschaft

    ...und viele mehr

    Nachbarschaft ist ein nicht zu unterschätzender Punkt, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung.

    Zuhause bin ich weit und breit der einzige der WLAN auf 5 GHz betreibt. Selbst mit nur einem Ubiquiti AP der im 1. Stock steht bekomme ich sogar im Keller noch ausreichenden Empfang. Dort kommen dann zwar nur noch 50Mbit/s an, aber um im Partykeller Live-Fußball zu streamen ist das völllig ausreichend. Zwischen dem 1. Stock und dem Keller

    befinden sich 2 dicke Stahlbetonplatten.

    Mein Arbeitsplatz befindet sich in einer Großstadt, umgeben von diversen Mehrfamilienhäusern. Dort setzen wir professionelle Ruckus APs ein. Die kosten inklusive Lizenzen und 3 Jahre Wartungsvertrag um die 1000€ pro Stück! Dennoch haben die Clients massive Probleme mit der WLAN-Verbindung. Das Problem: Sowohl das 2,4GHz-Band als auch 5GHz-Band sind einfach komplett dicht. Es gibt absolut keinen Frequenzbereich der nicht schon von APs aus der Nachbarschaft befunkt wird. Sobald unsere WLAN-Clients nur wenige Meter vom AP entfernt sind, oder auch nur eine Trockenbauwand dazwischen ist, ist es vorbei mit ungestörtem WLAN-Empfang.

    Auch die WLAN-Profis von unserem Systemhaus die wirklich Ahnung von der WLAN-Materie haben und schon weitaus größere AP-Strukturen u.A. in Krankenhäusern und Fußballstadien aufgebaut haben konnten mit der anfänglichen Anzahl an APs (einer pro Etage) nichts weiter ausrichten. Unsere einzige Lösung um halbwegs stabiles WLAN zu erreichen: Alle Räume in denen eine funktionierende WLAN-Verbindung essentiell ist, sind inzwischen mit einem Access-Point ausgestattet. Nur so kann sich unser WLAN gegenüber den Funksignalen der Nachbarn durchsetzen.

    So, die (Sonder)kündigung für den DG-Anschluss läuft, folgendes Prozedere bin ich durchlaufen:

    DG wollte die genaue Addresse haben um zu prüfen ob diese versorgt wird/weden kann. Ich hatte in meiner ersten Mail nur PLZ und Ort übermittelt, das hatte nicht ausgereicht.

    Da, wie zu erwarten, die neue Adresse nicht versorgt werden kann, ging nun alles ganz schnell. Ich habe direkt die Kündigungsbestätigung 30.04.2021 erhalten, einen Nachweis wie eine Meldebescheinigung musste ich intersanterweise nicht übermitteln. Der Anschluss wird zu diesem Zeitpunkt deaktiviert.

    Die Grundgebühr für die 3 Monate Kündigungsfrist werden in einer Abschlussrechnung auf einen Schlag abgebucht.

    Die vollständige Antwort E-Mail von DG:

    Ja, die meisten Leute nutzen das wohl eher wegen der Geolocation der IPv4 :lol:.

    Aber es ist in der Tat interessant, wie Rückverfolgbar CGN für einen Provider ist. Dieser müsste dann ja nicht nur aufzeichen wann welcher Teilnehmer welche IP-Adresse verwendet hat, sondern er müsste zu jeder einzelnen IP-Verbindung mindestens:

    - Source-IP:Port (die CGN-IP) vor dem NAT

    - Source-IP:Port (die Public-IP) nach dem NAT

    - Dest-IP:Port

    - Uhrzeit

    dem Teilnehmer zuordnen können. Das wäre eine enorme Datenmenge. Halte ich für schwer realisierbar. Und dann müssen Strafverfolgungsbehörden auch in der erstmal in der Lage sein, mehr als die IP-Adresse zu nennen. In dem Sinne hat CGNAT tatsächlich etwas gutes :).

    VyprVPN ist einer dieser Anonymisierungs-VPN-Anbieter.

    Sprich, es geht hier garnicht um klassisches VPN mit der Absicht, im eigenen Heimnetz einen VPN-Server zu betreiben, um damit übers Internet auf das eigene Heimnetz zu kommen.

    Chrigel hat ausschließlich VPN-Clients in seinem Netzwerk stehen (FireTV-Stick, Macbook etc.) die sich mit einem VPN-Server des Anbieters VyprVPN verbinden. Das wird mit einem DG-Anschluss genauso gut funktionieren wie mit jedem anderen Internetprovider auch. Raus kommt man mit IPv4 immer, egal bei welchen Internetprovider man ist und welche Technik er einsetzt um das zu erreichen :)

    Guten Morgen,

    Ich habe die nun eine DG-Auskunft: Ein NT verbleibt nach der Kündigung immer in der Wohnung.

    Außerdem wurde ich auf die 3 monatige Kündigungsfrist im Umzugsfall hingewiesen. Das ist wohl bei Sonderkündigung Umzug bei allen Providern so.

    Jedenfalls interessierte mich daraufhin, ob denn der Nachmieter nun innerhalb dieser 3 Monate schon einen neuen Vertrag auf diesem Anschluss abschließen kann oder ob er innerhalb dieser Zeit in der Lage wäre (der Anschluss ist auf kundeneigener Router eingestellt) quasi den Internetanschluss meiner Mutter zu benutzen. Denn wer weiß wo sich der Nachmieter im Internet so überall herumtreibten wird, nicht das meiner Mutti noch Abmahnungen ins Haus flattern. Auf die Beantwortung dieser Rückfrage warte ich gerade noch.

    Ich stimme alfala zu, erst die Fritzbox korrekt konfigurieren und bloß keinen Computer oder einen anderen Router direkt an den NT anschließen, ich spreche aus leidvoller Erfahrung. Nicht nur wegen der Sicherheit. Der DHCP-Server auf DG-Seite ist leider etwas empfindlich und block ganz schnell den Anschluss für andere DHCP-Geräte wenn er innerhalb kurzer Zeit verschiedene DHCP-Geräte sieht.

    Aktiviere auf der Fritzbox mal die erweiterte Ansicht und gehe dann auf Service/Ereignisse. Wenn da in irgendeinem Ergebnis etwas von "DCHP NAK" steht, so verweigert der DHCP-Server die Adressvergabe an den Router.

    In diesem Fall hilft dann nur Geduld, nach einer Weile (meiner Erfahrung nach kann das gerne auch mal einen ganzen Tag dauern!) wird der DHCP-Server die Sperre von alleiner wieder aufheben.

    Ich bin inzwischen der Meinung, dass Kunden mit geringer Frustationstoleranz und oder Lust sich mit der Router-Konfiguration auseinandersetzen zu wollen, bei DG ungebdingt zu einem DG-Router greifen sollten :D.

    Hallo zusammen,

    Meine Mutter ist kürzlich in ein Gebiet umgezogen wo Deutsche Glasfaser zumindest bisher nicht vertreten ist. Deshalb wird Sie nach der Ummeldung ihr Sonderkündigungsrecht wahrnehmen.

    Da Sie nächste Woche die Schlüssel abgeben muss und danach schon der Nachmieter kommt, sie sich Corona bedingt aber erst in 2 Wochen offziell in der neuen Gemeinde anmelden kann, muss ich herausfinden, ob der NT aus der Wohnung raus muss oder ob er da bliebt weil er Teil des Netzabschlusses ist.

    Hat jemand hier bereits mal einen Deutsche Glasfaser Anschluss kündigen müssen/wollen und Erfahrung ob Deutsche Glasfaser den NT ebenfalls zurück haben will? Ich könnte mir vorstellen, dass Deutsche Glasfaser den aus Prinzip schon zurückverlangt, weil die meisten Leute ihn sowieso mit zurückschicken (gemieterer DG-Router) oder sonst als ihr Eigentum betrachten könnten (Kundeneigener Router) :lol:.

    Ich benutze erfolgreich einen OpenVPN-Server an meinem DG-Anschluss. Dieser läuft zwar in meinem Fall auf meinem OpenSense-Router, sollte auf einem Raspberry Pi genauso gut funktionieren, je nach Pi ist die Bandbreite evtl. etwas begrenzt
    Dann habe ich auf einem günstigen VServer der eine Public IPv4 und Public IPv6 Adresse hat 6tunnel installiert und ein Mapping auf mein OpenVPN-IPv6-Socket gemacht und schon kommt man auch per IPv4 auf den VPN drauf. Wer keinen VServer mieten will, kann sonst auch einen kommerziellen Portmapper für ein paar Euro im Monat mieten. Wichtig ist lediglich den OpenVPN-Server im TCP-Modus zu betreiben. UDP funktioniert mit einem Portmapper nicht.

    Ich nutze nun seit rund einem Jahr einen Anschluss von Deutsche Glasfaser mit dem Tarif "DG Basic 300", da mir 300MBit/s Down - 150MBit/s Up völlig ausreichen. Was mich jedoch stört ist die Tatsache, dass in diesem Tarif keine Telefon-Flatrates drin sind. Und selbst der nächsthöhrere Tarif "DG Classic 400" enthält nur eine Flatrate für das dt. Festnetz, nicht für die Mobilfunknetze. Erst "DG Premium 600" enthält eine Festnetz und eine Mobilfunkflatrate, kostet dafür dann aber auch gleich mal 79,99€ (ab dem 2. Jahr) pro Monat. Das sind 34€ mehr als der Basic-Tarif kostet.

    Das bin ich persönlich nicht bereit zu bezahlen, nur damit ich gratis telefonieren kann. Von den 600Mbits habe ich wie gesagt nichts.

    Die Minutenpreise ohne Flatrate sind bei DG derzeit (Oktober 2020) folgende:

    • Dt. Festnetz 2,9ct/Minute
    • Dt. Mobilfunk 19ct/Minute

    Für jemanden wie mich der gerne viel in Mobilfunknetze telefoniert wird das also auch ein teures Vergnügen.

    Nun leben wir ja im VoIP-Zeitalter :). Und als Fritzbox-Nutzer hat man ja auch bereits eine nette kleine Telefonanlage zuhause. Dank VoIP ist man heutzutage nicht mehr an seinem Internetprovider gebunden, wenn es ums Telefonieren geht. Es gibt zahlreiche andere Anbieter die einem einen sogenannten SIP-Trunk anbieten. Diesen kann man einfach in seine Fritzbox zusätzlich zur DG-Nummer eintragen und los gehts.

    Ich persönlich habe mich für Sipgate basic entschieden, wobei es sicherlich auch noch andere gute SIP-Trunk-Anbieter gibt, die ähnlich gute Leistungen bieten. Falls jemand gute Erfahrungen mit anderen Anbietern hat, gerne posten :).

    Bei Sipgate erhält man zunächst eine kostenlose Ortsrufnummer, also mit örtlicher Vorwahl. Nach der Registrierung bei der eine aus mehreren möglich Ortsrufnummern ausgewählt werden kann, erhält man per Post einen Freischaltcode. Nach der Freischaltung erhält man die Zugangsdaten für seinen SIP-Trunk.

    Dieser muss lediglich in der Fritzbox eingetragen werden, genauso wie der SIP-Trunk von DG. Danach hat man einen zusätzlichen Anschluss zur Verfügung:


    Die Telefone richtet man nun so ein, dass diese auf der DG-Rufnummer klingen, zum Raustelefonieren aber die Rufnummer des anderen Anbieters verwenden:

    Nun sagte ich ja anfangs, dass es mir wichtig ist, dass der Angerufene meine DG-Rufnummer sieht. Damit das möglich wird, ist es wichtig einen SIP-Trunk-Anbieter auszuwählen der es erlaubt eine andere Absenderrufnummer zu senden. Bei Sipgate ist dies beispielsweise kostenlos möglich, interessanterweise sogar ohne Validierung, ob man überhaupt der berechtige Nutzer der angegebenen Rufnummer ist. Ist wohl Sache des Anbieter ob er das überprüft :lol::

    Damit das Telefonieren nun auch noch günstig wird, bucht man beim SIP-Trunk-Anbieter noch eine Festnetz + Mobilflatrate. Bei Sipgate kostet diese Beispielsweise 10€/Monat und kann jederzeit wieder deaktiviert werden. Die Abrechnung erfolgt über ein Guthabenkonto.

    Statt 79,99€ für den "DG Premium"-Tarif bezahle ich nun also nur noch 44,99€ für "DG Basic" + 10€ Festnetz/Mobil Flat bei Sipgate = 54,99€. Das sind immerhin 25€ weniger im Monat :).

    Der Vertrieb empfiehlt meines empfinden nach auch viel zu leichtfertig, dass die Möglichkeit besteht einen eigenen Router zu benutzen um die Kosten für ein Mietgerät einzusparen. Neben der Tatsache das einige Gerätesparten wie der Telekom Speedport garnicht eingesetzt werden können, weil diese nur PPPoE-Einwahl können, haben auch andere beliebte Router wie die Fritzboxen durchaus das potentiall durch Fehlkonfigurationen Probleme zu verursachen, die der nicht Tech-Affine Kunde nicht so einfach selber gelöst bekommt.

    Die DG eigenen Router kosten zwar unter Umständen Miete, haben aber eben den angenehmen Vorteil, dass diese Plug-and-Play mäßig nur mit dem NT verbunden werden müssen und los gehts.

    Nachdem das DG-Netz hier an den Start ging, war ich einigen Haushalten zu Gast, in denen das DSL-Kabel einfach nur vom Splitter in den NT umgesteckt wurde und die Leute sich wunderten, dass nichts funktionierte...

    @alfalfa 
    Wow, vielen Dank für diesen Hinweis! Genau das war das Problem :)
    Unter "Telefonie/Eigene Rufnummern/Anschlusseinstellungen" war der Haken bei "Für Internettelefonie eine seperate Verbindung nutzen (PVC)" aktiviert. Das erklärt natürlich alles :) . Interessant ist jedoch die Tatsache, dass diese Konfiguration fast 1 Jahr lang problemlos funktionierte. Wenige Stunden bevor diese Anschlussstörung bei meinem Freund losging, viel in unserem und einigen benachbarten Ausbaugebieten der Internetzugang vollständig aus für einige Stunden. Nach diesem Ausfall erhielt mein eigener Anschluss ein neues DHCP_PD-Präfix und der Router eine neue DHCP_IA-Adresse, nachdem sich diese seit Monaten nicht mehr verändert hatten und das obwohl ich dazwischen sogar (innerhalb des selben Ausbaugebietes) umgezogen bin. Der DHCP-Server hat die DHCP/DHCPv6-Client-ID meines Routers einfach wiedererkannt, nehme ich an. Sieht so aus, als hätte DG irgendwas an seiner Konfiguration verändert und erst seitdem weist der DHCP-Server Mehrfachverbindungen ab.

    Waishon

    Ähnlich wie du schilderst, hat es tatsächlich mehrere Stunden gedauert, bis der DHCP-Server das DHCP-Request der Fritzbox nach der Änderung der Telefonieeinstellungen wieder akzeptierte.

    Seitens dem DG-Kundenservice finde ich es trotzdem absolut unterste Schublade mit diesen Standard-Antworten abgespeißt zu werden, wenn man als Kunde schon solch detalierte technische Informationen wie diese Traffic-Aufzeichnungen liefern kann. Man sollte ja meinen, die Technik sollte erkennen was es bedeutet, wenn deren DHCP-Server ein deratiges Verhalten zeigt und DHCP-NAK ausgibt. Diese überaus nützliche Information, dass da aus Sicht von DG mehr als 1 Gerät versucht Adressen zu beziehen, hätte ich ganz gerne von DG gehört und nicht erst in einem von DG unabhänigen Forum :/.

    Hallo zusammen,

    Ich helfe in meinem seit nun ca. 1 Jahr bestehenden Neuausbaugebiet der Deutsche Glasfaser desöfteren im Familienkreis und Freundeskreis, kundeneigene Router - in der Regel Fritzboxen - an den DG-NTs einzurichten. Bisher habe ich jeden Anschluss zum laufen gebracht, doch bei einem sehr guten Freund habe ich nun eine harte Nuss:

    Mein Freund bat mich um Hilfe, weil seit einigen Tagen zwar sein Telefon funktioniert, jedoch sein Internetzugang nicht, davor funktionierte alles monatelang bestens. Allein diese Fehlerbeschreibung ist schon sehr interessant, denn das muss ja bedeuten, dass seine Fritzbox 7490 die er an diesem Anschluss einsetzt irgendwie eine IP-Konfiguration erhalten haben muss, sonst könnte die Fritzbox ja keine Verbindung zum SIP-Server herstellen.

    Als ich vorort die Fritzbox-Konfiguration anschaute staunte ich dann auch nicht schlecht als ich sah, dass die Fritzbox keine Internetverbindung im Online-Monitor anzeigte, die DG-Telefonnummer unter "Eigene Rufnummer" aber ganz offensichtlich tatsächlich registriert war. Und tatsächlich konnte mit dem Anschluss problemlos telefoniert werden. Die Anrufe gingen problemlos rein und raus :?::!:

    Dann habe ich als nächstes meinen Laptop per LAN-Schnittstelle an die Fritzbox angeschlossen. Die Fritzbox teilte dem Laptop problemlos eine IPv4-Adresse aus ihrem privaten Subnetz mit. Ziele im Internet konnte ich jedoch nicht erreichen. tracert ergab, dass alle ICMP-Pakete bis zur Fritzbox kommen, aber von dort aus nicht weiter kamen. Spaßeshalber habe ich auch versucht die IP-Adresse des DG-Sipserver zu tracern, auch diese kam entweder nur bis zur Fritzbox, oder sämtliche Router auf DG-Seite antworten nicht auf ICMPv4-Traceroute (zumindest der erste Router auf DG-Seite antwortet eigentlich immer). Seeehr seltsam. Die Fritzbox konnte mit dem SIP-Server kommunizieren, an ihr angeschlossene Geräte jedoch nicht. So als wenn das NAT der Fritzbox nicht funktionieren würde, habe ich persönlich noch nie erlebt und ich habe schon sehr viele Fritzboxen gehabt, gesehen und konfiguriert. Trotzdem ging ich bei diesem Fehlerbild erstmal davon aus, dass die Fritte im Eimer ist, oder zumindest die Firmware.

    Um dies zu bestätigen, habe ich dann die LAN-Schnittstelle meines Windows 10 Laptops direkt an den NT gehängt. An einem korrekt funktionierenden DG-Anschluss, der auf dem Modus mit kundeneigenenem Router eingestellt ist, erhält der Computer (bzw. der DHCP(v6)-Client des Windows 10-Systems) eine IPv4-Adresse und eine /128 IPv6-Adresse. Doch siehe da, der Computer richtete sich selbst auf eine APIPA-Adresse ein (aus dem Bereich 169.254.0.0./16), als wenn der DHCP-Server nicht oder nicht korrekt reagiert.

    Nun gut, dann habe ich eben mit Wireshark mal nachgeguckt was da eigentlich abgeht:
    LAN-Schnittstelle eines Windows 10-Systems am NT:

    Interessant, also der DHCP-Server bietet nach 5 Versuchen tatsächlich ein Offer an. Dann muss der DHCP-Client zweimal requesten um wieder eine Reaktion vom DHCP-Server zu erhalten, doch dieser Antwortet mit einem DHCP NAK, er zieht das Angebot also zurück, warum auch immer. Das ganze wiederholt sich bis der DHCP-Client aufgibt.

    Zwischenfazit:
    - Die Fritzbox zeigt keine IP-Konfiguration im Online-Monitor an

    - Die Fritzbox selbst kann jedoch mit dem SIP-Server kommunizieren,

    - ICMPv4 Traceroutes von an der Box angeschlossenen Clients kommen nur bis zur Fritzbox

    - das DHCP Request des Windows 10 Systems wird vom DHCP Server abgewiesen.

    Nun wollte ich herausfinde, warum um alles in der Welt die Kommunikation zwischen Fritzbox und SIP-Server funktionierte. Zum Glück können Fritzboxen den IP-Verkehr auf den Schnittstellen mitschneiden.

    Dies ist der DHCP-Prozess zwischen Fritzbox und DG DHCP-Server:

    Und siehe da, der DHCP-Prozess läuft zumindest durch und die Fritzbox erhält eine Adresse (100.92.29.106), auch wenn sie dies im Online-Monitor nicht zugeben mag. Und mit dieser findet die Kommunikation mit dem SIP-Server statt.


    Wie ihr seht, ein ziehmlich seltsames Fehlerbild was da sowohl die Fritzbox als auch der DG-DHCP-Server abgeben. Ich vermute derzeit, dass das DHCP Offer des DG-DHCP-Server nicht ganz sauber ist und die Fritzbox dadurch so aus dem Takt bringt, dass sie das beschriebene Fehlerbild zeigt. Aber dafür kenne ich mich leider nicht gut genug mit den DHCP Flags aus. Ist zufällig ein DHCP-Experte hier :D ? Ich lasse gerne die Paketaufzeichnungen vollständig zukommen. Auf IPv6-Ebene passiert übrings seitens DG garnichts. Das Windows 10 System und die Fritzbox senden zwar ein Router Solicitation, erhalten aber kein Router Advertisment.
    ...Wie gerne ich doch mal ein Blick in die Routing Table und die NAT Table der Fritzbox werfen würde, aber da kommt man ja nicht dran.

    Der DG-Kundenservice ist in diesem Fall leider auch kein kompetenter Ansprechpartner, auch wenn ich dem zu verstehen gegeben habe, das ich da etwas mehr Fachwissen habe als der Ottonormal-Supportfall :( . Die sehen leider das die Telefonie ja funktioniert und beharren darauf, dass das Problem auf Nutzerseite liegen muss. Diese (doch seehr fachliche) Paketaufzeichnung die ich auf dem Windows 10 System gemacht habe, habe ich natürlich auch an den DG-Kundenservice geschickt. Die Paketaufzeichnung von der Fritzbox in der zumindest die DHCP-Aushandlung mit einem DHCP ACK quittiert wird, habe ich mal lieber nicht mitgeschickt, sonst behaupten die erstrecht das ihrerseits alles in Ordnung ist. Ich bekomme auch so schon nur die Standard-Tipps für den Ottonormal-Nutzer wie NT neustarten, Fritte zurücksetzen etc. Solche Basics mache selbstverständlich schon bevor ich DG mit einem Problem konfrontiere. Die Fritzbox ist exakt so konfiguriert, wie in den Konfigurationsanleitungen von Deutsche Glasfaser beschrieben.

    Wenn jemand das hier beschriebene Fehlerbild schonmal gesehen hat oder weiß wie man vom DG-Support mit einem solchen Fehlerbild ernst genommen wird, dem wäre ich sehr seeehr seeeeeeeeehr dankbar :).

    Vielen Dank :)

    Viele neue Glasfaserkunden, aber auch DSL-Kunden kleinerer Anbieter spüren es schon deutlich, wie auch an einigen Threads in diesem Forum zu sehen ist:
    IPv4 stirbt! Seeeeeeehr langsam, aber doch durchaus schon spürbar. Private Internetantschlüsse erhalten immer seltener eine öffentliche IPv4-Adresse auf der die eigenen Dienste erreicht werden können.

    Also auf nach IPv6!
    Eine große Hürde galt und gilt es jedoch noch zu überwinden, die Mobilität. Schließlich wollen wir dem Einbrecher ja auch von unterwegs aus beim Bude ausräumen beobachten :lol:.

    IPv6 in Mobilfunknetzen suchte man lange Zeit vergebens. Und auch öffentliche WLAN-Zugänge waren und sind immer noch selten mit IPv6 ausgestattet. Doch immerhin in den Mobilfunknetzen tut sich etwas! Die Telekom als großer Vorreiter an dieser Stelle hatte bereits Mitte/Ende 2015 mit IPv6 im Mobilfunk begonnen. Und danach? Tja... das war es dann auch schon. BIS Ende 2019.

    Nach nach viel Druck aus der Vodafone-Community hatte sich Vodafone endlich ab Mitte 2019 mit dem Thema IPv6 ernsthaft auseinandergesetzt. Seit etwa November 2019 wurde es dann endlich für Vodafone-Kunden (auch von Drittanbietern) langam ausgerollt. Inzwischen ist IPv6 im Vodafonenetz Bundesweit verfügbar.

    Lediglich seitens O2/Telefonica gibt es bis heute keine bekannten Bestrebungen darüber IPv6 in absehbarer zu implementieren. Dieser Twitter-Beitrag scheint die bisher letzte öffentliche Äußerung seitens O2/Telefonica zum Thema IPv6 im Mobilfunknetz zu sein... ...Für mich persönlich ein weiter Grund dieses Netz zu meiden.

    Ich bin mit meinem Drittanbieter-Prepaid Vertrag im Vodafone-Netz nun nach dem IPv6-Rollout vollstens zufrieden :). Nun kann ich wieder völlig problemlos von Unterwegs aus mit meinem Smartphone auf meinen Deutsche Glasfaser Anschluss zugreifen und das Licht zuhause ein- und ausknipsen :D. Und das ganz ohne Improvisation mittels SSH-Tunnel, Portmapper und co.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit mobilen IPv6 schon gemacht?
    Ich fände mobiles IPv6-Internet für den Laptop noch interessant. Also müsste der LTE-Stick oder LTE-WLAN-Hotspot auch IPv6 untersützen. Kennt da jemand bereits passende Geräte?
    Und wie sieht es eigentlich im EU-Ausland aus? Dank kostenlosen EU-Roaming könnte ich mein Licht ja theoretisch auch von Malle aus ein- und ausschalten, wenn die Romaing-Verbindung IPv6 unterstützt ^^. Hat schonmal jemand auf IPv6 in europäischen Roaming-Netzen geachtet?

    Bei DG-Anschlüssen ist es nach einem Bandbreiten-Upgrade offenbar wichtig, den NT einmal neuzustarten, damit die höhrere Bandbreite ankommt! Das konnte ich persönlich feststellen, nachdem DG die 200er-Kunden auf 300 hochgestuft hat.

    Ein reiner AP muss auch kein IPv6 oder IPv4 können, was auf Layer 3 und höher passiert ist dem völlig egal :-).

    Je nach Router musst du das erhaltene /56-Präfix in /64-Präfixe subnetten und an dein(e) LAN-Interface(s) zuordnen. Fritzboxen machen das beispielsweise automatisch (da gibts auch nur eins :D), bei professionelleren Routern musst du das manuell machen. In der Regel findet man diese Zuordnung bei der Konfiguration für den DHCPv6-Client oder bei der Konfiguration des jeweiligen Interfaces. Unter Umständen muss man dann auch noch das Router-Advertisment konfigurieren, sodass dieses das Präfix via SLAAC oder DHCPv6-Server im Netzwerk ankündigt, dass machen aber auch professionellere Router-Lösungen meistens automatisch.

    Das PD Enable ist definitiv wichtig gewesen, sonst fragt der Router garnicht erst nach einem Präfix! Eigentlich müsstet du dann auch die Möglichkeit haben, die Präfix-Länge irgendwo anzugeben. DG verteilt /56-Präfixe. Bei meinem Anschluss ist es so, dass ich diese Präfixlänge auch wirklich korrekt im Router angeben muss, damit er ein Präfix bekommt.

    Die auf dem Markt zur Verfügung stehenden IPv6-Firewalls sind in der Tat noch häufig nicht zufriendenstellend oder zumindest nicht sonderlich benutzerfreundlich. Zur Zeit habe ich eine OpenSense Lösung im Einsatz, diese kann ich halbwegs empfehlen. Wechselnde globale Präfixes sind mitunter das größte Problem, für das kein mir bekanntes Firewall-System im Augenblick eine Lösung hat. Es wäre sinnvoll, wenn sich dort mal etwas in Richtung Wildcard-Präfixes entwickeln würde, denn im Endeffekt sind ja nur die Bits nach dem Global-Präfix für das Regelwerk entscheidend. Ich bin sehr froh, dass das /56-Präfix der DG halbwegs statisch ist. Ich habe seit 2 Monaten nun schon durchgängig das selbe Präfix. Für den Fall, dass es sich doch mal ändert, verwende ich Aliases. Dann brauche ich nur diese und nicht das Regelwerk verändern.

    Das ist prinzipiell nicht mehr zulässig, weil das TKG einen passiven Netzabschlusspunkt vorschreibt.

    Ja, "prinzipel" wird das auch bei jedem Anbieter irgendwie gehen, wenn man genug Durchsetzungskraft hat :D . Ich kenne einen ehemaligen Kollegen, der hat vorletztes Jahr einen FTTH-Anschluss von der Telekom erhalten. Laut diesem Kollegen setzt die Telekom das Modem standardmäßig auf den Abschlusspunkt (also dem Gf-AP in dem Fall^^). Die Telekom war bei ihm wohl anfangs etwas stur das auch zu ändern. Mit dem entsprechenden Verweis auf das TKG und einiger Korrespondenz ist dann irgendwann ein Techniker bei ihm vorbeigekommen und hat am Gf-AP etwas verändert, so dass er da selber ein eigenes Modem anschließen kann.