Beiträge von Sharavanabhava

    Ich find es trotzdem sauberer, ein reines DSL-Modem (muss nicht der Speedport sein, kann auch was billiges gebrauchtes für 10€ von eBay sein) parallel zum GF-ONT zu betreiben und die pppoe-Einwahl im ER-6 stattfinden zu lassen. So mache ich die Sache mit meinem ER-X.

    Du verbindest ein DSL-Modem direkt mit einer Buchse des ER-X und gibst dann im ER-X die Zugangsdaten an und das funktioniert als Failover? Aber mit welchem Modem soll das funktionieren?

    So... hier ist der Zwischenstand.

    Jetzt habe ich mit für einen EdgeRouter 6P (192.168.1.1) Multi-WAN-Router entschieden da die vielen Funktionen der Fritzbox am Thema "DSL als Backup für Glasfaser" vorbei gehen.

    Wunschkonfiguration:

    eth0: geht an den LAN-Switch für die Endgeräte

    eth1: Glasfasermodem

    eth2: DSL als Failover

    eth0 und eth1 funktionieren und die 400 Mbps werden im LAN verteilt. Dabei läuft auf dem ER-6P eine DHCP-Server 192.168.1.100-199/16. Das Subnetz 255.255.0.0 habe ich gewählt damit beide Router-IPs umfasst sind.

    Den Speedport (192.168.2.1) habe ich erst einmal vom Switch getrennt, d.h. er spannt nur noch ein WLAN auf und an der TAE-Buchse hängen die Telefone wie zuvor.

    Nun würde ich gerne den Speedport an eth2 des ER-6P hängen und verstehe die Konfiguration (s. Bild) nicht ganz. Denn der Speedport hat schon dauerhaft eine PPoE Verbindung mit der Telekom aufgebaut und dessen DHCP-Server habe ich ausgeschaltet. Es bleibt nur die statische IP des Speedport.

    Also Address+Gateway+DNS: 192.168.2.1.

    Würde der ER-6P dann die Route über den Speedport wählen wen DSL ausfällt?

    Man muss sich denke ich erst klarmachen, dass so ein "Router" als Universal-Gerät für zu Hause gedacht ist. Mein Speedport W724 läuft zum Beispiel nur als Zugangsbuchse für DSL (PPPoE Authentisierung), DHCP-Server und Telefonie.

    Netzwerkspeicher, Multimedia-Server und DECT-Basisstation kann der auch aber das nutze ich nicht.

    Insofern würde einfach der DHCP-Server auf den Multi-WAN-Router wandern und schon hätte man Fail-Over-Internetzugang. Die beiden Router und der Switch hängen dann natürlich noch an einer USV.

    Kann jemand einen Multi-WAN-Router von Lancom empfehlen?

    Wäre in Multi-WAN-Router wie der TP-Link TL-R470T+ nicht auch eine gute Lösung um DSL und Glasfaser zu bündeln und dann weiter im LAN zu verteilen:

    - Patchkabel von ONT zum TL-R470T+

    - Patchkable vom Speedport W724 (DSL) zum TL-R470T+

    - Patchkabel vom TL-R470T+ zum TP1024 Switch

    - Von dort zu den Endgeräten

    Der TL-R470T+ hat einen Load Balancer und einen DHCP-Server den man entsprechend konfigurieren könnte.

    Mir erscheint nämlich der 5690 Pro zu aufwändig und man kann ihn noch nicht kaufen. Deshalb habe ich eine 7590 bestellt aber das ist mir zuviel da ich das Gerät nur für den GF-Zugang verwenden würde.

    Bei mir habe ich nur den ERX als Router im Betrieb. DHCP übernimmt er auch, also keine Probleme mit Leases falls WAN1 nicht erreichbar ist. Vorm ERX sind GF-ONT (WAN1) und DSL-Modem (WAN2). Hinter dem ERX ist der Switch.

    Also ist der ERX eine zentraler Hub im Netz der auf beide WANs Zugriff hat, mit einer statischen IP konfiguriert ist und einen DHCP-Server laufen lässt.
    Den Endgeräten im Netz gibst du vermutlich die statische IP des ERX als Gateway?

    Den ERX könnte man wahrscheinlich auch durch ein NAS ersetzen auf dem dann DHCP und DNS läuft (in meinem Fall eine Synology Diskstation DS1520). Die Synology hat 4 Netzwerkbuchsen an die man das ONT, den Speedport mit DSL und den Switch hängt (an dem dann alles andere hängt). Das NAS hätte eine statische IP die dann den Endgeräten per DHCP als Gateway übermittelt wird.

    Für die "German angst" =O wenn das NAS mal ausfällt kann man dann ja noch einen fertig konfigurierten ERX bereithalten.

    Käme das so hin?

    Das dachte ich ganz am Anfang. Nun habe ich den DSL-Vertrag aber 24 Monate verlängert. Siehe Seite 1: "Die Lösung ist nun klar: DSL behalten..."

    Der technische Aufwand ist nicht hoch denn GF und DSL sind bereits bis in den Serverschrank gelegt. LAN-Dosen zu legen und mit dem Patchfeld zu verbinden: das ist Aufwand. Dagegen ist das bisschen Routerverkabelung nichts. Macht man einmal und hat dann ein stabiles Internet.

    Damit es stabil ist muss man es aber verstehen. Geht nicht anders. Mir macht das sogar Spaß.

    Ich benutze sowas (Dual-WAN mit dem 2. Port nur im Failover-Modus)

    Stöpseln kommt für mich auch nicht in Frage. Das Gerät sieht interessant aus aber wie wäre das Setup. Hier noch einmal die Geräte:

    - 1x Speedport W724 mit DSL Zugang ("WAN1")

    - 1x Speedport Smart4 mit GF-Zugang über ONT ("WAN2")

    - 1x TPLink Gigabit-Switch

    Hinter dem Switch liegen dann die Anschlussdosen und die Endgeräte.

    WAN1+2 kommen an den Switch. An den WAN1 kommen DECT-Telefone, sodass die 3 Mbps ev. noch genutzt werden. DHCP läuft standardmässig auf WAN2. Damit bekommen die Endgeräte IP-Leases deren Gateway ins Glasfasernetz geht. Sollte das ausfallen und die IP-Leases nicht mehr gelten ist das ein Problem der Endgeräte (wo es mMn auch hingehört).

    Was macht nun der ER-X? Würde man nun die beiden Routerund den Switch einfach alle zuammen an den ER-X hängen und dessen DHCP-Server nutzen?

    Eigentlich wird das Default-Gateway von DHCP automatisch mitgeteilt. Das würde ich ungern auf allen Geräten von Hand machen müssen, zumal unklar ist ob dann nicht eine neue IP geleast werden muss. Manchnal hat man nicht die Rechte oder weiß nicht sofort wie. Googeln geht dann auch nicht mehr (Netzwerk weg).

    Eine Lösung bei der beide Route völlig getrennt laufen erscheint mir stabiler. Auf dem Router mit dem schnellsten Internet läuft ein DHCP-Server, auf dem anderen nicht. Fällt eines der WANs aus wird der entsprechende Router vom Strom genommen und DHCP auf dem anderen ggf. aktiviert.

    Einziges Problem: IP-Lease. Lösung: ipconfig /renew (Windows), dhclient -r (Linux) oder einfach neu booten.

    Vielleicht ist es auch besser DHCP auf das NAS auszulagern statt auf einen der beiden Router.

    Eine Möglichkeit wäre ein Router mit DHCP Server am Glasfaseranschluss. Am DSL Anschluss dann ein zweiter Router ohne DHCP Server und mit einer LAN IP aus dem Netz des ersten Routers. Dann kannst du auf den Heimnetzgeräten ggf. händisch das Defaultgateway umbiegen, wenn Geräte über DSL statt über Glasfaser kommunizieren sollen.

    Wenn ich das richtig verstehe nutzt der am DSL hängende Router dann kein DSL, d.h. die Online-Funktion und DHCP sind ausgeschaltet und das Gerät hat im Grund keine Funktion ausser als Buchse für das DSL-Kabel zu dienen.

    Bei mir hängen die Endgeräte aber ein 1 Gps TPLink Switch (Rack Mount) und an diesem Switch die beiden Router.

    Fällt nun GF aus müsste man über die Webseite DSL + DHCP einschalten. Wo ist da der Vorteil? Da hat man auch das IP-Lease-Problem.

    Besser wäre es wenn beide Anschlüsse immer parallel laufen. Dann sieht man wie stabil die Anschlüsse sind statt erst während eines Ausfalls zu hoffen, dass der andere funktioniert.

    Kann man nicht:

    - Speedport 724 an DSL + DECT Telefon + DHCP aus

    - Speedport Smart an GF + DHCP ein

    - Beide Router an den Switch

    Wenn GF ausfällt oder einfach der ONT kaputt geht dann den Smart 4 ausschalten, DHCP am Speedport 724 einschalten und man ist wieder online.

    Hat den Vorteil, dass DSL aktiv bleibt (nur DECT) und man nichts auspacken / umstöpseln muss um schnell wieder online zu sein.

    An Dual-WAN habe ich noch garnicht gedacht... dann werden automatischedie Bandbreiten beider Netze vereint und wenn eines ausfällt merkt man das ev. sogar garnicht.

    Ich frage mich gerade wie ich DSL und GF am Besten parallel aufsetze.

    Der DSL-Router steht momentan in einem Serverschrank vor einem 1 Gbit Switch von dem LAN-Kabel auf Netzwerkdosen im Haus gehen.

    Möglichkeit 1: Über den bestehenden Router der an DSL hängt und dann einfach ein LAN-Kabel von dem ONT an einen freien LAN-Port? Theoretisch müsste ich dann die IP der DGF als Gateway angeben. Nur gibt es eine solche Einstellung scheinbar nicht (implizit DSL). An diesem Router hängen auch DECT-Telefone.

    Möglichkeit 2: Ich habe einen neuen Speedport Smart 4 den ich dediziert an das ONT anschliessen könnte. Dann beide Router an den Switch und hoffen, dass die optimale Route gewählt wird (also über den Smart 4) während die DECT-Telefone weiter über DSL laufen.

    Möglichkeit 3: Alles weg. Neue Fritzbox 7590 + Fritzfons und Glasfaserleitung direkt an die Fritzbox.

    Möglichkeit 2 erscheint mir sinnvoll weil sie auf dem bestehenden System aufsetzt und nichts kaputt macht. Möglichkeit 3 würde das ONT ausklammern (eine Fehlerquelle weniger da es ein einiges Netzteil hat) und würde wahrscheinlich Strom sparen denn soweit ich weiß braucht jeder Speedport 10-12 Watt. Gibt es da Praxistipps? Das wäre super.

    Gibt es einen Zwang zur Portierung? Nein.

    Man denkt eben Rufnummernportierung ist normal und ausserdem erklärt dir keiner, dass dies eine dumme Entscheidung sein kann. Ausserdem wird man noch mit Grundgebührbefreiung dahin gedrängt.

    Wahrscheinlich war es Gier :rolleyes: Die Gier nach mehr Bandbreite, endlich Downloads in Minuten abschliessen können statt Tage zu warten, einem kostenlosen Hausanschluss der die Immobilie aufwertet und sogar im ersten Monat umsonst! Über den alten Anschluss habe zumindest ich da erst später nachgedacht. :saint:

    Sollte es mal zu einem Ausfall kommen, poche nicht auf schnelle Behebung, weil du geschäftlich drauf angewiesen bist. Die AGB sind da recht streng.

    Ok, guter Tipp. Wäre mir aber wahrscheinlich auch nicht eingefallen die damit zu stressen.

    Eine USV des Routers halte ich auch für übertrieben. Sollte großflächig der Strom ausfallen, sind wahrscheinlich auch die DPs und ggf. der POP betroffen.

    Das wurde bereits letzten Freitag widerlegt. Da wurde der Strom (allerdings nach Ansage) für 3 Stunden abgeschaltet wg. einer Baumaßnahme. Einen Tag vorher Zettel in Briefkasten - aber ich habe es dennoch nur zufällig erfahren und dann wieder vergessen bis das Licht plötzlich ausging.

    Ausserdem liegen hier noch alte Kupferleitungen aus den 50er und 60er Jahren als die noch mit "Dachpappe" ummantelt waren. Vor ein paar Jahren wurde eine "undicht". Den Fehler findet man nur mit Versuch/Irrtum, d.h. Löcher graben bis man ihn hat. Ging relativ schnell weil ein Süwag-Mann mit viel Erfahrung dabei war. Trotzdem 2 oder 3 Tage lang kein Strom. Da hilft eine USV zumindest am Anfang schon.