Beiträge von e16

    Aber dann soll sich keine beschweren, wenn den Kunden es egal ist. Wenn ich bereits ein VW habe brauche ich ein Audi weniger als jemand, der nur zu Fuß unterwegs ist. Es ist nicht die Aufgabe der Anwohner den wenigen Power Usern ihre Hobby zu bezahlen.

    Gewagter Vergleich.

    Da der Ausbau i.r.R. für die Nutzer kostenneutral erfolgt (jetzt bitte keine 5€ p.M. Diskussion), ist es eher so, dass den 15-20% Glasfasernachfragern bei Nichtausbau die unbestrittene Zukunftstechnologie verwehrt wird. Das hat nix mit Hobby zu tun!

    Ich denke wenn die Städte und Gemeinden Ausbaugenehmigungen nur noch Stadt- bzw. Gemeindeweit vergeben, und nicht mehr auch für die lukrativen Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte, haben wir eine Chance Glasfaserausbau auch in der Fläche zu erleben, der sich eben über die Mischkalkulation rechnet.

    Von den flächendeckenden Ausbauverpflichtungen als Gegenleistung für einen Markteintritt sind wir hier maximal weit weg. Man schaue sich die Ausbauplanung vom Januar 2024 der OpenInfra an. Das ist nicht etwa eine Lückenbebauung, sondern ein ein Handtuchauslegen am Pool. Wer zu weit links oder rechts der Trasse wohnt hat wie immer Pech. Sofern die OI überhaupt baut.

    Das Problem der geringen Home Connected Quote beim Glasfaserausbau wird sich wahrscheinlich bei vielen desinteressierten Kunden erst durch Zwang lösen, indem wie seinerzeit bei der ISDN Abschaltung ein Abschaltdatum der VDSL Outdoor DSLAMS in mit Glasfaser versorgten Gebieten genannt und auch umgesetzt wird.

    Wenn es doch erstmal eine annehmbare Homes Passed Quote geben würde. Selbst die haben wir derzeit nicht und (summiert man alle derzeitigen Projektabbrüche) werden die auch nicht mehr bekommen.

    Egal wie es kommt, großer Gewinner bleibt die DT. Wenn der Glasfaserausbau implodiert, werden eben die Cashcows xDSL weiter gemolken.

    Danke euch :) Bisher lief mit der Fritzbox auch alles immer zufriedenstellend. Das WLAN würde ich jedoch nicht über Fritz Repeater realisieren wollen im Neubau sondern über AP's an der Decke.

    Habt ihr da eine Empfehlung?

    Mein Tipp: Nimm Ethernet-angebundene Fritz Repeater. Ich habe die Dinger etagenweise optisch etwas versteckt und gerade mit Wifi6 funzt das wunderbar. Meine Geschmackspolizei würde mich steinigen, wenn neben den Rauchmeldern noch weiterer "Dinger" an der Decke hängen.

    Aber mal zurück zum Thema: Ich hatte im Rahmen des Vertriebsstarts der OI versucht, das Unternehmen und unseren örtlichen Heimatverein zusammenzubringen.

    Leider ist das Vorhaben von beiden Seiten abgelehnt worden. Der Heimatverein versteht das Thema nicht und ist diesbezüglich auch beratungsresistent. Die OI setzt ausschließlich(!) auf den D2D-Vertrieb über wechselnde Agenturen und hatte auch ihrerseits kein Interesse an einer Art Zusammenarbeit mit dem Heimatverein.

    Schade!

    Ich war gestern bei meinen Eltern. Sie wohnen in einer verkehrsberuhigten Straße in einer ehemaligen Zechenhaussiedlung. Vor zwei Wochen waren die ersten Begehungen in der Siedlung und es wurden die Markierungen auf den Straßen und vor der Hauswand angebracht. Auch bei ihnen gibt es den komplett kostenlosen Glasfaserhausanschluss von Westconnect.

    Ich dachte erst ich hätte was an meinen Augen, aber Tatsache ist, daß das Haus meiner Eltern das Einzige in einer Straße mit ca. 25 Häusern ist, das eine Markierung hat - und meine Eltern gehören mit Mitte 60 mit zu den Ältesten in der Straße.

    Ich war gestern echt sprachlos.

    Kommt mir bekannt vor.

    Nach meinen vielen Gesprächen hier im Viertel: Es hat nichts mit dem Alter zu tun, eher mit der persönlichen Einstellung. Ich habe hier die 80-jährige Rentnerin mit E-Auto die sofort unterschrieben hat und auf der anderen Seite Familien mit Kindern und reichlich(!) Einkommen in schicken EFH's, die den Ausbau kategorisch ablehnen.

    Dem kann ich so nicht zustimmen. der Bedarf ist schon da.
    Die Leute wollen einfach nur einen Internetzugang mit akzeptabler Bandbreite und wenn sie den schon haben z.B. über VDSL oder Kabel, sind viele einfach zu bequem sich mit dem Thema zu befassen und vielleicht sogar Geld in eine neue Verkabelung zu investieren.

    In Orten in den der Breitbandbedarf noch nicht durch VDSL oder Kabel gedeckt wurde, werden den Providern die FTTH Verträge aus den Händen gerissen und es gibt takeup ratios von über 80%.

    Die Marketingabteilungen der Provider tun sich natürlich schon schwer einen Bedarf nochmal zu wecken, der eigentlich schon gedeckt wurde.

    Man sieht das ja teilweise an den Marketingphrasen wie : "Grünes Internet" oder "Glasfaser ist Umweltfreundlicher als Kupfer" , das das Marketing sich an jeden Strohhalm klammert.

    Richtig. Der große Glasfaserhype der letzten Jahre war im hauptsächlich Bandbreiten- und nicht Glasfasergetrieben.

    Die Party ist vorbei, auch gut an den fast täglich eintrudelnden Angeboten von Bautrupps in den FTTH-fb-Gruppen zu erkennen. Daher braucht mir auch niemand mehr zu erklären, ein Ausbau scheitere an fehlender Baukapazität. Höchstens an den unterschiedlichen Preisvorstellungen.

    Eine Frage bleibt: Wie versorgen wir nun die rund 15% echten Glasfasernachfrager in den "gesättigten" Gebieten? Gar nicht?

    Ich würde das (zwei Anbieter) auch bei einem Neubau vornehmen. Die Kosten sind im Gesamtvolumen verschwindend gering. Falls kein Anbieter abspringt, hast Du im ungünstigsten Falle einen Anschluss im Haus, den Du nach zwei Jahren nicht benutzt.

    Verlieren kannst Du nichts, sondern nur gewinnen!

    Völlig richtig, im Zweifel alle verfügbaren Medien ins Haus legen lassen. Die Kosten gehen im Grundrauschen eines Neubaus unter.

    Und hier zeigt sich wieder einmal anschaulich der Irrsinn. Ich muss nur aus dem Fenster schauen. 94 Parzellen in einem EFH Neubaugebiet mit gleichzeitig ZWEI Glasfaseranbeitern und 50m weiter lebt man im informationstechnischen Museum.

    Ich erinnere mich wie die Telekom nach der Wende in Ostdeutschland GF verlegt hat und nicht in der Lage war Internet darauf zu liefern beim Endkunden. Es gab einfach keine Konsumer-Endgeräte für GF. Und das waren reichlich Plattenbauten.

    Ja, das OPAL / HYTAS Disaster im Osten.
    Doch, darüber lief wunderbar ISDN und mit Kanalbündelung waren sogar 2MBit/s synchron möglich, allerdings zu astronomischen Preisen bei der DT.

    Kernelement der Privatkundenanschlüsse war jedoch, dass auch (wie heute beim VDSL noch immer) auf den letzten Metern Cu-DA verwendet wurden. Ich kenne sogar Fälle, in denen die ONU's im Fussweg direkt vor dem Haus vergraben waren.
    Zusätzlich kam dazu, dass Alcatel die Komponenten abgekündigt hat. So bleib nur ein kompletter Überbau.

    Wer mag, kann sich in die Unterlagen aus dem Technikmuseum einlesen:
    DeutscheTelekom-Unterrichtsblätter_2000_03.pdf

    Hier ein Video der Telekom, in dem man stolz den Überbau von HYTAS durch DSL zeigt. Man beachte das Datum: 04.04.2017

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    Auch bei dir wird ausgebaut werden. Ich behaupte, dass in den nächsten 10 Jahren jeder VDSL Kunde FTTH haben wird.

    Das kann ich nur als groben Unfug bezeichnen.

    Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Solange es keinen grundlegenden Strategiewechsel gibt, werden die Cu-DA Anschlüsse der DT noch bis zum Sankt-Nim­mer­leins-Tag weiter betrieben. Und warum das in 5 oder 10 Jahren anders sein soll erschließt sich mir nicht.

    Als einer von eher wenigen finde ich den damaligen Ansatz der Telekom gut, denn man hat erst die Brückentechnologie VDSL genug Zeit gewonnen und die Kunden gehalten, um jetzt auf FTTH umzuschalten. Da verliert die Telekom jetzt geschätzt dennoch ca. 1/3 der Kunden, weil eben nicht nur die Telekom ausbaut.

    Nimm mal die Perspektive jener Kunden ein, die aktuell auf einem VDSL (weil es nie ein SVDSL Upgrade gab) festhängen und die in der Prio der DT für einen FTTH-Ausbau gar nicht existieren.

    Ein meinem (wie auch bei vielen anderen) Fall will die DT gar keinen eigenen FTTH-Ausbau umsetzen und agiert im Nachbarstadtteil noch kontraproduktiv, in dem sie mit einer Ausbauankündigung die Wettbewerber aus dem Markt drängt und dann aber trotzdem nicht ausbaut. Mit dieser Vorgehensweise verliert die DT nicht einen einzigen Kunden. Dafür lassen sie das Cu-DA Netz noch weitere 50 Jahre am Leben. DAS ist wirtschaftlich.

    Das mit der Prüfung ist der zeitaufwendige Vorgang. Das betrifft ja auch die Wege zum/in den Ort, wo kommt der Anschluss her, muss über Privatgrund gelegt werden, ist das Land neben der Gemeinde involviert. Da gibt es bei der deutschen Bürokratie leider extrem viel zu klären mit Behörden. Und diese Arbeit macht sich kein Unternehmen vorher, bis sie nicht wissen wie viel es haben möchten.

    Meine Frage bezog sich auf den Hinweis vom Schnurz , dass der Projektstatus auf der HP von OI einsehbar wäre. Nur wo?