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  1. Glasfaserforum.de - Das Informations- und Hilfeforum rund um das Glasfaser-Internet.
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Beiträge von frank_m

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 2. August 2023 um 08:13
    Zitat von Schnurz

    Seit wann wird in der EU FTTH gebaut? Spätestens seit diesem Datum ist eben auch das Thema Endgerätefreit nach der EU Verordnung Relevant.

    Vorsicht. In der EU wird der passive Netzabschluss explizit nicht gefordert. Da kommt das Endgerät nach einem nicht näher beschriebenen Übergabepunkt, das ganz eindeutig auch der ONT sein kann. Der passive Netzabschluss ist eine deutsche Sonderlocke. Verstößt zwar nicht gegen das EU Blatt (sonst wäre es wohl auch kassiert worden), verschärft es aber. Wir sind das einzige Land, dass diesen passiven Netzabschluss fordert, vergleiche z.B. mit Österreich, da steht kein Wort davon, und ist dort auch nicht Praxis.

    Entsprechend niedrig ist das Interesse anderer Provider, das Onboarding im GPON voranzutreiben. Dass die Hersteller kein Interesse haben, dürfte klar sein. Die deutschen Provider stehen da ziemlich alleine im Regen.

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 18:42
    Zitat von Schnurz

    Sie hatten doch lange genug Zeit sich zusammen zu setzen und gemeinschaftlich ein Verfahren zur Freischaltung der Endgeräte im GPON Netz zu entwickeln.

    Du unterschätzt die Komplexität eines Standardisierungsgremiums. Zunächst musst du alle davon überzeugen, dass es überhaupt einen Standard braucht. Da sind die deutschen Netzbetreiber die einzigen, die das wollen. Weder Hardwarehersteller noch andere Nationen haben ein Interesse daran. Und nur in Deutschland hat man auch nicht die Martkmacht, um Druck auszuüben. Und wenn man es geschafft hat, dann braucht es mindestens 3 Jahre, den Standard zu entwickeln, mit Kommentar- und Korrekturphasen. Und wenn der dann fertig ist, dann müssen die Produkte entwickelt, getestet und ausgerollt werden. Die oben genannten 5 Jahre sind da schon extrem sportlich.

    Zitat von Crash Override

    Der AON Ausbau ist aber teurer

    Ich hätte den Kostenvorteil von GPON eher beim laufenden Betrieb und weniger beim Ausbau erwartet.

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 17:17
    Zitat von HubeBube

    Valide Endgeräte müssen der entsprechenden EU Vorgabe entsprechen.

    Ja, natürlich. Und bei den Geräten glaube ich auch, dass das Störpotential gering ist. Den Providern geht es ja darum, den Einsatz ungeeigneter Geräte so weit wie möglich zu unterbinden. Und da ist die Botschaft "Versuchs gar nicht erst, alles außer unserem ONT funktioniert eh nicht" halt abschreckender, als "Wir akzeptieren erst mal alles und versuchen nur Geräte auszusortieren, die sich komplett daneben benehmen".

  • Deutsche Glasfaser: Umstellung NT/7590 auf 5530 Fiber

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 15:55
    Zitat von bofan2000

    Unter Glasfaser-Informationen wird mir eine Verbindung zur Glasfaser-Vermittlungsstelle angezeigt (Verbindungstyp AON). Up/Down jeweils 1.000 Mbit/s.

    Das ist der entscheidende Punkt: AON.

    Das heißt: Den Aktivierungscode brauchst du nicht. Den braucht man nur bei GPON. Wenn dein Gerät eine Verbindung mit 1000 MBit/s anzeigt, dann kannst du direkt online gehen.

    Was du aber brauchst, ist eine VLAN ID, und zwar sehr wahrscheinlich die 362. Das ist die ID für den Modus "Kundeneigener Router". Den Modus kannst du im Deutsche Glasfaser Kundenportal nachsehen, aber wahrscheinlich ist das so.

    Teste es zunächst mal damit. Wenn das nicht funktioniert, sehen wir weiter. Und denk dran, die Geschwindigkeit für den Anschluss richtig einzustellen (direkt über dem VLAN).

  • Greenfiber - Erfahrungen?

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 13:55

    Ok, dann ist da entweder was im Router oder der Anbindung. Die lokalen Einstellungen sind damit vielleicht noch nicht perfekt, aber nicht Ursache für die aktuellen Engpässe.

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 13:20
    Zitat von hetti72

    Prinzipiell finde ich eine Whitelist aber sogar sinnvoll.

    Im Moment macht das Sinn, aus den beschriebenen Gründen. Aber es ist ein Verstoß gegen das Gesetz, darüber muss man sich klar sein.

    Wie gesagt, meines Wissens gibt es im Moment keinen Provider, der vorbehaltlos alle Geräte in sein Netz lässt. Es funktioniert eigentlich ziemlich oft, sogar mit SFP Modulen mit spezieller Firmware, die andere ONTs klonen können. Nicht umsonst steht in dem Artikel, dass praktische Fehlerfälle kaum bekannt sind. Allerdings kaufen in Deutschland wahrcheinlich 90% den Provider ONT, und von den verbliebenen 10% kaufen 90% eine Fritzbox. Und die funktionieren halt üblicherweise. Aber ob es am Ende für jeden "5,95 EUR Alibaba Medienwandler" funktioniert, da bin ich skeptisch.

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 09:15
    Zitat von hetti72

    Wenn es wirkliche technische Gründe geben würde, Kundeneigene Geräte aus dem Netz herauszuhalten, hätte die Telekom da schon lange die Muskeln spielen lassen und es gebe entsprechende Regelungen der Bundesnetzagentur.

    Rein praktisch tut die Telekom das. Über ihr Onboarding Portal kann man nur die Geräte ins Netz bringen, die auf einer Whitelist stehen. Da gehen nicht alle. Meines Wissens gehen im Moment sogar nur die von der Telekom provisionierten Geräte (Glasfaser Modem 2, ein ausgesuchtes SFP+ Modul), und Fritzboxen. Ansonsten ist man raus oder muss klonen.

  • Greenfiber - Erfahrungen?

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 08:53

    Bei Messungen zu nur einer Gegenstelle wäre ich trotzdem noch skeptisch. Versuche es auf jeden Fall auch mit mehreren Messungen gleichzeitig, am besten auch von mehreren PCs aus.

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 08:38

    Der Artikel hat meines Erachtens mehrere Schwachstellen.

    Zum einen ist immer von "freier Routerwahl" die Rede. Die hat man auch hinter dem ONT, denn der ONT ist kein Router. Hinter dem ONT hat man praktisch sogar die deutlich größere Auswahl an potentiellen Endgeräten, als am passiven Abschluss. Das Gesetz fordert aber eine "Endgerätefreiheit", und die schließt den ONT mit ein. Das kommt nur aus dem Artikel nicht raus.

    Dann wird als Argument angeführt, die Netzbetreiber wollen für den ONT Miete abkassieren. Nur macht das meines Wissens nach im Moment kein einziger Netzbetreiber. Vielleicht einige für Fritzboxen, aber die haben einen Router mit an Bord und bieten entsprechenden Mehrwert.

    Insgesamt bin ich für den passiven Netzabschluss und würde es bedauern, wenn die Entscheidung grundsätzlich kassiert würde. Andererseits kann ich im Moment die Provider verstehen, denn die vorgebrachten Bedenken sind gerechtfertigt. Mit einem falschen Endgerät - und sei es nur ein AON Modem am GPON Anschluss (außer bei Fritzboxen) - kann man zahlreiche Anschlüsse lahmlegen. Erschwerend kommt der Aufwand fürs Onboarding hinzu, da die Schnittstelle dafür im Moment nicht standardisiert ist, und jeder Provider sein eigenes Süppchen kocht, zu dem nicht jeder ONT passt. Eine wirklich freie Endgerätewahl, wie sie das Gesetz fordert, ist damit im Moment praktisch unmöglich.

    Deshalb wäre ein salomonisches Urteil sinnvoll. Die TKGs bekommen z.B. 5 Jahre Zeit, über die entsprechenden Gremien (ITU, IEEE, RFC, ISO, CEN, ETSI, ...) Normen zu entwickeln, die den Onboarding Prozess bei GPON standardisieren und einen Zertifizierungsprozess dafür zu etablieren. Bis dahin können Sie den Zugang zum eigenen Netz auf ausgesuchte Geräte reduzieren (so, wie es z.B.Telekom, EWE oder Deutsche Glasfaser und viele andere heute machen). Nach Ablauf der 5 Jahre sind sie dann verpflichtet, alle Geräte, die die entsprechende Norm durch die Zertifizierung nachweisen können, in ihr Netz zu lassen.

  • Genexis LiveTitanium24 Werkseinstellungen

    • frank_m
    • 31. Juli 2023 um 18:57
    Zitat von Mika

    Ansonsten habe ich die Titanium jetzt entkabelt und warte, bis die Stunde rum ist. Dann versuche ich es nochmal....

    Das ist der richtige Weg. Um IPv4 und IPv6 können wir uns später kümmern, der grundsätzliche Zugang wird auch erst mal nur mit IPv4 funktionieren.

    Falls es trotzdem nicht klappt, denn kopiere bitte die Fehlermeldungen aus der Box hier rein, und beschreibe die Konfiguration, vor allem VLANs und Zugangsdaten.

  • Deutsche Glasfaser

    • frank_m
    • 31. Juli 2023 um 10:19

    Boah, das ist echt ne Scheißsituation. Wenn das ein geförderter Ausbau ist, dann müssen die Mittel bis zu einem spezifischen Zeitpunkt abgerufen sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann fließt kein Geld mehr. Für mich liest sich das so, als ob bereits wichtige Termine für den Abruf verstrichen seien.

    Natürlich kann man nun den Zulieferer ersetzen. Aber wenn die DG das macht, dann muss sie Ausschreibung gemäß der Förderrichtlinien gestalten. Bei den ganzen Auflagen für den Auswahlprozess und der Vertragsgestaltung halte ich es für nahezu unmöglich, dass dann der Ausbau noch rechtzeitig fertig wird, um das Förderprogramm im vollen Umfang auszuschöpfen.

    So bitter das klingt, aber das sieht nach einer Hängepartie aus.

  • FRITZ!Box 5530 Installation

    • frank_m
    • 31. Juli 2023 um 09:03
    Zitat von Schattenmann

    aber die Einrichtung klappt nicht.

    Offensichtlich bist du bis zur Eingabe des Codes gekommen. Die Frage ist: Was passiert dann genau? Welche Fehlermelungen loggt die Box? Hast du die eine Stunde Wartezeit beim Routerwechsel beachtet?

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:54
    Zitat von alfalfa

    Der Kunde hat Anwendungen, für die CGNAT mindestens einen erhöhten Aufwand bedeutet, oder die durch CGNAT praktisch unmöglich sind.

    Eine solche Anwendung ist bislang nicht sichtbar. Da steht nur, dass er andere Lösungen nicht will, aus was für Gründen auch immer.

    Zitat von alfalfa

    Der funktionierende DSL Anschluss tut dagegen alles, was der Kunde braucht, und ist dazu noch deutlich billiger.

    Woher weißt du, dass der Anschluss funktioniert? Den gibt es ja im Moment nicht, er will ja erst dahin wechseln. Kann er ihn überhaupt noch buchen? Er war lange kein DSL Kunde mehr, vielleicht sind Ports weg oder Querkabel voll? Kein Wort wird über solche Risiken verloren, stattdessen wird munter empfohlen, zu wechseln, damit die ach so bösen Glasfaseranbieter aufgrund der CGNAT Adresse endlich mal Kunden verlieren.

    Zitat von alfalfa

    Sollte sich daran etwas ändern, ist der FTTH-Anschluss immer noch da, also besteht durch den Wechsel zu DSL weder ein Problem noch ein Risiko.

    Außer Mindestvertragslaufzeiten etc.

    Zitat von alfalfa

    Das ist eine Erfindung.

    Kein einziges der erwähnten Risiken wurde bei eurer Empfehlung auch nur erwähnt.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:49
    Zitat von alfalfa

    Es ist anscheinend schwer zu akzeptieren, dass sehr viele Menschen mit ihrem DSL Anschluss zufrieden sind und Kriterien wie CGNAT-Vermeidung entscheidend für die Anschlusswahl sein können.

    Nein, unter den jeweils individuellen Randbedingungen ist das nicht schwer zu verstehen, siehe oben.

    Aber wenn aus Forenbeiträgen hervorgeht, dass Risiken gar nicht oder nur unzureichend betrachtet werden (von falscher Einschätzung will ich nicht gar nicht reden), und dann von dritter Seite ohne Kenntnis der Randbedingungen und unter kompletter Ignoranz dieser Risiken noch Empfehlungen gegeben werden, dann ist das nicht mehr nachvollziehbar.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:45

    Laut HE kommt man bei der DG auf 55.000 Adressen:

    AS60294 Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH - bgp.he.net

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:26
    Zitat von kingpin42

    Inbound raw IPSec und der häufigste Grund (zumindest bei uns damals, als wir noch direkten Privatkundenvertrieb gemacht haben), NAT Typ strict/3 bei Konsolen.

    Ja, die hatte ich ja oben auch schon erwähnt. Darauf bezog sich auch die Äußerung, welches Produkt schlecht ist, der Internetzugang, oder das Produkt, dass ich damit nicht nutzen kann. Wobei das klassische Inbound raw IPSec inzwischen auch eher irrelevant am Privatkundenanschluss sein dürfte.

    Zitat von alfalfa

    Als wenn das etwas nützen würde. Es ist ja nicht mal das Thema.

    Doch, genau DAS ist das Thema. Um nichts anderes geht es.

    Zitat von alfalfa

    Wenn man nicht zugeben kann, dass CGNAT schlechter ist als Dualstack mit öffentlichen Adressen, dann sind alle Argumente wie Perlen vor die Säue.

    Es ist schlechter, das hab ich doch nie bestritten. Aber es ist nicht SO viel schlechter, dass ich es die anderen Risiken kompensieren könnte, siehe unten.

    Zitat von alfalfa

    Man kann viele durch CGNAT verursachte Probleme umgehen, aber warum sollte man?

    Weil es da möglich ist, was bei vielen anderen technischen Einschränkungen nicht geht.

    Zitat von alfalfa

    Der funktionierende DSL-Anschluss tut alles, was man braucht, ist dazu noch billiger und man muss sich nicht mit den unzähligen Möglichkeiten herumschlagen, wie einem CGNAT ein Bein stellen kann.

    Das ist eine deutlich zu starke Verallgemeinerung, denn es suggeriert, dass jeder DSL Anschluss funktioniert und eine öffentliche IP bietet. Das ist eine verzerrte Darstellung.

    Wenn ich einschätzen muss, welcher Anschluss für einen jeweiligen Kunden der Richtige ist, dann wäge ich die Risiken ab, die es für den jeweiligen Anschlusstyp zu beachten gibt. Wir alle kennen die Anfälligkeit für externe Einflüsse bei DSL Anschlüssen, die sich auch zur Vertragslaufzeit drastisch verändern können, und sei es nur durch einen neuen Anschluss in der Nachbarschaft. Dazu kommen FEC Mechanismen wie Interleaving, die vor allem Gamern das Leben sehr sauer machen (und sich auch jederzeit ändern können). Wetter, Feuchtigkeit, EMV Störer usw. usw, ich kann die Liste endlos fortsetzen. Bei Kabelanschlüssen sind es u.a. Node-Überlastungen und Rückwegstörer, die betrachtet werden wollen. Dann gibt es noch Peering etc., die einen unabhängig von der Technologie erwischen können, aber durchaus Einfluss auf die Providerwahl haben können.

    Einige dieser Aspekte kann ich vorab recherchieren, andere nicht. Das IPv4 Problem ist dabei ebenfalls einer der Parameter, die beurteilt werden wollen. Das zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ich es

    1. sehr gut beurteilen kann, da man üblicherweise vorab über Vertragsdokumente oder Internetrecherche herausfinden kann, was einem beim jeweiligen Provider erwartet
    2. sehr gut kontrollieren kann, da es technische Maßnahmen gibt, um die Nachteile aufzuheben

    Am Ende der Bewertung kann DSL herauskommen, wie es z.B. bei meiner Mutter der Fall ist. Die wohnt nah am DSLAM und braucht nur 50 MBit/s, außerdem konnte ich herausfinden, dass der lokale Anbieter nur mit dem Sync schaltet, der auch gebucht ist, und nicht Maximal-Sync mit einer protokollbasierten Drosselung. Diese Voraussetzungen ließen einen großen Signal/Rauschabstand erwarten und damit eine stabile Leitung (was sich auch bestätigt hat). Latenz- und FEC Probleme spielen für die Anwendungsfälle meiner Mutter keine Rolle, die öffentliche IP genauso wenig. Ein vergleichbares Glasfaserangebot gab es nicht. Also DSL. Da konnte man es riskieren, und es war gut (auch wenn sich die Leitungskapazität bei meiner Mutter schon zwei Mal reduziert hat, aber aufgrund der großen Reserve war es nicht relevant).

    Aber unter Berücksichtigung der anderen Risiken rutscht die öffentliche IP-Adresse ganz schnell in den Hintergrund. Spätestens wenn ich bei DSL über mehr als 100 MBit/s rede, betreibe ich die Leitung am Kapazitätslimit, und die oben genannten Risiken werden von entscheidender Bedeutung. Denn auf die genannten Einflüsse hab ich keinen Einfluss, da kann von einem auf den anderen Tag die Leitung unter erheblichen Einschränkungen leiden. Das Risiko vor allem der lokalen, unkorrigierbaren Einflüsse ist bei Glasfaser erheblich geringer, als bei anderen Technologien. Weitere QoS Parameter wie Latenz, Stabilität und Verfügbarkeit wurden schon genannt. Unter diesen Randbedingungen verkommt die öffentliche IP zum netten Goodie, wie oben beschrieben. Nett, wenn ich sie habe, aber wenn nicht, gibt es eine andere Lösung. Bei einer Halbierung der DSL Bandbreite aufgrund von Nachbars neuem Anschluss gibt es die nicht, und die Foren sind voll davon (erheblich voller als von CGNAT Problemen).

    Darauf will ich hinaus. Was macht die fehlende öffentliche IP-Adresse zum unkalkulierbaren Risiko, wie die anderen Einflüsse? Genau das konnte mir bislang niemand schlüssig darlegen. Und deshalb müssen einige sehr spezifische Voraussetzungen erfüllt sein - wie bei meiner Mutter - damit DSL noch in die engere Wahl kommen kann. Sobald eine davon nicht erfüllt ist, ist es raus.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 17:04

    Also, eine Liste von Anwendungen, für die CGNAT wirklich ein K.O.-Kriterium ist, hab ich nicht gefunden. Der Zugriff von außen ist es nicht, das ist, denke ich, unstreitig, das kriegt man anders hin, schlimmstenfalls über ein VPN zu einem VPS. Was bleibt?

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 16:46
    Zitat von alfalfa

    Es sind mehr als ohne,

    Nee, das glaube ich nicht. Wer außer Telekom macht es denn wirklich konsequent? Wenn ich das über alle Internetanschlüsse in Deutschland sehe, dann garantiert nicht, und selbst nur bei DSL hab ich da durchaus Zweifel bei den ganzen Resellern, die da unterwegs sind.

    Zitat von alfalfa

    Auch Provider, die Kunden auf CGNAT umstellen, bieten überwiegend auf Anfrage eine öffentliche Adresse an.

    Wie man bei 1&1 und Vodafone sieht, klappt das nicht mehr auf reines Bitten hin, auch nicht für Bestandskunden, die es bereits hatten.

    Zitat von alfalfa

    Du bist auch in anderen Foren regelmäßig nicht in der Lage, die Sichtweise anderer Personen einzunehmen und andere Prioritäten zu verstehen. Daran solltest du arbeiten.

    Ja, was u.a. daran liegt, dass die kritischen Rückfragen, die ich stelle, gerne mal geflissentlich ignoriert werden. Wenn man mir keine technischen Argumente liefert ....

  • Genexis LiveTitanium24 Werkseinstellungen

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 16:06

    Arbeitet der LiveTitanium24 als Router oder als Modem (ONT)? Ich glaube, wenn er als ONT arbeitet, dann bietet er keine Weboberfläche.

    Zitat von Mika

    Außerdem leuchtet das Licht für WLAN und das für "aktive Verbindung"(@) nicht.

    Das deutet für mich darauf hin, dass er nicht als Router, sondern als ONT arbeitet.

    Zitat von Mika

    Dann habe ich versucht, über eine Kabelverbindung auf die Benutzeroberfläche des Genexis zu kommen. Ethernet zeigt die Verbindung an, aber wenn ich in verschiedenen Browser die Adressen eingebe, passiert nichts.

    Welche Adressen sind denn das? Läuft da ein DHCP Server?

    Was genau sind denn die Fehlermeldungen in der Fritzbox? Wie hast du sie eingerichtet nach dem Werksreset?

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 16:01
    Zitat von alfalfa

    Ich weiß nicht, wie man das nennt, wenn man glaubt, die ganze Welt müsste sich ändern, um ein Problem zu lösen, das man nicht hat, wenn man keine minderwertigen Produkte kauft. Aber diese Haltung halte ich für ganz und gar nicht unterstützenswert.

    Da stimme ich uneingeschränkt zu. Die Frage ist halt, welches Produkt minderwertig ist, der Internetanschluss, oder das, was ich nicht damit nutzen kann. Da gilt genauso: Da suche ich mir als Kunden halt einen anderen Anbieter, bei dem es geht.

    Zitat von alfalfa

    Es tut mir leid für dich, wenn deine Erfahrung mit DSL so schlecht ist.

    Vielleicht, weil ich der gute Bekannte bin, der angerufen wird, wenn es mal wieder nicht funktioniert. Da ist die Quote bei DSL eindeutig höher, als bei Glasfaser.

    Zitat von alfalfa

    Millionen von DSL-Kunden haben solche Probleme nicht und sehen keinen Grund, sich CGNAT anzutun, um ihren funktionierenden Anschluss zu ersetzen.

    Ich glaube, du überschätzt die Anzahl der Kunden, die wirklich noch über "echten" Dual-Stack verfügen, maßgeblich. Und nicht umsonst stellt 1&1 massiv Anschlüsse von Dual-Stack auf DS-Lite um, auch Bestandskunden. Über Kabelanbieter will ich in dem Zusammenhang gar nicht reden. Wer außer der Telekom bietet das denn noch zugesichert als Vertragsbestandteil? Ist es bei O2 Vertragsbestandteil? Sonst noch wer?

    Zitat von neisbe

    Mit seiner, frank_m's, Auffassung würden die Frauen heute noch kein Fussball spielen...(leider haben die deutschen Damen gerade gegen Kolumbien 1:2 gespielt).

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Nicht ich halte an veralteten Anschauungen fest, das sind die anderen in diesem Thread.

    Zitat von alfalfa

    Das Internet nutzt IPv4 und IPv6. Es gibt Teile des Internets, die nur IPv4 verwenden, und Teile, die nur IPv6 verwenden. Wenn man beides nutzen kann, ist das besser, als wenn man das nicht kann. Es gibt kaum etwas, das einfacher zu verstehen ist. Es gehört schon ein großes Maß an ideologischer Verblendung dazu, das nicht zu sehen.

    Das sehe ich genau so. Nur: Mit CGANT kann man IPv4 nutzen, und ich warte immer noch auf die Liste der Anwendungsfälle, die wirklich ein Problem für CGNAT sind. Das hast du geflissentlich ignoriert, genau wie der digitalen Steinzeit und dem technischen Vorsprung anderer Weltregionen, dem wir mal wieder tatenlos zusehen. Auch Nachhaltigkeit sollte in so einer Diskussion eine Rolle spielen. Ein absehbar totes Pferd zu reiten und dafür noch hohe finanzielle Aufwände zu betreiben, das ist für mich ideologische Verblendung.

    Offenbar geht unsere Einschätzung der Marktrelevanz von IPv4 völlig auseinander. Wie gesagt, das ist der einzige technische Parameter, für den ich selber eine Lösung in der Hand habe, wenn er mir seitens des Anbieters nicht wie gewünscht geboten wird. Bei allen anderen Dingen bin ich ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. DAS ist für mich ein sehr entscheidendes Kriterium für die Auswahl. CGNAT verursacht keinen Nachteil, den ich technisch nicht umgehen könnte. Eine öffentliche IPv4 ist vielleicht ein nettes Goodie, aber nicht mehr.

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