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  1. Glasfaserforum.de - Das Informations- und Hilfeforum rund um das Glasfaser-Internet.
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Beiträge von frank_m

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 09:15
    Zitat von hetti72

    Wenn es wirkliche technische Gründe geben würde, Kundeneigene Geräte aus dem Netz herauszuhalten, hätte die Telekom da schon lange die Muskeln spielen lassen und es gebe entsprechende Regelungen der Bundesnetzagentur.

    Rein praktisch tut die Telekom das. Über ihr Onboarding Portal kann man nur die Geräte ins Netz bringen, die auf einer Whitelist stehen. Da gehen nicht alle. Meines Wissens gehen im Moment sogar nur die von der Telekom provisionierten Geräte (Glasfaser Modem 2, ein ausgesuchtes SFP+ Modul), und Fritzboxen. Ansonsten ist man raus oder muss klonen.

  • Greenfiber - Erfahrungen?

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 08:53

    Bei Messungen zu nur einer Gegenstelle wäre ich trotzdem noch skeptisch. Versuche es auf jeden Fall auch mit mehreren Messungen gleichzeitig, am besten auch von mehreren PCs aus.

  • Netzbetreiber wollen freien Glasfaser-Router verbieten

    • frank_m
    • 1. August 2023 um 08:38

    Der Artikel hat meines Erachtens mehrere Schwachstellen.

    Zum einen ist immer von "freier Routerwahl" die Rede. Die hat man auch hinter dem ONT, denn der ONT ist kein Router. Hinter dem ONT hat man praktisch sogar die deutlich größere Auswahl an potentiellen Endgeräten, als am passiven Abschluss. Das Gesetz fordert aber eine "Endgerätefreiheit", und die schließt den ONT mit ein. Das kommt nur aus dem Artikel nicht raus.

    Dann wird als Argument angeführt, die Netzbetreiber wollen für den ONT Miete abkassieren. Nur macht das meines Wissens nach im Moment kein einziger Netzbetreiber. Vielleicht einige für Fritzboxen, aber die haben einen Router mit an Bord und bieten entsprechenden Mehrwert.

    Insgesamt bin ich für den passiven Netzabschluss und würde es bedauern, wenn die Entscheidung grundsätzlich kassiert würde. Andererseits kann ich im Moment die Provider verstehen, denn die vorgebrachten Bedenken sind gerechtfertigt. Mit einem falschen Endgerät - und sei es nur ein AON Modem am GPON Anschluss (außer bei Fritzboxen) - kann man zahlreiche Anschlüsse lahmlegen. Erschwerend kommt der Aufwand fürs Onboarding hinzu, da die Schnittstelle dafür im Moment nicht standardisiert ist, und jeder Provider sein eigenes Süppchen kocht, zu dem nicht jeder ONT passt. Eine wirklich freie Endgerätewahl, wie sie das Gesetz fordert, ist damit im Moment praktisch unmöglich.

    Deshalb wäre ein salomonisches Urteil sinnvoll. Die TKGs bekommen z.B. 5 Jahre Zeit, über die entsprechenden Gremien (ITU, IEEE, RFC, ISO, CEN, ETSI, ...) Normen zu entwickeln, die den Onboarding Prozess bei GPON standardisieren und einen Zertifizierungsprozess dafür zu etablieren. Bis dahin können Sie den Zugang zum eigenen Netz auf ausgesuchte Geräte reduzieren (so, wie es z.B.Telekom, EWE oder Deutsche Glasfaser und viele andere heute machen). Nach Ablauf der 5 Jahre sind sie dann verpflichtet, alle Geräte, die die entsprechende Norm durch die Zertifizierung nachweisen können, in ihr Netz zu lassen.

  • Genexis LiveTitanium24 Werkseinstellungen

    • frank_m
    • 31. Juli 2023 um 18:57
    Zitat von Mika

    Ansonsten habe ich die Titanium jetzt entkabelt und warte, bis die Stunde rum ist. Dann versuche ich es nochmal....

    Das ist der richtige Weg. Um IPv4 und IPv6 können wir uns später kümmern, der grundsätzliche Zugang wird auch erst mal nur mit IPv4 funktionieren.

    Falls es trotzdem nicht klappt, denn kopiere bitte die Fehlermeldungen aus der Box hier rein, und beschreibe die Konfiguration, vor allem VLANs und Zugangsdaten.

  • Deutsche Glasfaser

    • frank_m
    • 31. Juli 2023 um 10:19

    Boah, das ist echt ne Scheißsituation. Wenn das ein geförderter Ausbau ist, dann müssen die Mittel bis zu einem spezifischen Zeitpunkt abgerufen sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann fließt kein Geld mehr. Für mich liest sich das so, als ob bereits wichtige Termine für den Abruf verstrichen seien.

    Natürlich kann man nun den Zulieferer ersetzen. Aber wenn die DG das macht, dann muss sie Ausschreibung gemäß der Förderrichtlinien gestalten. Bei den ganzen Auflagen für den Auswahlprozess und der Vertragsgestaltung halte ich es für nahezu unmöglich, dass dann der Ausbau noch rechtzeitig fertig wird, um das Förderprogramm im vollen Umfang auszuschöpfen.

    So bitter das klingt, aber das sieht nach einer Hängepartie aus.

  • FRITZ!Box 5530 Installation

    • frank_m
    • 31. Juli 2023 um 09:03
    Zitat von Schattenmann

    aber die Einrichtung klappt nicht.

    Offensichtlich bist du bis zur Eingabe des Codes gekommen. Die Frage ist: Was passiert dann genau? Welche Fehlermelungen loggt die Box? Hast du die eine Stunde Wartezeit beim Routerwechsel beachtet?

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:54
    Zitat von alfalfa

    Der Kunde hat Anwendungen, für die CGNAT mindestens einen erhöhten Aufwand bedeutet, oder die durch CGNAT praktisch unmöglich sind.

    Eine solche Anwendung ist bislang nicht sichtbar. Da steht nur, dass er andere Lösungen nicht will, aus was für Gründen auch immer.

    Zitat von alfalfa

    Der funktionierende DSL Anschluss tut dagegen alles, was der Kunde braucht, und ist dazu noch deutlich billiger.

    Woher weißt du, dass der Anschluss funktioniert? Den gibt es ja im Moment nicht, er will ja erst dahin wechseln. Kann er ihn überhaupt noch buchen? Er war lange kein DSL Kunde mehr, vielleicht sind Ports weg oder Querkabel voll? Kein Wort wird über solche Risiken verloren, stattdessen wird munter empfohlen, zu wechseln, damit die ach so bösen Glasfaseranbieter aufgrund der CGNAT Adresse endlich mal Kunden verlieren.

    Zitat von alfalfa

    Sollte sich daran etwas ändern, ist der FTTH-Anschluss immer noch da, also besteht durch den Wechsel zu DSL weder ein Problem noch ein Risiko.

    Außer Mindestvertragslaufzeiten etc.

    Zitat von alfalfa

    Das ist eine Erfindung.

    Kein einziges der erwähnten Risiken wurde bei eurer Empfehlung auch nur erwähnt.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:49
    Zitat von alfalfa

    Es ist anscheinend schwer zu akzeptieren, dass sehr viele Menschen mit ihrem DSL Anschluss zufrieden sind und Kriterien wie CGNAT-Vermeidung entscheidend für die Anschlusswahl sein können.

    Nein, unter den jeweils individuellen Randbedingungen ist das nicht schwer zu verstehen, siehe oben.

    Aber wenn aus Forenbeiträgen hervorgeht, dass Risiken gar nicht oder nur unzureichend betrachtet werden (von falscher Einschätzung will ich nicht gar nicht reden), und dann von dritter Seite ohne Kenntnis der Randbedingungen und unter kompletter Ignoranz dieser Risiken noch Empfehlungen gegeben werden, dann ist das nicht mehr nachvollziehbar.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:45

    Laut HE kommt man bei der DG auf 55.000 Adressen:

    AS60294 Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH - bgp.he.net

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 18:26
    Zitat von kingpin42

    Inbound raw IPSec und der häufigste Grund (zumindest bei uns damals, als wir noch direkten Privatkundenvertrieb gemacht haben), NAT Typ strict/3 bei Konsolen.

    Ja, die hatte ich ja oben auch schon erwähnt. Darauf bezog sich auch die Äußerung, welches Produkt schlecht ist, der Internetzugang, oder das Produkt, dass ich damit nicht nutzen kann. Wobei das klassische Inbound raw IPSec inzwischen auch eher irrelevant am Privatkundenanschluss sein dürfte.

    Zitat von alfalfa

    Als wenn das etwas nützen würde. Es ist ja nicht mal das Thema.

    Doch, genau DAS ist das Thema. Um nichts anderes geht es.

    Zitat von alfalfa

    Wenn man nicht zugeben kann, dass CGNAT schlechter ist als Dualstack mit öffentlichen Adressen, dann sind alle Argumente wie Perlen vor die Säue.

    Es ist schlechter, das hab ich doch nie bestritten. Aber es ist nicht SO viel schlechter, dass ich es die anderen Risiken kompensieren könnte, siehe unten.

    Zitat von alfalfa

    Man kann viele durch CGNAT verursachte Probleme umgehen, aber warum sollte man?

    Weil es da möglich ist, was bei vielen anderen technischen Einschränkungen nicht geht.

    Zitat von alfalfa

    Der funktionierende DSL-Anschluss tut alles, was man braucht, ist dazu noch billiger und man muss sich nicht mit den unzähligen Möglichkeiten herumschlagen, wie einem CGNAT ein Bein stellen kann.

    Das ist eine deutlich zu starke Verallgemeinerung, denn es suggeriert, dass jeder DSL Anschluss funktioniert und eine öffentliche IP bietet. Das ist eine verzerrte Darstellung.

    Wenn ich einschätzen muss, welcher Anschluss für einen jeweiligen Kunden der Richtige ist, dann wäge ich die Risiken ab, die es für den jeweiligen Anschlusstyp zu beachten gibt. Wir alle kennen die Anfälligkeit für externe Einflüsse bei DSL Anschlüssen, die sich auch zur Vertragslaufzeit drastisch verändern können, und sei es nur durch einen neuen Anschluss in der Nachbarschaft. Dazu kommen FEC Mechanismen wie Interleaving, die vor allem Gamern das Leben sehr sauer machen (und sich auch jederzeit ändern können). Wetter, Feuchtigkeit, EMV Störer usw. usw, ich kann die Liste endlos fortsetzen. Bei Kabelanschlüssen sind es u.a. Node-Überlastungen und Rückwegstörer, die betrachtet werden wollen. Dann gibt es noch Peering etc., die einen unabhängig von der Technologie erwischen können, aber durchaus Einfluss auf die Providerwahl haben können.

    Einige dieser Aspekte kann ich vorab recherchieren, andere nicht. Das IPv4 Problem ist dabei ebenfalls einer der Parameter, die beurteilt werden wollen. Das zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ich es

    1. sehr gut beurteilen kann, da man üblicherweise vorab über Vertragsdokumente oder Internetrecherche herausfinden kann, was einem beim jeweiligen Provider erwartet
    2. sehr gut kontrollieren kann, da es technische Maßnahmen gibt, um die Nachteile aufzuheben

    Am Ende der Bewertung kann DSL herauskommen, wie es z.B. bei meiner Mutter der Fall ist. Die wohnt nah am DSLAM und braucht nur 50 MBit/s, außerdem konnte ich herausfinden, dass der lokale Anbieter nur mit dem Sync schaltet, der auch gebucht ist, und nicht Maximal-Sync mit einer protokollbasierten Drosselung. Diese Voraussetzungen ließen einen großen Signal/Rauschabstand erwarten und damit eine stabile Leitung (was sich auch bestätigt hat). Latenz- und FEC Probleme spielen für die Anwendungsfälle meiner Mutter keine Rolle, die öffentliche IP genauso wenig. Ein vergleichbares Glasfaserangebot gab es nicht. Also DSL. Da konnte man es riskieren, und es war gut (auch wenn sich die Leitungskapazität bei meiner Mutter schon zwei Mal reduziert hat, aber aufgrund der großen Reserve war es nicht relevant).

    Aber unter Berücksichtigung der anderen Risiken rutscht die öffentliche IP-Adresse ganz schnell in den Hintergrund. Spätestens wenn ich bei DSL über mehr als 100 MBit/s rede, betreibe ich die Leitung am Kapazitätslimit, und die oben genannten Risiken werden von entscheidender Bedeutung. Denn auf die genannten Einflüsse hab ich keinen Einfluss, da kann von einem auf den anderen Tag die Leitung unter erheblichen Einschränkungen leiden. Das Risiko vor allem der lokalen, unkorrigierbaren Einflüsse ist bei Glasfaser erheblich geringer, als bei anderen Technologien. Weitere QoS Parameter wie Latenz, Stabilität und Verfügbarkeit wurden schon genannt. Unter diesen Randbedingungen verkommt die öffentliche IP zum netten Goodie, wie oben beschrieben. Nett, wenn ich sie habe, aber wenn nicht, gibt es eine andere Lösung. Bei einer Halbierung der DSL Bandbreite aufgrund von Nachbars neuem Anschluss gibt es die nicht, und die Foren sind voll davon (erheblich voller als von CGNAT Problemen).

    Darauf will ich hinaus. Was macht die fehlende öffentliche IP-Adresse zum unkalkulierbaren Risiko, wie die anderen Einflüsse? Genau das konnte mir bislang niemand schlüssig darlegen. Und deshalb müssen einige sehr spezifische Voraussetzungen erfüllt sein - wie bei meiner Mutter - damit DSL noch in die engere Wahl kommen kann. Sobald eine davon nicht erfüllt ist, ist es raus.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 17:04

    Also, eine Liste von Anwendungen, für die CGNAT wirklich ein K.O.-Kriterium ist, hab ich nicht gefunden. Der Zugriff von außen ist es nicht, das ist, denke ich, unstreitig, das kriegt man anders hin, schlimmstenfalls über ein VPN zu einem VPS. Was bleibt?

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 16:46
    Zitat von alfalfa

    Es sind mehr als ohne,

    Nee, das glaube ich nicht. Wer außer Telekom macht es denn wirklich konsequent? Wenn ich das über alle Internetanschlüsse in Deutschland sehe, dann garantiert nicht, und selbst nur bei DSL hab ich da durchaus Zweifel bei den ganzen Resellern, die da unterwegs sind.

    Zitat von alfalfa

    Auch Provider, die Kunden auf CGNAT umstellen, bieten überwiegend auf Anfrage eine öffentliche Adresse an.

    Wie man bei 1&1 und Vodafone sieht, klappt das nicht mehr auf reines Bitten hin, auch nicht für Bestandskunden, die es bereits hatten.

    Zitat von alfalfa

    Du bist auch in anderen Foren regelmäßig nicht in der Lage, die Sichtweise anderer Personen einzunehmen und andere Prioritäten zu verstehen. Daran solltest du arbeiten.

    Ja, was u.a. daran liegt, dass die kritischen Rückfragen, die ich stelle, gerne mal geflissentlich ignoriert werden. Wenn man mir keine technischen Argumente liefert ....

  • Genexis LiveTitanium24 Werkseinstellungen

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 16:06

    Arbeitet der LiveTitanium24 als Router oder als Modem (ONT)? Ich glaube, wenn er als ONT arbeitet, dann bietet er keine Weboberfläche.

    Zitat von Mika

    Außerdem leuchtet das Licht für WLAN und das für "aktive Verbindung"(@) nicht.

    Das deutet für mich darauf hin, dass er nicht als Router, sondern als ONT arbeitet.

    Zitat von Mika

    Dann habe ich versucht, über eine Kabelverbindung auf die Benutzeroberfläche des Genexis zu kommen. Ethernet zeigt die Verbindung an, aber wenn ich in verschiedenen Browser die Adressen eingebe, passiert nichts.

    Welche Adressen sind denn das? Läuft da ein DHCP Server?

    Was genau sind denn die Fehlermeldungen in der Fritzbox? Wie hast du sie eingerichtet nach dem Werksreset?

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 16:01
    Zitat von alfalfa

    Ich weiß nicht, wie man das nennt, wenn man glaubt, die ganze Welt müsste sich ändern, um ein Problem zu lösen, das man nicht hat, wenn man keine minderwertigen Produkte kauft. Aber diese Haltung halte ich für ganz und gar nicht unterstützenswert.

    Da stimme ich uneingeschränkt zu. Die Frage ist halt, welches Produkt minderwertig ist, der Internetanschluss, oder das, was ich nicht damit nutzen kann. Da gilt genauso: Da suche ich mir als Kunden halt einen anderen Anbieter, bei dem es geht.

    Zitat von alfalfa

    Es tut mir leid für dich, wenn deine Erfahrung mit DSL so schlecht ist.

    Vielleicht, weil ich der gute Bekannte bin, der angerufen wird, wenn es mal wieder nicht funktioniert. Da ist die Quote bei DSL eindeutig höher, als bei Glasfaser.

    Zitat von alfalfa

    Millionen von DSL-Kunden haben solche Probleme nicht und sehen keinen Grund, sich CGNAT anzutun, um ihren funktionierenden Anschluss zu ersetzen.

    Ich glaube, du überschätzt die Anzahl der Kunden, die wirklich noch über "echten" Dual-Stack verfügen, maßgeblich. Und nicht umsonst stellt 1&1 massiv Anschlüsse von Dual-Stack auf DS-Lite um, auch Bestandskunden. Über Kabelanbieter will ich in dem Zusammenhang gar nicht reden. Wer außer der Telekom bietet das denn noch zugesichert als Vertragsbestandteil? Ist es bei O2 Vertragsbestandteil? Sonst noch wer?

    Zitat von neisbe

    Mit seiner, frank_m's, Auffassung würden die Frauen heute noch kein Fussball spielen...(leider haben die deutschen Damen gerade gegen Kolumbien 1:2 gespielt).

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Nicht ich halte an veralteten Anschauungen fest, das sind die anderen in diesem Thread.

    Zitat von alfalfa

    Das Internet nutzt IPv4 und IPv6. Es gibt Teile des Internets, die nur IPv4 verwenden, und Teile, die nur IPv6 verwenden. Wenn man beides nutzen kann, ist das besser, als wenn man das nicht kann. Es gibt kaum etwas, das einfacher zu verstehen ist. Es gehört schon ein großes Maß an ideologischer Verblendung dazu, das nicht zu sehen.

    Das sehe ich genau so. Nur: Mit CGANT kann man IPv4 nutzen, und ich warte immer noch auf die Liste der Anwendungsfälle, die wirklich ein Problem für CGNAT sind. Das hast du geflissentlich ignoriert, genau wie der digitalen Steinzeit und dem technischen Vorsprung anderer Weltregionen, dem wir mal wieder tatenlos zusehen. Auch Nachhaltigkeit sollte in so einer Diskussion eine Rolle spielen. Ein absehbar totes Pferd zu reiten und dafür noch hohe finanzielle Aufwände zu betreiben, das ist für mich ideologische Verblendung.

    Offenbar geht unsere Einschätzung der Marktrelevanz von IPv4 völlig auseinander. Wie gesagt, das ist der einzige technische Parameter, für den ich selber eine Lösung in der Hand habe, wenn er mir seitens des Anbieters nicht wie gewünscht geboten wird. Bei allen anderen Dingen bin ich ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. DAS ist für mich ein sehr entscheidendes Kriterium für die Auswahl. CGNAT verursacht keinen Nachteil, den ich technisch nicht umgehen könnte. Eine öffentliche IPv4 ist vielleicht ein nettes Goodie, aber nicht mehr.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 12:38
    Zitat von alfalfa

    Ich kann endlos Probleme durch CGNAT auflisten und was man tun muss, um die zu umgehen.

    Welche sind denn das? Welche sind wirklich kritisch? Und ja: Man kann sie umgehen. DSL Verbindungsabbrüche häufig nicht.

    Zitat von alfalfa

    Was ist so schwer daran zu verstehen, dass ein DSL-Anschluss für viele "gut genug" und ohne CGNAT besser als FTTH ist?

    Hier wird durch die Blume suggeriert, dass andere Anschlusstechnologien häufig über öffentliche IPv4 Adressen verfügen. Dabei ist das gerade bei den hier aufgeführten günstigen Anbietern, die aus Preisgründen gegen Glasfaser ins Feld geführt werden, häufig nicht der Fall. Bei den Anbietern, die sicher eine öffentliche IPv4 bieten, ist der Preisvorteil wieder weg.

    Zitat von alfalfa

    Sie müssen nicht rückständig sein, um die Nachteile von CGNAT zu erfahren, denn sie haben die IPv6-Verfügbarkeit am anderen Ende der Verbindung nicht in der Hand.

    Sie haben auch die IPv4 Verfügbarkeit am eigenen Anschluss nicht in der Hand, völlig unabhängig von der Technologie. Druck aufbauen können sie auch auf den Inhalteanbieter, genau wie auf den Provider. Das Argument zählt in alle Richtungen.

    Mir passt die Verhältnismäßigkeit nicht, mit der die Probleme hier gegeneinander aufgewogen werden. Sowohl von der Anzahl als auch von der Schwere her nicht. Meines Erachtens wird die öffentliche IPv4 massiv überbewertet.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 11:24
    Zitat von alfalfa

    Die Leute wählen einfach die für sie passenden Angebote, und für Internetanschlüsse ist die IP-Adressensituation unvergleichlich wichtiger als für Urlaubsreisen.

    Genau, die Kunden wählen das passende Angebot aus. Das gilt auch für die Applikationsseite, nicht nur für den Provider.

    Zitat von alfalfa

    Ich bin nicht bereit, dein Gaslighting zu akzeptieren, schon gar nicht hier, wo es in diesem Thema ein praktisches Beispiel gibt, dass das ein auswahlentscheidendes Kriterium ist.

    Auch hier braucht es keine öffentliche IPv4 am Anschluss, um die Anforderung zu erfüllen. Das ist eine weitere Verzerrung der Tatsachen: Die öffentliche IP wird nahezu ausschließlich für den Zugang von außen angeführt, und genau diesen Anwendungsfall kann ich auf anderen Wegen recht leicht erfüllen, selbst wenn IPv4 benötigt wird. Ansonsten gibt es kaum ein Argument für eine öffentliche IPv4, außer schlecht programmierte Online Games. Wo sind denn die wirklichen Killer-Argumente für eine eigene öffentliche IPv4 am lokalen Anschluss, für die es tatsächlich keine Alternative gibt? In diesem Forum sehe ich keine.

    Natürlich können wir uns hier in Europa noch eine Zeitlang mit IPv4 über Wasser halten. Wir kaufen die frei werdenden Netze aus Ozeanien und dem Fernen Osten, wo sie längst auf IPv6 umgestiegen sind. Die Probleme mit Geo-IPs und Streaming-Diensten vernachlässigen wir großzügig, und davon haben wir hier im Forum genau so viele, wie von den Zugriffen aufs Heimnetzwerk. Und in einigen Jahren reiben wir uns wieder verwundert die Augen, warum uns der Rest der Welt technisch abgehängt hat und fragen uns, wie es so weit kommen konnte. Wie man sowas sehenden Auges noch fördern kann und Kunden sogar ermutigt, dem Vorschub zu leisten, wird sich mir nicht erschließen. Für das Verhalten finde ich keine Worte, die nicht beleidigend sind. Das ist noch weniger clever, als neue Kohlekraftwerke bauen. Dabei sind die ersten IPv6-Only Angebote von Congstar und Hetzner doch wahrhaftig mehr als nur ein Wink mit dem Zaunpfahl.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 10:54

    Stimme ich in vielen Punkten zu, nur in einem nicht: Warum man den Druck auf die Provider aufbauen sollte, auf eine Steinzeit- und Sackgassen-Technologie zu setzen, statt den Druck in Richtung derer aufzubauen, die kein IPv6 anbieten. Da ist für mich die gedankliche Fehlleistung.

    Und wie gesagt: Die Vorteile einer Glasfaserleitung überwiegen die Nachteile einer fehlenden IPv4. Denn bei allen technischen Parametern wie Geschwindigkeit, Latenz, Stabilität, Zuverlässigkeit und QoS bin ich auf Gedeih und Verderb der Leitung und der Technologie ausgeliefert. Bei IPv4 hab ich eine Alternative selbst in der Hand.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 10:26
    Zitat von alfalfa

    Der Unterschied ist, dass die IP-Adresse des WLANs im Hotel eine komplette Nebensächlichkeit ist, wonach niemand ein Hotel aussucht.

    Naja, wenn ich mir so die Bewertungen der typischen Bewertungsportale ansehe, dann finde ich da durchaus Kommentare, ob der Internetzugang gut funktioniert hat, u.a. auch, ob das mit dem Streaming, dem VPN und dem Heimzugriff problemlos funktioniert. So abwegig ist das nun nicht.

    Ich würde sagen, die Quote derjenigen, die das nach dem Urlaub beurteilen, ist mindestens genauso groß, wie die, die noch eine IPv4 wollen, weil sie andere technische Möglichkeiten für den Heimnetz-Zugang nicht in Betracht ziehen. Es gibt zahlreiche andere Kriterien für einen Internetzugang, wie Preis, Geschwindigkeit, QoS, die deutlich schwerer wiegen, als eine IPv4 Adresse, vor allem unter Berücksichtigung der überschaubaren Komplexität für eine Alternative. Monate- oder jahrelang Einschränkungen beim Zugang hinnehmen, weil man keine VPN Verbindung einrichten will? Nicht dein Ernst.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 30. Juli 2023 um 10:09
    Zitat von alfalfa

    Und jetzt versuch mal, eine ernste Antwort zu geben.

    Du hast meine Frage nicht beantwortet.

    Zitat von HubeBube

    ich werde sicherlich nicht das Hotel wechseln, weil ich nur eine IPv4 Adresse erhalten habe.

    Und ich kenne niemanden, der deshalb ernsthaft seinen Internetanbieter wechseln würde. Egal, um welche Technologie es geht.

  • LEW Highspeed im Landkreis Augsburg

    • frank_m
    • 29. Juli 2023 um 20:04

    Und wenn sich genug Kunden beschwert haben, dann werden sie IPv6 einführen, weil die Gäste sonst wegbleiben und da Urlaub machen, wo es schon IPv6 gibt. Wo ist der Unterschied zu dem Druck, der auf die Provider aufgebaut werden soll, damit sie IPv4 zur Verfügung stellen? Nur trifft es in diesem Fall die Richtigen.

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