Beiträge von georf

    Ich habe es in der sysctl.conf auch hinterlegt gehabt, auch mit dem direkten Interface-Namen. Aber es wurde immer wieder beim ifup überschrieben. Aber ich habe eine Lösung gefunden. Man muss es in der Interfaces-Datei mit angeben:

    Code
    iface eth-wan inet6 dhcp
      request_prefix 1
      accept_ra 2

    Danach wurde dann auch der Kernel-Wert bei mir gesetzt. Komisch, warum der sysctl-Wert sonst überschrieben wird.

    Ich habe jetzt noch das Problem, dass der Wert von net.ipv6.conf.all.accept_ra nach dem ifdown/ifup immer wieder auf "1" steht und somit die Routen nicht automatisch zugewiesen werden. Ich finde aber nichts dazu, welches Skript dies macht. Nachdem ich es manuell wieder auf "2" stelle, wird die Router nach dem nächsten Empfangenen RA wieder gesetzt.

    Ich habe es in der Konfiguration der sysctl auch auf 2 stehen. Habt ihr noch eine Idee?

    Ich habe jetzt manuell in die radvd-Config das zugewiesene Prefix reingeschrieben und dort /64 draus gemacht. Jetzt wurde eine IP zugewiesen. Ich könnte mir jetzt vorstellen, dass ich das Skript vom Debian-Forum so erweitere, dass ich die radvd-Config automatisch anpasse und radvd dann neu starte.
    Dadurch nehme ich immer das erste Netzwerk im /56-Block. Kann ich radvd auch irgendwie dazu bringen, dass er genau das alleine macht?

    Irgendetwas von dem RA scheint der Network-Manager schon zu verarbeiten:

    Er setzt den Gateway schon richtig und die Route für das Prefix wird auch gesetzt. Aber es wird halt keine IP zugewiesen.

    Das habe ich gerade ausprobiert. Radvd versendet trotzdem automatisch die /54-Prefix. Ich habe das jetzt mit radvdump auf meinem Client überprüft:

    Ich habe jetzt testweise einmal die IP hinzugefügt:

    Code
    ip addr add fe80::10:10:10:10/64 dev eth-lan scope link

    Wie man oben bei der radvdump-Ausgabe sieht, wird das anscheinend (zufällig?) über diese Adresse versendet. Bringen tut es trotzdem nichts.

    Es könnte aber auch an dem Wert von accept_ra liegen. Dieser ist bei der WLAN-Schnitte auf "0". Wenn ich ihn mit sysctl -w überschreibe, dann wird er vom Netzwerkmanager beim Neuverbinden wieder überschrieben.
    Jetzt frage ich mich, wieso das woanders trotzdem funktioniert. Läuft das dann immer nur über DHCPv6?

    Ich habe mich wirklich etwas schlecht ausgedrückt. Ich wollte sagen, dass mein Laptop und Handy in anderen WLANs automatisch eine IPv6-Adresse zugewiesen bekommen. Es sollte also nicht an den Clients liegen. In meinem jetzigen Versuch mit Deutsche Glasfaser (zu Hause), klappt es bisher noch nicht.

    Ich musste den Wert von net.ipv6.conf.all.accept_ra auf 2 setzen. Normalerweise steht er auf 1, aber dann akzeptiert er RAs nur, wenn Forwarding deaktiviert ist. Das habe ich im Zuge ja aktiviert und somit wurde nicht mehr automatisch die Route übernommen. Jetzt funktioniert das wieder.

    Post mal bitte deine radvd config.

    Ich habe das so vom Debian-Wiki übernommen. Ich habe den Namen meiner Schnittstelle angepasst und die Größe des Prefix. Ich bekomme ja ein /56-Prefix zugewiesen. Oder muss ich dort /64 nehmen?

    Mein Laptop hat accept_ra auf 1 stehen und sollte somit welche Empfangen. Auch auf dem Android-Handy funktioniert es im Büro mit OpenWRT auf dem Router ohne Probleme. Bisher zu Hause noch keine globale IP.
    Also nochmals vielen Dank. Ich sehe, wir kommen der Sache näher!

    Noch eine Frage: Eigentlich könnte ich doch auf dem eth-lan eine zusätzliche private Adresse einrichten, die sich nie ändert. z.b: fe80::10:10:10:10
    Diese könnte doch dann in den RAs als Absender stehen, damit alle Clients diese als Default-Gateway nehmen. Ich könnte sie mir dann auch gut merken (IPv4: 10.10.10.10). Falls das möglich ist: Wie? Und wie kann man radvd sagen, dass er diese Absenderadresse nehmen soll?

    Über Wireshark konnte ich sehen, dass die RAs über das Netzwerk verteilt wurden. Allerdings scheint mein Linux Mint das nicht zu nutzen. Im Büro funktioniert das ohne weitere Einstellungen beim Betriebssystem.

    Hier die Paket in Wireshark:

    Jetzt hatte ich noch ein anderes Problem. Die Default-Route wurde auf meinem Router nicht automatisch gesetzt. Wenn ich es richtig verstanden habe, sollte das immer die IP sein, die als Absender des RAs gesetzt ist. Das habe ich manuell gesetzt und dann funktioniert die Verbindung ins Internet. Welcher Teil des Betriebssystems hätte das automatisch machen sollen?

    Okay, es lag anscheinend an dem send dhcp6.ia-pd 0; , ohne die Zeile bekam ich wieder schnell eine Antwort. Ich fügte dann in die Datei /etc/network/interfaces den Wert request_prefix 1 ein, wie hier beschrieben.

    Ich denke, mit der Zeile RCV: | | X-- IAPREFIX 2a00:6020:50a6:bf00::/56 hat das nun geklappt. Und wie geht es jetzt weiter?

    Danke auf jeden Fall schon mal für eure Geduld :saint:

    Ich habe jetzt folgendes ausgeführt:

    Code
    ip addr del 2a00:6020:1000:41::26cf/128 dev eth-wan
    dhclient -6  -r -v eth-wan
    dhclient -6  -N -v eth-wan

    Dann bekam ich folgende Ausgabe. Den entsprechenden Trace habe ich angehängt.

    Dann habe ich in der [tt]/etc/dhcp/dhclient.conf[/tt] folgendes ergänzt:

    Code
    send dhcp6.ia-pd 0;
    request dhcp6.ia-pd;

    Nun bekomme ich derzeit keine Antworten vom DHCP-Server mehr. Das hatte ich vorher vor der dhclient-Umstellung aber auch schon mal:

    Ich hatte die Vermutung, dass meine Firewall etwas blockiert. Aber dort werden mit IPv6 derzeit nur Pakete zum UDP-1900 geblockt, welche damit ja nichts zu tun haben sollten. Meine entsprechenden Erlaubnisse sehen so aus:

    Code
        # respond to ping
        icmp   type echo-request limit rate 10/second counter accept
        icmpv6 type echo-request limit rate 10/second counter accept
    
        # accept neighbour discovery otherwise connectivity breaks
        icmpv6 type { nd-neighbor-solicit, nd-router-advert, nd-neighbor-advert } counter accept
    
        iifname eth-wan ip6 daddr fe80::/10 ip6 saddr fe80::/10 udp dport 546 udp sport 547 counter accept comment "dhcp6"

    Mache ich jetzt gerade was verkehrt oder antwortet der DHCP-Server von DG nur sporadisch? Ich würde sogar sagen, dass ich das schon vor einem Jahr mal bei IPv4 hatte, es dort aber auch auf mich geschoben haben.

    Dann fasse ich meine derzeitigen Erkenntnisse einmal zusammen:

    DG wechselt (fast gar) nicht das Prefix. Sollte man das beachten?

    Zur Zeit nutze ich networking.service (ifup/down). Bei der Doku für Ubuntu ist alles nur für service-networkd beschrieben. Macht es Sinn zu wechseln?

    Wir meine zweite Schnittstelle (eth-lan) dann auch automatisch über eine IPv6-Adresse mit dem globalen Prefix versorgt? Beim DHCPv4 muss man die ja statisch machen. Hmmm....

    Auch wenn ich nach euren ganzen Antworten sehr wissbegierig bin, werde ich vermutlich erst am Montag mit dem Thema weitermachen können. Ihr habt auf jeden Fall recht. Meine IP hat sich nicht geändert, sondern nur der Status ist von "deprecated" zu "dynamic" gewechselt.

    Dies ist mit einem up && down des Interfaces passiert. Wie kam es aber vorher in den "deprecated"-Status?

    Gibt es eine gute Seite, die bis zum Bit erklärt, wie DHCPv6 und SLAAC funktioniert. In der Uni hatten wir damals DHCP bis zum letzten Bit durchgenommen und dazu findet man viel im Netz. Aber bei IPv6 steht immer nur, dass sich die jeweiligen Protokolle darum kümmern. Wie das genau abläuft, habe ich bisher nicht gefunden.

    Erstmal vielen Dank für eure Antworten.

    Auch für IPv6?

    Bisher noch nicht.

    Das wird aber nicht adhoc klappen, sondern vermutlich einige Tage dauern, bis alles rund läuft.

    Meine Empfehlung ist, dafür ein spezialisiertes System einzusetzen, wenn es dir nicht nur um eine Lernübung geht. Das kann man auch virtualisiert auf dem selben Gerät laufen lassen. OpenWRT ist bei der Umsetzung von IPv6 relativ weit fortgeschritten.

    Ich würde mir das schon gerne ansehen und auch verstehen. Ich bin bereit, dafür auch ein paar Fehlschläge hinzunehmen. Was ich nicht möchte, ist eine fertige Lösung dazwischen zu setzen (Fritzbox). Wenn wir es gemeinsam nicht hinbekommen, dann könnte ich mir aber auch eine VM-Lösung vorstellen.

    Nachtrag: der Standard DHCPv6 Client unterstützt das "Reconfigure" bei einer Prefixänderung nicht.

    Kann es sein, dass das derzeit mein erstes Problem ist? Wenn ich das Interface neu starte, erhalte ich eine neue IP. Diese läuft dann irgendwann ab und wird nicht automatisch erneuert. So zumindestens mein Empfinden. Weißt du, wie ich das überprüfen kann?
    Das ist derzeit meine /etc/network/interfaces

    Für DHPCPv6 nutze ich gerne dhcpcd. Der bezieht per PD die entsprechenden Netze für die Interfaces. DNSMasq verteilt dann dynamisch ([::] ermöglicht einen dynmischen IPv6-Betrieb mit DNSMasq) passend die IPs. Fahre mit seit Jahren ohne Probleme.

    Hast du dann auch deine Firewall dynamisch hinbekommen? Ich nutze nftables und das bisher nur mit IPv4. Also im Prinzip ist alles verboten, was von draußen kommt und ausgehende Verbindungen sind erlaubt. So ganz grob.

    Hallo,
    ich hoffe, es kann mir jedem aus der freundlichen Runde hier helfen. Ich habe einen Anschluss bei Deutsche Glasfaser. Als Router benutze ich einen Zotac-Mini-PC mit zwei Ethernet-Anschlüssen. Auf dem läuft Debian Bullseye.

    Der Medienwandler ist direkt mit dem Zotac verbunden. Also muss das Debian sich auch direkt um die IP-Adressen von DG kümmern. Bei IPv4 funktioniert das auch gut. Leider bekomme ich das bei IPv6 nicht so richtig zum Laufen. Ich habe bisher auch nirgendwo im Netz eine gute Anleitung gefunden, wie man einen IPv6-Router mit dynamischer IP-Vergabe konfiguriert. Ich habe die Vermutung, dass es dort sehr viele Möglichkeiten gibt und ich deswegen immer an der falschen Stelle suche.

    Meine derzeitigen Ausgabe von ip a:

    Code
    2: eth-wan: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc pfifo_fast state UP group default qlen 1000
        link/ether 00:01:2e:82:b9:c7 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
        inet 100.84.185.30/16 brd 100.84.255.255 scope global dynamic eth-wan
           valid_lft 3329sec preferred_lft 3329sec
        inet6 2a00:6020:1000:41::26cf/128 scope global deprecated 
           valid_lft forever preferred_lft 0sec
        inet6 fe80::201:2eff:fe82:b9c7/64 scope link 
           valid_lft forever preferred_lft forever

    Wie man sieht, habe ich schon mal eine IPv6 bekommen. Leider scheint sich diese aber nicht automatisch zu erneuern. Ich habe es auch bisher nicht geschafft, das zugewiesene Prefix an das Netzwerk weiterzureichen. Für IPv4 setze ich dnsmasq ein.

    Kann mir bei meinem Vorhaben eventuell jemand unter die Arme greifen oder wenigstens eine gute Quelle für weitere Informationen nennen?