Du siehst nur die Faser, aber die endet ja auch irgendwo und irgendjemand muss sein Licht drauflegen und dafür weitere Infrastruktur und Geschäftsprozesse vorhalten. Das ist in deinem Fall 1&1 Versatel, das Lichtsignal endet irgendwo direkt bei 1&1 Versatel und berührt so gar nicht die Netzwerkknoten und Teile der Infrastruktur, welche dir die Anbieter- und Tarifauswahl ermöglichen würden, die du bzw. dein Kunde gerne hätte. Um das zu kriegen, was gewünscht ist, müsste es sich zum Beispiel um ein Zugangsnetz der Telekom handeln, welches privatkundenähnlich Gewerbegebiete versorgt. Dann hättest du die Möglichkeit, aus den üblichen Businesstarifen einen auszuwählen, da die Infrastruktur an den Telekom BNG bzw. Backbone angeschlossen ist, worüber wiederum die Verbindung zu anderen Providernetzen möglich ist.
Es sind einfach komplett unterschiedliche Infrastrukturen. Wir haben zum Beispiel eine Telekom Standleitung liegen, wo ein teurer symmetrischer Tarif drüber buchbar wäre, über die wiederum kein 1&1 Versatel möglich ist, da das Gebiet nicht entsprechend erschlossen ist. Ein paar hundert Meter entfernt liegt dann wieder PON, ebenfalls von der Telekom, dementsprechend andere Provider zur Auswahl, aber halt nicht die teuren symmetrschen Tarife, sondern Privatkundentarife und die etwas teureren Businesstarife, die technisch das Gleiche sind. Es herrscht dort einfach eine strikte Trennung zwischen zwei Produktwelten und was die Faser theoretisch kann, spielt an der Stelle keine Rolle.