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Beiträge von Sowieso

  • Deutsche Glasfaser Ausbau in Bad Zwischenahn

    • Sowieso
    • 3. Juni 2024 um 22:33
    Zitat von west

    Nachtrag:

    Sehe grade das Glasfaser Nordwest Bad Zwischenahn West ausbauen will.

    Das war das Ausbaugebiet von 2021. Aktuell (= von 2023) ist wohl das Ausbaugebiet in Petersfehn.

  • Open-Access-Schnittstellen dauern 20 Monate und mehr

    • Sowieso
    • 29. Mai 2024 um 10:35
    Zitat von kingpin42

    So kaufen und verkaufen wir unsere Leitungen bei der Telekom/Westconnect, und Whitelabelpartner bei uns. Diese Prozesse sollte ein ISP wie Netcologne eigentlich auch schon vollständig implementiert haben.

    Ob Zufall oder nicht: In diesem kürzlich erschienen Artikel wird M-Net damit zitiert dass sie 20 Monate gebraucht haben um ihre Schnittstellen so anzupassen, dass die Telekom FTTH-Tarife im M-Net-Netz so buchen kann "als wäre es die eigene Leitung". Damit soll es jetzt im 3. Quartal losgehen.

    Im weiteren Verlauf des Artikels erteilt die Telekom auch der Buchung von Vorleistungen über Netcologne-FTTB eine Absage, weil man sich diesbezüglich auf FTTH konzentriere...

  • Deutsche Glasfaser XGS-PON Ab April 2024

    • Sowieso
    • 8. Mai 2024 um 18:37

    Nokia hat eine Pressemitteilung bezüglich XGS-PON bei DG veröffentlicht.

    Demnach wird Nokia seine "full suite of next generation fixed access and IP network products" bei DG einsetzen. Neben IP Core, BNG und Edge Routern soll dabei auch die aktuelle Nokia-PON-Technik zum Einsatz kommen, die GPON, XGS-PON und 25G-PON unterstützt.

    Die ersten XGS-PON Kunden nutzen demnach die neue Technik bereits in Neuwied.

  • Unterliegen FTTH-Netze der Telekom und Tochterfirmen der Regulierung?

    • Sowieso
    • 5. Mai 2024 um 20:19
    Zitat von Erzknolle

    Hallo
    eine Frage an die Experten hier:
    Wenn neue FTTH-Netze von der Telekom gebaut werden, gibt es nicht eine Regulierung das anderen Anbietern zumindest ein Bitstream Access ermöglicht werden muss?

    Ja, auch die FTTH-Netze werden reguliert, aber anders, eben die "Regulierung light". Die Telekom musste Standardangebote für Layer 2 und Layer 3 Bitstreamvorleistungen vorlegen. Also Konditionen, zu denen jeder Anbieter Tarife über das Telekom-FTTH-Netz anbieten kann. Dabei wurden die Preise (anders als bei DSL) nicht von der Bundesnetzagentur festgelegt. Die BNetzA musste/muss aber wohl diese Vorleistungspreise genehmigen. Unter obigen Links findet man unten auch ZIP-Dateien mit diversen Dokumenten zu den Standardangeboten.

    Die Joint Venture Glasfaser Nordwest und GlasfaserPlus fallen nicht unter die Regulierung, da sie als 50:50 Joint Venture nicht unter der alleinigen Kontrolle der Telekom stehen. Wobei z.B. Glasfaser Nordwest unter der Auflagen genehmigt wurde, z.B. sind ist GFNW zu Open Access verpflichtet und darf nicht an gefördertem Ausbau teilnehmen.

  • Telekom überbaut bei mir die Deutsche Glasfaser. Inhaus DG Leitung auch für Telekom nutzen?

    • Sowieso
    • 1. Mai 2024 um 23:45

    Auf der Statistikseite von Ookla/speedtest.net gibt es unten Median-Angaben zu den Latenzen bei Speedtests. Da liegt (in Q4 2023) die DG im Median bei 14ms, die Telekom bei 18ms (sicherlich dominiert durch Vectoring-Anschlüsse). Im Einzelfall dürften die Latenzen insbesondere sicher stark von der Entfernung zwischen User und Server abhängen, und dem Routing auf der Strecke dazwischen.

  • Zusatzkosten für Anschluss

    • Sowieso
    • 20. April 2024 um 20:51
    Zitat von frank_m

    Und die Anschlüsse sind schon realisiert? Solange die Bauphase noch läuft, ist es erfahrungsgemäß so, dass man noch kostenlos ordern kann. Nachanschlüsse sind dann häufig nicht mehr kostenlos.

    Meistens nicht. Aber die Telekom hat derzeit (=seit einigen Monaten) anscheinend eine Aktion laufen, dass Glasfaseranschlüsse grundsätzlich bei Tarifbuchung kostenlos sind, auch wenn der Ausbau schon eine Weile her ist. Das schein auch das Netz von Glasfaser Nordwest zu betreffen. So können laut dieser Pressemitteilung derzeit 120.000 Bremer Haushalte Glasfasertarife buchen, und das dürften im Wesentlichen Haushalte sein die in den GFNW-Ausbaugebietn der letzten Jahre liegen:

    "In vielen Gebäuden und Haushalten liegt die Glasfaserleitung bereits vor der Tür oder im Keller. Kunden müssen nur noch aktiv umsteigen“, sagt Stefanie Halle, Pressesprecherin bei der Telekom. „Unsere Glasfaser-Tarife sind nicht teurer als aktuelle DSL-Tarife. Wer noch keinen Haus-Anschluss hat, bekommt ihn mit Buchung eines Glasfasertarifs bei der Telekom aktuell kostenfrei.“

    Möglicherweise handhabt das EWE derzeit genauso.

  • Die Kupfernetzabschaltung wird zum taktischen Mittel

    • Sowieso
    • 11. April 2024 um 20:49
    Zitat von frank_m

    Es geht darin darum, wie die Telekom durch taktisches Abschalten von Kupfernetze die Kunden ins eigene Glasfasernetz treiben kann, und wie sie Konkurrenten behindert.

    Vodafone will ja mit seinem Joint Venture OXG auch Millionen Haushalte in seinen Kabelversorgungsgebieten überbauen. Wird spannend ob man da seitens der FTTH-Anbieter ähnliche Maßnahmen fordert.

    Das Argument ist ja letztlich das Gleiche: Kabelnetze stehen in Konkurrenz zu Glasfasernetzen, eine Abschaltung der Kabelnetze in FTTH-Gebieten würde den FTTH-Ausbau stärken. Und wenn Vodafone Kabelnetze in Gebieten abschalten würde in denen sie über OXG FTTH ausgebaut haben, aber nicht in Gebieten in denen andere ausgebaut haben, wäre das ja auch ein "taktisches Abschalten"...

  • Welche Glasfaseranbieter stehen vor dem Ausbau zur Verfügung?

    • Sowieso
    • 9. April 2024 um 20:51
    Zitat von tadeus

    1.) Steht nur die Telekom für mich zur Verfügung?

    2.) Wie finde ich heraus welche Glasfasertarifanbieter es abgesehn von der Telekom noch für mich in Zukunft gibt die da für mich zur Verfügung stehen?

    Auch GlasfaserPlus hat (wie Glasfaser Nordwest) eine Seite, bei der man die derzeit verfügbaren Anbieter auf dem Netz von GlasfaserPlus sehen kann. Nur ist diese Liste bisher sehr dünn: bisher gibt es nur die Telekom.

    Auch GlasfaserPlus bietet das Netz anderen Anbietern an. Schon vor 1,5 Jahren hat Plusnet eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Das scheint aber noch nicht aktiv zu sein. Andere Anbieter können natürlich jederzeit dazu kommen. Aber wann das soweit ist, darüber kann man nur spekulieren.

  • Welche Glasfaseranbieter stehen vor dem Ausbau zur Verfügung?

    • Sowieso
    • 9. April 2024 um 20:42
    Zitat von Unto

    Allerdings muss ich datzu sagen, dass im hiesigen Bereich sowohl die Telekom als auch die EWE fast nichts mehr allein machen sondern Glasfaser Nord West die Anschlüsse legt die dann von der EWE, der Telekom oder auch beiden exclusiv vermarktet werden. Da kommen 1&1 und andere nicht ran.

    Glasfaser Nordwest vermarktet nicht exklusiv an Telekom und EWE, sondern bietet das Netz auch anderen an. Da gibt es schon länger regional einige Stadtwerke, die Tarife über das Netz von GFNW vertreiben. Während Telekom und EWE überall vermarkten (EWE teilweise auch nur über regionale Marken wie swb) sind die Stadtwerke nur regional aktiv. Eine Liste gibt es auf dieser Seite weiter unten.

    Dort taucht unter anderem auch 1&1 auf. Auch 1&1 hat Anfang des Jahres eine Vereinbarung mit GFNW geschlossen und will angeblich noch in der ersten Jahreshälfte mit der Vermarktung von Tarifen beginnen. Mal sehen ob das pünktlich beginnt...

    Und ja, zumindest die Telekom scheint im "Interessensgebiet" von GFNW (Bremen, große Teile Niedersachens, der Norden NRWs) seit deren Gründung praktisch keine eigenständigen FTTH-Projekte mehr durchzuführen. Das läuft alles über GFNW. Außer eventuellem geförderten Ausbau, denn da darf GFNW nicht mitmischen.

  • Breitband MKK 63xxx

    • Sowieso
    • 20. März 2024 um 23:26
    Zitat von Christos


    Ich sehe es so: Die Steuerzahler haben das Glasfasernetz für Vodafone finanziert, und Vodafone nutzt es nun als sein eigenes.

    Wesentlicher Unterschied: da es sich um ein gepachtetes und gefördertes Netz handelt, kann Vodafone nicht alleine über die Vorleistungspreise entscheiden, sondern im Streitfall entscheidet die Bundesnetzagentur, was sie hier eben gemacht hat.

    Dem bereits verlinkten Entschluss nach zu urteilen hat die BNetzA eine Abfrage gestartet und alle Anbieter die Vorleistungen anbieten verpflichtend zur Meldung ihrer aktuellen Vorleistungspreise angehalten. Die Preise zu denen Vodafone jetzt verpflichtet wurde entsprechen wohl dem Durchschnitt. Was auch zu der Situation führt dass die Vorleistungspreise für 100, 250 und 500 Mbit/s zwar niedriger sind als das was Vodafone ursprünglich haben wollte, der Vorleistungspreis für 1000 Mbit/s aber sogar höher (siehe Punkt 92 auf Seite 24).

  • Erfahrungen mit e.on / Westconnect bzgl. AON oder PON?

    • Sowieso
    • 14. März 2024 um 21:13
    Zitat von worfinator

    Das ist schon komisch. Was geht hier im Ort wohl? 44289 Dortmund-Sölde

    Zumindest ist Sölde einer der Ortsteile, die für den Ausbau durch das Vodafone-Joint Venture OXG genannt werden (hier im Video bei 09:50).

  • Vielleicht kommen die Bagger doch wieder

    • Sowieso
    • 2. März 2024 um 12:19
    Zitat von arcade99

    Wie ist das rechtlich? Wenn ein Anbieter ausbauen möchte, dann geht das ja nur mit Genehmigung von Stadt bzw. Gemeinde. Ist es wirklich so, dass diese alles durchwinken?

    Alle Anbieter haben Anspruch auf das Wegerecht nach Telekommunikationsgesetz das von der Bundesnetzagentur übertragen wird. Damit haben sie das Recht öffentliche Verkehrswege etc. unentgeltlich zur Verlegung ihrer Leitung zu nutzen. Das kann eine Kommune nicht verbieten. Sicherlich haben sie etwas Einfluss bei den Genehmigungen für die Art und Durchführung der Bauarbeiten, die Aufstellung der Verteilerkästen etc.

    Bei den 3,5 Millionen FTTH-Haushalten für Berlin handelt es sich jetzt erstmal um die Aufsummierung der Pläne der diversen Anbieter. Ob die jetzt alle komplett umgesetzt werden steht natürlich auf einem anderen Blatt. Da gibt es einen Konkurrenzkampf um Stadtviertel. Aber ob Anbieter X ein Stadtviertel wie aktuell geplant 2028 ausbaut wenn es 2026 schon von Anbieter Y ausgebaut wird muss man sehen.

    Auch für ganz Deutschland summieren sich die kommunizierten Ausbauzahlen auf mehr Haushalte als es in Deutschland gibt.

  • Vielleicht kommen die Bagger doch wieder

    • Sowieso
    • 28. Februar 2024 um 23:01
    Zitat von mbo77

    Der Artikel beschreibt aber sehr schön, wie die Situation sich ändert.

    Ich gebe da keine Prognosen mehr ab. Alte Weisheiten galten noch unter der Prämisse, möglichst viele Homes Passed zu erschließen.

    Klar, bei den meisten Anbietern liegt der Fokus bisher auf der Erschließung neuer Gebiete, um sich diese zu sichern, solange es noch etwas zu verteilen gibt. Der nachträgliche Anschluss von Nachzüglern hat geringere Priorität. Was auch bedeutet dass man sich dann auf längere Wartezeiten einstellen muss, angesichts der knappen Baukapazitäten.

    Dass aber mittel- bis langfristig alle Anbieter ein Interesse daran haben werden in den Gebieten die sie sich gesichert haben die TakeUp Raten zu erhöhen ist eben auch naheliegend.

    Das rückt bei manchen vielleicht jetzt schon stärker in den Fokus, wenn die Investitionsmittel zur Erschließung neuer Gebiete nicht mehr so reichlich vorhanden sind. Aber das war eben früher oder später zu erwarten.

  • Vielleicht kommen die Bagger doch wieder

    • Sowieso
    • 28. Februar 2024 um 21:41

    Im Grunde ist das für die Anbieter das profitabelste Wachstum: bessere Auslastung der schon bestehenden Netze durch Anschluss zusätzlicher Haushalte, bei denen das Netz sowieso schon bis an die Grundstücksgrenze gebaut ist. Insbesondere wenn diese Haushalte sich dann auch noch an den Kosten beteiligen mit einem höheren dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Betrag.

    Deswegen sind die Anbieter ja auch dahinter her, dass die Telekom nicht nur ihr Kupfernetz abschalten darf, sondern auch abschalten muss. Vor allem auch da wo nicht die Telekom sondern die Konkurrenz ausgebaut haben. Man erhofft sich dadurch eine Erhöhung der TakeUp-Rate. Was natürlich nur funktioniert wenn man auch bereit ist zusätzliche Haushalte anzuschließen.

  • EU: Abschaltung der TK Kupfernetze bis 2030

    • Sowieso
    • 24. Februar 2024 um 19:09
    Zitat von Phino

    Und genau deshalb sehe ich die Abschaltung der Kupfernetze noch in sehr weiter Ferne, jedenfalls bestimmt nicht zu 2030. ;)

    Damit rechne ich auch nicht.

    Zitat von Phino

    Und das glaube ich nicht, es kommt bei der derzeitigen Situation sehr stark ins Stocken. Kapitaldecke wird dünner, es gibt nicht genug Personal, um die Bautätigkeiten in überschaubarer Zeit umzusetzen und der Bedarf wird bei den Kunden nicht gesehen,

    Die Kapitaldecke ist eben vor allem das Problem der Neueinsteiger. Das sind quasi StartUps, mit relativ wenig Einnahmen und hohem Kapitalbedarf durch Investitionen. Und einem Businessmodell dass in Deutschland eben doch nicht so gut funktioniert wie manche sich das vorgestellt haben.

    Der Telekom geht es wirtschaftlich ziemlich gut. Im letzten Jahr wurde neben den Investitionen die Verschuldung gesenkt (um 10 Mrd Euro), die US-Tochter hatte nebenbei noch Geld übrig um für 14 Mrd $ eigene Aktien zurück zu kaufen. Das ist trotz Sondereffekt durch Verkauf eines Anteils der Deutschen Funkturm eine ziemlich solide Situation.

    Nach den gestern verkündeten Plänen sollen die Investitionen in Deutschland dieses Jahr leicht steigen, man will 2 Mrd Euro in den Aktienrückkauf von DT Aktien stecken. Die US-Tochter will weitere 15 Mrd US$ in den Rückkauf von T-Mobile US Aktien stecken. Die Kapitaldecke bei der Telekom ist momentan nicht so dünn. Das ist eben eine ganz andere Situation.

    Und auch wenn DSL derzeit aktuell vielen ausreicht: mittel- und langfristig braucht die Telekom FTTH. Weil es eben günstiger zu betreiben ist, weil es Reserven bietet, für höhere Anforderungen oder als Konkurrenz gegen die Kabelnetze, die ja auch aufgerüstet werden. Und weil DSL Hardware schlicht und ergreifend irgendwann keinen Herstellersupport mehr haben wird.

    Von daher gibt es aktuell wenig Grund für die Telekom die jährlichen Investitionen herunterzufahren. Das ist ja auch nichts was man einfach so ohne Aufwand für ein paar Jahre abschalten und bei Bedarf später wieder anschalten kann. Da stecken ja z.B. Mitarbeiter dahinter.

    Natürlich ist die Zukunft nicht in Stein gehauen. Wenn die Telekom in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät kann sich die Entwicklung schon ändern. Wenn nach den US-Wahlen ein Bürgerkrieg in den USA ausbricht, oder die Sicherheitslage in Europa aus den Fugen gerät wird das sicher Auswirkungen auf den Glasfaserausbau haben. Aber das ist dann nicht das größte Problem.

  • EU: Abschaltung der TK Kupfernetze bis 2030

    • Sowieso
    • 24. Februar 2024 um 14:43
    Zitat von Phino

    Aber der Satz vom Finanz-Chef tritt es doch genau.

    "Am Ende des Tages ist für mich das einzig Entscheidende, ob sich die Kunden für die Deutsche Telekom entscheiden. Und wenn sie sagen, mir reicht auch ein Vectoring-Anschluss in meiner Umgebung, Hauptsache, sie sind bei uns auf dem Netz."

    Bei der Aussage geht es um die Frage ob eine niedrige initiale TakeUp-Rate für die Telekom ein Problem ist. Und da ist die Antwort eben: das ist weniger ein Problem als für die neuen reinen Glasfaseranbieter, da für die Telekom eben der Gesamtmarktanteil wichtiger ist. Dieser bringt den Umsatz. Langfristig wird Marktanteil und Umsatz eben durch FTTH sichergestellt, aber dass der Umstieg möglichst schnell stattfindet ist eben nicht so wichtig.

    Die Telekom-Aussage bestätigt z.B. das was ich vor ein paar Tagen hier zu der geäusserten Sorge geantwortet habe, dass die Telekom ihren großen FTTH-Ausbau aufgrund aktueller TakeUp Raten von 13-15% einstellen würde.

    Was die Aussage angeht, dass für die Telekom DSL-Nutzer profitabler sind als Glasfasernutzer:

    Bei der Profitabilität spielen zwei Faktoren eine Rolle: die laufenden Kosten für den Netzbetrieb und die Erbringung der Leistung (Strom, Personalkosten für Netzbetrieb und Kundenservice), und zum anderen die Abschreibungen auf die Investitionen.

    Bei den laufenden Kosten dürfte es ziemlich unstrittig sein dass ein Glasfasernetz billiger zu betreiben und damit profitabler ist.

    Worauf die Aussage sich vermutlich bezieht: die Abschreibungen auf ein relativ neues und (pro Haushalt) teures FTTH-Netz sind sicher höher als auf ein VDSL-Netz, bei dem die Hausanschlüsse oft schon Jahrzehnte alt sind, und die neuere Technik in der Regel 5-10 Jahre alt, und teilweise abgeschrieben.

    Da kann es gut sein dass ein DSL-Anschluss nach Abschreibungen profitabler ist als ein FTTH-Anschluss.

    Nur: die Investitionen in den FTTH-Ausbau finden ja statt, und die Netze werden dem enstprechend ab Fertigstellung abgeschrieben. Diese Abschreibungen fallen zum guten Teil an egal ob 15%, 30% oder 60% der Haushalte das Glasfasernetz nutzen.

    Von daher halte ich es für zweifelhaft dass es für die Telekom insgesamt profitabler ist wenn die Kunden auf DSL bleiben, als wenn sie auf das bei den Betriebskosten günstigere Glasfasernetz wechseln. Langfristig natürlich sowieso nicht.

  • EU: Abschaltung der TK Kupfernetze bis 2030

    • Sowieso
    • 24. Februar 2024 um 09:32
    Zitat von e16

    Und schwups hat sich der Finanzchef zu Wort gemeldet:

    Du solltest vielleicht dazu sagen dass der von Dir zitierte Satz keine Aussage des Finanzchefs oder der generell Telekom ist, sondern (laut Golem) die Meinung von unspezifizierten "Telekom-Konkurrenten". Könnte jemand Mißverstehen wenn man den verlinkten Artikel nicht liest.

  • Zu wenige wollen Glasfaser, Betreiber stoppt Netzausbau

    • Sowieso
    • 20. Februar 2024 um 23:02
    Zitat von Phino

    Wie ich schon vorher geschrieben habe, keine Ausschreibung, die Netzbetreiber bauen und bekommen, um so langsamer die Anschlüsse waren, um so mehr Kopf(Gebäude)prämie im Nachhinein. Somit steigt die Motivation, möglichst viele Gebäude zu erschließen. Und für einige ergibt sie Homes Passed automatisch.

    Ja, das hätte durchaus was. Wobei für wirklich teuer zu erschliessende Adressen jwd bräuchte es vermutlich doch etwas jenseits von Erschließungsprämien. Andererseits dürften die sowieso weitgehend schon in den laufenden Programmen sein...

  • Zu wenige wollen Glasfaser, Betreiber stoppt Netzausbau

    • Sowieso
    • 20. Februar 2024 um 22:31
    Zitat von Phino

    Dies würde ich auch so sehen, nur dann gibt es Fördermittel.

    Das heißt die Gemeinde oder der Landkreis sollte vor der Ausschreibung erstmal an den potentiellen Adressen abfragen wer sich tatsächlich anschließen lassen würde, und nur die Adressen/Haushalte die das Zusagen werden ausgeschrieben? Klingt relativ bürokratisch...

    Und sorgt letztlich dafür dass Adressen nicht ausgebaut werden, nur weil aktuelle Eigentümer da nicht hinterher sind.

    Aktuell muss ein Anbieter eben alle ausgeschriebenen Adressen zumindest bis zur Grundstücksgrenze ausbauen. Dass ein bestimmter Prozentsatz das Angebot nicht nutzt ist das Risiko des Unternehmens. Aber die Adresse ist zumindest "Homes Passed" und damit ist FTTH an der Adresse verfügbar, auch wenn spätere Eigentümer da dann Interesse haben.

    Aber wenn die Adresse gleich zu Anfang aus der Förderung geflogen ist, dann ist das nicht so einfach.

  • Zu wenige wollen Glasfaser, Betreiber stoppt Netzausbau

    • Sowieso
    • 20. Februar 2024 um 22:21
    Zitat von e16

    Gießkannenausbau bei Take-up Raten von 15% ala Deutsche Telekom wird es nicht mehr geben.

    Mal sehen. Die Telekom baut ja bisher munter weiter aus.

    Bei der Telekom ist die Rechnung eben auch ein bisschen anders. Die hat ja schon Kunden, da ist es nicht ganz so kritisch dass der Anteil der Wechsler von Beginn an besonders hoch ist. Wichtig ist eher möglichst ein erhalt des Marktanteils. Wenn also Kunden von DSL weg wechseln, dann möglichst auf Telekom-FTTH.

    Dazu kommt dass der Wechsel DSL->FTTH der Telekom auch mittel- bis langfristig Vorteile bringt. Also z.B. einen günstigeren Netzbetrieb (bzgl. Energie und Service). Und letztlich ist er unvermeidlich, da DSL nicht beliebig lange von den Lieferanten unterstützt werden wird.

    Das ist eine andere Ausgangssituation als bei Investoren, die sich überlegen ob und wie sehr sie in einen Markt neu einsteigen, bzw wie viele zusätzliche Gebiete man jedes Jahr ausbaut.

    Ein anderer Anbieter der ohne Quote ausbaut ist z.B. OXG, das Vodafone-Altice Joint Venture. Deren Hauptziel ist es Gebiete mit Vodafone Kabelversorgung auf FTTH umzurüsten, bevor es andere machen. Auch Vodafone ist es da erstmal zweitrangig wieviele sofort von Kabel wechseln. Aber wenn die Leute irgendwann auf FTTH wechseln, wäre es eben idealerweise Vodafone-FTTH. Etwas heikler ist es in dem Fall natürlich schon, denn da hat man als Partner ja noch Altice, den muss man natürlich auch bei Laune halten. Aber für einen größeren alleinigen Ausbau fehlt Vodafone wohl das Geld.

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