Beiträge von jon269

    Eigentlich ist ein Internetanschluss ohne direkte IPv4 Erreichbarkeit halb so wild, wenn nicht die Endgeräteanbieter hier und da auch Ihre Hausaufgaben vergessen hätten. AVM hat bei den FRITZ!Boxen lange Jahre VPN Fähigkeit auch auf Kabel FRITZ!Boxen versprochen, trotz des besseren Wissens, dass Vodafone bei vielen Kabel Internetanschlüssen (hier tatsächlich) nur DS-Lite angeboten hat, und ein VPN Tunnel zwischen zwei dieser Anschlüsse unmöglich war. Erst ab FRITZ!OS 7,39 Labor ist es möglich zwei FRITZ!Boxen an IPv6 Anschlüssen mit DS-Lite oder CGNAT per VPN miteinander zu verbinden. Es gibt leider noch immer viel zu viele Geräte bei denen die IPv6 Implementation bestenfalls als mangelhaft bezeichnet werden kann, zusätzlich dazu, dass es auch noch immer ISPs gibt, die IPv6 bis heute nicht anbieten. Wenn die Hardwarehersteller das auf die ISPs schieben, und die ISPs auf die Hardwarehersteller, wird das nie was :|

    Ich sehe in den neuen EWE Tarifen gleich zwei Vorteile:

    1) Der 100 MBit DSL Bestandskunde musste beim Wechsel auf Glasfaser entweder 5 Euro Aufpreis für 150 MBit, oder eine Reduktion der Geschwindigkeit auf 75 MBit in Kauf nehmen. in den neuen Tarifen gibt es jetzt für 100 MBit DSL Kunden gar keinen Grund mehr mit dem Wechsel auf Glasfaser zu zögern.

    2) Die Telekom hat die größeren Tarife mit 500 MBit schon länger mit knapp 60 und den 1000 MBit für knapp 80 Euro vermarktet, so dass Interessenten für die größeren Anschlüsse Ihre Unterschrift lieber beim magentafarbenen T unter den Vertrag gesetzt haben, zumal bei der Telekom die Mobilflat ab dem 250er Tarif auch inklusive ist (wie jetzt bei allen EWE Fiber Tarifen ab 100 MBit).

    Neu und nicht beworben ist der EWE Glasfaseranschluss mit 30 MBit Down und 5 im Upload. Der soll für knapp 30€/Monat auch die Kunden zum Wechsel bewegen, die bislang mit 16 oder 25 MBit online waren.

    Die Anschlüsse der deutschen Glasfaser sind nicht DS-Lite! Der Unsinn hält sich seit Jahren, ist aber komplett falsch. Die DG Anschlüsse sind echtes Dualstack mit CGNAT. Den Unterschied sollte man bei der Auswahl eines geeigneten Routers und der Konfiguration auf dem Schirm haben, und wir hatten hier im Forum nicht nur einmal Probleme damit.

    Ok, das wusste ich tatsächlich nicht, ich hatte in einem anderen Forum gelesen, das DS-Lite zum Einsatz kommt, und bei einem DG Kunden Probleme mit der fehlenden IPv4 Erreichbarkeit. Das haben DS-Lite und CGNAT nämlich gemeinsam.

    Hallo, ein Punkt wurde beim Vergleich der beiden Anbieter bislang völlig ausgeklammert. Die EWE ist zwar seit der Tarifänderung von Anfang diesen Monats günstiger bzw. etwa Preisgleich zur Telekom, bietet aus heutiger Betrachtungsweise aber keinen vollwertigen Internetanschluss.

    Internetanschlüsse die in diesem Jahrzehnt realisiert werden, stellen den Kunden überlicherweise neben IPv4 auch IPv6 zur Verfügung. Die Telekom stellt (seit etwa 2012 bei DSL und Fiber) hier vollwertige Dualstack Anschlüsse zur Verfügung, während z.B. von der Deutschen Glasfaser die Dualstack Lite (DSLite) Anschlusse zwar ebenfalls über IPv4 und IPv6 verfügen, aber der Anschluss von außen nur über IPv6 erreichbar ist.

    Die EWE liefert trotz Zusagen das Dualstack eingeführt wird (das behaupten sie nachweisbar seit etwas über 6 Jahren) bis heute nur IPv4 only Anschlüsse, muss man technische Krücken bauen, um immer mehr IPv6 only Server im Internet zu erreichen. Der Grund dafür ist, dass es inzwischen kaum noch freie IPv4 Adressen gibt. Wer sich dafür interessiert, findet bei Google massenweise Futter fürs Hirn. :)

    Fazit: Für einen einfachen Anschluss mag IPv4 only heute noch reichen, da die EWE aber auf Nachfrage bis heute nicht Mal einen Zeitraum nennen mag, bis wann sie auch IPv6 bieten, wird die Anzahl der IPv6 Server zunehmen, die für EWE Kunden nur mit technischen Kniffen zu erreichen sind.

    Zum Ablauf im Zweifamilienhaus (Ausbau GFNW, Anschluss EG mit Tarif Telekom) kann ich folgendes Beitragen, da mein Anschluss vor etwas über 6 Monaten fertiggestellt wurde, und ich im Laufe des letzten Jahres ziemlich viele Hausanschlüsse begleitet habe, da ich in der IT Branche arbeite.

    Wenn ich die Verlegung der 24er Speedpipes mitrechne, waren insgesamt 7 Unternehmen an meinem Hausanschluss beteiligt. Da es für Häuser die Kategorien Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser gibt, und insbesondere Zweifamilienhäuser bei der Glasfaser Nordwest gerne als Einfamilienhäuser geführt werden, lohnt es sich frühzeitig die GFNW Hotline darüber zu informieren, dass bitte auf alle Fälle nicht nur eine GFTA mit einem Anschluss, sondern ein HÜP mit zwei Anschlüssen gesetzt wird (Kontakt: gigabit-service@Glasfaser-Nordwest.de). Der Verlauf lief dann folgendermaßen:

    - Unternehmen 1 legt 24er Speedpiperohre in die Gehwege und verschließt diese auch direkt wieder

    - Unternehmen 2 gräbt einen kleinen Schacht am Gehweg wieder auf, wenn kein vorhandenes Leerrohr ins Gebäude führt, gibt es ein zweites Loch direkt am Haus und ein Speedpiperohr wird in das Haus eingeführt

    - Unternehmen 3 bläst die Glasfaser ein

    - Unternehmen 4 setzt den HÜP mit den 2 Anschlüssen (das ist im Gegensatz zum Einfamilienhaus, in dem hier die GFTA mit QR Codes fertiggstellt wird, nicht die Fertigstellung)

    - Unternehmen 5 setzt dann die GFTA mit QR Code in die Wohnung, für die ein Tarif bestellt wurde.

    wenn man Telekom bzw. EWE und GFNW mitrechnet, hat man es damit im Zweifamilienhaus mit bis zu 7 Unternehmen zu tun. Die letzten beiden Schritte wurden vorbildlich per Mail bestätigt, und in der Mail waren Kontaktmöglichkeiten zum ausführenden Unternehmen um ggf. kurzfristige Terminverschiebungen direkt absprechen zu können.

    In den Schritten 2 bis 4 bzw. 5 ist es erforderlich, dass für die Arbeiten jemand zuhause ist. Für den Schritt 2 sollte am besten jemand zuhause sein, der bzw. die einen Plan davon hat, wo der Anschluss bei Euch ins Haus kommen soll, denn eine Vorerkundung gab es hier in den meisten Fällen nicht.

    Das war jetzt viel Text, hilft aber vielleicht dabei, den einen oder anderen Hausanschluss unfallfreier fertigzustellen :)

    Ich habe schon diverse Glasfaser Anschlüsse der EWE mit von der EWE gelieferten FRITZ!Boxen in Betrieb genommen. Das die EWE im Glasfaser Nordwest Ausbaugebiet die Box nur mit dem GPON Modul liefert (und die Modem ID im eigenen System hinterlegt), und im eigenen Ausbaugebiet nur das AON Modul beiliegt, ist meines WIssens der einzige "Nachteil" der EWE Box. Solltest Du also irgendwann umziehen, und das andere Modul benötigen, müsstest Du das nachkaufen. Weitere Anpassungen sind mir nicht aufgefallen, Updates können auf alle Fälle ganz normal wie in jeder freien FRITZ!Box installiert werden.

    In Nordenham baut ebenfalls Glasfaser Nordwest die FTTH Anschlüsse aus. Glasfaser Nordwest bzw. deren Subunternehmer gehen dabei eher dilettantisch und völlig anders als beworben vor. Die bereits im vergangenen Jahr an den Straßen aufgestellten NVTs mussten teilweise wieder ausgegraben werden, da die Leerrohre nicht korrekt hinein geleitet worden waren. Aber auch zum Beginn des Ausbaus der Hausanschlüsse lief nicht alles glatt. Im Gegensatz zum Werbeversprechen, den Hauseigentümer rechtzeitig über die Arbeiten am Haus zu informieren, standen plötzlich die Teams vor der Tür und wollten direkt loslegen. Es wurde dann auch nicht wie im Werbevideo der Anschluss fertiggestellt. Statt dessen wurde lediglich ein Leerrohr ins Haus gelegt, in das ein zweites Team zu einem noch völlig offenen Zeitpunkt (hoffentlich dieses Mal mit Ankündigung) die Glasfaser einbläst. Vielleicht wäre qualifiziertes Personal etwas teurer gewesen, dafür hätte man die Hausanschlüsse in einem Arbeitsgang fertigstellen können und damit Zeit und doppelten Aufwand gespart.