Beiträge von jon269

    Hallo, es wäre möglich die günstigste Fiber FRITZ!Box am Anschluss einzusetzen, und statt dem (im Gegensatz zum Speedport Pro mit Sateliten) schwächeren WLAN der FRITZ!Box das des Speedport zu nutzen. Die FRITZ!Box macht dann "nur" den Verbindungsaufbau, und der Speedport die Verwaltung des WLAN. Alternativ ist es natürlich auch möglich zwischen den Deutsche Glasfaser ONT und den Speedport einen anderen günstigen Router zu schalten, der am DG Anschluss funktioniert. Dann wären aber schon 3 Geräte (ONT, Router und Speedport) in Reihe geschaltet.

    Wenn der neue, kleine Netzbetreiber nicht weiß, wie fremde ONTs geonboardet werden, helfen Gesetze wenig.

    In der Regel ist es keine Unwissenheit, sondern Ignoranz. Auch kleine Netzbetreiber brauchen Fachleute, die natürlich wissen wie man ein Glasfasermodem eines anderen Herstellers anbindet. Diese Leute sitzen aber nicht für Dich erreichbar in der Hotline, und genau dort wirst Du in der Regel abgewimmelt. Wenn man sich an "höherer" Stelle (ggf. per Mail an die Geschäftsleitung) beschwert, wird deine Beschwerde von Fachpersonal gelesen und Dir geholfen. Anders wenn Du an ein Unternehmen wie Vodafone gerätst, die es wohl auf einen Prozess ankommen lassen wollen, und den Einsatz von eigenen Modems an deren Glasfaseranschlüssen (nicht mehr bei Kabel, da haben Sie dem Druck nachgegeben) aktiv behindern.

    vom netzbetreiber leider noch keine antwort und nur noch 2 tage zeit um den vorvertrag zu unterzeichnen, später kostet der anschluss geld.

    Ruf den Netzbetreiber einfach an, und frage nach. Lass Dich nicht abwimmeln, wenn Du im First Level Support rauskommst, und dort niemand weiß was AON ist ... (AON? Sie meinen EON, oder? Sie sind hier bei den Stadtwerken ^^ ).

    • EWE legt inklusive bis zu 4 m Glasfaser von der Bohrung durch die Hauswand bis zum Anschlusspunkt im Haus. Ob die Bohrung im Keller oder EG ist, legst du mit ihnen gemeinsam fest.

    Wenn der Anschluss nicht direkt von der EWE kommt, sondern von Glasfaser Nordwest, greift die Regel von Glasfaser Nordwest, dass Sie bis zu 2 Meter nach Hauseintritt den HÜP setzen, egal was die Verkäufer von EWE oder Telekom zugesichert haben. In Zweifelsfall solltest du das schriftlich haben, um den berechneten Mehrpreis erstattet zu bekommen, wenn Du 4 statt 2 Meter kostenfrei haben willst.

    • Für 150 Euro legen sie statt bis zu 4 bis zu 20 m Glasfaser, dabei sind Wand-/Deckendurchbrüche inklusive. Das kann man aber nur im EWE-Shop buchen, nicht online.

    Die Telekom bietet gegen Aufpreis diese Dienstleistung ebenfalls an. Die Telekom bietet übrigens auch einen Router mit eingebautem GPON Modem an, und zwar den Speedport Smart 4 Plus (Miete oder Kauf). Alternativ kannst Du bei einem Händler deiner Wahl aber auch eine FRITZ!Box 5530 bzw. 5590 erwerben und der Telekom mitteilen, dass Du kein Glasfasermodem benötigst (so habe ich es getan).

    In zwei von drei Gebieten teilen sich die Stadtwerke Winsen nicht den Ausbau mit Glasfaser Nordwest, vielmehr ist es so, dass dort Glasfaser Nordwest Winsen ausbaut (hier die Gebiete https://glasfaser-nordwest.de/gebiete/?_sf_s=winsen), und u.a. die Stadtwerke Winsen die Anschlüsse vermarkten. Du kannst den Anschluss aber genauso über die Deutsche Telekom oder die EWE buchen, die ebenfalls Anschlüsse von Glasfaser Nordwest vermarkten. Meines Wissens baut Glasfaser Nordwest ausschließlich GPON Glasfasernetze, um deine eigentliche Frage zu beantworten. Nur im dritten Ausbaugebiet bauen die Stadtwerke Winsen selber (siehe hier: https://www.stw-winsen.de/de/Internet/Lu…Aktionsgebiete/), und so wie sich die Beschreibung ließt, handelt es sich dabei um ein AON Netz, denn es werden nur in dem Gebiet auch symmetrische Bandbreiten angeboten.

    Ich bin nach einem kurzen Abstecher zu Vodafone Kabel Deutschland (da kamen statt der 200 MBit bestenfalls 20 an) im Jahr 2017 zur EWE mit einem VDSL 100 Anschluss gewechselt. Da ich zuvor bei der Telekom und dann auch bei Vodafone echte Dual Stack Anschlüsse hatte, habe ich das fehlen der IPv6 Adresse zunächst als Störung gemeldet, musste dann aber tatsächlich erfahren, dass die EWE "noch" nicht so weit sei, IPv6 aber vor der Einführung stehe. Als Anfang November 2022 mein Glasfaseranschluss geschaltet wurde, war das Versprechen noch immer nicht eingelöst. Bei meinem alten Telekom Anschluss stand mir IPv6 schon 2012 zur Verfügung. Funfact: Bucht man auf der EWE Leitung einen Telekom Magenta Zuhause Regio Anschluss, klappt es auch mit Dual Stack.

    Der Glasfaserteil der 5590 ist sehr wohl in der Lage an dem SFP-Slot 10 Gigabit symmetrisches (XGS)-PON anzubieten/abzuliefern. Die Herausforderung sind die Eth-Interfaces.

    Genau das habe ich ausgesagt, als ich schrieb: "Die 10 GBit ließen sich mangels 10 GBit Port nicht an einem Endgerät nutzen". Damit war ein Endgerät an der FRITZ!Box gemeint. Das die AVM Boxen 5530 und 5590 mit XGS-PON am Fiberanschluss die 10 GBit hinbekommen, habe ich mit der Aussage nicht angezweifelt.

    Für einen "echten" 10 GBit Anschluss wäre die FRITZ!Box 5590 auch zu unterdimensioniert. Die 10 GBit ließen sich mangels 10 GBit Port nicht an einem Endgerät nutzen. Nur in der Summe aller zur Verfügung stehenden LAN/WLAN Schnittstellen kommt man in etwa auf die 10 GBit. Ich halte es jedoch für extrem unwahrscheinlich, dass alle Endgeräte parallel die maximale Bandbreite nutzen, um so den 10 GBit Anschluss auszulasten. Erst die angekündigte FRITZ!Box 5690 XGS wird einen 10 GBit LAN Port bringen.

    Wenn ein Restaurant 100 Plätze bietet, können natürlich alle Gäste das Wiener Schnitzel bestellen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden aber nicht alle eines bekommen. Wenn sich eine gewisse Anzahl von Kunden eine Bandbreite teilt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle gleichzeitig die volle Leistung abrufen auch extrem gering. Entscheidend ist der Faktor der insgesamt verkauften Bandbreite aller Kunden in einem Gebiet und dem was an Bandbreite tatsächlich zur Verfügung gestellt wird. Ich bin mir sicher das es einen Faktor 1:1 bei Privatkundenanschlüssen nirgendwo zu buchen gibt. Das würde auch niemand bezahlen wollen.

    Siehst du weitere Kritikpunkte an EWE-Anschlüssen im Vergleich zur Telekom?

    Wenn ich mir den Kundenservice der beiden Unternehmen anschaue, kommt die Telekom bei mir besser weg, als die EWE. Die Telekom ist nach meiner Meinung besser als ihr Ruf. Bei Geschäftskundenanschlüssen schließt die EWE gerne auch Verträge mit 36 bis 60 Monaten Erstvertragslaufzeit (ich scherze immer Rentenverträge) ab, was bei Privatkunden unzulässig ist. Das habe ich bei Telekom Verträgen bislang nicht erlebt. Grundsätzlich laufen aber Anschlüsse beider Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen problemlos.

    Die Glasfaser künstlich Langsam zu machen ist einfach Unsinn.

    Das ist sehr kurz gedacht. Ein einfaches Beispiel um es zu verdeutlichen. Vodafone Kabel Deutschland hat seine Gigabit Anschlüsse eine Weile lang für dauerhaft knapp 40€ (also nicht nur für die Vertragslaufzeit von 24 Monaten) verkauft.

    Da bei allen Internetanschlüssen diese natürlich irgendwo an ein Backbone angeschlossen sind, sind sogesehen alle Internetanschlüsse ein shared Medium. Klar es kommt natürlich auch immer darauf an, wieviele Kunden an einer Glasfaser hängen, und da sind Kabelinternetanschlüsse sicher das extremste Beispiel. Aber der geringe Preis, dass man den Gigabit Anschluss eben zum Preis des 200er bekommen hat, führte dazu das auch viele Menschen diesen Tarif gebucht haben, und ganze Anschlussgebiete völlig überbucht waren. Dadurch kam von der gebuchten Geschwindigkeit gerade in den frühen Abendstunden oft nur ein Teil bei den Kunden an.

    Bei Glasfaser Anschlüssen werden natürlich (wenn auch weniger) Kunden zusammengefasst. Bei GPON technisch noch anders gelöst, als bei AON, aber letztlich hängen auch alle AON Kunden an einer aktiven Komponente der eine gewisse Bandbreite zur Verfügung steht. Wenn jetzt alle für einen kleinen Preis die volle Leistung erhalten, und diese zu Spitzenzeiten auch nutzen, würde es auch hier viel schneller zu Überlastungen kommen, als wenn die Menschen nur die Bandbreite buchen die sie benötigen und damit die insgesamt benötigte Bandbreite für die Anbieter kalkulierbarer zu machen.

    Das ist so pauschal nicht richtig. In der City können nach wie vor auch kleine DSL Bandbreiten für den Tarif gebucht werden, selbst wenn schnellere Anschlüsse verfügbar sind, und das wird von einigen Kunden auch wahrgenommen. Nicht alle Menschen wollen (oder brauchen) Stand heute einen schnellen Anschluss. Das die EWE jetzt einen Glasfaseranschluss zum gleichen Preis anbietet, wie die einfachsten DSL Anschlüsse, finde ich daher ein tolles Angebot für alle die mit zeitgemäßer Technik ins Internet wollen (ohne mehr zu bezahlen), um sich für die Zukunft alle Optionen offen zu halten, aber eben aktuell keinen schnellen Anschluss benötigen.

    für 30€ einem nur 30/5 über Glasfaser zu geben, das die sich nicht Schämen.

    Warum sollte die EWE sich dafür schämen. Bei DSL bekommt man bei denen für den Preis nur einen 16/1 bzw. 25/5 Amschluss, da gibt es bei Fiber immerhin schon etwas mehr. Die EWE ist eben in erster Linie Netzbetreiber und kein Billiganbieter oder Provider die sich nur über Billigtarife profilieren.

    Dagegen gibt es andere Mängel, die mich im WLAN-Bereich mittelfristig zu devolo als AP/Mesh-Repeater tendieren lassen

    Da würden mir auch ein paar einfallen, z.B. dass ich die Kanalbandbreite im 5 GHz WLAN nicht auf 80 MHz begrenzen kann, um damit in der Nähe von Wetterradarlagen z.B. auf Kanal 36 störungsfrei 5 GHz WLAN nutzen zu können. Die Option das zu Konfigurieren wurde leider in FRITZ!OS 7.2x abgeschafft. Das wird dann aber hier eher Off-Topic, können wir aber - wenn Du Interesse hast - per PM vertiefen.

    Anscheinend beschweren sich noch zu wenige Kunden bezüglich IPv6. Hoffe mal, sie gehen dann zumindest auf echtes Dual-Stack, wenn die Hölle zufriert.

    Die Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung durch die EWE habe ich schon lange aufgegeben. Selbst die Glasfaser Festverbindungskunden die ich betreue, die der EWE jeden Monat hunderte von Euro für den Anschluss zahlen, haben bis heute ausschließlich IPv4 only Anschlüsse. Das habe ich einer Mitarbeiterin der EWE Tel Hotline gesagt, als Sie sich mit "das gibts bei uns bislang nur für Geschäftskunden" herausreden wollte. Wenn DSL Kunden für eine Aufgabe dringend IPv6 benötigen, empfehle ich einen Wechsel zu den Regio Anschlüssen der Telekom, die auf den Leitungen der EWE inzwischen echten Dualstack anbieten (das war zu Beginn der Regio Anschlüsse auch noch IPv4 only). Wenn Glasfaser hier durch GFNW ausgebaut wird, empfehle ich i.d.R. auch eher die Telekom, nur wenn der Kunde ausschließlich einen FTTH Anschluss direkt von der EWE bekommt, muss man eben tricksen.

    Ich weiß, und mag die FRITZ!Boxen auch sehr. Nur mit der fehlenden Unterstützung von IPv6 bei VPN Verbindungen bin ich in meiner Funktion als AVM Partner dem lieben Gordon Priebe im Laufe von rund 10 Jahren bestimmt häufiger auf den Senkel gegangen, da ich bei allen Gelegenheiten gefragt habe, wann die fehlende Funktion nachgereicht wird. Mit dem inzwischen für viele Boxen verfügbaren FRITZ!OS 7.5x war es dann ja endlich soweit. Das auch Gordon von der neuen Funktion angetan war, beweist sein Video zum Thema VPN und Wireguard als FRITZ!OS noch ausschließlich als Laborversion zu bekommen war ;)

    erst wollte ich hier schreiben "bei allen, es gibt ja keinen <100" - aber dann las ich das hier:

    und habe auch mal in der die Preisliste gesucht... Auf der Webseite stehen ja nur die 100-300-500-1000er Glasfaser. Wo finde ich diese Preisliste mit dem 30er?

    Auf der EWE Seite nach ganz unten scrollen, dort "AGB & Download" anklicken, dort dann bei Dokumente Internet "Bitte hier entlang" anklicken. Sozusagen fast bestmöglichst versteckt :)

    Achja, da liegen auch viele alte Preislisten, die "Preisliste Glasfaser DSL" ist die aktuelle.

    Du beziehst dich auf die Aussagen von @Moin_Ewe bei Twitter (ein echter Running Gag)? Oder hast du es noch irgendwo anders her?

    Ich empfinde das auch als ziemliche Blamage, persönlich stört es mich aber (noch) nicht.

    Nicht nur, ich bin - weil die Telekom hier kein VDSL ausgebaut hat (die EWE war schneller) - im jahr 2017 zur EWE gewechselt, und hatte bis dahin bereits 5 Jahre bei der Telekom einen funktionierenden Dualstack ADSL2+ Anschluss mit 16/2.8 MBit. Nach dem Wechsel zur EWE habe ich erstmal eine Störung gemeldet, weil ich von einer Fehlkonfiguration ausgegangen bin, und musste erfahren dass die EWE 2017 noch kein IPv6 angeboten hat. Mit wurde jedoch versichert, dass man bereits daran arbeiten würde, IPv6 auch für EWE Kunden anzubieten. Als ich Mitte 2021 dann erfahren habe, das Glasfaser Nordwest hier FTTH ausbaut, habe ich mich sehr gefreut, wieder zur Telekom zurückwechseln zu können.