Dann haben wir halt das Problem, dass die grossen DSL-Betreiber (die alle auch selber FTTH ausbauen) die DSL-Abschaltung als taktische Waffe gegen FTTH Mitbewerber einsetzen werden und damit gegen echten Wettbewerb, das ist halt auch nicht im Sinne von uns Endkunden, oder?
Telekom lässt also DSL dort laufen, wo Mitbewerber ausbauen, und schaltet dort ab, wo der selbst ausbaut? Momentan müssen die Glasfaseranschlüsse ohnehin mit DSL oder HFC konkurrieren, es ändert sich also wenig. Zu diesen Bedingungen sind die neue ISPs auch in den Markt eingestiegen, jetzt nach einem Wechsel der Bedingungen rumzujaulen ist etwas unehrlich. Die würden am liebsten DSL zwangsabschalten und Überbau verbieten. Ob man dann als Endkunde besser dasteht bin ich nicht überzeugt. Wenn ich mir ein Monopol wählen darf, ist mir ein große, bundesweite ISP lieber als ein lokale Akteur. Also lieber Vodafone als Medicom Dreieich zum Beispiel. Auf lokalen Ebene lassen sich unterschiedliche Missstände einfacher unter den Teppich kehren.
Das Verkennt IMHO, dass einer (eigentlich zwei VF-DOCSIS ist auch ein Erbe der grauen Post) der ISPs nicht durch Wettbewerb entstand, sondern mit quasi 100% Buchungsrate zu existieren begann. Das ganze hat nur durch regulierende Markteingriffe ueberhaupt zur heutigen Situation gefuehrt, bei der es ansatzweise etwas Wettbewerb gibt.
Ob man mit noch mehr Markteingriffe die Situation verbessert bin ich nicht überzeugt. Ich habe hier im Forum schon von dem 1und1 Mobilnetz als negatives Beispiel geschrieben. Es ist schlicht schwierig mehrere Dekaden Vorsprung mit Regulierung sinnvoll auszugleichen.