Beiträge von belegdol

    Bei uns (Landkreis Limburg-Weilburg) hat es von Bestellung bis zu Schaltung drei Jahre minus ein Monat gedauert. Kommunikation in dieser Zeit war grottenschlecht bis nicht vorhanden. ONT habe ich im Wohnzimmer, sogar lose, die GF Leitung habe ich vom Keller aber selbst verlegt.

    Seit Schaltung im November 2024 funktioniert es meistens einwandfrei. TV läuft über waipu, Telefon habe ich einmal zum Fax verschicken benutzt. Einziges bisher unlösbares Problem habe ich mit einem Linux Citrix Server auf der Arbeit wenn ich mich über VPN verbinde.

    Als Router haben wir FB 7530 ohne ax bekommen. Bissl alt aber soweit ausreichend.

    Ich persönlich sehe kein Vorteil IPTV bei einem kleinen Provider zu bestellen. Alleine wegen der Masse wird das Erlebnis mit einem unabhängigen Anbieter besser, was z.b. die Apps angeht. Selbst Deutsche Glasfaser hat es erkannt und wiederverkauft waipu.tv. Vielleicht war es früher in Zeiten von Multicast anders, die sind aber vorbei.

    Nochmals zu HUPs mit keinen von außen zugänglichen Büchsen: kann der Anbieter einem wirklich verbieten den HÜP zu öffnen und einfach ein längeres Patchkabel anzuschließen? Gab es keine Rechtsprechung, das alles, was mit dem Haus fest verbunden ist, dem Eigentümer des Hauses gehört? Selbst wenn es offiziell verboten sein soll: solange man nichts kaputt macht, gibt es sicherlich keine HÜP Kontrollen. Wie sieht es mit Verstärkteranlagen bei HFC aus?

    Ebenfalls den ONT woanders hinzulegen? Meins ist übrigens nicht fest montiert, Glasfaser vom Keller ins WZ habe ich selbst verlegt. Ursprünglich war das Kabel direkt an ONT angeschlossen, mittlerweile habe ich eine Aufputzdose dazwischen gepackt.

    Es geht mir nicht darum, dass es von AVM zu wenige Modelle gibt, sondern darum, dass außer AVM kaum andere Hersteller offenbar Interesse haben, integrierte Router-Modem Geräte auf den Markt zu bringen. In der Theorie gibt es also Endgerätefreiheit die für Anbieter einen Mehraufwand bedeutet. In Praxis profitiert hauptsächlich AVM die dann an Privatleute Geräte für vermutlich deutlich höhere Preise verkaufen kann.

    Ich hätte es gerne anders, mit Router-Modem Kombis von Netgear, D-Link, Linksys und anderen üblichen Verdächtigen. Auf geizhals.de fand ich heute außer AVM aber leider ein Gerät von Telekom, ein von Ubiquiti und ein von TP-Link. Wenn die andere Hersteller keine Interesse an der Marktnische haben, ist m.E. die Frage berechtigt, ob die durch das Gesetz verursachte Mehrkosten wegen eines Herstellers sich rechtfertigen lassen.

    Irgendwann haben sich wie selbstverständlich auch integrierte DSL-Modems in den Routern durchgesetzt.

    Wird bei Gf genauso passieren.

    Für DSL ja. Für HFC gibt es ein paar Produkte von AVM und der TC4400. Bei so einem mickrigen Auswahl kann man sich den Aufwand ehrlich gesagt sparen.

    Für GPON sieht es momentan auch nicht besonders gut aus. Drei Produkte von AVM, davon eins mit massiven drei Ethernet Büchsen, eins mit veralteten MIPS Chipsatz und eins gut aber sehr teuer. Da behalte ich lieber den umsonst von DGN zur Verfügung gestellten 7530.

    Umstellung auf TCP hat dazu geführt, dass sich andere Sessions die Verbindung oft verloren haben. Wir haben es noch versucht auf EDT mit einer definierten Paketgröße - 1320 Bytes wenn ich mich nicht irre. Es hat leider nicht geholfen, die Session hängt sich wieder auf. Entweder muss die Paketgröße noch weiter runter, oder das Problem liegt woanders.

    Weiter kann ich das Thema nicht verfolgen. Hätte ich selbst Admin Berechtigungen auf beiden Enden, könnte ich vielleicht rumspielen. Wenn aber alles über IT Helpdesk laufen muss, dauert es einfach zu lange. Da ist es einfacher einfach sich über Handy Hotspot zu verbinden wenn man auf dem betroffenen Server arbeiten muss.

    MVLZ hin oder her, in 24 Monaten sind die Infrastrukturkosten sowieso nicht drin. DGN selbst hat was von 7 Jahren geschrieben, ich finde die Referenz leider nicht mehr. Wie pufferueberlauf schreibt, wenn die Preis/Leistung stimmt, werden die Kunden bleiben. Wenn nicht, kehren alle zu preiswerteren DSL oder HFC zurück.

    Ich kann nach drei Monaten seit dem Wechsel von 250/25 Vodafone HFC auf 600/300 DGN Glasfaser folgendes berichten:

    • Updates werden bisschen schneller heruntergeladen
    • Fritzbox ist besser als Vodafone Station und kann den Thermostat im Keller steuern
    • Uploads sind meistens nicht schneller geworden, da in dem für mich am öftesten eintretenden Fall (`fedpkg new-sources`) die Gegenstelle limitierende Faktor sei
    • Ich habe bisher nicht richtig lösbare Probleme mit einem Linux Citrix Server auf der Arbeit
    • Fernsehen geht jetzt über waipu.tv. Das heißt höhere Bildqualität aber nervigere Bedienung weil man die App zuerst starten muss und, wenn man pedantisch ist, Fire TV Stick animieren mit 50 Hz zu kooperieren indem man kurz auf 10-bit Farbraum umstellt und zurück.

    Insgesamt keine Quantensprünge in der Geschwindigkeit, dafür aber ein kaum lösbares Problem. Wenn die zwei Jahre um sind, wird bei uns Preis-Leistung über Technologien hinweg das entscheidende Kriterium. Kein Sonderbehandlung für DGN oder Glasfaser.

    Also Glasfaser um jeden Preis, egal wie 😉

    Ich sehe es so: sehr lange haben sich die Provider zu viel erlaubt. Jetzt hat das Gericht es in die Andere Richtung überkompensiert. Hoffentlich pendelt sich am Ende eine Rechtslage ein, die Interessen beiden Seiten berücksichtigt. Mit Abnahmepflicht für Kunden, aber auch mit Zeitdefinierten Bringpflicht für Anbieter.

    Edit: das dümmste an dem ganzen: die AGBs aus 2021 waren im Blick auf Termine viel klarer: bis 24 Monate für Ausbau und dann 24 Monate normales Internetvertrag. Diese AGBs wurden Mitte 2023 ersetzt, Frist für Ausbau gab es in den neuen AGBs nicht mehr. Sieht aus, als ob DGN sich selbst und anderen Providern ein Eigentor geschossen hat.

    Die Aufregung ist da, weil momentan während der Ausbauzeit extreme Ungleichgewicht herrscht. Der Anbieter kann sich jederzeit aus jedem Grund zurückziehen und kann sich auch alle Zeit der Welt nehmen. Der Kunde soll aber brav warten und zahlen sobald der Anschluss aktiv ist. Da man aber gute Konditionen für DSL bzw. HFC meistens nur kriegt, wenn man ein Vertrag für 24 Monate abschließt, zahlt man während der Warterei zu viel.

    Vielleicht wäre es eine Lösung, dass die ausbauer ein Datum nennen müssen, ab wann spätestens geliefert wird, die Kunden dürfen dann aber auch den Start bis dem Datum schieben falls der Anbieter früher fertig wird. So hätte man Planbarkeit, um mehr geht es hier nicht.