Ändere doch bitte mal im Browser deiner Wahl die Grundeinstellung dahingehend, dass er Downloads per Default nicht einfach im Standard-Download-Ordner von Windows ablegt, sondern dass er dich zuvor fragt, in welchem Ordner er die Datei ablegen soll:
Edge: edge://settings/downloads: Aktiviere "Vor dem Download fragen, wo die einzelnen Dateien gespeichert werden sollen"
Chrome: chrome://settings/downloads: Aktiviere "Vor dem Download von Dateien nach dem Speicherort fragen"
Firefox: about:preferences#general: Dateien und Anwendungen | Downloads | Aktiviere "Jedes Mal nachfragen, wo eine Datei gespeichert werden soll"
Nach Start des Paketmitschnitts klicke bitte erst dann auf auf "Neu verbinden", nachdem du den Speicherort der Mitschnitt-Datei bestimmt hast. Zum Beenden des Paketmitschnitts auf "Stopp" klicken und warten, bis die Anzeige dort wieder auf "Start" wechselt (das kann eine Weile dauern - hier bitte nicht ungeduldig werden und keinesfalls mehrfach auf "Stopp" und/oder "Start" klicken!). Erst dann ist der Mitschnitt beendet. Bitte keinesfalls vorher den Browser-TAB schließen - dadurch würde die Mitschnitt-Datei gelöscht.
Noch ein Nachtrag:
Ich habe über einen lokalen Paketmitschnitt an meinem Windows-PC eben eruiert, wie der Datentransport der Mitschnitt-Daten von der Fritzbox zum Speicherort der Mitschnitt-Datei auf meinem PC funktioniert: Dies erfolgt über eine HTTPS-Verbindung, die mein PC zur Fritzbox über IPv4 aufbaut. Daher bleibt diese Verbindung auch bestehen, wenn man in der Fritzbox auf "Neu verbinden" klickt. Die Verbindung würde auch mittels IPv6-ULA bestehen bleiben. Nur falls dummerweise diese Verbindung mit den globalen IPv6-Adressen aus dem PD-LAN-Block erfolgen würde, würde sie natürlich mit Klick auf "Neu verbinden" wegbrechen - da hätte man sich dann den Ast abgesägt, auf dem man sitzt.
Noch ein Nachtrag:
Wenn man zur DNS-Auflösung die Fritzbox-Adresse als DNS-Server verwendet, dann liefert die Fritzbox für die Auflösung ihres Namens "fritz.box" alle 3 LAN-Adressen zurück: IPv4, ULA und IPv6-GUA. Es besteht daher tatsächlich die Gefahr, dass man für den Paket-Mitschnitt die IPv6-GUA verwendet, so dass es bei Klick auch "Neu verbinden" zu einem Abbruch des Paket-Mitschnitts kommt.
Um das zu verhindern, würde ich an dem Windows-PC die HOSTS-Datei wie folgt modifizieren:
- Eingabeaufforderung "Als Administrator ausführen" (wichtig: andernfalls kann man Änderungen in der HOSTS-Datei nicht speichern).
Kommandos wie folgt eingeben:
C:\Windows\System32>cd drivers\etc
C:\Windows\System32\drivers\etc>notepad hosts
- In der HOSTS-Datei folgende Zeile ergänzen:
192.168.178.1 fritz.box
(hier die tatsächliche IP-Adresse der Fritzbox anpassen, falls sie nicht dem Default-Wert 192.168.178.1 entspricht) - HOSTS-Datei speichern (wenn hier ein Fehler kommt, dass das nicht geht, war man kein Administrator --> go back to 1)
- Zurück in der administrativen Eingabeaufforderung folgendes Kommando eingeben:
C:\Windows\System32\drivers\etc>ipconfig /flushdns - Eingabeaufforderung schließen.
Wenn man nun per Browser auf die Fritzbox zugreift, erfolgt dies nur noch via IPv4, weil die Auflösung von "fritz.box" nun per HOSTS-Datei in den "DNS-Auflösungscache" vorgeladen wird und daher nicht mehr aktiv aufgelöst werden muss.