Nur der Vollständigkeit halber: Wenn es keinen Gf-TA gibt, kann man auch am HÜP problemlos das mitgelieferte Kabel der Fritzbox verwenden. Dort passen die Stecker ebenfalls. Gf-TAs sind ja auch häufig in einer Einheit mit dem ONT verbaut. Je nach Aufsatz hat man dann den aktiven ONT auf der Bodenplatte oder den passiven Gf-TA.
Übrigens hätte ich schon lange den Router hinter den ONT gehängt und nicht ohne Internetzugang tagelang darauf gewartet, dass irgendjemand was umstellt. Das Einhängen der Fritzbox ist ein aktiver Vorgang, den du über die Aktivierungsseite lostreten musst. Solange du das nicht machst, passiert da gar nichts, denn dafür reichen auch die Modem-ID und so nicht aus, die du hingeschickt hast, da werden deutlich mehr Parameter ausgetauscht. Deshalb würde ich nicht tagelang aufs Internet verzichten. Sobald die Voraussetzungen im DG geschaffen sind, die 5590 einzuhängen, wird man dir das mitteilen, und dann kannst du loslegen.
Wenn man dann den Pfad der Tugend verlässt, ist man natürlich selber für eine passende Verkabelung verantwortlich. Man kann kaum erwarten, dass die DG für alle Glasfaser Endgeräte Beschreibungen zur Verkabelung bereithält.
Ich finde es im Grunde richtig, auf passive Anschlüsse und das TKG zu beharren. Aber man muss eben auch die Ressourcen berücksichtigen, die einem Anbieter zur Verfügung stehen. Die Kollegen haben nicht unendlich Zeit, neue Endgeräte für ihr Netz zu qualifizieren. Und was würden die Kunden sagen, wenn aufgrund der Integrationsarbeiten für irgendein neues Routermodell dann die Stabilität mit den Standard-Komponenten der DG leidet? Dafür hätte wohl niemand Verständnis, vor allem nicht die 95% oder 97% der Kunden, die darüber ihren Internetzugang realisieren (das war ein Hinweis auf die Relevanz, die das Unterfangen intern bei der DG haben dürfte).
Ich bin ein Freund technisch sinnvoller und stabiler Lösungen. Wenn die Rahmenbedingungen passen, dann ist das der Glasfaser Router direkt am Gf-TA. Da gibt es keinen aktiven ONT, also eine Komponente für Latenz, Fehleranfälligkeit und Energieverbrauch weniger. Macht Sinn.
Aber wenn es einfach nicht läuft, aus was für Gründen auch immer, dann kann man sich ein ganzes Pfingstwochenende damit versauen, ohne Internetzugang auf den Provider zu schimpfen, obwohl man die guten Gründe dafür (die es garantiert gibt) gar nicht kennt. Man kann aber auch einfach ohne technische Nachteile den Router hinter den ONT hängen und entspannt die neusten Filme streamen, während draußen die Gewitter toben. Ab dem Punkt hab ich dann für die Versessenheit kein Verständnis mehr. Der Anschluss muss laufen, so optimal wie möglich unter den vorhandenen Randbedingungen. Die Randbedingungen ändern sich aber nicht einfach so innerhalb von Tagen, die muss man ein Stückweit akzeptieren. Das ist ein langwieriger Prozess. Und so lange macht man das Beste daraus, das ist aber garantiert nicht, stundenlang auf die blinkende Fehlerleuchte des Routers zu starren.