Mietet die Telekom die Glasfaser von EWE oder überbaut die Telekom das Glasfasernetz der EWE?
Die passive Infrastruktur bei meinem jetzigen Anschluss gehört nicht der EWE, sondern den Stadtwerken. Die Telekom-Hotline erklärte mehrfach auf Anfrage, es wäre ein neuer Hausanschluss notwendig. Die Telekom ist sich auch bewusst, dass es bereits einen Glasfaseranschluss gibt und dass dieser über die EWE vermarktet wird. Eine Vorvermarktungsphase mit zu erzielenden Vertragsabschlussquoten gibt es nicht.
Mich verwundert dieses Vorgehen. Allerdings hatte ich mich schon vor der nun konkreten Ausbauplanung bei der Telekom nach einem Glasfaseranschluss erkundigt: Die Situation wurde wie auch heute dargelegt, nur dass ich dann die Hausanschlusskosten zu tragen gehabt hätte.
Kann es sein, dass es für die Telekom einfacher/kostengünstiger ist, auf vorhandene Leerrohre zu setzen, als sich mit den rechtlichen und technischen Folgen eines AON-Netzes befassen zu müssen? Der Kontakt zu den Stadtwerken besteht bereits: Beim restlichen städtischen Glasfaserausbau durch Glasfaser Nordwest übernehmen die Stadtwerke die Ausbauplanung, den Ausbau des passiven Netzes sowie den späteren Betrieb.
Ich sehe die Situation entspannt: Falls sich die heute propagierten Randbedingungen ändern sollten, bleibt es halt bei einem Hausanschluss. Eine Bereitstellung ist übrigens erst für Ende des Jahres geplant.