Beiträge von kingpin42

    GPOPN? Alles kein Problem, so lange die Netzbetreiber/Provider sich an das TKG halten. Und zwar strickt!

    D.h. Passiver Abschluß als Standardlösung und alle, und zwar wirklich alle, Informationen bereitzustellen, die der Kunde zum Betrieb seines eigenen Gerätes an der passiven Schnittstelle benötigt.

    Und das betrifft eben auch die Info, welche Angaben zur Registrierung beim Provider in welcher Form (Sedezimal, ASCII, mit Länge etc.) zu nennen oder einzustellen sind. Also Modem ID, VLAN ID SIP Daten etc.

    Alles, was zum korrekten und fehlerfreien Betrieb notwendig ist (§73 Abs.3, Satz 3). Und zwar unaufgefordert und in jedem Fall!

    Und leider fehlt im TKG die Strafandrohung wegen Verstoß gegen §73 Abs. 1, Satz 2 die auch 100.000 EUR je Fall betragen sollte.

    Dafür gibt es Schnittstellenbeschreibungen, die allerdings nur für Hersteller von Kommunikationsendgeräten relevant sind. Im Regelfall fragst du also den Hersteller deines gewünschten ONTs, ob er an einem Anschluss von Provider XY kompatibel ist. Im Normalfall werden das die Glasfaserrouter von AVM sein. Es kam ja in der Vergangenheit durchaus vor, das Endgeräte von Providern aufgrund fehlerhafter Parameter bei der Übermittlung (s. Ablehnung der Provisionierung des TC4400 im DOCSIS-Netz der Vodafone mit spezifischen Softwareständen aufgrund eines fehlerhaft übermittelten ASCII-Zeichens) nicht freigeschaltet wurden.

    Alle anderen Daten (SIP, evtl. PPPoE Zugangsdaten, VLANs etc.) werden doch idr an den Endkunden herausgegeben ?

    Also. Ein AON Port verbraucht auf beiden Seiten 1,9W. Mit dem Switch oder ohne?

    Ein GPON Port verbraucht auf Provider Seite 11,51W. Mit der Rechenleistung davor oder ohne?

    Wie Du auf die 0,44W bei den Teilnehmern kommst kann ich nicht nachvollziehen. ONT im Internet fand mit 12V 0,5A Spannungsversorgung, also max. 6W.

    Ich stelle mir die Frage, wer die Studie in Auftrag gegeben hat.

    Und noch etwas: die erhöhten Support-Kosten für die GPON Anschaltung nach TKG (passive Schnittstelle!) nicht vergessen.

    Wenn du dir die verlinkte Studie durchlesen möchtest, da stehen sämtliche Randbedingungen, die gelten, drin. Auch wer die Studie in Auftrag gegeben hat. Im vorliegenden Fall sind die Supportkosten zu vernachlässigen, wenn man beim Ausbau 32 mio € sparen kann. OPEX ist da noch gar nicht betrachtet, der ebenfalls wesentlich höher liegt (siehe oben, Faktor 4, mindestens).

    Zur Studie des Breko sei noch anzumerken, das wir z.B. 16-Port Shelfs mit 16-Port GPON-Karten verbauen können:

    Damit wäre, mit einem Split von 1:32, 8192 Kunden möglich, was die Effizienz weiter steigern würde.

    Allgemein stört mich aber dieses "spart Strom" Argument, wenn es um so kleine Einsparungen geht. Das ist die selbe Sorte Unsinn, wie immer noch Lebenszeit darauf zu verschwenden, täglich Geräte von Hand an- und auszuschalten, um den Standbyverbrauch zu senken. Selbst wenn GPON als Gesamtsystem etwas stromsparender als AON wäre, was ich nicht glaube, dann wären andere Argumente trotzdem deutlich gewichtiger als der Stromverbrauch. Soll der Provider lieber ein Balkonkraftwerk auf den PoP schrauben als mir GPON mit Umweltschutz zu verkaufen. Die Provider wissen, dass die Kunden lieber AON hätten, also ist jedes Argument für GPON recht.

    Faktor 4 bei den Stromkosten ist für dich nichts ?

    Und da sind, wie @patrickhanft schon richtig sagte, noch keine Energie- und Anschaffungskosten für die Kühlung, die bei einer entsprechenden Portdensity notwendig wird, enthalten.

    Link zur Studie: https://studylib.net/doc/25528667/studie-gpon

    Das mit dem Password ist ja eine Spezifikation für die GPON-Schnittstelle.
    Ich kann mir vorstellen, dass dieses in Verbindung mit der Verschlüsselung eher bei Business angewendet wird, wenn der Kunde eine Darkfaser mietet oder höheren Sicherheitsanspruch hat. Damit hat er die Möglichkeit zu verhindern, dass sich andere dazwischen hängen, anderseits, die aber vermutlich ohne Performensverluste einhergeht auf den Ebenen oberhalb Schicht 3.

    Wir so ausgeworfen, wenn man die Schnittstelle abfragt.

    Encryption state : On

    Encryption mode : Triple Churning

    Die Encryption in Downstream Richtung hat nichts mit dem PLOAM Passwort zu tun.

    …davon abgesehen verschlüsselt GPON nur den Downstream, nicht den Upstream. Es gibt Verschlüsselungen in beiden Richtungen auf optischer Ebene, nur nicht bei xPON.

    Sind zwei Verträge abgeschlossen worden? Bei uns musste ein Vertrag für den Stromanschluss einer für die Glasfaser abgeschlossen werden.

    Weder noch. Es gab nur eine Ankündigung mit einem Abschalttermin der Stromversorgung über den Dachanschluss. Natürlich sind die hiesigen Elektromeister der Gemeinde hoffnungslos überlastet, sodass dieser Termin längst überschritten wurde. Mal schauen ob es dieses Jahr was wird.

    Also die Stadtwerke in meiner Gemeinde und auch der regionale Netzbetreiber hier legen grundsätzlich bei jedem Ausbau der Netze gleich Speedpipes mit in die Löcher, daher versteh ich das Vorgehen von einem doch recht großen Netzbetreiber nicht.

    Die nächste Stufe ist NG-PON2 (40 Gbps). Im PON-Bereich gibt es schon eine klare Strategie.

    Naja, das sind 4x10G P2P Verbindungen und eher relevant für Mobile Backhauls, als Endkunden-FTTH.

    Der nächste Schritt ist Vendorabhängig, bei Nokia 25GPON, bei Huawei wohl 50GPON.


    Auf der AON(PtP) betriebsweise basieren die Backbone Netze. Da gehen heute schon 800G.

    Über 1 Faser wie im FTTH-Bereich üblich kannst du heute schon 100G realisieren.

    Da geht heute mit WDM-Multiplexing schon wesentlich mehr. Bei 800G sprechen wir von der maximalen Geschwindigkeit an einem Endport, nicht was man über Fasern transportieren kann.


    PS: bei Energieverbrauch glaube ich auch nicht an einen großen Unterschied. Die GPON Technik braucht halt beim Kunden(ONT) mehr Strom als der einfachen Medienkonverter für AON. Das geht da aber unter. ;)

    Ein ONT verbraucht in etwa gleich viel wie ein normaler Medienconverter, ein P2P Port in der CO jedoch fast 4x so viel Strom. Bei DG kommt da noch der höhere Splittingfaktor von 1:64 zu tragen, der den Strombedarf im PoP noch weiter nach unten drückt.

    (s. Seite 55)

    Studie GPON
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    Im ländlichen Raum wird doch auch manchmal mit der Reichweite argumentiert, AON soll da besser sein wenn einzelne Häuser weit vom Pop entfernt sind

    Hängt von der Optik ab. Die verbraucht dann aber auch ungleich mehr Strom und ist in der Anschaffung wesentlich teurer. PON deckt bis zu 30km ab, je nach Dämpfungsverlusten.

    Und noch eine Info: In Deutschland setzen die Provider bisher nach eigenem Bekunden auf ein Verhältnis von maximal 1:32 in einer GPON Topologie (in der Presse wird zwar sehr häufig 1:64 geschrieben, dies gilt für USA. Und auch da ist es ein kann und kein muss).

    Nach meinen eigenen Beobachtungen ist der Splitter, zumindest bei Deutsche Glasfaser bei unserem Ausbau, nicht in den Street Cabinets/Distribution Points (DP) untergebracht, sondern erst im PoP. So wie von Edding bereits erwähnt wurde.

    DG nutzt doch einen 1:64 Split ? Zumindest laut Begehung eines PoPs, das auf Youtube kursiert.

    Wieso wird mit einem FTTH Anschluss automatisch ein Privatkundenanschluss in Verbindung gebracht ? Wir haben etliche Kleingewerbekunden mit FTTH Anschluss und Cisco Router. Für Private lohnt sich Cisco nie, alleine weil man ohne Support Contract gar keine Updates runterladen kann. AVM gibt leider kaum finanzielle Spielräume, das ist bei Cisco anders. So ist ein 1111-4P im EK nicht so weit vom EK einer 7590 weg.

    Diese Einträge werden kaum gepflegt und stimmen in den meisten fällen nicht mehr, so auch bei Purtel.

    CoreB ist dort als Upstream aufgeführt, haben sie aber nicht mehr.

    (Google)Alphabet besteht ein PNI ist aber nicht aufgeführt.

    last-modified: 2021-04-12T14:11:25Z

    PNIs werden oft nicht aufgeführt, allerdings sollte man als kleiner ISP schon seine IRR *etwas* in Schuss halten.

    Schade um die Erreichbarkeit von MagentaTV.

    Was soll das bringen ? Deren Upstreams sind doch in der IRR vermerkt:

    https://bgp.he.net/AS62336#_irr

    Die exakten Wege können sich jederzeit ändern.