Beiträge von kingpin42

    Vorbildlich.

    Interessant ist zudem, dass ISPs wohl ihre eigenen Profile auf dem Netz konfigurieren dürfen.

    Nicht dürfen, müssen sogar, zumindest wenn wir von der Telekom-Infrastruktur sprechen. War schon bei L2BSA-Verträgen so, das die bestellte Bandbreite im eigenen BNG geshaped werden muss. Die Profile stehen also entweder in Form von QoS Queues, oder, was ich für wahrscheinlicher halte, weil einfach zu ändern, im RADIUS.

    Die OLTs beherrschen Mischbetrieb. Ob dieser in einem Neubaugebiet sinnvoll ist, kann vielleicht kingpin42 beantworten. Er hat da praktische Erfahrung für einen anderen Provider.

    Arbeite nicht im Access, ich weiß auch nur, das es grundsätzlich möglich ist. Die Telekom baut neue Ausbaugebiete, die unter staatlicher Ausbauförderung laufen, wohl direkt mit XGS-fähigen Kombooptiken aus. Wir haben zuletzt die Gebiete unseres Schwesterunternehmens aber auch noch mit GPON ausgestattet. Warum man das nicht auch direkt mit Multi-PON gemacht hat, erschließt sich mir nicht ganz. Kann aber wohl auch nur an den hohen Beschaffungskosten liegen. Die 16 Port GPON Linecards sind jedenfalls mittlerweile günstiger, als die 96-Port xDSL Varianten.

    Das Glasfaser-Zugangsnetz der EWE wird von deren Tochter VSE.NET betrieben - die letzten Traceroutes, die ich gesehen habe (ca. 2 Jahre alt) liefen noch über deren Zentrale in Saarbrücken - vielleicht gibt es inzwischen wenigstens eine direkte Anbindung an DE-CIX, ohne Umweg über das Saarland.

    Mit der EWE hat die VSE NET nichts zu tun, ganz sicher. Weder ist sie ein Tochterunternehmen, noch hat sie irgendwas mit deren Zugangsnetz zu tun.

    Wieso soll jemand das als Eigentümer machen? Entgegen vielen Vorstellungen sind nicht alle Eigentümer Millionäre mit endlosen Reserven. Wenn derjenige, der drin wohnt, kein Glasfaser will, wieso soll man Geld aus dem Fenster werfen?

    Weils nachher niemals günstiger wird. Man kann ja auch meist nur einen 12-Monatsvertrag abschließen oder nimmt halt einfach den Günstigsten. Was tun, wenn der Mieter kündigt, nachdem das Kupfernetz abgeschaltet wurde ? Ein neuer Mieter wird sich da nur schwer finden lassen, wenn kein Glasfaseranschluss vorhanden ist. Auf 5G only werden sich nicht alle einlassen, insbesondere wenn man auf eine stabile Verbindung für Homeoffice oä. angewiesen ist.


    Eigentum verpflichtet, das vergessen leider immer viele.

    Wenn du eine öffentliche, dynamische IP buchst brauchst du keine 2 VLANs am WAN Port. Die Route für die SIP Proxys wird im öffentlichen VRF geleaked, sind also auch darüber erreichbar.


    Bzgl SFP ONT kann ich leider nich helfen, wenn du einen passenden Kontakt bei Vitroconnect findest, kann man dir da aber bestimmt weiterhelfen.

    Kann ja nicht kommen da die Netze der Großen Platzhirsche es nicht zulassen.

    Das Netz ist völlig egal, jeder Hausanschluss kommt, bevor er in einen PoP mündet, vorher an irgendeiner Muffe raus, bei der man auch abzweigen könnte.

    Muss kein PoP sein, MFG reicht als Splitter Standort aus.
    Mfgs sind halt billiger als Garagen-PoPs und erschweren es anderen ISP die TAL anzumieten, wenn das in der neuen Konstellation überhaupt noch möglich ist.

    Billiger sind sie auch, das ist aber nicht das Hauptproblem. Selbst die MFGs würden kaum Anbieter ausbauen, schon gar nicht flächendeckend.

    Bei Vectoring wird nicht jeder KVz mit Glas angefahren, da wird ein MFG aufgebaut mit MSAN und von diesem geht es per Kupfer zu den KVz und von dort zum Endkunden.
    Nachteil man ist halt was die Distanz angeht sehr begrenzt bei Vectoring. (~ 300m)

    Das war damit gemeint, direkt neben dem KVz steht der MFG mit MSAN/DSLAM drin, und zu dem braucht man LWL.

    Nein die Reseller werden dann daraus Tarife erstellen.
    z.b. 1G 2.5G 8G und nicht so ein Unsinn wie 150/75 etc pp.

    Auf welcher Basis ? Irgendeine technische Voraussetzung muss ja dafür vorhanden sein. Was willst du denn da vorschreiben ?

    Da unser Gesetztgeber (Un)Willens ist da was zu ändern ist der Drops imho gelutscht.

    Ändern kann man das immer noch, ist aber dann mit Zwang und Kosten verbunden. Die will aber vermutlich niemand bei solch marginalen Verbesserungen zahlen. Die deutsche Internetkundschaft ist dafür viel zu preissensibel und steht neuer Technologie eher ablehnend gegenüber.

    Bei Wettbewerb auf der Faser wird keiner diesen Markt einem einzigen Überlassen.
    Das war schon bei ADSL damals nicht so, da gab es Neben der Telekom Vodafone (da laufen heute noch einige mit 1und1 BSA Kunden) QSC und Telefonica.

    Das war ja auch noch schön einfach bei wenigen, riesigen HVt Standorten und kilometerlangen TALs.

    Es gehört eine Obergrenze der TAL-Preise eingeführt, nicht mehr wie 10-15€ aber ohne Vorgabe darf natürlich durch Verhandlung auch weniger werden.

    Die vielleicht sogar eines Tages kommen wird. Aktuell besteht da selbst mittelfristig kein Handlungszwang, da es immer noch zu wenig Homes Passed sind, und sich alternative Anbieter auch nicht gerade um Gf-NVts sammeln.

    Siehe oben Netzstruktur gehört vorgegeben und Splitter in Sammelpunkte.

    Dafür ist es jetzt zu spät, und außerdem genehmigen einem die Städte und Kommunen immer weniger PoPs in der Größe einer Fertiggarage oder mehr. Was glaubst du, warum die DG mittlerweile ihre gesamte Technik in etwas größere MFGs steckt ?

    Versteh nicht auf was du mit Vectoring hier hinaus willst.

    Beim Vectoring Ausbau mussten alternative Anbieter auch erstmal mit der Glasfaser jeden KVz erschließen. Das war deutschlandweit betrachtet ein sehr einseitiger, oder fragmentierter Ausbau. Neben der DTAG gab es nur eine handvoll Mitbewerber, die, lokal begrenzt, in größerem Stil KVz ausgebaut haben.

    Dir nützt die schönste Straße nichts, wenn das Auto nichts taugt ;)
    Das Gesamterlebnis schließt L1/L2 mit ein.

    Die kriegst du als Unternehmen auch heute schon, das ist überhaupt kein Problem. Als Privater sehe ich ehrlicherweise überhaupt keinen Bedarf oder Willen, entsprechend hohe Bandbreiten zu buchen und sie dann auch zu bezahlen.

    Profile die Bandbreiten für Reseller vorgeben gehören abgeschafft, Leitung muss offen bleiben.

    Das Leben ist leider kein Wunschkonzert. Oder sollte man dann jeden Anbieter verpflichten, direkt Stromschluckende 10+ Gbit/s Accessswitche für jeden Privathaushalt aufzubauen, obwohl diese nur einen Bruchteil der Bandbreite nutzen werden ?

    Muss ja auch nicht jeder steht jedem ISP frei und passieren tut dies, muss man sich nur mal im Ausland umsehen.

    Ich seh da nicht viel passieren, sofern die Rahmenbedingungen nicht schon vor einem großflächigen Ausbau existierten.

    Eine gesetzliche Vorgabe zur Bereitstellung der physischen Faser wird Druck auf den Markt ausüben.

    Sie würde in erster Linie eines erreichen, nämlich das niemand mehr mit Eigenkapital neue GF-Anschlüsse bauen würde.

    Den ein ISP der selbst das Netz betreibt kann selber auch BitStrom anbieten.

    Kann theoretisch, ja. In der Realität bieten das aber nicht alle ISP an. Dafür müssten auch die passenden (Prozess-)Schnittstellen alle vorhanden sein und korrekt arbeiten.

    Hatte ich schon einmal getan, Faser Übergabe ab Netzbetreiber Splitter auf eigene Splitter der alternativen Anbieter.

    Den wird halt kein Netzbetreiber ausbauen, zumindest nicht ohne regulierte LWL-TAL Preise. Oder zeig mir mal alternative Anbieter in D, die dazu bereit wären, für eine handvoll Privatkunden derart viele Gf NVts auszubauen. Das war ja schon bei Vectoring ein Kampf, und da ging es um viel mehr wechselwillige Kunden, da die Alternative für Sie noch hieß, ADSL-Versorgung aus dem HVt.

    Also bei mir ist über IPV6 nichts zu erreichen. Obwohl ich die IPv6 Adressen erhalte.

    Einfach https://ipv6test.google.com/

    https://ipv6-test.com/

    https://test-ipv6.com/

    Das im Bild ist jedenfalls nicht der Prefix der Westconnect. Der fängt mit 2a02:2c60: an (2a02:2c60::/32 ist der Prefix der announced wird).

    2001:db8::/32 ist für Dokumentationszwecke und Beispiele reserviert:

    RFC 3849: IPv6 Address Prefix Reserved for Documentation
    To reduce the likelihood of conflict and confusion when relating documented examples to deployed systems, an IPv6 unicast address prefix is reserved for use in…
    datatracker.ietf.org


    Der steht bei uns auch in den Bogon Filtern am Edge.

    Kapitel 8 versucht das zu beschreiben.

    Nachtrag: 2023 hat man das noch ergänzt.

    https://www.connect.de/vergleich/fest…03907-9729.html

    „So werden beispielsweise auffällig langsame Anschlüsse ausgefiltert“

    Interessant wäre jetzt, wie viele das sind, auch ist immer die Rede von Basisdiensten. Diese werden auch bei der Telekom meistens immer schnell nutzbar sein, auch um die Zahl der wütenden Kundenanrufe zu minimieren. Es gab ja durchaus auch mal Zeiten, in denen Youtube/Google-Dienste aus dem Netz der DTAG so gut wie nicht nutzbar waren. Und das ist nur ein Beispiel von vielen Anwendungen.

    Zu welchen Zielen soll es da Probleme geben ?

    Im ISP Umfeld setzt da bei sowas niemand statische Routen, es werden höchstens manchmal „Network Optimizer“ von Firmen wie Noction oä. genutzt. Setzen wir aber nicht ein. Das ist alles BGP.

    OSPF, IS-IS usw werden zur Konnektivität für iBGP und fürs LDP/RSVP-TE zum Labelaustausch gebraucht, die eigentlichen Internetrouten werden aber in aller Regel immer via BGP ausgetauscht.