Ausbau steht an Erfahrungen mit Helinet/Dokom21

  • Hallo zusammen,

    Durch geförderten Breitbandausbau steht bei uns im kleinen Örtchen tatsächlich der Ausbau an und ich wollte mal fragen welche Erfahrungen ihr mit Helinet und oder Dokom21 habt,

    Zu Helinet gibt es bei uns im Nachbardörfchen viele beschwerden, da es ständig Störungen gab, wobei das nicht zu Glasfaser Zeiten war..ob es damals Kabel oder sonstiges war weiß ich nicht mehr genau.

    Zu den bisherigen Anschluss:

    Bei uns sind normal nur 6Mbit über die Telekom möglich, durch einen Hybrid Anschluss + Antenne können wir nun bis zu 50Mbit rausbekommen, das haben wir etwa vor 2 Jahren gemacht, tatsächlich kommen Tags/Abendsüber deutlich weniger rein (Schwankungen/Auslastung ). In der Nacht allerdings klappt es meist deutlich besser.


    Folgendes Angebot wurde vorgelegt: Der Ausbauantrag sowohl ein 24-Monats Vertrag von einen der Internetanbieter muss recht zeitgleich abgeschlossen werden, damit der FTTH Anschluss kostenfrei erfolgt.

    FTTH ist soweit ich mich informiert habe eig. das beste was man verlegt bekommen kann, wie kommt es dann dass "nur" 100-250Mbit möglich sind?

    Bei der Deutschen Glasfaser wird mittlerweile als Standard 300Mbit garantiert und bezahlen würde man das gleiche.

    Folgende Fragen bleiben mir offen:

    Wird der alte Anschluss(kupfer) entfernt und durch Glasfaser ersetzt oder wird Glasfaser parallel neuverlegt? Durch ein Freirohr wurde damals der normale Anschluss verlegt ein weiteres ist nicht vorhanden.

    Was würde passieren wenn der alte Standardanschluss ersetzt werden würde, und es nur Probleme beim neuen Glasfaseranschluss geben sollte, wäre der Schritt zurück dann überhaupt noch möglich ohne Kosten zu tragen?

    Helinet garantiert bei einer 100Mbit Leitung eine Mindestleistung von 95Mbit, bei der Dokom21 beträgt die Mindestleistung 70Mbit, weitere Alternativen stehen nicht zur Verfügung welche Möglichkeiten hätte ich wenn die Leistung nicht errreicht wird?


    Hoffe ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen

    mfG

    • Offizieller Beitrag

    Hi Krabbe,

    ich kann dir sagen, dass wir seit Januar unseren neuen Glasfaser-Anschluss bei der Helinet haben. Bislang hat alles reibungslos funktioniert. Von der Bestellung, über die Verlegung der Kabel (hier wurde eine Subfirma beauftragt) bis zur Aufschaltung. Alles kein Problem und die versprochene Leistung war auch da.

    • Offizieller Beitrag

    Der alte Anschluss wird nicht entfernt und kann gleichzeitig oder im Anschluss an einen Glasfaservertrag weiter genutzt werden.

    In der Regel ist der neue Anschluss im geförderten Ausbau bis ins Haus kostenlos und es ist nicht notwendig, einen Tarif für den neuen Anschluss zu buchen. Um den Anschluss zu bekommen, muss nur ein Grundstücksnutzungsvertrag unterschrieben werden, der dem Netzbetreiber die Leitungsverlegung auf dem Grundstück erlaubt. Dies ist auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn man den Anschluss nicht gleich nutzen will. Der Staat gibt viel Geld aus, um in den sogenannten "weißen Flecken" schnelles Internet verfügbar zu machen. Das sollte man nicht ausschlagen.

    Man kann zusätzlich einen Tarif buchen und dann ist auch eine Verkabelung vom Hausanschlusspunkt bis in die Wohnung über vorbereitete Leitungswege bis 10m Länge inklusive.

    Helinet bietet teilweise noch VDSL-Anschlüsse an und für die ist bei 250Mbit/s technisch bedingt Schluss. Für Nutzer von Glasfaseranschlüssen (FTTH) werden auch Tarife mit höheren Bandbreiten angeboten.

    Für den geförderten Ausbau in den "weißen Flecken" von Hamm hat die Helinet eine Seite mit Antworten auf häufig gestellte Fragen:

    https://www.helinet.de/privatkunden/w…-antworten.html

    Die Situation in den anderen geförderten Ausbaugebieten sollte davon nicht wesentlich abweichen.

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  • Danke für die Antworten, was mich irritiert ist dass es als FTTH- Anschluss verkauft wird (Anschreiben, Tarifname etc.), allerdings eher nach VDSL ausschaut.

    Frage zu VDSL: Die Entfernung vom Bürgersteig zum Haus ist recht Groß, würde da nicht unheimlich viel Leistung verloren gehen?

    Aber am besten setzte ich mich mit den Sub- Unternehmen/ Helinet direkt mal in Verbindung.

    • Offizieller Beitrag

    Also der alte Anschluss bleibt definitiv erhalten. Der neue FTTH Anschluss wird komplett neu verlegt. Das kann kostenlos (im Rahmen einer Nachfragebündelung) oder kostenpflichtig (wenn nachträglich - also bei Bauabschluss im Ausbaugebiet bestellt wird) sein.

    Im Keller hat man dann einen zusätzlich Anschluss. - nur halt über Glasfaser.

    Bei Helinet sind das dann auch echte Glasfaser-Tarife. Sonst wären diese Bandbreiten über VDSL ja gar nicht möglich. Verstehe auch nicht, warum du "zu VDSL" die Entfernung vom Bürgersteig zum Haus ansprichst. Bei einer Leitungslegung über die Glasfaser könnte es sein, dass du hier evtl. etwas draufzahlen musst. Bei uns war die Entfernung nur bis 10m zum Haus kostenfrei.

    • Offizieller Beitrag

    Man sollte bei jedem Gespräch auf FTTH bestehen. VDSL-Anschlüsse werden leider oft auch fälschlicherweise Glasfaseranschlüsse genannt, so dass dieser Begriff nicht eindeutig ist. FTTH ist dagegen eindeutig: Das heißt "Fiber To The Home" und das ist VDSL ganz klar nicht. Wegen der Ähnlichkeit der Abkürzung versuchen aber einige Verkäufer mit "FTTC" auf den Glasfaserzug aufzuspringen. Das "C" steht für "Curb" oder "Cabinet", also die Schränke, die in größeren Abständen am Straßenrand aufgestellt werden. Mit FTTC sind Techniken gemeint, die die Glasfaser nicht wie FTTH bis ins Haus führen sondern auf den letzten paar hundert Metern weiter die alten Kabel verwenden, wie z.B. VDSL.

    Supervectoring (was eingesetzt wird, wenn VDSL über 100 Mbit/s angeboten wird) bringt bis ungefähr 600 Meter Leitungslänge mehr Tempo als Vectoring. Die vollen 250 Mbit/s werden aber nur bis etwa 300 Meter Leitungslänge erreicht. Ab ungefähr 500 Meter Leitungslänge erreicht Vectoring nicht mehr 100 Mbit/s. Dabei zählt die gesamte Leitung inkl. dem Kabel von der TAE-Dose zum Modem. Wenn die Leitung auch nur auf einem Teilabschnitt nicht in gutem Zustand ist oder schon oft geflickt wurde, mindert das die Übertragungsleistung u.U. erheblich. Diese Technik sollte nicht mehr gefördert werden.

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    • Offizieller Beitrag

    Das kann kostenlos (im Rahmen einer Nachfragebündelung) oder kostenpflichtig (wenn nachträglich - also bei Bauabschluss im Ausbaugebiet bestellt wird) sein.

    ...oder wie angesprochen im Rahmen eines geförderten Ausbaus kostenlos, auch ohne Internetvertrag. Die Adressen, die zu den "weißen Flecken" gehören, werden auf jeden Fall erschlossen. Weitere Voraussetzungen wie z.B. eine erfolgreiche Nachfragebündelung gibt es dann nicht. Ob die Glasfaser auch auf dem Grundstück bis ins Haus verlegt wird, hängt davon ab, ob der Eigentümer das erlaubt, also einen Gestattungsvertrag unterschreibt. Wer so einen kostenlosen Anschluss nicht annimmt, verwirkt in meinen Augen das Recht, sich jemals wieder über langsames Internet zu beschweren, um das mal ganz klar zu sagen.