Beiträge von ManfredP

    Wenn ihr eine Eigentümergemeinschaft mit bestellter Verwaltung seid, dann vertritt allein die Verwaltung in Vertragsbelangen die Gemeinschaft. Jeder Eingriff in das Gemeinschaftseigentum (Aufteilung von Sonder- und Gemeinschaftseigentum geht aus der Teilungserklärung hervor), ist mitbestimmungspflichtig.


    Das Wohnungseigentumsgesetz sieht in der aktuellen Form (seit 01.12.2020) wenige Ausnahmen vor. Eine Ausnahme ist, ich sage es leicht verfälschend: Glasfaseranschluss.


    Bis einschließlich November 2020 war es in der Praxis notwendig einen Beschluss mit 2/3 Mehrheit in der Eigentümerversammlung zu erreichen, damit ein Glasfaseranschluss rechtlich einwandfrei "gebaut" werden konnte. Der Verwalter musste die Grundstückseigentümerklärung (GEE) unterschreiben.

    Sorry, ist wohl eine Nebelkerze? Zurück zur Realität: Am 08.09.2021 hat der Subunternehmer der DG, Firma VARIA3 die Inhausverkabelung mit viel Staub, Dreck und offenen Löchern zu allen 5 Eigentümer fertiggestellt! Es fehl die 22 Meter Verbindungsleitung von der Grundstücksgrenze zum Gebäudeverteiler, die "ungeblasenen" Leerrohre liegen 50 cm unter dem Verbundpflaster. Alle Nachbargrundstück sind längst in Betrieb.

    Glasfaser in Schwülper - Deutsche Glasfaser


    Die Aussage: >>In Ihrem Ort ist das Glasfasernetz ausgebaut. Wir hoffen, Sie haben viel Freude beim Surfen mit Lichtgeschwindigkeit.<< So die Aussagen der DG.

    Seit rund 6 Monaten soll das Netz aktiv sein? Nur einige Mehrfamilienhäuser wurden wohl vergessen, so die telefonische Aussagen der DG. Trotz mehrfacher schriftlicher Erinnerung geschieht nichts. Zumindest bei uns ist die GF-TA Teilnehmerverkabelung mit 5 WE bis zum Hausverteiler HÜP durch den Subunternehmer Varia3 erfolgt. Es fehlt die Erd-Verbindung von rund 22 Metern vom Haus bis zu vor dem Grundstück liegenden DG-Netz. Die Hausbegehung war bereits am 25,03.2021. Bisher nur 2-malige Telefonrückrufe mit der Entschuldigungen > wir haben sie wohl vergessen!


    Was haben wir wohl falsch gemacht?

    Mein Tipp: Der HÜP mit dem GF-TA kann direkt in der Garage sitzen. Die Glasfaser wird aber erst im NT - Network Terminator auf das CAT 7 = Kupferkabel gewandelt. Der GF-TA wird über einen 230 Volt Anschluss versorgt. Somit lohnt es sich die Glasfaser nach dem HÜP und GF-TA direkt in das Büro zu führen. Unmittelbar nach der Bohrung dorthin sollte aber der NT sitzen. Von dort kann in üblicher TP-Verkabelung, je nach Bedarf, ein Netzwerk in Gigabit-Ethernet aufgebaut werden.


    Beste Grüße Manfred

    Zunächst erst einmal Danke für die Infos. Zu

    Zitat

    grün+grün/weiß, blau+blau/weiß, orange+orange/weiß, braun+braun/weiß

    Es sind alles Einzelfarben, also 2. Ader nichts 2-farbig. Bedeutet ja wohl, dass keine Verdrillung der Doppeladern vorhanden ist. Gigabit Ethernet ist ja mindesten auf Cat. 5 beim 100m möglich.


    Eine weitere Infrastruktur zu den Wohneinheiten ist mit einem sternfömigen doppelt geschirmten 75 Ohm Kabel für SAT-TV vorhanden. Bei mir sind im Wohnbereich insgesamt 6 Anschlüsse vorhanden. Die Verteilung dazu ist ebenfalls im Technikraum, 4 Meter vom zukünftigen HÜP entfernt. Hiermit steht ein bis 2 Gigabit nutzbares Medium zur Verfügung. Dazu müsste es einen Wandler am NT geben, hat DG dazu möglicherweise eine Lösung? Router dazu sind ja in Coax am Markt verfügbar.


    Danke im Voraus für eine Antwort.


    Beste Grüße Manfred

    Eine vorhandene TP-Verkabelung (5-DA) mit jeweils maximal 30 Meter bis zu den üblichen Telefondose ist vorhanden.

    Vielen Dank für die umfangreichen Ausführungen, ich hatte in meinem ersten Beitrag von 5 Doppeladern geschrieben, hab es nochmals geprüft es sind 4 DA, sie sind in insgesamt 5 Einzelkabeln sternförmig geführt. Damit könnte auch in tcp ip direkt mit Gigabit Ethernet ungeschirmt die Verbindung möglicherweise gefahren werden?


    Ich selbst war als Projektleiter bei den ersten großen Projekten in D mit den weltweit ersten Ethernet-LAN auf der Basis der optischen Nachrichtentechnik in einem deutschen Unternehmen beschäftigt. Daraus wurde der optische Standard in der IEEE-Norm 802.3, wir daran im Germium viele Jahre beteiligt. Bis 2003 habe ich einige internationale Projekte bei der Industrie verantwortlich geplant, damalig bis zur Norm Fast Ethernet mit sehr hohen Redundanz-Anforderungen. 2003 bin ich in den Ruhestand gegangen, nach meiner Ausbildung ein Berufsleben von der Hochfrequenz bis zur Glasfaser!


    Ich freue mich, dass nach so vielen Jahren und endlich die Sache zum laufen kommt und die DT nun endlich ordentlich druck bekommt und von rechts und links überholt wird. So setze ich doch auf den Einsatz mit G.Fast in diesem kleinen 5 WE Projekt. möglicherweise mit dem neuen g.Fast Modem Vigor 166. Das Vigor166 bedient VDSL/Supervectoring/G.Fast Anschlüsse über Giga Ethernet Port.


    Ab dem 20.01. ist hier das Baubüro in 38179 Groß Schwülper besetzt, dann hoffe ich auf weitere fachliche Unterstützung bei den Aussagen zu Häusern mit mehren WE. Aber ich werde auch die Möglichkeit zu LWL über dünnere Rohre einziehen bis zum Teilnehmer prüfen. Da wären weitere Infos von DG nützlich.

    Deutsche Glasfaser zeigt überwiegend Lösungen für die typische Verkabelung mit FTTH mit einer Glasfaser in Reinkultur bei 1 Familien-Häusern. Diese lässt sich natürlich dort einfach gut vermarkten. Leider sind Lösungen in Mehrfamilienliegenschaften, außer bei Neubauten, nicht so einfach zu vermarkten. Die DG zeigt hier so gut wie keine Lösungsansätze, nur die Aussagen mit: "30 Meter Glasfaser in Mehrfamilienhäusern zwischen HÜP und GF-TA. Die von DG so genannte "Bereitstellung von Leitungswegen" (Kabelkanäle -glatte Rohre) verursacht allerdings zusätzliche Installationskosten von rund 1500 Euro pro Wohneinheit innerhalb des Hauses und der Wohnungen!


    Auch wenn für die vorhandene TP-Verkabelung ein Leerrohrsystem nach DIN 18015 vorhanden wäre, könnte es die Vorgaben der DG (mit dem mindestbiegeradius - Innenawand glatt) kaum erfüllen. Auch ein CAT 7 Kabel (Kupfer) geht da in Nachzugsverfahren nicht rein. Der Endkunde erwartet von einem großen Glasfaser-Erschließer auch moderne Lösungen die auf eine vorhandene Hausinfrastruktur auf Strecken von unter 50 Meter Lösungen bieten.


    Bei der Hausbegehung hat allerdings ein Mitarbeiter "von Volker Wessels Telecom Infratechniek B.V." (Subunternehmer der DG) den Eigentümern den möglichen Einsatz vom Standart G.fast 106/212 hier vor Ort bestätigt!!! G.fast wird daher aktuell vor allem beim Ausbau von FTTB und FTTdp eingesetzt. Möglicherweise nur in NL?


    G.fast 106/212: Modernes DSL-Übertragungsverfahren für herkömmliche Kupfer-Telefonleitungen unter Nutzung der Vectoring-Technologie

    (Nachfolgestandard zu VDSL2). G.fast ist ein rekursives Akronym für „fast access to subscriber terminals“ und ermöglicht Datenübertragungsraten

    von bis zu 1 Gbit/s bei G.fast 106 bzw. 1,8 Gbit/s bei G.fast 212 bidirektional, d.h. in Summe für Up- und Downstream.


    https://de.wikipedia.org/wiki/G.fast


    https://www.glasfaser-internet.info/technik/gfast.html


    Mein Fazit: G.fast wird vor allem den FTTB-Glasfaserausbau unterstützen und somit die Verbreitung und den Markt günstiger Fiber-Tarife beschleunigen.


    Allerdings hatte ich erwartet, dass hier in unserem Objekt und auch für viele tausend Wohneinheiten in D deratige Lösungen durch die DG angeboten wird! Ich hätte gern den Lichtwellenleiter hier direkt in der Wohnung, allerdings würden die Kosten wohl alle meine Nachbarn zur Absagen zwingen.

    Unser Ort wird aktuell durch Deutsche Glasfaser erschlossen. Es geht konkret um 5 Eigentumswohnungen, Neubau, rund 7 Jahre alt. Es ist kein Leerrohr bzw. Kabelkanal vom Technikraum zu den Wohnungen vorhanden, alles mit Fußbodenheizung. Eine vorhandene TP-Verkabelung (5-DA) mit jeweils maximal 30 Meter bis zu den üblichen Telefondose ist vorhanden.


    Kann der aktuelle NT (Network-Terminator) direkt am Ausgang den Standart G-fast in aktueller Version bis 212 Mhz bedienen? Auf der Teilnehmer-Wohnungsseite käme jeweils eine FritzBox 7583 zum Einsatz. Nach einer G.fast-Bandbreitenberechnung wären maximal 2 GB beim Teilnehmer möglich. Ich habe leider bisher dazu von der DG keine verbindlichen Aussagen erhalten.