Beiträge von TecCreator


    Selbst die Bundesnetzagentur scheint ihnen gemeldete Kundenklagen über die Nichtverfügbarkeit des lt. AGB/Leistungsbeschreibung zugesagten IPv6 nicht sonderlich ernst zu nehmen, solange die Anschluss-Geschwindigkeit passt und das Internet (via IPv4) nutzbar ist.


    Korrekt, mit denen hatte ich ebenfalls Kontakt gesucht. Man fühlte sich aber nicht zuständig und verwies auf den Support des Providers (sehr lustig).

    Wobei die Nutzbarkeit via IPv4 zwar grundsätzlich gegeben, aber nicht vollkommen unberührt ist, wenn Du eine IPv6 Adresse zugeteilt bekommst, der Traffic aber nicht läuft. Ich kann mich speziell daran erinnern, dass vom Start des Mailclients, bis zum "Handshake" mit dem Server doch eine spürbar lange Zeit verging, bis man sich einig wurde. Ein Phänomen, welches bei funktionierendem IPv6 (oder eben NUR IPv4) nicht vorhanden ist.

    Aber ja, grundsätzlich hast Du vermutlich Recht. Bei meinem Nachbarn, 4 Hausnummern weiter, ist die Welt auch in Ordnung, solange Netflix läuft.

    Da muss ich dir Widersprechen, 1und1 verwendet nur die Leitung, bis zu dir, der Rest läuft in deren Infrastruktur! Somit hat, dein Problem bei 1und1 ein ende.


    Das würde ich begrüßen, habe aber verständlicherweise Zweifel. Jetzt warte ich aber erst mal den Prozess ab und entscheide dann, wie es weiter geht. Wie gesagt, ich bin ja sozusagen "überversorgt" und kann diese Entscheidung entspannt angehen.

    Es gibt aber auch mehrere Nutzer hier, bei denen der DG-Anschluss schon jahrelang voll funktionsfähig größtenteils unauffällig vor sich hin läuft. So pauschalisieren kann man es also nicht.


    Ich pauschalierte ja nicht, sondern wollte einfach meine Erlebnisse schildern. In den Medien wird oft suggeriert, wie "rückständig" wir deutschen Verbraucher sind. Wir würden bei der alten Technik verharren, obwohl es doch moderne Alternativen gibt. Die "armen" Glasfaserprovider tun alles für uns und wir würdigen es nicht.

    Sehr gerne hätte ich die aktuelle Technik genutzt (nicht aus einer Not, hier am Objekt habe ich einen 250'er DSL, als auch einen 1Gb Kabelanschluss), aber dann auch bitte vollumfänglich funktional. Schockierend ist ja nicht, dass es ggf. ein technische Thema gibt, sondern wie man damit umgeht.

    Ein freundliches Hallo an die Community,

    ich lese hier schon einige Zeit mit und konnte mich bis heute noch nicht dazu durchringen, ein Teil dieser Community zu werden. Das möchte ich hiermit ändern, weil ich denke, es könnte für manche interessant sein, meinen "Leidensweg" kurz zu schildern.

    Ich möchte weniger auf die technischen Details eingehen, dass können andere Mitglieder viel besser als ich.

    Im August 2023 wurde mein Glasfaseranschluss geschaltet. Es verlief zunächst alles sehr problemlos, Termine wurden eingehalten, Bandbreiten immer erreicht, eigentlich kein Grund zu meckern. Ja, ich "musste" ebenfalls das Glasfasermodem erdulden, da ich meine eigene Fritzbox (7590 / 7690) im Einsatz behalten wollte. Ich bin technisch nicht ganz unbeleckt, das Einrichten von Routern ist teilweise mein Tagesgeschäft (beruflich).

    Relativ zügig fiel mir auf, dass es ein Problem an meinem Anschluss gibt. Nach kurzer Recherche war das hier geschilderte IPv6 Thema identifiziert. Natürlich habe auch ich zahlreiche Tickets eröffnet, mit dem immer gleichen Ergebnis:

    Support -> Sie bekommen doch eine IPv6 Adresse

    Ich -> ja, aber Traffic läuft nicht

    Support -> resetten Sie, richten Sie neu ein, alles ist toll

    Im Januar 2025 begann ich damit, Fristen zu setzen und die außerordentliche Kündigung anzudrohen. Zahlreiche Tickets wurden geöffnet und wieder geschlossen, es interessierte einfach keine Sau bei der DG. Zahlreiche Bitten, doch endlich mit einem 2. Level Support zu sprechen, wurden ignoriert. Im März 2025 kündigte ich außerordentlich, entzog das SEPA Lastschriftmandat und dachte, das Thema sei nun erledigt.

    Weit gefehlt! Meine Kündigung (per Einschreiben mit Rückschein) wurde ebenso ignoriert, wie meine Störungstickets. Auch ein Schreiben an die Geschäftsleitung, mit der Bitte um eine einvernehmliche Lösung, erfuhr niemals eine Reaktion. Trotz Widerruf des Lastschriftmandats wurde monatlich abgebucht. Selbstverständlich holte ich alle Abbuchungen wieder zurück, was zu entsprechenden Mahnungen führte.

    Im Juli 2025 holte ich mir einen Rechtsbeistand (Anwalt) mit ins Boot. Aber auch das brachte kein Ergebnis, mit vollkommen an den Haaren beigezogenen Argumenten wurden alle Schreiben quittiert. Einen angebotenen Technikereinsatz Ende 2025 lehnte ich selbstverständlich ab, schließlich hatte man bei der DG genug Zeit VOR meiner Kündigung solche Ma0nahmen einzuleiten, was man natürlich nicht tat.

    Lange Rede, kurzer Sinn: mein Gerichtstermin ist in der ersten Märzwoche in Borken. Ich bin sehr gespannt, welches Ergebnis ich erhalten werde. Sollte hier ein Interesse am Ausgang des Verfahrens bestehen, sagt mir bitte Bescheid. Grundsätzlich bin ich ziemlich frustriert. Ich hätte ein solches Verhalten von einem Provider niemals erwartet. Seit Anbeginn des "Internets" in Deutschland bin ich dabei. Natürlich gab es immer und überall ein Thema, aber ausnahmslos wurden Lösungen gefunden. Es ist erschreckend zu lesen, dass es wohl Mitglieder gibt, deren Anschluss (IPv6) funktioniert, nach einer "Wartung" aber plötzlich nicht mehr.

    1&1 bot mir auch schon einen Wechsel von DSL zu Glasfaser an. ich lehnte ab, da die Infrastruktur ja weiterhin auf der DG basiert. ich würde vermutlich kein anderes Ergebnis sehen.

    Beste Grüße

    Dieter