Ein freundliches Hallo an die Community,
ich lese hier schon einige Zeit mit und konnte mich bis heute noch nicht dazu durchringen, ein Teil dieser Community zu werden. Das möchte ich hiermit ändern, weil ich denke, es könnte für manche interessant sein, meinen "Leidensweg" kurz zu schildern.
Ich möchte weniger auf die technischen Details eingehen, dass können andere Mitglieder viel besser als ich.
Im August 2023 wurde mein Glasfaseranschluss geschaltet. Es verlief zunächst alles sehr problemlos, Termine wurden eingehalten, Bandbreiten immer erreicht, eigentlich kein Grund zu meckern. Ja, ich "musste" ebenfalls das Glasfasermodem erdulden, da ich meine eigene Fritzbox (7590 / 7690) im Einsatz behalten wollte. Ich bin technisch nicht ganz unbeleckt, das Einrichten von Routern ist teilweise mein Tagesgeschäft (beruflich).
Relativ zügig fiel mir auf, dass es ein Problem an meinem Anschluss gibt. Nach kurzer Recherche war das hier geschilderte IPv6 Thema identifiziert. Natürlich habe auch ich zahlreiche Tickets eröffnet, mit dem immer gleichen Ergebnis:
Support -> Sie bekommen doch eine IPv6 Adresse
Ich -> ja, aber Traffic läuft nicht
Support -> resetten Sie, richten Sie neu ein, alles ist toll
Im Januar 2025 begann ich damit, Fristen zu setzen und die außerordentliche Kündigung anzudrohen. Zahlreiche Tickets wurden geöffnet und wieder geschlossen, es interessierte einfach keine Sau bei der DG. Zahlreiche Bitten, doch endlich mit einem 2. Level Support zu sprechen, wurden ignoriert. Im März 2025 kündigte ich außerordentlich, entzog das SEPA Lastschriftmandat und dachte, das Thema sei nun erledigt.
Weit gefehlt! Meine Kündigung (per Einschreiben mit Rückschein) wurde ebenso ignoriert, wie meine Störungstickets. Auch ein Schreiben an die Geschäftsleitung, mit der Bitte um eine einvernehmliche Lösung, erfuhr niemals eine Reaktion. Trotz Widerruf des Lastschriftmandats wurde monatlich abgebucht. Selbstverständlich holte ich alle Abbuchungen wieder zurück, was zu entsprechenden Mahnungen führte.
Im Juli 2025 holte ich mir einen Rechtsbeistand (Anwalt) mit ins Boot. Aber auch das brachte kein Ergebnis, mit vollkommen an den Haaren beigezogenen Argumenten wurden alle Schreiben quittiert. Einen angebotenen Technikereinsatz Ende 2025 lehnte ich selbstverständlich ab, schließlich hatte man bei der DG genug Zeit VOR meiner Kündigung solche Ma0nahmen einzuleiten, was man natürlich nicht tat.
Lange Rede, kurzer Sinn: mein Gerichtstermin ist in der ersten Märzwoche in Borken. Ich bin sehr gespannt, welches Ergebnis ich erhalten werde. Sollte hier ein Interesse am Ausgang des Verfahrens bestehen, sagt mir bitte Bescheid. Grundsätzlich bin ich ziemlich frustriert. Ich hätte ein solches Verhalten von einem Provider niemals erwartet. Seit Anbeginn des "Internets" in Deutschland bin ich dabei. Natürlich gab es immer und überall ein Thema, aber ausnahmslos wurden Lösungen gefunden. Es ist erschreckend zu lesen, dass es wohl Mitglieder gibt, deren Anschluss (IPv6) funktioniert, nach einer "Wartung" aber plötzlich nicht mehr.
1&1 bot mir auch schon einen Wechsel von DSL zu Glasfaser an. ich lehnte ab, da die Infrastruktur ja weiterhin auf der DG basiert. ich würde vermutlich kein anderes Ergebnis sehen.
Beste Grüße
Dieter