Wissenschaftler (im Bereich Neurobiologie)
Spannend! Total Off-Topic, aber kann in der Neurochirurgie schon Telemedizin sinnvoll eingesetzt werden? Wäre ja ein realer Anwendungsfall für zuverlässige Verbindungen auch für abgelegene Kliniken.
Wissenschaftler (im Bereich Neurobiologie)
Spannend! Total Off-Topic, aber kann in der Neurochirurgie schon Telemedizin sinnvoll eingesetzt werden? Wäre ja ein realer Anwendungsfall für zuverlässige Verbindungen auch für abgelegene Kliniken.
In Deutschland beträgt der Abstand von einem bewohnten Haus zum nächsten maximal 6,3 km, in 99 % der Fälle sogar unter 1,5 km. Dass also wirklich zig Kilometer Trasse um ein Gehöft anzuschließen gelegt werden müssen, ohne weitere Gebiete zu passieren, dürften absolute Einzelfälle sein. Falls es sich um rein politische Einschränkungen handelt (wie im Beispiel "Aero-Club Schotten"), dann ist es aber durchaus Irrsinn.
In DE sind abgelegene Häuser meist mit Strom- und Wasseranschluss versorgt, meist auch Telefon und Abwasser. Warum also nicht heute die Fasern legen, die für die Ewigkeit gut sind?
Schon Ende der 70er/Anfang der 80er hieß es in einem Bericht über ein FTTH-Versuchsprojekt in einer US-Kleinstadt: "Die Frage ist nicht, warum wir Glasfaser einsetzen sollten - sondern warum nicht?". Es hat gut funktioniert und ist auf Dauer effizient.
In Kanada und Australien gibt es wirklich abgelegene Siedlungen, da wird für die Stromversorgung SWER eingesetzt - sehr abenteuerlich und davon sind wir hier kilometerweit (sorry für den Kalauer) entfernt.
Irgendwelche Enthusiasten-Bedürfnisse wie Latenz, RF-Interferenz oder terabyte-weise Traffic spielen da in der Mehrheit auch keine Rolle.
Na doch, das ist für den geneigten Internetkunden aber diffus: Fragt man nach, wie der Zugang läuft, kommt trotz ausreichender Tarifstufe (da wird dann auch als vermeintliche Abhilfe gern mal über Bedarf gebucht, weil der vorherige Tarif "anscheinend zu langsam" war):
Zwar kenne ich auch ein, zwei leidgeplagte FTTH-Kunden, aber da höre ich meistens "ach das Glasfaser - das läuft top".
Ist wie beim Sound: Dass man die Ursache schlechten Klang nicht einordnen kann bedeutet nicht, dass man es nicht wahrnimmt.
Und genau diese Kunden, die einen großen Anteil ausmachen, ob ein Vorhaben überhaupt rentabel wird, wechseln dann auf längst abbezahlte Alternativnetze (DSL,Kabel)
... beziehungsweise sind in der Alt-Technik gefangen, weil sie bisher Pech hatten und noch auf keinen FTTH-Zugang zurückgreifen können. Ich kenne mehrere Kabel-Kunden die das betrifft und sich über den Upload und/oder die Instabilität ärgern.
Bei DG muss man auch die Historie sehen: Gegründet 2011 von niederländischen Investoren. In NL hat man da schon aktiven Netzbetrieb gehabt. Da war, ähnlich wie bei Inexio (Quix), die Direktvermarktung vermutlich der einfachste Weg.
Glasfaser? Damit werden doch Netzknoten und Rechenzentren angebunden. Für Privatkunden war der Wettbewerb stolz auf "das neue DSL 50.000", für mehr wird es doch niemals irgend einen Bedarf geben ...!
Es gibt aber niemanden, der bereit wäre, den Aufpreis dafür in Kauf zu nehmen. Die Denkweise von 99 % der Kunden ist hier leider ausschlaggebend. [...] Das hier ein paar Poweruser danach schreien, lässt keinen Produktmanager der ISP schlecht schlafen.
Wobei das Management natürlich liebend gerne langsame Tarife schlecht macht: https://www.golem.de/news/glasfaser…605-208843.html
Die "langsamen" Tarife sind ein angenehmes Mittel zur Kundenakquise - kann man doch auf Upselling hoffen.
o2 und DG beschweren sich im Namen der Kunden(!) über das Angebot , liefern aber kein besseres zum gleichen Preis.
wenn der Preispunkt 20 € damit nicht erreichbar ist.
Wo kommen denn die 20 € her? Außer gewissen Extremsparern und Leuten mit Mitarbeiterrabatten dürfte das Gros der Kupfer- und Handynetzkunden darüber liegen. Da ist denen auch egal ob über MegaUltraSuperVectoring-DSL oder über 8G-Netz, oder über FTTH.
Den einfachste Telekom-Tarif (nur Telefon) bekommt man dafür regulär nicht, der kostet 23,95 € mtl.
Interessanter Versuch, es wird nach 2 Jahren automatisch günstiger. Die Preise sind wirklich konkurrenzfähig, 600 Mbps für dauerhaft unter 40 € sind schon eine Ansage.
Warum die Aufregung, das ist ein Gewerbeverein - gemeinhin Lobbyverband - die fordern die allermöglichsten Vorgaben.
Firmen wie Vodafone ist es gelungen, durch den Sprech "Gigabitausbau" anstelle von "Glasfaserausbau" die HFC-Netze zu glorifizieren. Das Potential von DOCSIS 4.0 kann nur entfaltet werden, wenn sich der Umbau rechnet - da wird der Investitionsunterschied langfristig betrachtet zu FTTH aber gar nicht mehr interessant. Denn ein FTTH-Netz von GPON zu XGS-PON und zu 25G-PON umzurüsten, ist eine Investition, die jeder Netzbetreiber risikolos vollziehen würde - auch beim "ungünstigsten" Konzept Distributed Split.
DOCSIS 4.0 (und damit die Aussicht auf wettbewerbsfähige Uploadgeschwindigkeit) im Gegensatz rechnet sich selbst für Vodafone in den allermeisten Netzen überhaupt nicht, das wurde offen kommuniziert.
Die Forderung nach Abschaltung (ob direkt oder indirekt vermittelt) halte ich angesichts der Verbindungsqualität auch nicht für gelungen, solange die Konkurrenz unzuverlässig ist. Andererseits: Der Telekom wurde in Vergangenheit die Evolution überlassen. So wurde, als Google Fiber mit 1 Gbps in den USA an den Start ging, in Deutschland noch überwiegend per ADSL/ATM über ein SDH-Kernnetz aus den 1980er Jahren gesuft. Eine Förderung(!) für VDSL-Ausbau Mitte der 2010er Jahre hätte man in sämtlichen Nachbarländern wohl auch nur müde belächelt.
So so, Telekom kauft das Netz. Überraschend irgendwie, normal ist für die Telekom doch hauptsächlich nur ihr Eigenbau gut genug. In der Ortschaft ist laut DLMttH's Breitbandfibel teilweise VDSL verfügbar, daher dürfte der Backbone vorhanden sein.
Ich gehe mal davon aus dass man sich da ausreichend Gedanken gemacht hat. Wahrscheinlich ist der Abstand Anschlussplatte zu Geräteboden größer als es auf dem Foto erscheint.
Könnte mir schon gefallen, das Gerät. Aber nur kompatibel mit GPON und AON? Für "FTTH-Anwärter" mit DSL ist das wieder so ein nutzloser Hybrid wie die 5690 Pro, wenn ihn ein Netzbetrieb mit XGS-PON erwartet.
Ich hoffe dass man auch eine WLAN-technisch ebenbürtige Variante ohne Modem rausbringen wird.
Edit: Ist wohl eh nur ein Lifestyle-Modell ohne 10G-Ethernet und mittelmäßigem WLAN-Durchsatz.
Die Krönung habe ich mal hier gesehen:
Ein MSAN wird per E-Tree auf mehrere PPPoE AC/BNGs geschaltet, Endgerät sucht sich den passenden BNG aus (hart gewählt oder derjenige, der am Schnellsten antwortet), und baut einen eindeutigen Tunnel auf. Keine Probleme bei Wartungsarbeiten im Netz durch DHCP Timer, die vorher angefasst und hinterher wieder angefasst werden müssen, denn Tunnel weg -> Routen weg.
Da die DTAG hier dieselben BNGs eingesetzt hat, wie der ISP für den ich gearbeitet hab, würde mich das sehr wundern, wenn es dabei zu Problemen gekommen wäre.
Sehr interessant, weiß eigentlich jemand, ob die Telekom bei Standard-Anschlüssen auch Failover zu anderen BNGs betreibt? Bei MPLS wird einiger Aufwand betrieben (Failover zu benachbartem BNG, Vermeidung von Brücken usw.), aber bei "einfachen" Anschlüssen, so mein Eindruck, ist die prähistorische Zuteilung über den Vorwahlbereich heilig.
Dafür spräche allerdings, dass hier mal Einblasarbeiten stattgefunden haben und eine Nachbarin die ausführende Firma (in der Hoffnung auf besseres Internet) befragt hatte: Es wurde ein "LWL-Querkabel" gelegt, und zwar von Vermittlungsstelle A in den benachbarten Ort mit Vermittlungsstelle B, welche grundsätzlich aber an einen anderen BNG angeschlossen ist.
Bin mal gespannt ob die Telekom sich noch auf die ländlicheren Beueler Ortsteile "herablässt", da hat Deutsche Glasfaser ja demletzt einen Rückzug gemacht. Ober ob NetCologne oder bn-t ein Projekt anstreben. Aber auch innenstädtisch gibt es ja noch genug zu tun ...
Ich würde behaupten dass meine Eltern sehr viel fernsehen.
Sie haben waipu.tv ausprobiert, gab es 1 Jahr lang zum Ausprobieren (zum Einmalpreis des Sticks) und besonders die Überall-Aufnahmefunktion wusste meine Mutter zu schätzen. Weil aber die RTL- und ProSiebenSat1-Sender im dann nötigen Abo für 7,50 € gar nicht enthalten waren und HD nur für rund 15 € mtl. erhältlich war - Werbung vorspulen dort meistens unmöglich - haben sie sich nach reiflicher Überlegung dagegen entschieden und schauen wieder SD. Für sie war es, weil man auch in HD mit Werbung erschlagen wird, ein schlechter Deal.
Die HD-Qualität fand ich auch nicht besonders berauschend, trotz korrekt eingestellter Framerate gab es Mikroruckler.
Allerdings hat der VDE Anfang diesen Jahres festgestellt, dass Gf-Kabel keinen Strom transportieren
Danke für diesen köstlichen Satz ![]()
Was ich mich frage, gilt das mit der unproblematischen Indoor-Leerohrverlegeung für alle LWL-Kabeltypen oder muss es eine Norm oder einen (Brandschutz)standard erfüllen wie U-DQ(ZN)BH / A/I-DQ(ZN)BH oder G.657.A2?
DVB-C ist eine massive Konstante. Abgesehen von häufigen Optimierungen im Spektrum (dem Internetdienst geschuldet) fällt mir - neben von durch Dritte gemanagten Satellitenschüsseln - keine barrierefreiere TV-Technik ein: Sorgenlos trotz schwachem WLAN, kein App-Update, kein abgelaufenes Abo, keine falsch gewählte Eingangsquelle usw.
Die einzige aktive Komponente, gebaut von WISI / Kathrein / Axing / Hirschmann, nennt sich Hausanschlussverstärker und läuft seit Jahren wartungsfrei. Stecker in die Dose, Sendersuchlauf, alles da. Analoges Kabelfernsehen konnte man relativ risikoarm abschalten aber ohne DVB-C verliert BK sofort seine Bequemlichkeits-Daseinsberechtigung für Double-Play-Kunden.
40 % der TV-Zuschauer glotzen über Kabel. Da müssen Vodafone und der Wettbewerb schon eine starke FTTH-Quote haben, um die "jetzt kann auch Oma wegwechseln"-Welle abzufangen. Es sei denn, Vodafone gelingt ein enorm geschmeidiger Umsteigeprozess auf eine IPTV-Plattform - das wäre IMHO eine unternehmerische Meisterleistung.
wieso war die überhaupt auf 60 Monate festgelegt?
Gute Frage. Ausgerechnet Unternehmen bleiben doch sowieso bei nem Anschluss wenn er gut läuft.
Bei MUENET wollten sie für den einfachsten "Business Basic Premium"-Tarif knapp 64 € brutto, leider ohne Festnetzflatrate. Aber 1 Gbps symmetrisch waren zu verlockend. Bin mal gespannt ob das stabil ist, wegen XGS-PON bin ich recht zuversichtlich.
Die 60 Monate MVLZ konnte man kostenfrei auf 24 Monate verkürzen.
Schon klar was er meint aber xDSL auf PPPoE (Layer 2) zu reduzieren ist fast blasphemisch.
Der ganze Zauber hinter den Verfahren ist doch erst mal die fehlerfreie Übertragung möglichst vieler Symbole pro Zeit über eine ungeschirmte Doppelader im Leitungsbündel, also Layer 1. Die Zerlegung in verschieden gut übertragbare Trägerfrequenzen (DMT) und effiziente Modulation (QAM) und Fehlerkorrektur sind bei FTTH gar nicht notwendig, bei DSL wär man froh wenn man solch saubere Wellenlängen ohne Übersprechen usw. verfügbar hätte und sich nur über das Tunnelprotokoll (oder nicht) Gedanken machen müsste ...
Edit: Irgendwie ist das Thema gefühlt ausdiskutiert, auch wenn es per se eine offene Fragestellung ist. Telekom kommt um FTTH nicht umher und versucht verschiedene Strategien. Vielleicht täte man gut daran, es zu schließen.
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