Deshalb habe ich Dir fuer die Trippy-Messungen IP-Adressen der Looking Glass Server der Zafaco fuer die breitbandmessung.de Server gegeben... da kann man der BNetzA gegenueber argumentieren, dass die Messung der Latenz zu denen der Breitbandmessung vergleichbar sein sollte.
Beiträge von pufferueberlauf
-
-
Das ist das Problem der Unternehmen, die Privatkunden das Produkt "Internetzugang" verkaufen wollen. Nicht das Problem des Privatkunden.
Sorry, das ist Realitaetsverweigerung Deinerseits. Du verlangst etwas was letztlich nicht garantiert werden kann...
Bin echt krass genervt von dem ganzen Mist. Würde gerne über ein Sonderkündigungsrecht einfach raus aus dem Mist. Ich bin mir auch Sicher das andere das selbe Problem haben. Mein Bruder wohnt einen Ort weiter, gleicher Anbieter, gleicher Ausbau und hat auch immer wieder solche Aussetzer beim gucken von Live Sport....
Nee, jetzt hartnaeckig bleiben und mit BNetzA und/oder Verbraucherschutz dafuer sorgen, dass die DG ihre CG-NAT Systeme in den Griff bekommt. Oder wenn Du meinst die schaffen das nicht, dann versuche Vodafone als DG-Reseller zu buchen (unklar ob das schon funktioniert).
-
Dann ist es Zeit das ganze zur Bundesnetzagentur (oder Achtung Kunde bei Heise) zu eskalieren... Zumindest beim OP ist die schlechteste Latenz ueber den Werten fuer die Mindestversorgung... (ich wette die BNetzA wird da stumpf nur auf die mittlere Latenz schauen und sagen "alles in Ordnung").
-
Ein Glasfaseranschluss, an dem man auch nicht per Bitstream Access eine IPv4-Adresse erhalten kann, ist kein Internetanschluss, sondern ein teures Spielzeug.
Das kannst Du gerne so sehen, aber aendert das etwas an der IPv4 Adressknappheit?
-
Fuer mich deutet das wie gesagt auf CG-NAT Probleme hin... Stoerung melden, immer wieder nachhaken und wenn sich die DG nicht ruehrt die Bundesnetzagentur einschalten.
-
Meine Unsicherheit liegt dabei, ob ich beim 1und1 oder deren White Label Provider (Maingau) im Telekom Peering landen könnte. Die hier schon häufiger geteilte Abfragemöglichkeit über öffentliche Easybell-Daten (https://github.com/n-thumann/easybell-carrier-map) sagt Versatel Backbone für meine Adresse. Gilt das auch sicher bei Glasfaser?
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, wenn 1&1 den BNG bereits fuer L2-BSA erschlossen hat waere es fuer 1&1 teurer FTTH per WIA umzusetzen. Ganz am Anfang waren bei 1&1 alle FTTH@Telekom Anschluesse per WIA umgesetzt worden, aber ich meine das ist Geschichte und jetzt machen die L2-BSA wenn sie koennen.
-
Wenn ich das richtig verstehe habe ich auf Hop 3 und 4 unter IPv6 Paketverluste und unter IPv4 das Ping Problem. Ist das ganze abhängig voneinander oder unabhängig? Gibt es dafür irgendwie eine möglichkeit das zu umgehen?
Aus meinen Notizen:
Kein Netzwerk-Hop ‘schuldet’ Dir ICMP Echo Request Antworten, und gerade Infrastruktur-Geräte wie Router sind dafür bekannt ICMP mit Ratenlimit zu versehen und runter zu priorisieren (siehe die exzellente englische ‘Anleitung’ zur Interpretation von Traceroute und MTR Resultaten weiter unten). Hoher Paketverlust oder erhöhte Latenz bei einem einzelnen Hop irgendwo auf der Strecke hat quasi keinen diagnostischen Wert, interessant wird es wenn von einem bestimmten Hop an Paketverlust und/oder Latenz unerklärlich erhöht sind. Mit unerklärlich meine ich, wenn Hop X in Europa ist und Hop X+1 in den USA, dass man dann schon mit einem Anstieg von ~70ms rechnen muss, die Daten müssen ja den Atlantik überqueren.
Hier mal mein Lieblingsdokument zum Thema Traceroute/mtr:
https://archive.nanog.org/sites/default/files/10_Roisman_Traceroute.pdfTl;dr: Hops mit Paketverlust der nicht bis zum Ende auf aehnlichem Level anhaelt sind "normal" und kein Zeichen von Ueberlast.
Ein Freund hat das ganze mal bei Claude.AI reingeschickt und der hat folgendes ausgespuckt:
Das ist immer riskant AI zu fragen ueber Sachverhalte mit denen man sich nicht auskennt...
Und bei IPv6 liegt Claude halt IMHO daneben... allerdings ist das eine Interpretation zu der auch Menschen neigen die ersten Kontakt mit Traceroute/MTR/Trippy Resultaten haben.
-
Mmmh, der Schlechteste-Fall bei IPv4 sieht deutlich schlimmer aus als bei IPv4...
Vielleicht kannst Du die IPv6 Variante fuer 10-15 Minuten laufen lassen, dann sehen wir vielleicht auch da > 100 ms Schlechteste, aber das deutet fuer mich auf Ueberlast beim CG-NAT Gateway hin... (nicht dass ich da ein echter Experte bin, kann also gut sein, dass ich falsch liege).
Da waere dann die DG zustaendig, wenn die CG-NAT machen ist das ihr gutes Recht, aber muss dann kompetent umgesetzt werden...
-
Leider letztlich unvermeidbar, weil der IPv4 Adressraum zu klein ist. IMHO erschreckend, dass die meisten Spiele-Server nur ueber IPv4 erreichbar sind...
-
Wenn es der ONT waere, dann sollte die grottige hohe Latenz auch schon beim 2 Hop (100.67.48.2) auftreten (das ist ein DG Hop zwischen Deinem Router/ONT und dem CG-NAT AFTR).
Mach doch mal vergleichende IPv4 und IPv6 Traces zum gleichen Server-Cluster mit trippy und poste Screenshots davon hier:
CodeHinweg-Trace mit trippy zum Looking-Glass-Server von breitbandmessung.de: https://lg.breitbandmessung.de: # Unter https://github.com/fujiapple852/trippy/releases zur aktuellen Release navigieren und unter Assets das passende Archiv fuer das eigene Endsystem (Windows, Macos, Linux) runterladen und lokal entpacken. # Unter Windows CMD als Administrator starten, ins Verzeichnis mit der Datei trip.exe wechseln und folgendes aufrufen, die Firewall muss eventuell fuer Trippy geoeffnet werden. trip --mode tui --icmp-extensions --dns-lookup-as-info --tui-address-mode both --tui-icmp-extension-mode all --tui-preserve-screen --dns-resolve-method cloudflare -4 193.238.173.27 --tui-custom-columns holsravbwdt --icmp trip --mode tui --icmp-extensions --dns-lookup-as-info --tui-address-mode both --tui-icmp-extension-mode all --tui-preserve-screen --dns-resolve-method cloudflare -6 2a11:380:1::7:3 --tui-custom-columns holsravbwdt --icmp # jeweils nach ca. 100 Messungen Trippy einfrieren (mit CTRL-f) und deinen Screenshot machen und posten -
Der dritte Hop ab dem bei Dir die "Worst"-Latenz in die Hoehe schnellt ist IMHO der AFTR, d.h. der Node der die Carrier-Grade NetworkAddressTranslation (CG-NAT) vornimmt. Das schmeckt ein bisschen nach ueberlastetem AFTR...
Ich wuerde zur Diagnose wenn ich betroffen waere folgendes ausprobieren:
VPS mit DualStack mieten bei einem gute verbundenen Hoster
Darauf einen Wireguard-Server installieren und daheim auf dem Router einen Wireguard clienten und dann mal sehen was passiert wenn Du Deinen Traffic am AFTER vorbei leitest.
Um es klar zu sagen, ich habe das selber noch nicht gemacht und kann daher keine gute Konfigurationshilfe leisten, aber das waere der Weg den ich versuchen wuerde.
Wenn das dann funktioniert wuerde ich erst die DG dazu um Stellungnahme bitten und wenn da dann nichts kommen sollte auch die Bundesnetzagentur hinzuziehen (ich erwarte nicht das die akut viel machen wird, aber hoffentlich mittel- oder langfristig).
-
Gigabit Ethernet hat eine Bruttorate von 1000 Mbit, je nach verwendeter Verkapselung kann man damit eine TCP-Nutzlastrate von ca. 950-940 Mbps erzielen. Aber das Brutto-Limit ist 1000 Mbps. Weil die Packetgroesse variabel ist machen Netto-Limits nur Sinn, wenn man auch die mittlere Paketgroesse angibt.
-
Unklar ob es eine gute Idee ist einen POE-Switch in einen kleinen Kasten zu quetschen, wegen der Abwaerme...
-
Das sind bestenfalls 20% Unterschied, das mag numerisch "nicht gerade wenig" sein, aber ich wette Du kannst bei normaler Benutzung gar nicht sagen ob Dein Link mit 940 oder 1150 Mbps arbeitet, klar kannst Du das messen, aber einen spuerbaren Unterchied duerfte das bei den ueblichen Nutzungen nicht machen.
Aber das ist hier im Thread OT, daher schlage ich vor, dass wenn es da noch Diskussionsbedarf gibt diesen in einem neuen Thread zu behandeln, okay?
-
Ich find's spannend und hilfreich. Nur weil man als DG-Kunde kein Geschenk bekommt, heißt das nicht, dass man anderen die Überprovisionierung nicht gönnen muss.
Das ist kein Geschenk (die Kosten fuer den variablen Anteil duerften im Tarif mit einberechnet sein)... das ist nicht Überprovisionierung sondern Unterreportierung...
Seit der Einfuehrung der Bessungsmetjode zur Vertragstreue von ISPs ist es sinnvoll etwas tiefzustapeln...
Ich halte den Mehrwert von netto 940 gegen netto 1040 fuer sehr ueberschaubar, das kommt gerade mal zum Tragen wenn man viele und/oder sehr grosse Datein schnell uebertragen muss/will. Kommt schon mal vor, ist aber, wuerde ich wetten fuer die meisten von uns die Ausnahme, nicht die Regel.
Ich wuerde in der Box einen Router ohne WLAN einbauen, und 1-2 APs in den geeignetsten Raeumen per LAN anbinden...
-
Ich kann beides gleichzeitig doof/sub-optimal bewerten... beide Dinge haben fuer mich wenig miteinander zu tun...
-
Wobei die Tarifwechsel der Telekom doch im letzten Sommer erfolgt sind... OK wenn das ein paar Monate dauert bei der UGG, aber fast ein Jahr?
-
Da bist Du nicht nur zu optimistisch, sondern auch weg von der Realität.
Mein Kenntnisstand war, dass die Telekom den Plan nicht mehr benoetigte Vermittlungsstellen zu veraeussern im wesentlichen ad acta gelegt hat. Aber das mag inkorrekt sein. Ist aber auch egal, weil mein Wunsch zwar nicht unmoeglich zu erfuellen ist, aber halt wie Du so schoen schriebst weit "weg von der Realität" ist...
-
Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Nach meiner Auffassung sollte man (Zugangs-) Netz- und Internet-Provider trennen.
Das waere eine gute Idee (gewesen, der Drops ist IMHO leider bereits gelutscht).
Ich sehe nicht, wo die ISPs größeres Interesse haben, den Layer 1 selbst zu betreiben. Das ist ein sehr großer (finanzieller) Aufwand, verglichen mit der Übernahme im Layer 2 oder gar erst im Layer 3.
Du ignorierst den Kontroll-Aspekt und natuerlich steigen die Preise der Vorprodukte da mit an mit einer Staffelung der Art L0 < L1 < L2 < L3.
-
Und wie viele davon würden auf einem passiven Zugangsnetz aktive Komponenten in jedes Dorf stellen?
Weiss ich nicht, es ist allerding IMHO wettbewerbspolitisch aeusserst brisant da einen Grenzwert niedriger als alle Interessierten zu ziehen, und die Obergrenze dafuer ist halt die Zahl der existierenden ISP... Ziel ist ja so viele Anbieter wie moeglich an den Start zu bringen, zumindest ist das die Rhetorik, auch wenn in der Praxis erkennbar ein Oligopol gefoerdert wird.
Die Zahl ist völlig irrelevant. Ich behaupte mal, dass BSA überhaupt erst nennenswert Wettbewerb ermöglicht.
Jain, ja BSA ist deutlich besser als gar nichts und fuer viele ISP mag das attraktiv sein. ABER gerade in den Faellen wo ein ISP sein Segment in Ueberlast faehrt (Hallo Vodafone) haengen BSA Reseller dann voll mit drin.