Beiträge von pufferueberlauf
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Das sind diejenigen mit >80 % FTTH-Abdeckung, die auch tatsächlich mit aktiven Anschlüssen genutzt wird, weil der Wiederverkauf der zumeist dunklen Faser zu marktfähigen Preisen funktioniert.
Du verwurstest da mMn. zwei Fragen mit einander, mit dem offensichtlichen Ziel wieder mal Schwarzmalerei der feinsten Art betreiben zu koennen. Dein gutes Recht, aber ebenso mein gutes echt das nicht sonderlich ernst zu nehmen. Ich weiss immer nicht ob Du Deinen eigenen Zynismus selber glaubst oder nicht.
Die > 80% FTTH-Abdeckung kommt auch bei uns, mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor Ende 2030, da haengen wir hinter den meisten anderen EU-Laendern her, weil wir spaeter angefangen haben (und zusaetzlich arbeits- und zeitaufwendigen Tiefbau verwenden und daher auch nicht schneller arbeiten und zusaetzlich halt auch viele WEs zu versorgen haben).
Das mit den aktiven Anschluessen wird auch noch, aber das passed -> connected Tempo liegt bei unter 2.5%-Punklten/Annum, d.h. 80% TakeUp wird auf sich warten lassen, egal ob die Endkunden FTTH wollen oder nicht, weil sie schlicht nicht koennen.Erzaehl' doch mal, wo der Wettbewerb ausser in Frankreich und der Schweiz "zumeist" ueber Dark_fiber-Miete laeuft?
Nach Deiner Definition von "marktfähig" frage ich nicht, da erwarte ich keine konsistente Position.
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Deutschland hat nicht 57 % der Haushalte auf aktiven FTTH-Anschlüssen. Was sind das für Quatschzahlen?
Mmmh, ich sehe, Du liest meine Posts nicht... 57% ist der Anteil der homes activated and den homes connected, also der Anteil der aktiv genutzen Anschluesse bezogen auf die Anschluesse die FTTH tatsaechlich nutzen koennen... In der normalen Nomenklatur gilt, dass ein home passed in wenigen Wochen aktivierbar sein sollte, was aber bei uns klar nicht der Fall ist, da liegen meist Monate bis Jahren zwischen passed und connected, und daher macht eine Bezugnahme auf homes passed keinen Sinn wenn wir das Kundeninteresse, bzw. die Nachfrage bemessen wollen.
Und ja, ist bei 3000-4000 Euro pro Anschluss nicht sonderlich effizient massiv mehr homes passed zu bauen als man anschliessen kann/will, aber das ist eine andere Frage. -
Neugierig, was daran ist fuer Dich Murks? Ernst gemeinte Frage, habe bisher nur wenige HÜP-Bilder gesehen und keinen offenen im echten Leben, fuer mich (als Laien) sieht das OK aus.
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Und viele Netze wurden auch von von Finanzinvestoren und Infrastructure-Fonds finanziert und die wollen eine schnelle Rendite oder zumindest die Absicherung ihrer Einsätze verlangen.
Spoiler alert: auch ohne Investoren im Boot, wollen/muessen FTTH-Erbauer ihre Investitionen in den Netzbau wieder zurueckgewinnen...
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Das macht keinen Spaß und zeigt auf wie veraltet und teuer die Strategie für den Glasfaserausbau in Deutschland ist. Und das das nicht immer perfekt klappt, ist auch kein Wunder..
Ausser halt, dass die ISPs im Gigabit-Forum an Loesungsansaetzen fuer genau diese Reibungspunkte suchen... und sich anscheinend in einigen Punkten einigen konnten. Bisher nicht einigen konnte man sich wohl auf die Preisfestsetzung, daher der aktuelle Diskussionsbeitrag der BNetzA dazu, den Edding hier schon zitiert hatte (weitere Diskussion dazu bitte hier).
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Oder lieber ein physisches Netz in staatlicher Kontrolle auf die sich die Provider mit ihren Leistungen einbuchen zu festen Mietkosten?
MMn. ja, das waere das bessere Modell, machen wir ja beim Strassenbau aehnlich, und alle Speditionen nutzen das selbe Strassennetz und zahlen die selbe LKW-Maut...
Dann sind die Grundkosten für alle gleich
Nur die Grundkosten fuer das Zugangsnetz, bei den weiteren Kosten koennen durchaus Unterschiede resultieren, so verdient die Telekom mit ihren Uebergaben Geld, waehrend kleinere ISP dafuer eher selber Geld zahlen muessen.
und was der Dienstleister an eigenen Kosten und Ertrag für seine Leistungen kalkuliert schlägt sich dann im Endkundenpreis nieder.
Ist ja heute schon genau so, und trotzdem haben unterschiedliche ISPs unterschiedliche Preise, selbst wenn sie die gleichen Vorleistungen nutzen.
Da alle in etwa identischen Aufwand haben, sind die Preise nur marginal abweichend.Jain, das ist eine Option, kann aber auch sein, dass jetzt z.B. no-frills Anbieter spuerbar billiger werden und Vollsortimenter teurer aber halt mit mehr Extras... haengt davon ab was der Kunde letztlich haben will.
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Hm, ich vermute schon dass es etwas darüber hinaus geht. Für die unter dem Buzzwort "Industrie 4.0" verkauften Dienstleistungen wird man noch Reserve vorhalten. Beim geplanten Network Slicing muss man auch vorsichtig sein um Klagen wegen Bandbreitenengpässen zu vermeiden.
Das ist halt die "aktuelle Last" fuer die das Netz heute dimensioniert wird... ich hatte das klar zu stark vereinfacht formuliert. Ich meinte nicht die aktuell im Netz messbare Spitzenlast (oder ein Quantil davon) sondern die Last fuer die das Netz ausgelegt ist, das ist ueblicherweise die reale mittlere Spitzenlast, plus Reserven (z.B. fuer in naher Zukunft erwartete Lastzunahmen).
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Damit kann man kein Geld verdienen.
Ich haete da mal eine Uebung fuer Dich, jetzt vergleiche doch mal die FTTH-Vorliestungspreise (egal ob von Telekom, GF+ oder GFNW) mit den DSL-Vorleistungspreisen der Telekom im selben Tarif-Modell und in der selben Tarif-Klasse. Und dann schreibe eine kurze Analyse warum Du einerseits argumentierst, bei DSL gaebe es Wettbewerb (ich meine das waere Deine Position) und akzeptables Preisniveau, weshalb die Kunden dort blieben, und andererseits, dass man mit FTTH Vorleristungsprerisen kein Geld verdienen koenne. (Der Schocker ist, Vorleistungspreise liegen sehr eng beieinander, d.h. entweder ist bereits DSL nicht rentabel, oder aber die Analyse fuer FTTH ist inkorrekt*).
*) Und das ist genau mein Verdacht, es geht hier ja um Bauchgefuehl und nicht um harte Fakten. Auf die Idee einfach mal selber zu recherchieren bevor man wilde Spekulationen postet scheinen von manchen Mitforisten noch nicht gekommen zu sein
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Das messe ich am prozentualen Anteil der geschalteten FTTH-Anschlüsse.
Und was ist da fuer Dich die Schwelle? Ich erinnere Deutschland liegt da, realistisch gemessen bei 57%.
Wenn oben zitierte "Standardangebot" der GlasfaserPlus die Verhandlungsgrundlage sein soll, dann kann man es auch gleich komplett sein lassen. Damit kann man kein Geld verdienen.
Na ja, glaube nicht, dass die GF+ da viel verhandelt, aber das Standardangebot enthaelt auch eine Commitment-Alternative...
Hat sich Maingau wohl auch gedacht und ist komplett ausgestiegen.
Da kann man trefflich spekulieren, bin nicht ueberrascht zu welcher Interpretation die Zynikerfraktion kommt.
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warum plant man so irrsinnig lange im voraus?!
Vermute mal, weil Hardware nur X Jahre haelt und sich in der Zeit amortisieren muss (d.h. die rechnet sich dann wenn man die X Jahre auch moeglichst ausschoepft), man aber vermutlich bessere Preise bekommt wenn man XXX Stueck gleichzeitig bestellt. Wenn jetzt neuere Technik hoehere Umsaetze bescheren wuerde, gaebe es ein wirtschaftliches Argument fuer vorzeitigen Techniktausch zumindest wenn die Umsatzsteigerung die Mehrkosten aufwiegt. ABER, zumindest hier im Forum ist ja die XGS-Forderer-Fraktion meist nicht bereit fuer XGS Tarife spuerbar mehr zu zahlen, sondern erwartet gleichzeitig massive Preisnachlaesse.... und auch in anderen Foren ist did geaeusserte Zuzahlungsbereitschaft eher klein, z.B. 5 Euro extra. Aber ohne wirtschaftlichen Anreiz wird ein ISP ein kostenspieliges Technikupgrade eher rauszoegern, als es zu beschleunigen, oder?
Aber Hand aufs Herz, welche Ethernet-Netztechnik betreibst Du zuhause, und wie lange schon?
Ich bin, wenn ich mich recht erinnere, seit etwa 2011 bei Gigabit-Ethernet, aber vorher hatte ich auch nur einen Laptop (mit FastEthernet Port und 802.11.b wlan) und einen alten Netzwerkdrucker (mit 1 Mbps Ethernetport, hp laserjet series II) und eine FB WLAN SL (mit einem einzigen FastEthernetport, wenn ich mich recht erinnere)... 10 Gbps+ ist bei mir (noch) kein Thema, da 1 Gbps bereits voll ausreicht, mein NAS arbeitet mit klassischen Festplatten, und kann schon 1 Gbps nicht wirklich saettigen...
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"Preise ohne USt." liegt alles deutlich über Endkundenpreisen in Ländern mit funktionierender Glasfaser-Strategie
Wie bestimmst Du ob ein Land eine "funktionierende Glasfaser-Strategie" hat? Vermutlich ueber die Preise... auf das sich das Rad der zirkulaeren Logik ewig drehen moege...
Ach ja, die Swisscom nimmt fuer ihren 1 Gbps Tarif 81.80CHF/Monat, was ueber den Vorleistungspreisen fuer FTTH1000000 liegt, und die Schweiz hat mMn. eine funktionierende Glasfaserstrategie.
Das soll nicht heissen, die Vorleistungspreise der Telekom waeren nicht hoch, aber man kann die Kirche auch im Dorf lassen...
Das ist nicht marktfähig! Da ist nichts mehr zu retten.
Unklar auf Basis welcher Theorie was ein Markt ist und wie dort Preisfindung stattfindet Du zu diesem Schluss gekommen bist?
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Haengt davon ab wofuer man die Zahl verwenden will. Wenn es darum geht abzuschaetzen wie rentabel FTTH fuer die ISPs ist, ist activated/passed sinnvoll. Wenn es darum geht abzuschaetzen wie hoch die robuste Nachfrage / das Interesse der Endkunden an FTTH ist, dann ist mMn. activated/connected sinnvoller, gerade auch weil selbst bei Interesse bei uns meist mehr als die wenigen Wochen zwischen passed und connected liegen, welche die Definition von home passed eigentlich vorgibt.
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Mmmh, "buchen" ist meine Eindeutschung von TakeUp.... weil das die relevante Zahl ist, wer zahlt Geld dafuer, alles andere ist bestenfalls ein Versprechen in der Zukunft Geld zu zahlen...
Aber werde ich in Zukunft anders benennen, weil ich verstehe warum Du das anders definierst.Es werden ja eher weniger als 50% wenn man berücksichtigt dass auch "Homes Passed"-Haushalte einen Tarif buchen können (auch um den physikalischen Anschluss dadurch anzustoßen).
Jain, mir geht es darum wer Geld bezahlt, und gezahlt wird bei uns nur fuer aktiverte Anschluesse, und nur home connected ist aktivierbar und damit in der Lage aktiv Geld einzuspielen.
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Nun ja, wenn die Netzstruktur quasi nur L2-BSA ermoeglicht und man dann strukturell zu hohe Vorleistungspreise im Markt etabliert, wie soll sich der Markt davon erholen?