Immer wenn das "der Rest der Welt/Europas lacht ueber uns" Argument kommt ist die ernsthafte Diskussion eigentlich vorbei... dem Rest der Welt ist das IMHO so ziemlich egal...
Beiträge von pufferueberlauf
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NE4 steht in diesem Kontext fuer Netz-Ebene 4, und das ist die Gebaeude-interne Infrastruktur, siehe z.B. hier.
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Aluhut absetzen? Die BNetzA beschreibt das was momentan geltendes Recht ist, das ist jedoch nicht zwingend in Stein gemeisselt, d.h. das kann man aendern. Ansonsten ist es ja auch bei anderer Infrastruktur ueblich Eigentuemer zu Kasse zu bitten (Strom, Wasser, Abwasser, manchmal Strassensanierung, Kanalisation).
Glasfaserbereitstellungsentgelt ist eine andere Baustelle, da geht es weniger um die ISPs (wobei die natuerlich schon mit drin haengen, denn die muessen da ja die NE4 ausbauen) als um die Eigentuemer/Vermieter. Das ist aber IMHO im Vergleich zum Nebenkostenprivileg der Vorzeit ein deutlicher Fortschritt, da es bei so ausgebauter NE4 keine Providerbindung geben darf. Das ist dann auch der Grund warum das IMHO selten gemacht wird, Hausverwaltungen und ISPs finden das weniger attraktiv vermute ich mal.
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Das Dokument wurde komplett von Leuten erstellt, die ein absolut statisches Modell des Haushaltskunden annehmen.
Jain, das Impulspapier stellt da nur Optionen zur Diskussion, und eine davon ist nun mal auch die Endkunden an den Migrationskosten zu beteiligen:
ZitatAuch Endkundinnen und Endkunden profitieren langfristig von höheren Bandbreiten und besserer Servicequalität. Die Kosten für endkundenseitige Anpassungen könnten daher zumutbar sein, sofern sie nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip (4.) in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.
Dein Zitat war unvollstaendig...
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Wenn das ein Großteil macht,
Na ja, dieser Vorschlag wird ja haeufiger gebracht... i.d.R. allerdings von Leuten die das IMHO:
a) entweder selber nie ausprobiert haben (also kompletter Internetzugang per Mobilfunk, statt Festnetz);
b) oder aber nicht in einer Funkzelle die aus welchem Grund auch immer gerade voll gesaettigt wird.Es gibt gibt Gruende warum Starlink und zumindest manche FWA (Mobilfunk als "offizieller" Festnetzersatz) Anbieter darauf achten, dass die Anzahl der Kunden in einer Zelle nicht zu gross wird.
Man kann FWA so ausbauen, dass man das tatsaechlich als Festnetzersatz verwenden kann, aber das kostet dann auch einen Batzen Geld, das IMHO besser direkt in FTTH investiert wuerde, und wird beim Endkunden dann auch Extrakosten erzeugen...
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So, jetzt kommt zumindest ein ganz klein bisschen Bewegung in die DSL-Abschaltung...
Die BNetzA hat ein Impuls-Papier zur Kupfer-Glas Migration veroerffentlicht und um Stellungnahmen gebeten:
Bundesnetzagentur - Kupfer Glas Migration
Direktlink zum PDF: hier
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Da wir erkennbar aneinander vorbei diskutieren und das ganze auch nur bedingt zum Thread-Titel passt, ist es fuer mich Zeit zu versuchen diesen Subthread auslaufen zu lassen.
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Was interessiert das den Endkunden (an beiden Enden der Leitung), der den ganzen Spaß bezahlen soll?
Das war nicht die Frage die Du aufgeworfen hast, das war doch "Jetzt weiß man ungefähr, was die Telekom CF dafür berechnet." und das ist eben IMHO inkorrekt.
Hier interessiert nur und ausschließlich die Endkundenseite. Die Endkunden, sind diejenigen, die miteinander kommunizieren wollen. Die Netzbetreiber sind nur die Trittbrettfahrer.
Das mag fuer Dich stimmen, aber halt nicht fuer die Frage die Du gestellt hast.
Der Endkunde wird pro GB abgerechnet. Der Hosting-Endkunde kann der Bundesnetzagentur mitteilen: ohne Telekom-Netzbremse kostet es pro GB 0,10 $ + USt. Irgendwas wird die Telekom der CF schon berechnen, dass ein entsprechender Endkundenpreis herauskommt.
Jain, Cloudflare argo smart routing ist keine Sonderlocke fuer die Telekom sondern wird als generelle Beschleuningung vermarktet, da wird es schwer die BNetzA zu ueberzeugen, das waere eine Telekomsteuer...
Was irgendwelche Netze intern abrechnen, kann dem Endkunden dafür komplett egal sein.
Das mag sein, aber das war halt nicht die Frage die Du aufgeworfen hattest. bzw. die Interpretation die Du vorgeschlagen hast.
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Diese Zahlen sind eben nicht völlig unabhängig von der produzierten Netzauslastung, sie stehen in einem gewissen Verhältnis und das reicht aus, um grob einzuschätzen, wie teuer das Telekom-Netz (von beiden Seiten) ist.
Mehr als Erklaeren kann ich es nicht, wenn Du weiter an das Maerchen des "monatlichen Datenvolumens" glauben moechtest kann ich Dich kaum abhalten...
Ja, das monatliche Datenvolumen duerfte im groben mit der relevanten Kapazitaetsnutzung zur Primetime korrelieren, nur koennen halt echte Netzwerke (wie Cloudflare und die Telekom) das tatsaechlich relevante Mass (Kapazitaetsauslastung zu Primetime) direkt messen, warum sollten die da auf ein schlechtes Korrelat zurueckgreifen?
Im Mobilfunk wird Datenvolumen IMHO nicht eingesetzt weil es fair die relativen Kosten misst die ein jeder Kunde verursacht, sondern schlicht und dumpf, weil die Kunden das als Preisdifferenzierungsmass akzeptiert haben... und weil das den Carriern erlaubt extra HighSpeed-Zusatzdatenvolumen zu verkaufen...
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Jetzt weiß man ungefähr, was die Telekom CF dafür berechnet.
Eher nicht... beim paid Peering/Transit wird meist nach der Kapzitaetsauslastung abgerechnet (google mal burstable billing) nicht nach Datenvolumen (weil Kapazitaet Geld kostet, nicht reines Volumen*)... ABER Endkunden (z.B. von Cloudflare) sind das nicht gewohnt, daher schnitzt Cloudflare da einen Volumenbasierten Preis draus, der uns wenig Rueckschluesse erlaubt, was den Cloudflare bei der Telekom zahlen wird....
*) Ein Beispiel ein monatliches Datenvolumen von 0.3TiB
laesst sich mit Datenraten irgendwo zwischen
((0.3*8*1024^4)/(60*60*24*30))/(1000^2) = 1.01806632201 Mbps
und
(0.3*8*1024^4)/1000^4 = 2.63882790666 Tbps
uebertragen, und man braucht dafuer unterschiedlich dimensionierte Leitungen... und da teurere Leitungen/Ports mehr kosten benoetigt der zweite Fall "alles in einer Sekunde" deutlich teurere Infrastruktur (Backbone und Uebergaben) als der erste Fall "alles homogen ueber einen Monat vertreilt".
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Das haengt immer davon ab was der Vorleister bereit ist mit zu machen. So verwendet O2 im DSL und FTTH Bereich immer PPPoe mit echtem Dualstack, aber bei DOCSIS nur CG-NAT/ds-lite (nicht ganz klar was genau), vermutlich weil das alles ist was Vodafone da anzubieten bereit ist.
UNd da es hier mit der DG um einen Vorleister geht der bisher meines Wissens noch nicht in Aktion getreten ist, ist es halt IMHO noch schwer vorhersagbar wie das technisch umgesetzt werden wird. Aber das ist natuerlich auch nur Spekulatius meinerseits.
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DG soll ja den L2-Traffic an Vodafone übergeben
Das ist doch die offene Frage, wie wird das technisch genau umgesetzt?
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Aber im OpenWrt Thread geht es um einen DSL Anschluss mit Telekomvorleistung (und die Telekom kann bekanntermassen PPPoE) und nicht um einen FTTH Anschluss auf DG Vorleistung (die DG macht ja bisher kein PPPoE), oder?
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Ja so wie es aussieht haben die eine Gigabit und eine 10Gigabit Loesung im Angebot, d.h. bei den meisten Tarifen kommt ein normaler Traffic-Shaper zum Einsatz. Was per se nichts schlimmes ist.
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Weshalb es in UK, wo es funktionierende Regulierung und einen funktionierenden Markt gibt (beides nicht vorhanden in DE) nur 900-Mbit-Zugänge angeboten werden, wo kein echtes Gigabit rauskommt.
Jain, im UK sind die Wettbewerbsregel so, dass ISPs nur mit Zahlen werben duerfen die sie mit ausreichender Sicherheit nachweisen koennen, d.h. die werten da Speed-/Kapazitaetstests der eigenen Kunden aus um zu den Werbe-Zahlen zu kommen.
Und viel besser als bei uns funktioniert auch da der Markt nicht, auch da handelt es sich IMHO um ein Oligopol...
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Jein, bei OI ist das max. 8000. Letztlich ist es nur ein Filter, was dem Kunden geliefert wird. Auf der Gf können auch andere krumme Datenraten bei Ethernet angelegt werden.
In der Tat, wenn die fuer einen 1G Tarif auf beiden Seiten 10G Optiken "verschwenden" dann ist das in der Tat nur ein Softwarelimit... dann sollte man due daran erinnern, dass die Bundesnetzagentur die zugesicherten Vertragsraten im Produktinformationsblatt als netto Datendurchsatz interpretiert.
Bei OI/Fuxx waren die Sprünge 500/1000/2000/8000. Dies sind aus Sicht von Kupfer-LAN-Ethernet willkürliche Werte. Wenn man eine SFP+Medienwandler in den Slot steckt, kommt das an, was als Ethernet auf der anderen Seite hineingepackt wird.
Jain, beide Seiten muessen sich auf eine Ethernetbruttorate einigen und miteinander kompatibel sein.
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Da verwechselt du etwas. Wenn bei GPON 1000 anliegen, kommt auf der physikalischen Leitung Ethernet mit ca. 940 raus.
Jain, bei der Telekom wird auf der GPON Seite netto irgendwas im Bereich 1050-1150 Mbps geschaltet, und wenn z.B. ein Glasfasermodem2 im Einsatz ist und der Router per 2G5 Ethernet mit dem MOdem verbunden ist, kommen beim Router auch netto mehr als ca. 940 Mbps an.
Bei AON wird schon auf der Glasfaser Ethernet gesprochen, unabhängig von der Geschwindigkeit. Da fällt der Overhead weg, da wird dann ja auch meistens kein PPPoE gemacht sondern DHCP.
Das ist richtig, aber wenn bei AON 1 Gbps Ethernet zum EInsatz kommt, dann ist bereits auf der Glasstreckle das netto-limit bei ca. 940 Mbps, eben weil bei Gigabitethernet das beworbene Gigabit fuer die Brutto-Ebene gilt.
Wenn man nur einen billigen Medienwandler mit 1 GB einsetzt, bekommt man auch wieder etwas weniger. Nimmt man einen für 10 GB bekommst du die volle Geschwindigkeit auf der Kupferleitung.
Das ist bei AON mit Gigabitethernet ueber's Glas egal, und selbst ein teurer Medienwandler aendert daran nichts...
Was netto genau ankommt haeng von den Details ab, aber fuer blankes IPv4/TCP ohne PPPoE oder VLAN ueber Ethernet mit MTU 1500 ist das theoretische Limit:
CodeGigabit Ethernet Goodput MTU 1500, TCP IPv4: 1000 * ((1500 - 20 - 20) / (1500 + 38)) = 949.284785436 Mbps IPv6: 1000 * ((1500 - 20 - 40) / (1500 + 38)) = 936.280884265 Mbps PPPoE/TCP IPv4: 1000 * ((1500 - 8 - 20 - 20) / (1500 + 38)) = 944.083224967 Mbps IPv6: 1000 * ((1500 - 8 - 20 - 40) / (1500 + 38)) = 931.079323797 Mbps -
Was die Frage auf wirft, warum ist das ausfinanzierte DSL noch so teuer bei eine 50er Leitung. Da würde ja schon Mobilfunkverträge ins Gespräch gebracht.
Dazu muesste ich etwas ausholen.... aber um es kurz zu machen, das Ziel der Regulierungspreisfestsetzung ist ein zweifaches:
a) Mitbewerber sollen auf Basis der Telekomvorleistung in der Lage sein die Tekekom preislich unterbieten zu koennen und dabei profitabel zu sein.
b) ein Mitbewerber sollte in der Lage sein ein eigenes Zugangsnetz finanzieren zu koennen ohne befuerchten zu muessen von der Telekom durch Dumpingpreise unterboten zu werden.
Das erklaert warum die Mitbewerber aehnliche Preise aufrufen wie die Telekom... weil die Preise der Telekom aus gutem Grund per Regulierung kuenstlich hoch sind um zumindest ein Spur von Wettbewerb zu erlauben.
Ob man das Regulierungsziel nachvollziehen kann/will ist erst mal nebensaechlich, da die Telekompreise meines Wissens eben unter Beruecksichtigung beider Ziele festgelegt werden...
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Ich sehe wohl euer Zahlenspiel, aber ich kann es trotzdem nicht "unterstützen"
Was gibt es da zu unterstuetzen? Das ist erstmal eine hoffentlich neutrale Datensammlung Stand heute. Wir koennen gerne ueber das warum spekulieren, auch wenn die Antwort einfach sein duerfte: relativ schnelle Rendite fuer hohe Investitionen, entweder fuer die Geldgeber oder um den weiteren Ausbau finanzieren zu koennen...
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Tatsächlich ist es hier bei vielen Glasfaser-Netzbetreibern außer der Telekom sogar anders herum, ich kriege nur 940 Mbit/s netto aus dem ONT, obwohl das Protokoll 2400 erlauben würde und ein 1000er Tarif bestellt ist, währenddessen habe ich die Möglichkeit, bei VDSL 60 statt 50, 109 statt 100, 190 statt 175 und 260-270 statt der bestellten 250 Mbit/s netto zu bekommen.
Das ist zu optimistisch, brutto packt ein GPON Segment in der Realitaet eher so 2200 Mbps in der Summe, der Rest geht fuer FEC, GPON Framing Overhead und Verwaltungstraffic fuer DBA drauf.
Aber was klar ist, mit GPON kann man Tarife schnitzen die netto >= 1 Gbps liefern koennen. Macht z.B. die Telekom so.