Hallo tepe,
leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass der Kundenservice von Deutsche Glasfaser nicht gerade als "gut" zu bezeichnen ist. Antworten wie diese zeigen, dass den Mitarbeiten teilweise das Fachwissen fehlt oder sie keine Zeit / Lust haben fachlich korrekt und ausführlich zu informieren. Ich persönlich würde mir wünschen, dass Deutsche Glasfaser neben den ganzen Bauprojekten auch in den Kundenservice investieren würde.
Zum Thema der nicht öffentliche IPv4-Adresse:
Natürlich verstehe ich, dass man bei der Feststellung keine öffentliche IPv4-Adresse zu erhalten enttäuscht ist. Dennoch dürfen wir Nerds nicht außer Acht lassen, dass dieser Umstand für die große Mehrheit der Kunden nicht ins Gewicht fällt.
So gibt es z.B. in meiner Familie sechs Anschlüsse von Deutsche Glasfaser. Zwei dieser Anschlüsse gehören mir. Nur an einem meiner beiden Anschlüsse wäre der Erhalt einer öffentlichen IPv4-Adresse interessant. Ich schreibe bewusst "interessant", weil ich ein für mich sehr gut funktionierendes und kostengünstiges Setup gefunden haben, um die nicht öffentliche IPv4-Adresse zu kompensieren. Mit meiner Lösung bin ich so zufrieden, dass ich auch mit einer öffentlichen IPv4-Adresse (wahrscheinlich) nichts daran ändern würde.
Zum Thema Site-to-Site-VPN:
Natürlich kenne ich dein Setup nicht. Dennoch ist allgemein davon auszugehen, dass nicht beide VPN-Gegenstellen eine öffentliche IPv4-Adresse zum Aufbau des VPN-Tunnels benötigen. Wenn dein VPN-Server den VPN-Tunnel von einer nicht öffentlichen IPv4-Adresse zur Gegenstelle mit einer öffentlichen IPv4-Adresse aufbaut, solltest Du keine Probleme haben. [Umgekehrt würde es natürlich nicht funktionieren.]
Zum Thema feste-ip.net / edv-kossmann.de:
Zitat
Weiterhin möchte ich nicht noch zuzüglich Geld an einen weiteren Dienstleister bezahlen:
- wo ich nicht weiß, dass dieser eventuell in ein paar Jahren pleite geht (man weiß ja nie)
- wenn ich eine 1G Leitung besitze und dieser dann nur fähig ist, ~200M zu routen
- wenn dieser die IP-Adressen auch nattet / ein Forwarding betreibt (wie edv-kossmann es tut)
zu Punkt 1): Wenn Du die beiden genannten Anbieter im Internet recherchierst wirst Du feststellen, dass beide bereits seit längerer Zeit mit ihren Angeboten am Markt vertreten sind. Sollte in der Zukunft eines der Angebote eingestellt werden, gibt es (Stand heute) ähnliche / gleichwertige Alternativen. Das finanzielle Risiko ist vergleichsweise gering.
zu Punkt 2): 200 Mbit/s sind doch gar kein schlechter Wert. Der Deutsche Glasfaser Tarif "DG giga 1000" verfügt im Normalfall über 900 Mbit/s Downstream und nur 500 Mbit/s Upstream.
Wie zuvor erklärt, sind Dienstleister wie feste-ip.net und edv-kossmann.de eher für Client-to-Site-VPN und Port-Forwardings erforderlich. Bei Client-to-Site-VPN wird man in der Praxis wohl kaum derart hohe Geschwindigkeiten erreichen, dass 200 Mbit/s ein nennenswerter Flaschenhals wäre. Etwas ähnliches gilt für Port-Forwardings (insb. dann wenn man von einem heimischen NAS etwas herunterladen möchte).
zu Punkt 3): Wie sonst sollten derartig Dienstleister eine öffentliche IPv4-Adresse zur Verfügung stellen können? NAT ist nicht grundsätzlich eine schlechte Technologie.
Zum Thema Bürgerinitiative:
Schön, dass es Leute gibt, die sich vor Ort für einen Ausbau von Glasfaser stark machen! Selbst wenn sich das Angebot von Deutsche Glasfaser als für Dich nicht praktikabel erweist, wäre es super, wenn Du anderen von möglichen Lösungsansätzen (gerne mit Verweis auf bspw. dieses Forum) berichten würdest 
*PS: Auf Anfrage lasse ich Dir gerne weitere Details zu meinem Lösungsansatz zukommen.