Beiträge von fnord

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    Die EWE verwendet mittlerweile Dual-Stack - google mal danach, steckt auch in den FAQs auf der Webseite. Möglicherweise ist die Umstellung noch nicht überall durch. Du findest aber im Forum Meldungen von bereits mit Dual-Stack versorgten Kunden.

    Ich glaube, dass es aus volkswirtschaftlicher Sicht besser wäre, mehr statt doppelte Erschließung umzusetzen, ist klar.

    Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann es für den Infrastrukturbetreiber Sinn machen, dass Netz über mehrere Anbieter auszulasten.

    In der Praxis stellt es sich oft anders dar: Im hier vorliegenden Fall gibt es für einen Festnetzanschluss nur die Option EWE (Eigenausbau, kein Glasfaser-Nordwest-Ausbau) - und eben kein Cuda, kein Koax. Folglich ist hier so gut wie jeder Kunde bei der EWE. Für ihr eigenes Netz hat die EWE keine Kooperation mit anderen Anbietern in Aussicht (da helfen auch Nachfragen nichts).

    Aber, warum sollte die EWE für ihr eigenes Netz nun hochmotiviert Open-Access betreiben? Um sich in Gebieten mit hoher Vertragsquote selbst Konkurrenz durch billigere Tarife von z. B. 1&1 zu machen?

    Daher habe ich wenig Hoffnung, dass es bald andere Anbieter auf der EWE-Infrastruktur gibt.

    Alles immernoch unvergleichbar mit anderen Ländern wie beispielsweise den USA, wo (billig umgesetzte und am Limit betriebene) Infrastruktur immernoch Gold wert ist. Da fällt es den marktbeherrschenden Unternehmen nicht ein, freiwillig wie die Telekom andere auf ihr Glasfasernetz zu lassen.

    Fast drei Jahre nach der Beauftragung des Telekom-Glasfaseranschlusses ist er aktiv geschaltet.

    Doch wie kam es dazu, nachdem die letzten Posts in die gegensätzliche Richtung zeigten?

    Im Jahr 2023 machte die Telekom erneut Werbung für ihre Glasfaseranschlüsse. Dieses Mal kam die Technik zu dem Ergebnis, einen Tiefbauer mit der Verlegung und dem Einblasen der Glasfaser zu beauftragen. Der Aufwand hielt sich in Grenzen: Obwohl das gesamte Neubaugebiet von den Stadtwerken mit Glasfasern ausgebaut wurde, hat die Telekom Leerrohre in der Straße verlegen lassen. Da ein vorhandener Mehrspartenanschluss bereits bis zum Leerrohr führte (liegt parallel zu den Fasern der Stadtwerke), musste nur wenig gebuddelt werden.

    Ingesamt hat vermutlich das vorhandene Leerrohr und ein wenig Glück bei der Bewertung in der planenden Fachabteilung zum positiven Zuschlag für den Ausbau geführt.

    Bei AON Leitungen gibt es keine Möglichkeiten/Protokolle für den Switch, den Empfangspegel des Endgerätes auszulesen! Es handelt sich um eine simple Ethernet-Leitung, nur über Glasfaser realisiert.

    Der Kunde kann dem ISP Zugriff ja per TR-069 / TR-369 / USP Zugriff auf die Messwerte der Fritzbox gewähren - nur müsste das Hotlinepersonal in der Dateninterpretation geschult werden, um sich auch dafür zu interessieren.

    Bei BiDi-AON duerfte das Problem symmetrisch auftreten und daher diagnostizierbar sein, oder?

    Kann ich so nicht bestätigen, muss wohl nicht zwangsweise so sein. Speedtests zur Problemzeit zeigten beispielsweise nur geringen Downstream, aber vollen Upstream an.

    Ein Festnetztelefonat mit dem EWE-Service resultierte übrigens darin, dass ich die Mitarbeiterin nur abgehackt verstehen konnte, sie aber von bester Verbindungsqualität sprach. 8o

    Heute muss ich die EWE dann auch mal loben: Der Techniker hat selbst nochmal angerufen und gefragt, ob alles zufriedenstellend läuft. Freundlich, auskunftsfreudig und kompetent - vorbildlich!

    Getauscht wurde übrigens ein Glasfaser-Patchkabel im Verteiler aus Post #43.

    Nun war es so weit: Nachdem die Empfangsleistung über Wochen weiter der absteigenden Tendenz gefolgt ist, brach schließlich bei -33,9 dBm der Downstream stark ein.

    Leider ist der EWE-Kundenservice zunächst seiner Linie treu geblieben und hat ein Problem verneint. Beim zweiten Anruf an der Technikhotline bin ich an eine unterstützende Mitarbeiterin geraten.

    Schließlich erfolgte ein Technikereinsatz außerhalb meines Gebäudes, und seitdem sehen die Werte bedeutend besser aus.

    Ach ja, die EWE mal wieder. Herausragender Kundenservice! Mit All-IP ist eine Konfigurationseinstellung für die Zugangsart in einer FRITZ!Box gemeint. Das hilft Dir wenig bei einem Asus Router.

    Mit Vertragsabschluss hast Du einen Brief bekommen - da stehen die Konfigurationseinstellungen drin. Ob Du AON oder GPON hast sollte dir auch die Verfügbarkeitsabfrage auf der EWE-Webseite verraten.

    Danke für die Rückmeldung.

    Wie es der Zufall will, habe ich außerdem einen Stadtwerke-Techniker am "AON-Verteilerschrank" (Bild siehe Post #43) getroffen und angesprochen. Im kleinen linken Schrank auf dem Bild enden die Speedpipes. Die Glasfasern werden in den rechten Schrank geführt und landen schließlich in einem Adtran hiX 5625 mit vier Einschüben á 48-Fiber-Ports. Der Adtran ist damit die Übergabestelle zwischen unbelichteter Faser der Stadtwerke und der Aktivtechnik der EWE. Im gesamten Neubaugebiet gibt es mehrere solcher Verteilschränke, die die EWE als ASAT (Außenschrank Aktive Technik) bezeichnet.

    Die niedrige Empfangsleistung brachte ihn ebenfalls nicht aus der Ruhe, weil Verbindung und Bandbreite stabil anliegen.