Beiträge von shavenne

    Wenn ich das alles durch ein VPN durch meinen Hetzner Server schleife und es besser wird, muss es trotzdem nicht unbedingt am Peering liegen.

    Du hast durch den VPN-Overhead eine geringere Paketgröße (MTU), das ändert wieder alles.

    Leider ist der Speed vom/zum Hetznerserver auch sowieso nicht so geil mit TCP-CC auf cubic.

    Ist das ist noch verhältnismäßig gut gerade durch die Uhrzeit.

    Die eingestellte TCP Congestion Control hat auf dem VPN-Server leider auch keinen Einfluss. Daher hab ich halt statt dem VPN-Server einen SOCKS Proxy dort laufen.

    Das bringt dann eine Menge, solange Congestion Control=bbr ist!

    Aber ich kann halt nicht alles durchschleifen, weil einige Seiten gerne mal zicken, wenn man von einer IP eines Rechenzentrums drauf geht. Entweder geht dann gar nix (eBay Kleinanzeigen z.B. blockiert gerne komplett) oder man wird andauernd mit Captchas bombadiert.

    Vielleicht mache ich so einen Test über VPN spaßeshalber trotzdem mal.


    Interesting fact: Wenn ich NordVPN nutze, bringt das ebenfalls eine Menge im Downloadspeed bei mir, aber komischerweise ausschließlich auf den Webports. Ob die wohl einen transparenten Proxy auf den Webports laufen haben!? Fänd ich tatsächlich .. merkwürdig verdächtig.

    Beispiel (gerade mal wieder getestet/verifiziert):

    iPerf3 auf Port 5201 auf Hetzner Server ohne NordVPN: ~400MBit/s im Schnitt

    iPerf3 auf Port 5201 auf Hetzner Server durch NordVPN: ebenfalls ~400MBit/s

    iPerf3 auf Port 443 auf Hetzner Server durch NordVPN: ~880MBit/s

    Naja, zumindest hat es es soweit gebracht, dass mein Problem praktisch "die höchste Ebene" in der Technik erreicht hat (nach gut langer Zeit) und man angeblich das Problem reproduzieren kann.

    Dass das nicht so dahergesagt wurde sehe ich auch daran, dass das "Demonstrationsvideo", das ich der DG geschickt habe, fleißig bei denen intern umhergeschickt wird und laut meinen Logs von meinem Nextcloud aus verschiedenen Orten (und Ländern) immer wieder mal aufgerufen wird.

    Da habe ich mich falsch ausgedrückt: Der erste Ansprechpartner ist für mich in diesem Fall mein Netzbetreiber. Ihm muss ich das Problem melden, nicht dem Carrier, CIX Knoten oder sonst was, denn bei denen bin ich nicht Vertragspartner. Die Deutsche Glasfaser ist hier für mich zuständig.

    Ob der Vertrag erfüllt ist oder nicht steht dann halt auf einem anderen Papier, das sehe ich ja wie gesagt ein.

    Mir bleibt also vermutlich nur das Ergebnis des BNetzA-Tools als einziger "Angriffspunkt". Sonst bleibt mir nur die Kündigung, was aber mangels Alternative nicht in Frage kommt. Also geh ich der Deutsche Glasfaser auf die Eier solange ich kann.

    Sicherlich gibt es in meinem Netz auch Optimierungspotenzial, aber wir reden hier in meinem Fall von Gegenstellen, die mir nur noch 9MBit/s liefern, während der Telekomanschluss am selben Netz, Endgerät und Router 100MBit/s durchhaut, der Hetzner-Server 2.5GBit/s und selbst mein verdammtes Handy erreicht da dann mehr Geschwindigkeit per schlechtem LTE. Und trotzdem haut speedtest.net dann >900MBit/s raus. Sorry, aber brauche ich lokal nicht suchen, so viel kann an einem stinknormalem Netzwerk nicht "kaputt" sein, vor allem nicht, wenn verschiedene Endgeräte direkt am ONT dieselben schlechten Ergebnisse liefern.

    Ich möchte trotzdem nicht dazu raten, jeden schlechten Wert im Single-Stream Speedtest dem Netzbetreiber zuzuschreiben. Das ist ein wirklich anspruchsvoller Test, bei dem für ein gutes Ergebnis wirklich alles stimmen muss, auch im Router, LAN und den Endgeräten.

    Das ist korrekt. Aber wenn ich alles lokale zu 100% ausgeschlossen habe (ich teste in meinem Fall zumindest mit verschiedenen Endgeräten, verschiedenen Routern, direkt am ONT usw.. max. stichprobenartig natürlich, nur um mein eigentliches Setup als Ursache auszuschließen) und mir trotzdem Mühe geben muss, einen Server zu finden, der mir 400MBit/s+ liefert, dann kann ich nicht anders, als es dem Netzbetreiber zuzuschreiben.

    Gerade im Upload ist das bei mir besonders nervig. Ich arbeite bei einer Medienagentur und bin im Home Office. Ich erreiche mit cubic als TCP Congestion Control zu keinem unserer Server (die bei verschiedenen Anbietern sind) auch nur annähernd die Geschwindigkeit, die ich kriegen sollte. Nicht mal mit meinen derzeit geschalteten 1GBit/s im Upload.

    Jetzt im Moment arbeite ich unter Linux und kann einfach auf BBR stellen und bin zumindest damit meine Uploadsorgen los, aber unter Windows bin ich da ziemlich aufgeschmissen.

    Ja gut, das möchte ich dazu sagen, das ich weiß natürlich weiß wofür wir letztendlich bezahlen und das die Deutsche Glasfaser theoretisch im Recht ist. Zum Glück grätscht die BNetzA mit ihrem Tool dabei so ein bisschen rein, aber theoretisch könnte die DG da auch "einfach" den Traffic des Tools priorisieren und wäre damit vermutlich auch wieder fein raus.

    Aber will ich das trotzdem nicht einfach so stehen lassen und sagen: "Es gibt kein Problem."
    Entsprechend gehe ich der DG damit auf den Sack soweit es geht, damit die deren Netz mal in den Griff kriegen.

    Meiner Meinung nach ist der Grund, dass BNetzA 4 parallele Downloads benutzt, dass so auch noch das letzte Quintchen rausgeholt wird.

    Wenn ich aber mit einer Verbindung lediglich 200-400MBit/s schaffe und 3-4 Verbindungen nötig sind, damit die 900MBit/s+ erreicht werden, obwohl der Server es nachweislich ohne Probleme mit nur einer einzigen liefern kann, dann stimmt da meiner Meinung nach was nicht.

    DG Giga bringt mir herzlich wenig, wenn ich bei einem normalem HTTP Download (der nun mal Default nur eine Verbindung aufbaut) nur in den seltensten Fällen mal auf >400MBit/s kommen kann, obwohl die Server das liefern können.

    Alle iPerf3-Gegenstellen habe ich mittels eines Hetzner Cloudservers gegengecheckt. Alle können mind. 1GBit/s nahezu jederzeit liefern. Wir haben also 5 Gegenstellen, wovon bei nur einer der DG-Anschluss eine brauchbare Geschwindigkeit liefert.

    Da kann man sich ausrechnen, wie oft man es vorschnell auf die Gegenseite schiebt, dass man seine Geschwindigkeit nicht erreicht, obwohl die DG hier klar ein Problem hat.

    Ich vermute, es ist ein anderes Problem als bei lycra, aber: An meinem Anschluss (GPON nebenbei bemerkt, aber bin derzeit alleine auf dem Port) sieht das ganze übrigens noch viel schlimmer aus, dazu stark tageszeitabhängig bei mir.

    Ich habe gestern Abend bei der Gegenstelle speedtest.wtnet.de z.B. noch ganze 9.3MBit/s erreicht.

    Zum selben Zeitpunkt zieht mein Hetzner Server dort mit 2.5GBit/s runter und mein VDSL-Backup hat auch seine maximalen 100MBit/s durchgeknallt.

    Das mir zu dieser Zeit speedtest.net und Konsorten mir trotzdem volle Geschwindigkeit anzeigen bringt mir in der Praxis aber dann auch nur wenig.

    Gegenüber lycra hab ich allerdings noch das Glück im Unglück, dass das BNetzA Tool mir auch bescheidene Ergebnisse liefert und ich wenigstens dagegen noch angehen kann. Die Deutsche Glasfaser ist da wohl auch "schon" aktiv (Das erste Mal gemeldet, wenn ich mich nicht irre, im Juni letzten Jahres nebenbei bemerkt :rolleyes: ) und kann mein Problem wohl mittlerweile reproduzieren.

    Auch mein Upload läuft bescheiden, obwohl bei mir statt der vertraglichen 500MBit/s sogar "open end" geschaltet sind, also theoretisch alles was der 1GBit/s Anschluss hergibt.

    Hier dann aber interessanterweise konstant schlecht, statt tageszeitabhängig.

    Anders sieht es aus, wenn ich TCP Congestion Control auf BBR stelle. Dann ballert er Fullspeed durch. Das gleiche auch, wenn ich z.B. den Hetzner Server als Proxy benutze und bei diesem BBR einstelle. Dann werden aus meinen 9.3MBit/s auch plötzlich 900MBit/s+.