Hier in Senzig bei Königs Wusterhausen verlegt OpenInfra gerade die Glasfaserleitungen. Verkehrsbehinderungen werden dabei weitestgehend vermieden, gepflasterte Einfahrten wurden in der Regel nicht hochgenommen. Nach der Verlegung sieht alles wieder aus wie vorher.
Nach kurzer Ankündigung (3 Tage vorher) wurden Leerrohre zum Einblasen der Glasfaser bis ins Haus verlegt und das Modem installiert. Die Kabel im Garten liegen nur etwa 30 cm "tief" in der Erde, man muss also aufpassen wenn man später mit seinem Spaten hantiert. Die OpenInfra-Mitarbeiter waren sehr freundlich und haben meine Wünsche in Bezug auf Leitungsführung in Haus und Garten voll erfüllt.
Auch bei uns war es so, dass sich nach Vertragsabschluss eine Weile niemand mehr gemeldet hat. Zwischendurch kam mal eine Mail von OpenInfra, dass sich "bald" jemand zwecks Information mit uns in Verbindung setzen wird. Ich denke, diese Zeitspannen sind normal, schließlich müssen erst genug Nutzer gefunden werden, danach benötigt man die Genehmigungen um die Installation beginnen zu können. Sowas dauert halt, ich finde daran nichts zu meckern. Die Telekom und DNSNET haben Jahre Zeit gehabt und nichts hat sich getan...
Ein paar Tage später kamen zwei Leute zum Einblasen der Glasfaser, der Besuch wurde drei Tage vorher per Mail angekündigt. Das Einblasen und anschließen hat etwa eine Stunde gedauert. Der Mitarbeiter, der die Glasfaser angeschlossen hat, sprach kaum deutsch aber ein wenig english. Leider hat er seinen Installationsmüll einfach überall auf die Erde geschmissen und alles so liegen gelassen. Auch hat er unsere Aluleiter recht unachtsam gegen eine Wand gerammt. Das fand ich nicht so schön, aber alle anderen OpenInfra Mitarbeiter haben sich deutlich besser verhalten.
Wieder ein paar Tage später wurde ich von einem Techniker angerufen, der mich gebeten hat, das OpenInfra-Engerät (HES-3106) kurz vom Strom zu nehmen und wieder anzuschließen. Es lag dann aber ein Fehler vor und mir wurde ein Techniker zur Fehlerbehebung angekündigt. Zwei Tage später kam ein sehr freundlicher Techniker und behob das Problem, welches aber irgendwo in einem Anschlußkasten und nicht bei uns zuhause lag. Einen Tag später bakam ich eine Mail von OpenInfra, in der mir die Freischalzung des Anschlusses mitgetreilt wurde.
Bis hierhin verlief alles recht gut und professionell. Leider steht man mit der weiteren Installation mehr oder weniger alleine da. In den OpenInfra Unterlagen habe ich ich nur den Hinweis erhalten, dass man jetzt einen Computer direkt an einen der LAN-Ports des HES-3106 anschließen kann und dann mit dem Internet verbunden ist. Oder man kann alternativ einen weiteren Router dahinter schalten, dafür wird aber keine Anleitung geliefert. Da ich beruflich mit diesen Themen zu tun habe, ist das für mich kein großes Probem, aber für den normalen Anwender könnte da schon irgendein Installationsservice angeboten werden.
Der HES-3106 ist eigentlich nur ein Switch, er hat kein WLAN, keine Firewall und man hat keinen Administrator-Zugriff auf das Gerät. Somit kann man das Gerät auch nicht frei konfigurieren. Nach etwas Sucherei habe ich im Internet eine OpenInfra-Anleitung gefunden, wie man seine Fritzbox zusammen mit dem HES-3106 nutzen kann:
Technical Specification v1.1 13.4.2021.pdf
Soweit funktionert mein Anschluß jetzt erstmal, die Übertragungsrate liegt noch ein klein wenig unter den 250/250 MBit/s, aber ich denke das pendelt sich noch ein wenn OpenInfra hier mit den Installationen fertig ist. Leider kann ich mein Netzwerk noch nicht von außen erreichen, weil mir keine öffentliche IP-Adresse zugeordnet wurde. Das hatte ich schon bei Vertragsabschluss angefordert, ich werde wohl den Support bemühen müssen.
Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Ablauf, auch wenn es hier und da noch Verbesserungspotential gibt. Ich werde diesen Beitrag erweitern, wenn ich mit meiner öffentlichen IP-Adresse weiter gekommen bin.