Beiträge von hblaschka

    Im Kreis Lörrach (Südwesten, nahe der Schweizer Grenze) baut der Zweckverband Breitbandversorgung (https://www.loerrach-landkreis…chaft/Breitbandversorgung) in umgekehrter Reihenfolge der Ist-Versorgung gerade aus. Dort, wo die Versorgung am schlechtesten ist (zwischen 0 und 16 mbit/s) und keine privatwirtschaftliche Netzaufrüstung in Sicht ist, wird der kommunale Ausbau zuerst gestartet. Damit liegt der erste Schwerpunkt im ländlichen Raum und in bisher unterversorgten Gewerbegebieten.


    Grundsätzlich wird der HÜP im Keller sein, sofern ein Keller vorhanden ist. Allerdings muss das CPE nicht zwingend direkt neben diesem Übergabepunkt sein, vor allem, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.


    Ich halte es für logisch, die Glasfaser neben dem herkömmlichen Telefonanschluss ins Haus legen zu lassen. Das hat m.E. den Vorteil, dass beide äusseren Leitungen den selben Weg ins Gebäude finden. Zudem hat man dann die Möglichkeit, die Glasfaser innerhalb des Gebäudes durch das Leerrohr der bereits bestehenden Telefonleitung bis an den bisher favorisierten Ort im Gebäude zu verlegen und dort, wo in den meisten Fällen schon eine Steckdose ist, das CPE zu installieren. So kann der Router oder das Modem mit einem möglichst kurzem Patchkabel (Netzwerkkabel), was weiterhin aus Kupfer ist, angeschlossen werden.
    Sicherlich werden innerhalb eines Gebäudes die Wege der Leitungen irrelevante Längen aufweisen, womit es eigentlich egal ist, ob lange Kupferleitungen liegen oder doch eher Glasfaser. Als Optimum finde ich dennoch Glasfaser besser und Kupfer so kurz wie möglich zu halten.
    Am Ende ist es allerdings jedem selbst überlassen, wie er das macht...


    Das stimmt - in der Regel wird Glasfaser heute in der Ausbauart FTTB (Fibre to the building/basement - bis in den Technikraum) und eben nicht FTTH (Fibre to the Home - direkt in die Wohnung) ausgebaut. Vor allem bei geförderten Projekten ist FTTB derzeit der Standard - die Verkabelung innerhalb des Gebäudes obliegt dann dem Eigentümer. Nur wissen die erst mal nix davon und die Elektriker, die sie fragen, dann in der Regel noch weniger. Schaut mal nach wie wenige Firmen es gibt, die mit Glasfaser fachgerecht arbeiten können. Was Du beschreibst bedingt, dass "jemand" die Fasern spleißt und dann vom HÜP in die Wohnung bringt (das Kabel von fertig konfektionierte Dosen einziehen oder mit Rohr-in-Rohr-Systemen einblasen).


    In einem Einfamilienhaus ist das kein Problem (notfalls auch via CAT7 möglich, das reicht für die nächsten 10-15 Jahre), aber bei Mehrfamilienhäusern wirst Du da vor größere Herausforderungen kommen. Da gibt es in Bestandsbauten keine Netzwerkverkabelung, kein KnowHow der Wohnbaugesellschaften, kaum KnowHow der Elektriker (die als erstes gefragt werden, weil Kabel ist ja Kabel) und der Elektroplaner.