Beiträge von Schmu

    DG ist ein Provider mit einer gewissen Eigentümerstruktur, einem gewissen Geschäftsmodell und daran orientiert sich die angebotene Dienstleistung. Man denke an das Pareto-Prinzip bezüglich Kundenzufriedenheit.

    Ein ganz ganz häufiges Missverständnis bei den diversen Nachfragebündelungen ist halt, dass die Qualität der Dienstleistung auch automatisch besser wird, nur weil die technische Plattform prinzipiell leistungsfähiger wäre.

    Im Grunde bildet das Datenblatt jetzt eher die Realität ab, man will ja nicht zuviele Rückzahlungen riskieren. Wenn die Verbraucher somit mehr Markttransparenz bekommen war es alleine schon deswegen eine gute Reform.

    Kundendienst ist gut wenn er mir dabei hilft zu bekommen was ich will und worauf ich sowieso Anspruch habe, nicht wenn er meint mich belehren oder mir anderweitig "helfen" zu sollen, dass ich doch einfach was anderes tun soll. Wie gesagt, eine verbreitete Unsitte, insofern sticht da kein Unternehmen besonders hervor.

    Kurzer Prozess: niemand muss sich dafür rechtfertigen warum er was wie macht oder machen will, das ist auch in Foren schon immer eine Unsitte, auch Kundendienst von Unternehmen kann sowas aber gut, also auf "Ich hätte gerne.." mit "Wozu?" oder "Machen Sie doch lieber.." zu reagieren. Stay on topic, egal wer und wo. Die Leute denken sich schon was dabei warum sie genau so und nicht anders wollen.

    Wenn dir gemäß Schnittstellenbeschreibung und Leistungsbeschreibung etwas zusteht das du nicht erhälst, dann bist du bereits sehr geduldig gewesen.

    Selbstverständlich ist eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur dann sinnvoll, ja geboten. Würden das mehr Kunden machen würde sich auch die Kalkulation der Controler ändern, bisher ist es billiger seltene Beschwerden eskalieren zu lassen, als dafür eigene workflows zu unterhalten, vermute ich.

    Was ich noch hinzufügen wollte ist nicht den mobilen Bereich vergessen. Ich bin zB sehr glücklich mit Satellite, demnächst wird eine neue spannende Gruppenfunktion gestartet.

    Damit kann man zB der Gruppe Zuhause oder Büro eine separate Nummer zuweisen lassen und alle die man dort einträgt bekommen dann Anrufe signalisiert und wer zuerst rangeht bekommt das Gespräch. So ähnlich wie früher im Büro oder Zuhause, nur umgemünzt auf die heutige Zeit mit Smartphone am Mann und mobilerem Leben und Arbeiten, frei konfigurierbare Zeiten der Erreichbarkeit für unterschiedliche Nummern und Gruppen um Privat und Beruf zu trennen uvm.

    Die gehen auch sehr offen mit Anregungen und Feedback um.

    Die erste eigene Rufnummer und 100 Freiminuten (egal ob ins Festnetz oder Mobilfunk, fast in alle Länder der Welt) ist auch dauerhaft kostenlos, zum ausprobieren, pro Person ein Account. Ich war danach so angefixt, dass das DECT Telefon und das ganze Prinzip "Festnetztelefon" bei uns inzwischen ausgedient hat.

    Für unterwegs habe ich nur noch eine data only Sim im dual sim Handy, ist eh wesentlich billiger als klassische Smartphone-Tarife, telefoniert wird über Satellite, immer. Egal ob Zuhause im WLAN oder mobil über LTE.

    Kurz gesagt: du solltest dich von "Telefonanlagen" und "Leitungen" gedanklich verabschieden.

    Du kannst dir zB bei Sipgate zusätzlich eine kostenlose Festnetznummer holen, je nach Nutzung ist's billiger die Minuten zu zahlen oder Pakete zu buchen. Gibt auch weitere Anbieter wie zB Easybell. Einfach nach dem Stichwort VoIP Anbieter vergleichen, die Tarife sind sehr unterschiedlich.

    Meistens ist es am teuersten und unflexibelsten das beim ISP direkt zu machen, die vermarkten ihre "Leitungen" total überteuert. Die meisten Privatkunden sind wohl noch von früher gewohnt, dass dahinter tatsächlich nennenswerter technischer Aufwand steht und akzeptieren daher diese hohen Aufschläge für zusätzliche "Leitungen". Zugleich ist man unflexibler bei Providerwechsel und nicht zuletzt gibt's bei spezialisierten VoIP Anbietern interessante Zusatzpakete zB zur Telefonie in bestimmte Länder usw. Ist wirklich für jeden was dabei.

    Und ja, am besten "die Telefonanlage" in den Schrott oder vielleicht zahlt noch jemand was auf eBay, stattdessen per Router und DECT Handgeräten arbeiten. Damit limitierst du dich absolut unnötig. Das ist so ähnlich als würdest aus Gewohnheit darauf bestehen bei WLAN nur 802.11b einzustellen oder nur Cat3 Kabel für Ethernet zu nutzen.

    Falls du Kabel zur Verfügung hast schau mal bei eazy.de als Backup. Für ein Trinkgeld hast du dann Backup. Wirklich Bandbreite sollte Flottenmanagement ja nicht fressen, ist ja kein Videogame in der Cloud.

    Und ansonsten ist ftth auch kein Heilsversprechen. Ein schlechter ISP bleibt auch mit Glas ein schlechter Anbieter.

    Mach deine Gemeinde darauf aufmerksam. Wenn die sich bei einem Unternehmen meldet, dann findet das anders Gehör, über andere Kanäle, als der Endkunde, insbesondere bei einem stark rationalisiert operierendem Telko. Die haben bestehende Kontakte zB zu einem regionalen Vertriebsleiter und der erkennt dann rascher die Bedeutung als ein 1st level Mindestlöhner an der Hotline. Es ist natürlich nicht deine Aufgabe, aber du hast am Ende auch nichts davon wenn du dann Störungen bekommst, deren Behebung sicherlich länger dauert als ein Gehäuse wieder zu verschließen.

    Das Rathaus im Nachbarort ist auf dem Standpunkt, dass der Glasfaseranbieter hier haftbar sei und Fehler gemacht habe. Formaljuristisch korrekt. Aber mindert den Ärger nicht.

    Wessen Gemeinde hier also auch eher nach dem Minimaxi-Prinzip arbeitet und Glasfaserausbau ohne eigene Mühen jeglicher Art "kostenlos" wollte, der sollte dringend selbst aktiv werden in der Ausbauphase.

    Wenn die Gemeinde so vorbildlich selbst auf die Bauarbeiten geschaut hat sollte das zumindest auf dem eigenen Grundstück machen. Erinnerung schwindet und *irgendwann* wird das auch wichtig.

    PS: dort sind ganze Straßenzüge seit über einer Woche komplett offline. Weil keiner schuld sein will haben erstmal alle Seiten Gutachter eingeschaltet, solange durfte auch nichts verändert werden, dh Reparaturen haben noch gar nicht begonnen.

    Es hat sich aber herausgestellt, dass die geringe Verlegetiefe das Problem war und schon 3 Jahre später war niemand mehr greifbar der genauere Unterlagen hatte. Die bei der Gemeinde hinterlegten Planauskünfte sind fast komplett falsch gewesen. Jetzt müssen wohl die Straßen in denen Wasserleitungen erneuert werden müssen auch mit Spaten und Schubkarre händisch langsam aufgegraben werden um die Glasfaserleitungen nicht weiter zu zerstören, weil eben keiner weiss wo genau die 2019 im Hauruck-Verfahren verlegt wurden. Der nach dem Glasfaserausbau erfolgten Sanierung des Asphalts sei dank geben auch Asphaltflicken keine Anhaltspunkte mehr.

    Guten Morgen,

    aus gegebenem Anlass in meiner Gegend möchte ich euch allen dringend raten den Verlauf der ftth Leitungen auf eurem Grundstück und in der Straße vor eurem Grundstück genau selbst zu dokumentieren.

    Fotos, Abmessungen, alles in einen Schnellhefter griffbereit.

    Im Nachbarort ist Chaos, weil bei Arbeiten an anderen Sparten an mehreren Stellen ftth durchgebissen wurde, das dort nicht hätte sein dürfen. Die Subsub aus Irgendwo haben nicht sauber nach Plan gearbeitet oder dokumentiert, wer hätte das gedacht.

    Egal wer am Ende haftet usw erstmal ist der Ärger groß.

    Verlasst euch nicht darauf, dass da alles richtig gemacht wird. In eurem eigenen Interesse.

    Fehlbedienung dürfte sich statistisch bei einer ausreichenden Zahl Menschen in etwa gleich auf alle Kohorten (Kunde von Provider X) verteilen. Es gibt in Foren oft die Tendenz bzgl ftth Providern eher "Fehlertoleranz" zu zeigen. Die Philie für Glas und Phobie gegenüber Kupfer darf aber nicht zu einem bias führen. DG ist einfach low cost und ein Anlagevehikel von hedge funds, Glas hin oder her. Es ist keinesfalls ein Provider von dem man viel erwarten kann, sondern eher die Kategorie wenn alles läuft ist es okay aber sobald man ein Problem hat wird es anstrengend und man wird eher abgewimmelt als alles andere.

    Damit kann man sich entweder abfinden und zB in einen kleineren Tarif wechseln, so dass man halt auch weniger bezahlen muss oder man muss den harten Weg der Beschwerden und Prüfungen gehen, mit viel Zeitaufwand und Frust und ungewissem Ausgang.

    Ich würde mich einfach damit abfinden, dass es kein besonders guter Internet SERVICE Provider ist, Glasfaserausbau hin oder her!, und im Zuge der Reklamation auf eine Rückstufung in einen billigeren Tarif drängen und es dann so hinnehmen.

    Wenn er in der Lage war beim Kabel-Internet einen Speedtest durchzuführen der das volle Gigabit zeigte, dann wird er das nicht plötzlich falsch machen.

    Mach den offiziellen Weg. Breitbandmessung, Beschwerde einreichen. Ist halt ein shared medium. Wenn's nur am überlasteten Port liegt müssen sie dich halt auf einen neuen Port schalten.

    Guten Morgen,

    bei uns machen Mnet und Deutsche Glasfaser gemeinsame Nachfragebündelung.

    Der kleinste DG Tarif kostet monatlich (alle Preisangaben immer gerundet,..) 45€, bei Mnet 50€.

    Bei beiden gibt es die Fritzbox 7590 zur Miete für weitere 5€. Man liest ja immer wieder, dass das gerade bei Netzen im Aufbau nützlich sei, damit Störungen nicht auf den eigenen Router geschoben werden.

    Dann bin ich schon bei mindestens 50 - 55 € monatlich.

    Dann soll es wenigstens bestmöglich funktionieren.

    Kann jemand im Forum Erfahrungen mit beiden Anbietern teilen, vielleicht gar in einem solchen gemeinsamen Ausbaugebiet, ich brauche unbedingt eine Entscheidungshilfe und bin über jeden Hinweis dankbar.