Ich warne davor, den FTTH-Ausbau über Unternehmen vornehmen zu lassen, die keine Open-Access-Vereinbarung mit MEHREREN Anbietern haben.
Ich erinnere mich noch vor vier Jahren, als DNS-NET als Gelber Engel (Hurra) Barleben ausgebaut hat. Den Kunden wurden suggeriert, ihr könnt nach den zwei Jahren mit der Faser zu anderen Anbietern gehen. Die Fasern liegen ja in der Erde.
Was ist passiert? Die Nutzer können auch vier Jahre später im 2025 zu NIEMAND anderen wechseln. Und müssen weiter teurere Grundgebühren bis an ihr Lebensende zahlen, es sei denn die "dumme" Telekom baut später ihre Straße aus.
Auch die Deutsche Glasfaser verkauft an KEIN anderes Unternehmen. Obwohl das auch schon vor zwei Jahren versprochen wurde. Vodafone ist eingeknickt. Warum ist das so?
Weil die großen anderen Anbieter von den kleineren erwarten, dass auch Sonntags ein Techniker rausfährt, wenn der Anschluss nicht geht. OpeAccess. Denn wenn ein Endkunde einen Tarif bei einem Großen kauft und der große bei einem kleinen die Vorleistung FTTH einkauft, muss der kleine Anbieter den gleichen Service bieten, den der große seinen eigenen Kunden auch bietet. Also auch Am Sonntag bei bester Fußballzeit rausfahren. Das kriegen die kleinen nicht auf die Reihe. Und an der Anpassung der IT beider Unternehmen scheitert es auch oft. Der kleine Anbieter hat Billig-IT, die auch funktioniert, aber spielt nicht mit der großen IT des großen Anbieters. Und wer wird sich wohl eher in der IT anpassen? Der große nach Vorgabe des Kleinen ? hahaha. Gibt es gesetzliche Vorhaben ? hahahaha
Ich kann daher nur empfehlen auf die Telekom zu setzen. Jeder FTTH-Anschluss, der durch die Telekom gebaut wird, kann bei fast allen großen Anbietern eingekauft werden. Du kannst auch bei 1&1 einen 29 Euro Tarif bestellen und die Telekom baut Deinen FTTH-Anschluss. Und wenn Dir 1&1 nach Mindestlaufzeit nicht passt, wechselst Du zu Vodafone oder sonst wen.
Der von der Politik ins Leben gerufene Intrastrukturwettbewerb funktioniert nicht. Und er wird nicht funktionieren. Es wird zu Doppelausbau kommen und das zahlen letztlich ALLE Verbraucher. Am besten solle man die Telekom in eine neutrale Netzgesellschaft umwandeln, die EIN gleichen, günstiges, sicheres FTTH überall in jeden Winkel baut und alle Wettbewerber kaufen da ein. Aber auf mich hört ja keiner ![]()
Mein Tipp: Wer jetzt VDSL hat, soll warten bis die Telekom kommt. Denn mit VDSL ist zwischen 25M und 250M alles je nach Reichweite zum MSAN drin. Und die Telekom wird ausbauen, aber immer schön nach der Reihe. Zuerst da, wo man viele Kunden mit einmal versorgen kann und dann die nächsten - so wie jedes normale Wettbewerbsunternehmen auch machen würde.
Aber wenn Gebiete durch einen regionalen Kleinen vollausgebaut wird, der nicht OpenAcess kann oder will ... diese Gebiete sind für die Telekom und für alle Unternehmen deutlich uninteressanter. Der kleine freut sich und schröpft die Kunden bis in alle Ewigkeit.
Weitermachen!