Erzknolle Danke für deine Einschätzung!
Dass die Telekom die Hauptorte privatwirtschaftlich versorgen will war zum Zeitpunkt der Ausschreibung offenbar bekannt. Es war sicherlich auch ein Ärgernis, doch interessanterweise hat die Telekom ausgerechnet dort jetzt Akzeptanzprobleme und streicht ein paar Häuserviertel, was sie wiederrum in Ungnade der dort lebenden Interessenten bringt. Das ist natürlich die Kehrseite: Dicht besiedelt aber vielleicht schon "gut genug" versorgt ...
Trotzdem sah Muenet Potential in anderen Ortsteilen und hat den Schritt gewagt. Es ist deren erstes eigenwirtschaftliches Projekt im Kreis. Die nicht von Muenet avisierten Gemeinden werden zeitgleich teils von der DG projektiert, nach Aussage der DG hätte unsere Gemeinde seinerzeit "den Kooperationsvertrag abgelehnt".
"Verbesserung" ist schwierig: Man will aus öffentlicher Hand nicht Werbung für ein rein kommerzielles Vorhaben machen, empfiehlt darüber hinaus aber gerne die Kabelanschlüsse. Die sind tatsächlich schnell, aber reines Roulette - man kann Glück haben und einen super Anschluss erwischen; viele Kunden berichten aber von zahlreichen Ausfällen.
Edit: Die Theorie, dass man nur noch die letzten paar Haushalte abschöpfen möchte, ja die kam zwangsläufig auf. Das würde auch zur optimistischen Einstellung des Providers in den letzten Wochen passen. Doch die Ausbaukosten steigen und das Spiel ist in meinen Augen zu knapp als dass man die Maßnahme nur als plumpen Kundenfang abtun sollte. Gleichzeitig dürfte es wenig bringen noch mal zu fragen, denn der Anbieter wird wohl nicht seine Strategie torpedieren.