Moin,
achso du meinst einen Raspberry Pi. Wieso habe ich die ganze Zeit an IPv6 Provider Independed Addresspace gedacht. Naja egal. Jetzt macht es Sinn 
In der Freigabe in der Fritzbox ist eine IPv6 Adresse eingetragen, die vermutlich dem Rapsberry PI nur temporär zugewiesen wurde. Bei IPv6 generiert der Client sich ja selber eine IPv6 Adresse mit dem der vom Router zugeteilten Prefix. Dies nennt man SLAAC. In der Regel wird dazu die MAC Adresse genutzt. 24 Bit (erster Teil der MAC, ein Bit wird noch geflippt) + ff:fe + 24 Bit (zweiter Teil der MAC). Der PI (bzw. netplan, was in zwischen default ist) nutzt vermutlich die Privacy Extension, sprich du bekommst alle X-Stunden eine neue zufällige IPv6 Adresse auf dem Raspberry PI zugerteilt.
Vielleicht merkt man hier auch schon das Problem:
Die IPv6-Adresse in der Fritzbox von der Freigabe wird aber nicht verändert. Dementsprechend funktioniert die Freigabe auch nicht mehr.
Um diese Fehler auszuschließen hast du mehrere Möglichkeiten:
Grundsätzlich wäre die Ausgabe von "ip a" auf dem Raspberry PI sehr hilfreich (kannst du mir auch gerne unverpixelt per PN schicken, wenn du willst).
a) Du deaktivierst die Privacy Extension in Linux. Dadurch bekommt dein Raspberry PI eine feste IPv6-Adresse, die aus der MAC-Adresse gebildet wird. Diese IP-Adresse tippst du in die Freigabe von der Fritzbox ein.
b) Du gibst dem Raspberry PI eine statische IPv6-Adresse. Schnell zum Testen kannste einfach temporär (bis zum nächsten Reboot), folgenden Befehl nutzen:
ip addr add 2a00:6020:15fb:c300::42/64
Diese Adresse tippst du dann in deine Fritzbox in die Freigabe.
Achtung: Einfach eine statische IPv6 setzen geht nur solange gut, wie sich dein IPv6 /56 Prefix von der DG nicht ändert. Die meisten Tools, Netplan, Network Manager können nur den Hostanteil, sprich die letzten 64Bit statisch setzen und setzen dann den Prefix des Netzes vorne dran, die die per Router Advertisements gelernt haben.
c) Zusätzlich Adressen über DHCPv6 vergeben lassen. Das ist mein persönlicher Favorit:
- Du bekommst eine temporäre IP-Adresse über SLAAC mit Privacy Extension
- Die DHCPv6 Adresse wird für den Zugriff auf Serverdienste genutzt von anderen Geräten
- Die Fritzbox kann DHCPv6 Adressen automatisch in den DNS eintragen, sodass du dir keine IPv6 Adressen merken musst.
- Du sparst die das gefummel in Linux bei dynamischen Präfix.
Ich würde zum Testen erstmal Variante b machen und schauen ob es überhaupt geht. Langfristig würde ich dir Variante c empfehlen.
Edit: Da war der
@alfalfa wohl mal wieder etwas schneller 