Hallo liebe Community,
vorab möchte ich bitten, sollte dieses Thema im falschen Bereich sein, dieses bitte dementsprechend zu verschieben. Ich habe etwas durch die Topics geschaut und bin der Meinung, hier richtig zu sein. Sorry, falls dem doch nicht so ist und ich etwas übersehen habe.
Erstmal zur Situation an sich: seit 2014 wohne ich in einer Mietwohnung und hatte bis Dezember 21 Telekom DSL 16000, von denen aber nur ca 10-11k ankamen. Da die Downloads etc immer größer wurden, wechselte ich zu htp. Dort bin ich seit Ende Dezember 2021 mit DSL 50000 samt Fritzbox 7590.
Im März 2022 fing es an: Zeitüberschreitung bei der PPPoE Aushanldung, mehrmal am Tag.
Also htp angerufen, die schickten erstmal einen Telekomtechniker. Der wechselte die Telefondose, da die schon sehr alt war, fand aber sonst nichts. Dann hat htp angerufen und den Bericht des Technikers bestätigt mit der Info, dass sie nun bei sich schauen, was das Problem sein könnte. Wieder einen Tag später der Anruf: "Wir haben das Problem gefunden, beobachten Sie mal weiterhin die Verbindung. Aber eigentlich müsste jetzt wieder alles laufen".
Das tat es auch bis Anfang Dezember 2022. Gleicher Ablauf: Telekomtechniker findet nichts, kommentierte schon, dies sei ein typisches htp Problem. htp ruft an, sagt, sie schauen jetzt mal bei sich. Dann: "Problem gefunden, sollte wieder gehen"...
Es lief bis Ende Januar 2023, gleicher Ablauf, Problem seitens htp gefunden.
Aktuell: Seit April 2023 täglich Verbindungsabbrüche (PPP Fehler), mal mehr, mal weniger. Es waren seit dem sieben Mal ein Techniker da. Dabei immer der gleiche Ablauf: Telekomtechniker findet nichts, gibts an htp weiter. htp ruft an: wir schauen mal, legen Sie auf andere Hardware um". Am nächsten Tag, fliegt das Internet und Telefon wieder raus. Ich rufe bei htp an, die mir dann sagen "da muss erstmal ein Telekomtechniker kommen". Jedes Mal. Und warum? htp hat das Supportticket gleich nachdem sie bei sich geschaut und etwas gemacht haben geschlossen. Daher fängt der Ablauf der Problemsuche immer wieder von vorne an.
Beim dritten Mal, kam ein Techniker von htp, der nur mit den Schulter zuckte und auch nichts gefunden hat.
Um den Fehler einzugrenzen, habe ich mit htp vereinbart, auf Glasfaser, was letztes Jahr hier verlegt wurde, umzusteigen. Nach anfänglichen Diskussionen mit Support und sogar dem Techniker, der die Meinung vertrat, Glasfaser würde nur mit FTTH gehen, was bei mir aber nicht möglich wäre und ich deshalb kein Glasfaser bekommen könnte, wurde ich auf die Glasfaserleitung gelegt.
Das Problem bleibt bestehen. htp sagt, es liegt an den Leitungen im Haus, die wären zu alt und man müsste ein Netzwerkkabel legen, um das Problem zu lösen.
In dem Block, in dem ich wohne, ist die Telefontechnik im ersten Eingang im Keller, Hausnummer 21. Ich wohne in 23, pro Eingang 6 Parteien.
Nachdem ich das Recht der Sonderkündigung nutzen wollte, kamen nochmal zwei htp Techniker die sogar den Etagenverteiler prüften. Sogar die Telefondose schraubten sie nochmal auf, nachdem ich sie davon überzeugen musste, das dies die einzige Dose in der Wohnung wäre. Zuvor suchten sich die Räume nach einer weiteren ab, die sie aber natürlich nicht finden konnten.
Das Kabel in der Telefondose schauten sie sich an und meinten, das wäre ein Kabel, welches nur maximal 16000 kann, alles drüber würde zu abbrüchen führen.
Auf meine Frage, warum es die meiste Zeit aber ohne Fehler lief, konnte sie mir nichts antworten. Auch nicht, wer jetzt ein Netzwerkkabel ziehen muss, ich, der Vermieter, die Verwaltung?
Als ich einzog war ich in unserem Eingang der einzige mit Festnetz und Internet. In den anderen Wohnungen wohnten ältere Nachbarn mit Handy und Prepaidflatrate. Mein Nachbar über mir, der seit einem Jahr hier wohnt, hat auch htp und sowohl bei DSL als auch bei der jetzt nach mehreren Anfragen gestellten Glasfaserverbindung Abbrüche. Mal mehr, mal weniger, manchmal auch nur einmal am Tag, wie bei mir.
Bekannte von mir im Nachbarort 5km entfernt haben ein Haus in einem Neubaugebiet. Sie haben dort Ende der 90er gebaut, auch sie haben bei htp Verbindungsabbrüche mit ihrer DSL Leitung. Ich habe mich mal umgehört und am anderen Ende des Ortes jemand ausfindig gemacht, die ebenfalls bei htp sind und Verbindungsabbrüche haben. Sind bei allen die Leitungen kaputt? Das kann doch irgendwie nicht sein... das kommt mir komisch vor.
Ich wechsele morgen wieder zur Telekom zurück. Mir fiel ein, vielleicht die 16k Leitung von htp auszuprobieren, vielleicht hätte ich da ja volle 16000 ohne Abbrüche bekomme oder es wäre bei den Störungen geblieben. Dann läge es definitiv an htp selbst.
Im Grunde wäre es ja ok, wenn alle paar Monate mal der Fehler auftritt, htp gleich Bescheid weiß, wo sie schauen müssen und das Problem ohne einen Techniker zu schicken innerhalb eines Tages wieder gelöst wäre. Aber da sie das Problem nicht mehr lösen können, Supporttickets sofort geschlossen haben ohne mal ein paar Tage abzuwarten nervt. Mir bringt eine 50ker Leitung nichts, wenn ständig die Verbindung weg ist.
Ich bin wirklich gespannt, wie das dann morgen läuft. htp ist sich sicher, dass ich das Problem mitnehmen und es nicht behoben ist. Ich werde ja sehen.
Dennoch stellt sich mir die Frage, wie das mit der Verkabelung läuft? htp meinte, man kann das Netzwerkkabel auch an der Hausaußenwand verlegen, damit man im Keller weniger bohren muss.
Da es hier eine Vermietergemeinschaft gibt, die über alles abstimmen und dann meistens auch zugunsten des gesparten Geldes anstatt der Mieter, könnte das wieder ein ziemlicher Akt werden. Daher möchte ich mich dazu genauer informieren und würde mich freuen, wenn ihr mir da weiterhelfen könntet.
Es wurde letztes Jahr Glasfaser im gesamten Ort verlegt (ca. 6000 Einwohner). Wenn es wirklich an der Leitung im Haus liegen sollte und man mit einem Netzwerkkabel das Problem beseitigt und darüber hinaus Geschwindigkeiten bis 1000Mbits ermöglicht (was den Immobilienwert steigert würde ich mal behaupten), was spricht dagegen? Von den einmaligen Kosten mal abgesehen. Auch da denke ich, dass der Ausbau von Glasfaser wesentlich mehr kostet als ein Netzwerkkabel zu legen damit die Wohnungen FTTH nutzen können und alte Telefonleitungen umgehen.
Ich habe gelesen, dass es kein Recht auf schnelles Internet gibt. Der Vermieter muss allerdings einen funktionierenden Telefonanschluss bereitstellen. Kann aber desweiteren ein Vermieter, eine Vermietergemeinschaft oder Verwaltung (wer auch immer dafür zuständig ist, so ein Netzwerkkabel verlegen zu lassen) sich quer stellen die Verbindung bei einer defekten Leitung innerhalb des Hauses zu legen, wenn die für Millionen von Euro bereitgestellte Infrastruktur vorhanden ist?
Ich danke euch erstmal für eure Aufmerksamkeit, wenn ihr bis hierhin gelesen habt und freue mich von euch zu lesen.
Liebe Grüße