Hallo zusammen,
mein erster Post hier im Forum, daher seid nicht so streng mit mir
Ein Freund hat von der DGN im Main-Kinzig-Kreis seinen MyNet 600 (GPON) geschaltet bekommen und sich im freien Handel eine 5590 dazu gekauft. Wenn man eine eigene öffentliche IPv4 nutzen möchte ist DGN teurer als die Telekom, da eine Tarifoption namens "Professional Package" für läppische 14,90 Euro pro Monat hinzugebucht werden muss, um pari zu sein. Das hat er getan. Die größten Probleme bei DGN sind meiner Ansicht nach:
- Es gibt kaum Infos/Konfigurationshilfen im Netz zur Konfiguration
- in der Leistungsbeschreibung (Stand Januar 2023) ist von einem Kundenportal die Rede, das gar nicht existiert
- von der Kundenbetreuung gibt es nur sehr spärliche Infos, insbesondere keine Infos zur Inbetriebnahme eigener Hardware am Gf-TA, auf Nachfrage per E-Mail schreibt die Kundenbetreuung immerhin: "Sollten Sie Ihre eigene FRITZ!Box 5590 nutzen wollen, müssen Sie die Seriennummer von unserem ONT in Ihrer FRITZ!Box bei dem integriertem ONT einpflegen". Sie fordern also explizit dazu auf den ONT zu "klonen"
- Apropos ONT: Der gelieferte ONT ist der G-010G-R von Nokia
- Man bekommt "kostenlose hochwertige" Leihgeräte aufgenötigt, die man nicht abbestellen oder verkaufen kann. Plural wohlgemerkt, zuerst nämlich eine 7530 und bei Buchung des "Professional Package" dann noch eine weitere DSL-Box 7590 AX.
- egal ob Professional Package oder nicht, das einrichten einer Anrufweiterschaltung erfüllt laut Leistungsbeschreibung den Tatbestand der Missbräuchlichen Nutzung: "6.4.1.4 Missbräuchlich ist eine Nutzung insbesondere, wenn der Kunde:
● Anrufweiterschaltungen oder Rückruffunktionen einrichtet"
"Klon doch, aber wir sagen Dir nicht wie."
Der Nokia G-010G-R ONT verhält sich leider so, dass sich der LAN-Port sofort deaktiviert, wenn man den Glasfaserstecker zieht. Somit kann man sich nicht per SSH mit der IP 192.168.100.1 verbinden und die GPON-Daten auslesen. Auf der Rückseite des ONT ist die 12-stellige Serial aufgedruckt nach folgendem Muster: ALCLF9876543, wobei das vierstellige "ALCL" die Vendor-ID von Nokia in ASCII-Text ist und dahinter der achtstellige Serial-Teil "F9876543" kommt, der bereits im Hexformat ist.
A provider can authenticate a GPON modem uniquely by serial number, serial number and password, or by password only.
Da DGN nichts von einem Passwort gesagt hat, wird wohl lediglich die Serial im richtigen Format benötigt. Die 12-stellige Serial lässt in der Fritzbox als ONT-Installationskennung nicht eingeben, weil die Fritzbox alles in HEX haben will. Das "ALCL" lässt sich aber natürlich in HEX konvertieren (wird zu "414C434C") und somit das 16-stellige 414C434CF9876543 eintragen, aber damit funktioniert es nicht. Ich habe verschiedene Varianten probiert und zusätzlich als PON Passwort (PLOAM) sowas wie 44454641554C54000000 (=DEFAULT in HEX umgewandelt und hinten mit Nullen hinten aufgefüllt) über die Fritz-Support-Unterseite, aber nix geht. Hat hier jemand vielleicht noch Ideen was man so probieren kann, oder wie man ohne Gang zum Anwalt an die GPON-Daten kommt? Liegt es es evtl. an den Leitungseinstellungen? Die Box kommt über die Trainingsphase nicht hinaus.