Drei oder 32 ist so ziemlich egal ... Da merkste nix von!
pufferueberlauf Ich habe ebenfalls Telekom über Glasfaser Nordwest.
Drei oder 32 ist so ziemlich egal ... Da merkste nix von!
pufferueberlauf Ich habe ebenfalls Telekom über Glasfaser Nordwest.
Man könnte sicher jedem ONT in jedem Frame eine Sendemöglichkeit geben, aber die Frage ist ob das wirklich sinnvoll ist. Vorgeschrieben ist es soweit ich sehe ja gerade nicht, der OLT hat die volle Kontrolle über die Zuteilung. Und in dem verlinkten Dokument von Ericsson wurden ja Polling-Intervalle im Bereich 0,5-3,5 ms untersucht.
Jeder Upstream-Burst hat einen Overhead von 19 Bytes (2 Bytes TX-Enable + 2 Bytes TX-Disable + 12 Bytes Guard/Preamble/Delimiter + 3 Bytes Burst Header). Ein Upstream-Frame hat 19440 Bytes. Damit blieben gleicher Verteilung auf 32 Teilnehmern rein rechnerisch jeweils 588,5 Bytes für die Nutzdaten (wobei der GEM-Overhead, und evtl. Management-Daten noch nicht berücksichtigt ist).
Klingt jetzt tatsächlich erstmal nicht nach so einem riesigen Overhead (evtl. habe ich auch was übersehen). Aber ich bin trotzdem nicht überzeugt, dass eine Polling-Rate von 0,125ms sinnvoll wäre.
Moin,
du verwechselt da glaube ich was! Die 8 kHz Framerate mit maximal 125 μs Framelänge hat nichts mit der Pollingrate zu tun, die oben erwähnt wird. Die 8kHz/125 μs sind der grundlegende Parameter für das Grundsignal auf der Glasfaser.
Wenn jemand was zu übertragen hat, dann exakt im 8 kHz Takt in max. 125 μs langen Frames. GPON hat da ziemlich hohe Anforderungen an das Timing, das vor allem zwischen OLT und allen ONUS synchron gehalten werden muß.
Die Pollingrate ist ein Parameter des DBA Algorithmus. Der Standard sieht ein Statusreporting der aktuellen Bandbreitenanforderung der ONUs an den OLT vor. Der ONU sendet den Report allerdings nicht einfach nach Belieben, sondern der wird vom OLT angefordert.
Das Stichwort ist da "piggyback status reporting" im Standard. Die Häufigkeit dieser Statusabfrage ist variabel.
Nun ist es leider so, dass mit steigender Häufigkeit der Statusabfrage der OLT zwar besser auf Bandbreitenanforderungsänderungen reagieren kann, aber auch mehr Overhead über die Leitung geht, Genau dieser Einfluss der Häufigkeit der Abfrage auf Latenzen und Bandbreiten wird in dem verlinkten Papier untersucht.
Moin,
bei der Statistiktabelle steht der aktuelle Tag/Stunde vorne in der Liste! Die findest du in den Supportdaten auf der support.lua Seite
dort dann:
Die stehen in der Supportdaten Datei.
EthernetConnect bekommst du eigentlich fast überall hin. Für die größeren Bandbreiten geht es allerdings nur über Glasfaser! Bereitstellungskosten gehen dann (auptsächlich) nach zu verbuddelnder Glasfaserstrecke. Wen das das kleiner 200-300 m ist, kann es sein. dass du den für 5 K Baukostenzuschuß bekommst. Sonst natürlich volles Programm. Am günstigsten ist da noch Freileitung mit mit irgendwas um 15 kEuro pro KM.
Es hilft auch bei den Gesprächen etwas kreativ zu werden. Hatten wir neulich bei einem größeren Hallenneubau. An der eigentlichen Adresse lag weit und breit nichts in der Trasse. Die wollten uns dann eine Verlegung vom nächsten KvZ machen über 1,5 km. Ich habe dann mal angeregt, den Trassenplan auf der Landesstrasse an der Rückseite des Grundstücks zu prüfen.Den hatte unser Ansprechpartner nicht auf dem Schirm, da wohl irgendeine Telekom-Bezirksgrenze im Spiel war. Und siehe da, dort hatten die Glasfaser liegen, mit genug freien Fasern und einer Muffe 100 m vom Grundstück entfernt. Muffe einbauen kostet nämlich auch ganz schön. Also kamen wir mit knapp 100 m Verlegung im Grünstreifen und Rest auf unserem Grundstück zum Ergebnis. Ist allerdings kostenmäßig natürlich kein Vergleich zu Standard GPON!
Wir haben an drei Standorten sogenannte DGF-Businessanschlüsse, und das auch nur, weil wir keine besonderen Anforderungen an Themen wie garantierte Wiederherstellungszeiten etc. haben. In der Vergangenheit hatten wir mehrfach Probleme mit extrem hohen Latenzen (100-150ms) in alle Richtungen. Ob wir die Hotline angerufen haben oder Peng - Nach ein paar Stunden bis 2-3 Tagen lief es dann wieder, allerdings ohne große Erklärung seitens DGF. Dafür kostet es ja auch fast nix!!
In Deutschland ist alles Businessanschluss, wenn nur der Upstream höher und mindestens eine feste IP-Adresse vorhanden ist. Und das sind meistens die Mainstream-Businessanschlüsse (von allen Anbietern fast gleich angeboten), die über dieselbe Infrastruktur wie die PK-Anschlüsse laufen. Die meisten sogenannten Geschäftskunden haben von garantierter Verfügbarkeit, Serviceleveln und garantierter Wiederherstellung noch nie was gehört bzw. interessieren sich im Vorfeld nicht dafür.
Für eine Verfügbarkeit > 99% in Verbindung mit garantierten! Wiederherstellungszeiten im einstelligen Stundenbereich wirst du selbst für nur 200MBit mindestens 500 - 800 Euro pro Monat zahlen. Da brauchst Du dann allerdings auch keine Hotline, weil der Servicetechniker dich im Fehlerfall anruft, mit der Frage wann er reingelassen wird, da ihm sonst kalt wird. Ist mal bei einem unserer EthernetConnect-Anschlüsse passiert.
Also - Entweder mit leben und hoffen, dass man irgendwann mal einen richtigen Kümmerer an der Hotline erwischt (die giebt es auch bei der DGF) oder einen richtigen Anschluss besorgen.
Die gesetzlichen Regelungen stehen hier https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__58.html
Und die sind mittlerweile besser als die Regelungen, für die man vor 10 Jahren im Bereich der professionellen GK-Anschlüsse richtig bezahlen musste. Leider ist dort keine Höchstdauer bis zur garantierten Wiederherstellung festgelegt. Das könnte sich allerdings auch kein ISP bei den ausgelutschten Preisen erlauben.
Wenn die K..cke wirklich am Dampfen ist, mach alles auf jeden Fall textlich, mindestens per Mail, und nicht nur mündlich an der Hotline. Dann kannst du zumindest die Fristen aus TKG 58 nachweisen und kommst leichter an Dein Geld.
Ob eine Kündigung aus wichtigem Grund Bestand hat, wenn die dich 4 (8, 10 , 12) Wochen hängen lassen, wird dir nur ein Richter sagen können. Es sei denn, die DGF lässt dich aus Kulanz raus.
Die Investitionen sind einfach zu hoch, als dass man nur auf den Verdacht hin, das irgendein Haus unter vielen einen AON-Bedarf hat, alles auf AON-Basis aufbaut und auch noch den lfd. Betrieb finanziert! Alleine schon Platzbedarf und Stromverbrauch sind viel zu hoch.
Du kannst alles durch 32 teilen, vor allem Platz und Energie! Steigende Bandbreitenbedarfe für die Zukunft werden durch XGS mit 10GBit abgefrühstückt.
Stand der Technik heute sind Kombi-SFP mit XGS-PON und 2,5GPON mit integriertem DWDM-Splitter. Damit kannst du dann ohne großen Aufwand auf einem 1:32 PON Kabel 10G und 2,5G parallel fahren ohne dass der Kunde den ONU tauschen muß, wenn er nicht wechseln will. Das wird auch bei der Telekom kommen.
Die vorherigen Aussagen gelten natürlich nur für den Mainstream-Markt.
Und nein - 3ms Roundtrip und am besten 10GIG für Script-Kiddys, Computer-Nerds oder Profi-E-Sports Spieler sind kein Mainstream-Markt!
Das sind Omma, Oppa, evtl. Papa für seine 3 Bundesliga Streaming Abos und die Kids, die sich aber meistens so wenig mit Ihrem Handy beschäftigen, als dass sie merken ob sie über wlan oder LTE/5G im Internet hängen ...
Bei uns liegt die Take-Up Rate bei ca. 30%. Konnte ich neulich bei einem Blick in den offenen Verzweiger auszählen. Und das GF-Netz liegt seit 3 Jahren!
Und wenn ich bei mir zu Hause unbedingt einen echten! GK-Anschluss mit z.b. 10 GBIT sym und garantierter Verfügbarkeit haben will, wird mir die Telekom auch einen dahin legen. Kostet natürlich!
millen Du musst in der Nähe von Frankfurt wohnen. Bei mir sind es 8 ms bis f-ed11-t.F
pufferueberlauf In einem älteren (knap 5 Jahre alt) Video von DGF über einen GPON POP bei München konnte man HUAWEI-Equipment sehen. Das setzt GF Nordwest/Telekom auch ein. DGF hat die Splitter dort im POP eingebaut, allerdings mit 64 Usern je PON!
So, ganz frisch - Ich habe die letzten 1,x Stunden meinen Upstream mit IPERF gequält.
Die FritzBox Statistik sieht so aus:
Upstream alles in kBit/s
Stunde Used Idle Ovhd ONUs Summe
15 153073 849326 102912 30 1105311
14 151177 853002 102715 30 1106894
13 69 1021858 92341 30 1114268
Idle geht um den Betrag zurück, den ich übertrage. Sonst nutzt keiner groß den Upstream!
Meine Grafik für die Zeit sieht so aus:
EDIT: Man sieht schön, dass im Downstream der Auslastungsverlauf dem Trafficverlauf am DECIX folgt und selbst am Championsleaguetag 11.2. nur ein bisschen der Schnitt gerissen wird. Sonntags wird wohl viel und länger gestreamt, ist aber auch nicht der Rede Wert ...
Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, gibt es hier
eine schöne Beschreibung der Zusammenhänge zwischen DBA Polling, also der periodischen Abfrage der Bandbreitenbedarfe der ONUs durch den OLT, und der Bandbreite/Jitter. Nicht wundern, der Beitrag ist uralt, aber die PON-Standards sind auch uralt!
Bei mir lagen die Latenzen zum ersten Hop im Netz zu VDSL-Zeiten(100/40) bei ca. 8 ms, jetzt bei 2-3 ms.
Bei der Zeitslotszuordnung sieht der Standard alles vor. Von fixen Bandbreitenzuordnungen via Konfiguration im OLT je ONU bis hin zu unterschiedlichen, mehr oder weniger ausgefeilten, DBA Algorithmen. Es wird aber dringend von den Herstellern empfohlen, die Bandbreite dynamisch zuzuweisen. Da kann dann auch besser auf QOS-Anforderungen (VOIP, IP-TV, normaler Traffic) eingegangen werden.
Interessante Infos, danke dafür.
Aber rein praktisch kann die Grafik nicht korrekt sein.
Die Auslastung Upload wird beim typischen Nutzer bestenfalls 1:5 gegenüber dem Download sein. Eher 1:10 oder weniger.
Die Segmente, die wir hier gelegentlich sehen, sind niemals im Upload ausgelastet. Der Download erreicht ja kaum 10% des Segments..
Ich würde auch sagen, dass die angezeigten 1 GBit/s Auslastung in der ersten Grafik des Threads ein Darstellungs bzw. Ermittlungsfehler in der FritzOS-Version ist. Wenn es mich heute Abend juckt, werde ich nochmal meinen IPERF-Test machen und schauen was die Fritzbox in den Supportdaten für Werte bei der Auslastung anzeigt.
pufferueberlauf Ich mache mir jetzt mal nicht die Arbeit alles zu zitieren.
Im großen und Ganzen hast du natürlich Recht. Meine Ausführungen beziehen sich auf die theoretischen Rahmenbedingungen.
Zum Thema Upstream-Nutzung: Die echte übermittelte Datenrate kann der ONU natürlich nicht ermitteln, da er nicht ins Paket sehen kann. Aus der BWMap ist aber ersichtlich was vom OLT zugeteilt wird. Und da ist eindeutig auszumachen, wenn kein ONU signifikante Timeslots zugewiesen bekommt, also keiner was zu übertragen hat. Und wenn ONUs Timeslots zugeteilt bekommen, hat das DBA Traffic erkannt.
Die 8kHz Framerate bedeutet natürlich nicht microsekundenlatenz auf der Gesamtstrecke! Allerdings ist hier ein wichtiger Teil von der Protokolldefinition her schon mal nicht das Bottleneck.
Splitverhältnis: Natürlich ist meine Formulierung schon recht schwarz/weiß. Allerdings würde ich ein Monatsgehalt darauf verwetten, dass es in 99,9% aller Fälle passt und es zu keiner Bottlenecksituation auf der ersten Meile bis zum OLT kommt.
AON u.ä. ist nur notwendig, wenn man aus Sachgründen oder (bloßem Wollen) unbedingt Bandbreiten garantiert haben möchte. Und selbst da hat man das nur auf der ersten Meile. Ab der ersten Aggregationsschicht hängt man wieder am Fliegenfänger von Transit und Peering.
Das berücksichtigt natürlich keine evtl. kommenden Killerapplikationen wie z.B. Quantenteleportation kompletter menschlicher Körper. Da ist dann die Übertragung der Quantenzustände von ca. 7 x 10^27 Atomen in Echtzeit notwendig ![]()
Den Nachteil habe ich so auch noch nie gesehen. Die Verschreckung kommt sicherlich von Erfahrungswerten im Kabel. Aber da hängen mehrere hundert Haushalte an weniger Bandbreite.
Beim Kabel wurde in den alten DOCSIS Varianten CDMA gefahren und erst in den neueren TDMA. Allerdings mit ganz anderen Frequenzen und Bandbreiten.
Da gilt immer noch die nachrichtentechnische Regel, trotz aller ausgefeilten Codierungen, höhere Frequenz ergibt mehr Informationen. Dabei gilt: Gbit/s entspricht GHz!
Kabel liegt im Upstream bei max 0,06 GHz, im Downstream bei max. 0,9 GHz. Das müssen sich alle Teilnehmer teilen! Und das sind häufig mehr als 100 pro Strang.
GPON hat 1,25 GHz im Upstream und 2,5 GHz im Dowstream, meistens auf 32 Teilnehmer, zumindest im Telekom-Umfeld, aufgeteilt.
Ein ONT sieht bestenfalls welche Transmitslot den anderen ONTs zugewiesen werden, aber nicht ob die auch fuer Daten genutzt werden oder fuer idle frames... zumindest theoretisch moeglich, dass Euer ISP da unterschiedliche Strategien faehrt die Upload Slots zuzuweisen...
Die Box kann das schon exakt ermitteln. Aus der BWMap geht die exakte Zuteilung des Slots je ONU hervor. Diese, eigentlich zeitliche, Zuteilung ist dort in Bytes innerhalb des Frames von...bis ausgedrückt. Wenn ein ONU einen Slot von 1000 Bytes innerhalb des Frames zugeteilt bekommen hat, ist die daraus resultierende Bandbreite für die anderen verloren. Wenn keiner was zu übertragen hat, sind diese Zuteilungen auch für alle kleiner bzw. kürzer.
Bei mir liegt die hellgrüne Linie bei ca. 100 MBIT/s. Das deckt sich mit der Upstream Overhead Rate aus den Supportdaten, die sich bei mir zahlenmäßig irgendwo bei 90000 kBit/s bewegt. Die freie Kapazität des PONs im Upstream ist die Upstream Idle-Rate. Die kann das ONU exakt aus der BWMap ermitteln.
Die Werte verändern sich bei Belastung auch entsprechend. Ich habe das mal mit IPerf über eine IPSEC-Verbindung von meinem Homeoffice zur Firma getestet. Mein Anschluss hat 300/150 und ich habe den mal für zwei Stunden jeweils im Up- und Download entsprechend ausgelastet. Man sieht in der stündlichen Fritzbox-Statistik genau die dieser Datenrate entsprechenden Werte.
Grundsätzlich wird ja ohne Ende über die Nachteile des 1:32 Splittings bei GPON diskutiert. Das Ganze ist im Alltagsbetrieb vollkommen ohne Belang. Die Trafficverteilung in einem typischen Anschlußgebiet führt im realen Leben niemals zu einer Beschränkung der individuellen Rate.
Meinen Test, den ich durchgeführt habe, müssten 8-10 Teilnehmer an meinem PON gleichzeitig durchführen, um überhaupt nur irgendeine individuelle Verminderung zu spüren!! Die Wahrscheinlichkeit dafür kann sich jeder sebst ausrechnen (Stichwort: Erlang-Verteilung).
Auch bzgl. der Latenzen hat das GPON Protokoll viele Vorteile. Aufgrund der 8 KHz Taktung der Up- und Downstream-Frames hat jeder Teilnehmer am PON 8000 mal pro Sekunde die Chance ein Paket loszuwerden bzw. zu bekommen. Das Protokoll lässt nicht zu, dass ein Teilnehmer einen kompletten PON nur mit seinen Daten sättigt! 8000 mal pro Sekunde wird jeder Teilnehmer auf jeden Fall bedient.
Bezüglich des Splitnachteils wird um des Kaisers Bart diskutiert ...
Moin,
ich habe mir Daten aus meiner Fritzbox mal genauer angeschaut, da ich seit kurzem eine 5590 im Einsatz habe.
In den erweiterten Suppportdaten findet man einen Abschnitt "FIBER 7 Day per Hour Stats" mit Einträgen wie diesen:
Das dürfte die Basis der Auslastungsgrafik sein.
Nun ist es bein GPON Protokoll so, dass ein ONU sehr gut die Gesamtauslastung eines PON ermitteln kann. Dazu muss man ein wenig tiefer in das GPON Protokoll einsteigen.
Grundsätzlich werden alle Daten, Downstream wie Upstream, in Frames von 125 µs Länge übertragen. Im Downstream ergibt das eine Framelänge von 38880 Bytes, im Upstream von 19440 Bytes. Der Downstream geht im Broadcastverfahren an alle ONUs, im Upstream wird vom OLT jedem ONU ein Zeitschlitz im 125 µs langen Upstreamframe zugewiesen (TDMA Verfahren).
Die Zuweisung der Upstream-Zeitschlitze, die eine variable Länge haben, erfolgt über das sog. BWMap-Feld, dass in jedem Downstreamframe mitgesendet wird. In diesem Feld wird für jeden aktiven ONU am PON der Beginn und das Ende des Zeitschlitzes mitgeteilt, in dem er senden darf. Dieses Feld ist, im Gegensatz zu den Datenblöcken, nicht verschlüsselt und kann von allen ONUs ausgelesen werden. Jeder ONU sucht sich seinen Eintrag anhand seiner ID raus. Die Festlegung der Zeitschlitzlänge selbst erfolgt durch den OLT über DBA (Dynamic Bandwidth Allocation) Algorithmen. Da sind mehrere Verfahren definiert. Für den Downstream ist es einfach, denn da kennt der OLT den Füllgrad seiner Warteschlangen je ONU und kann entsprechend die Daten im Downstream-Frame verteilen.
Beim Upstream wird es schwieriger. Das einfachste Verfahren ist die Ableitung der benötigten Zeitschlitzlänge aus dem Verhältnis Idle- vs. gefüllten Paketen. Der ONU muss, wenn er keine Daten zu übertragen hat, Idle-Pakete in seinem Zeitschlitz übertragen. Vereinfacht gesagt wird der zugeteilte Zeitschlitz je ONU quasi mit jedem Idle-Paket kleiner, bis er eine Größe erreicht hat, in die nur noch die Idle-Pakete passen.
Sobald wieder Daten vom ONU im Upstream gesendet werden, wird der zugewiesen Zeitschlitz vom OLT wieder vergrößert. Natürlich wird dabei auch auf eine faire Verteilung unter allen ONUs geachtet. Ein erweitertes Verfahren beruht darauf, dass der ONU dem OLT den Füllgrad seiner Output-Warteschlangen aktiv mitteilt und diese Information vom OLT mit verwendet wird.
Über diese Informationen hat die Fritzbox nun alle Informationen, um die tatsächlich Auslastung des PONs zu ermitteln.
Im Downstream kennt die Fritzbox die Anteile aller ONUS durch das Broadcastverfahren. Die Daten an die anderen ONUs selbst können zwar aufgrund der Verschlüsselung nicht gelesen werden, jedoch kann die jeweilige Länge der sogenannten GEM-Pakete für jeden GEM-Port ermittelt werden. Die GEM-Ports identifizieren mit ihrer jeweiligen ID das Ziel (ONU) des GEM-Pakets. Die aktuell zugewiesen GEM-Port-IDs der eigenen Fritzbox stehen auch in den Supportdaten.
Für den Upstream kann die Box die Auslastung des PONs anhand der BWMap ermitteln. Aus diesen Daten zusammen wird dann die Used- bzw. Idle-Rate des gesamten PONs ermittelt.
Noch was zur Grafik in der Mail. Die durchgezogene dunkelgrüne Linie zeigt einfach nur die gemittelte eigene Datenrate, die tatsächlich genutzt wurde.
AVM hat für den Upstream dann eine etwas ungewöhnliche Darstellung gewählt - Die steht einfach auf dem Kopf!
Nee, aber ich habe mich bei der DGF beschwert... Sind unsere einzigen Anschlüsse, die Lahm sind. Aber wie sagt man so schön: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul - Vor allem, wenn es der einzige Gaul weit und breit ist.
Hab ich was vom Maßstab geschrieben? Fakt ist, dass unser Roundtrip von allen DGF-Anschlüssen Richtung Telekom (und vielen anderen Netzen) bei 22-25 ms liegt, von allen anderen Nicht-DGF-Anschlüssen, seien es EWE, Telekom oder sogar ein Lokalprovider aus Borken, bei 9-14 ms. Macht für flüssiges Arbeiten per RDP schon einiges aus. BTW: Da die Telekom mit das größte Netz betreibt, ist es schon wichtig, wie das Peering dahin ausgestattet ist.
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