Beiträge von Derwisch

    Es könnte auch einen Unterschied machen ob am Ort ein zweiter Anbieter im POP präsent ist und eigene Tarife über die letzte Meile der DG anbietet oder nicht. Nur in letzterem Fall gibt's echten Wettbewerb. Wenn's im Dorf nur heißt unausgebautes ADSL aus der Telefonleitung oder DG dann "müsste" das Erlösmanagement das schon unterschiedlich gewichten. Also nicht enttäuscht sein wenn sich eure Angebote unterscheiden, auch auf Nachfrage. Wo DG quasi ein neues Monopol auf Breitband aufbauen konnte werden sie da einfach eher zugreifen. Das ist Marktwirtschaft, solange der Staat keine regulierten Bitstromzugänge in allen Netzen erzwingt, wie es das bisher nur im alten Telekomnetz gibt.

    Ich dokumentiere mein Wechselbad der Gefühle hier für andere, die bei ihrer Vorvermarktung in Zukunft mitbangen und sich fragen, was die aktuellen Quoten über die Erfolgschancen sagen.

    Der Zuwachs der letzten 2 Wochen betrug jeweils nur noch 2%. In einer Woche endet das ganze. Wenn's unter 30% bleibt befürchte ich, dass es nicht einmal eine Verlängerung gibt.

    Aber ich werde weiter den Fortschritt posten. Am Ende ergibt sich dann ein Gesamtbild.

    Was mich an DG nervt ist, dass ich schon im Vorfeld zu meiner Bestellung keine kompetente Antwort zu einer technischen Frage bekam und stattdessen in Foren lesen musste.

    Mag sein, dass die Mehrheit der Verbraucher diese Frage nicht stellt aber dennoch muss ein Kundenservice eines Providers dazu mehr zu sagen haben als "das habe ich noch nie gehört". Es wurde auch keine Rückfrage intern oä angeboten. Das ist einfach schwach.

    Für mich lautet mein Zwischenfazit bisher, dass ftth schön und gut ist, darüber brauchen wir natürlich nicht zu diskutieren, der Provider DG aber nicht unbedingt. Aber das ist alles was ich derzeit hier bekommen kann...

    mir wäre ein Ausbau durch die Telekom, bei all den Unzulänglichkeiten eines Großunternehmens, wesentlich lieber gewesen. Naja 🤷‍♂️

    Was mir Bauchschmerzen bereitet ist, dass es hier dann auch nie was anderes als das DG Netz geben wird, zumindest solange ich lebe. Denn ein anderer Anbieter wird hier natürlich nichts mehr parallel ausbauen.

    Also für immer auf Gedeih und Verderb...

    Dem ist nichts hinzu zu fügen!!

    Nur soviel: Das Einspielen eines backups der Fritzbox dauert keine 3 min. Trotzdem gilt: Wer den Support von AVM mit dem der DG vergleicht, kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

    Der Sinn eines Werkreset und neuer Konfiguration, siehe oben, ist, dass durch eingespielte Backups gerade nicht wieder die selben Fehler in der Konfiguration auftreten. Der AVM Support empfiehlt das daher nach eingehender Beratung auch manchmal.


    Aber weder hat dies damit etwas zu tun, dass ein Provider so auf eine offensichtliche Massenstörung reagieren sollte, noch ist das ein kompetenter Ratschlag im Sinne von "das müssen sie alle 6 Monate machen!".


    Ich finde mich einfach nicht damit ab, dass man im Jahr einige hundert Euro bezahlt und wenn dann der Provider seinen Job nicht macht, dann hat man es mit Inkompetenz und Lustlosigkeit zu tun.

    Wenn der Kunde mal seiner Vertragspflicht, nämlich der Zahlung, nicht vereinbarungsgemäß nachkommt pocht der Provider schließlich auch auf die Verpflichtung des Kunden.

    Und das ist eine Eigenart der Telkobranche in Deutschland.

    Resigniert nehmen es die meisten hin.


    Also, ich kann nur jedem raten entsprechende Belege zu sammeln und schriftliche Reklamationen damit einzureichen. Immer wieder.

    Erstens werden Reklamationen am Telefon ansonsten oft beim 1st level verschluckt, da sitzen meist Leute für sehr wenig Geld und unter sehr viel Druck, die haben weder Zeit noch Lust zur Qualitätssicherung irgendwas weiterzuleiten und sind um jeden call froh den sie abhaken können.

    Zweitens hat man dann eben die rechtliche Handhabung den Provider in einem weiteren Schritt zu kündigen.

    Wenn beides jeder Kunde beherzigen würde, dann würde sich etwas in der Branche ändern, weil die Provider sonst gelähmt wären. Sie würden anfangen sich einen Wettbewerb um Qualität zu liefern.

    PS: warum gibt's eigentlich überall Bürgerinitiativen die den Anbietern kostenfrei beim Marketing in ihrer Freizeit helfen, als wäre die Nachfragebündelungen eine gemeinnützige Angelegenheit, aber keine BIs die sich dafür einsetzen, dass Provider dauerhafte Probleme beseitigen? Da ist dann jeder auf sich alleine gestellt.

    Die Aussage ist auch absoluter Käse und soll meiner Vermutung nach nur Überforderung kaschieren oder gar den schwarzen Peter auf den Kunde schieben. Hauptsache der Call ist beendet.

    Ich habe in den sozialen Medien oft den Eindruck, dass technisch affine Privatnutzer sich wie Fußballfans bezüglich ftth behalten und so für ihre ftth Präferenz brennen, dass Kritik an Technologie (ftth ist ja nur eine Kategorie, die technische Umsetzung findet in großer Bandbreite statt) und konkreten Anbietern "nicht gern gesehen wird". Nach dem Motto da liebt jemand meinen Club nicht mit ganzem Herzen, wie kann er nur.


    Ich liebe grundsätzlich keine Technologie oder Anbieter. Alles nur ein Mittel zum Zweck. Und Provider haben in Deutschland fast ausnahmslos schlechten Kundenservice, sparen offensichtlich an Infrastruktur und Instandhaltung, so dass es kaum einen Provider gibt, bei dem es keine Klagen über Peering, Geschwindigkeitsprobleme, Service oder Störungen gibt. Und zwar nicht mal ausnahmsweise, sondern systematisch.

    Die Hoffnung die viele Leute wohl hatten, dass die Servicewüste Deutschland verschwinde nur weil man Glasfaser ausbaut, muss da leider enttäuscht werden.

    Und das ist doch das eigentliche Grundproblem.

    Solange das immer schön geredet wird ändert sich garantiert nichts.

    Daher danke für eure Erfahrungsberichte, die sind wertvoll, vielleicht können sich sogar Kunden aus dem selben Anschlussgebiet organisieren um das Hotlineargument, das habe was mit dem Kunden zu tun der soll erstmal seine Fritzbox resetten und bei kundeneigenen Routern geben wir schon gar keinen Service usw., zu entkräften.

    Wenn's zwei Leute in zwei unterschiedlichen Haushalten gleichermaßen betrifft, dann ist das schwarze Peter Spiel einfach over.

    Alle 6 Monate Reset und neu konfigurieren? Die würde ich echt spontan fragen ob die mich verarschen wollen. 😂

    Ich habe seit 20 Jahren Fritzboxen und bei Störungen waren NIE die das Problem, noch war es nötig sich alle 6 Monate diese Heidenarbeit zu machen.

    Statt die Störung ordentlich zu bearbeiten.

    Echt absurd. 😂

    Infrastruktur ist ja mehr als Peering. Die DG versucht scheinbar sehr scharf zu kalkulieren, das sieht ja jeder angesichts der Angebote der DG am Markt. Gleichzeitig stehen Investoren dahinter die Rendite wollen. Das sind keine kommunalen Stadtwerke. Vergleichsweise günstigen Grundgebühr nachdem der Hausanschluss gratis gelegt wird und Renditeziele lassen sich nur über die Kostenseite miteinander vereinbaren, außer ftth hebt jetzt auch die Grenzen der Betriebswirtschaft auf. 😅


    Es wird daher mutmaßlich so wenig Infrastruktur aufgebaut und unterhalten wie möglich und soviel wie gerade nötig.

    Daher ist der Kontext zu Netzen in Aufbau sicherlich spot-on. Nach Engpässen wird dann wohl sukzessive nachgeregelt bis es dann gerade so passt. Beharrliche Reklamation sollte dem Prozess auf die Sprünge helfen.

    Bei wiederholter Verfehlung der vertraglichen Mindestbandbreite und dem entsprechenden Verfahren (Breitbandmessung.de etc) kann man Internetprovidern auch außerordentlich kündigen.

    Der Hausanschluss bleibt ja trotzdem, für eine mögliche Zukunft in der die Infrastruktur besser läuft. Falls du eine Alternative wie VDSL oder Kabelinternet im Haus hast.

    Ich habe Verwandtschaft die nun auch insbesondere durch die Pandemie ruiniert ist.

    Ich sponsor der Familie einen eazy Anschluss für 18 Euro im Monat, damit haben die 40/5 Mbit Kabelinternet und damit sind sie ausreichend bedient.

    Die haben einfach nix übrig für Digitalisierung.

    Also finanziell. Es tritt sofort alles in Konkurrenz zu Lebensgrundlagen oder den nächsten Wintersachen für das wachsende Kind. Schon 20€ höhere Grundgebühr monatlich machen im Jahr 240€ mehr aus. Davon kleiden die sich im Sozialkaufhaus mehrfach neu ein.

    Das gibt es alles und bei diesen ganzen schönen Privatinitiativen bleiben diese Leute einfach außen vor und das sind nicht wenige. Es gibt bei der Digitalisierung ein Oben und ein Unten.

    Aber kein Bewusstsein dafür.

    Es geht mit den Fixkosten übrigens nur los.

    Es geht weiter bei der Hardwareausstattung und auch der Teilhabe bei immer mehr Dingen die hinter einer Paywall verschwinden, wo die Rundfunkgebühr noch die Funktion hatte gerade diese Leute nicht vom Rundfunk auszuschließen (solidarische Finanzierung auch über Befreiung von der Rundfunkgebühr) regiert bei Content im Netz der freie Markt.


    Das geht im Ergebnis in keine schöne Richtung, denkt man es weiter.

    Ich bin nur froh nicht zu den ökonomischen Verlierern dieser Entwicklung zu gehören, ich meine aber, dass man sich dessen bewusst sein sollte.

    Wir haben bald Bundestagswahl und Deutschland redet über den Lebenslauf einer Kandidatin, statt über 20 Jahre vermurkste Digitalisierung.

    Eigentlich müssten wir überall darüber reden. Naja 🤷‍♂️ schönen Abend miteinander.

    Laut Lokalpresse beinhaltet die Vereinbarung mit der Kommune eine Art "ganz oder gar nicht" Vereinbarung.

    Das finde ich auch richtig so.

    Wenn die digitale Spaltung in Zukunft quer durch Orte verläuft wäre das unerträglich und für einzelne Straßen investiert auch niemand mehr nach, das bleibt dann wirklich eine gefühlte Ewigkeit so. Dann lieber gar nicht und nochmal neu versuchen wenn die Zeit oder ein anderer Anbieter mehr Menschen überzeugt.


    *Eigentlich* gehört das ja wie Wasser und Strom in jedes Gebäude verlegt. Für Geringverdiener sind selbst 45€ viel im Monat, es war früher ja auch nicht davon abhängig, dass du umfangreiche Minutenpakete buchst um einen Telefonanschluss zu kriegen. Dass die DG und andere damit wirbt, dass das alles steuerfrei sei, ist ein bisschen 1990er Privatisierungseuphorie die nicht mehr in die Zeit passt.

    Nur Privatfinanzierung heißt halt auch, dass Leute auf der Strecke bleiben die nicht mit finanzieren können.

    Wie gesagt, sag mal einem ALG II Haushalt oder einer Alleinerziehenden, bei der in der letzten Woche des Monats nur noch 20€ im Geldbeutel sind, dass sie entweder 45€ monatlich zahlt oder abgehängt wird.

    Ich finde das wirklich problematisch.

    Die Breitbandpolitik ist ein Desaster. Freilich will ich das auch nicht ausbaden indem ich deswegen das ftth Angebot nicht annehme und verzichte.

    Aber das ist wirklich schwierig, GERADE wo privat ausgebaut wurde wird der Rest, der nicht mitgemacht hat, richtig abgehängt werden und ich glaube nicht, dass die sich dessen bewusst sind oder auch die Kommunen die immer so brav mit Bürgermeisterbrief usw. mithelfen diese privaten Projekte zu vermarkten - aus Verzweiflung, weil Bund und Länder sie im Stich gelassen haben und es derzeit entweder so oder gar nicht zum ftth Ausbau kommt.


    So sehr ich mich individuell auf den Glasfaseranschluss freue, weil ich mir die 50€ monatlich aufwärts (kleinster Tarif plus Mietfritzbox) leisten kann, so sehr bereiten mir die gesellschaftlichen Folgen dieses ungesteuerten privaten Rosinenpickens Bauchschmerzen. Die Politik behandelt das Thema als würde es nicht existieren.

    Schaumer mal.

    Vielleicht haben wir in 20 Jahren alle unsichtbare Geräte die drahtlos vernetzt sind und ein Schwarmnetz weltweit bilden oder was auch immer. Klar ist für mich nur, dass der technische Fortschritt nie aufhören wird.

    Derzeit gehört dazu ftth. Auch das muss aber nicht ewig so sein. Kabelfernsehen war auch mal der neueste Schrei.

    Heute hat sich die Seite wieder aktualisiert, es sind weitere 3 Prozent dazugekommen in den letzten 7 Tagen.

    An mir liegt es jedenfalls nicht, habe doch längst bestellt 😅

    Ich denke da an den lokalen Energieanbieter der schon viele Dörfer im Landkreis mit ftth ausgebaut hat und laufend weitere Nachfragebündelungen durchführt. Denen reichen sogar aus irgend einem Grund 35% und sie bieten für Senioren, denen generell ein Telefonanschluss reicht, sogar einen Telefonanschluss über ftth an. Einfach um alle mitzunehmen bei der Digitalisierung. Find ich gut.

    Und die Telekom hat verkündet bis 2030 überall auszubauen wo es andere nicht machen. Wir haben ja schon Mitte 2021.

    Also diese Bündelung "Jetzt oder nie" zu umschreiben wäre dann schon etwas übertrieben.

    Ich bin da auch relativ entspannt. Wenn es scheitert ist es nur eine Frage der Zeit bis ein anderes Unternehmen einen neuen Anlauf versucht. Und in der Zwischenzeit ändern sich Bedürfnis und Demographie.

    Solange es langfristig ausgebaut wird kommt man hier auch gut mit Kupfer zurecht.

    Ich glaube das ist halt gleichzeitig das Problem jetzt. Es gibt keinen Leidensdruck. Es ist nicht eins dieser Dörfer wo es nur 16 mbit oder so gibt.

    Bei mir spielt natürlich auch im Hinterkopf mit, dass meine Vertragslaufzeit bald abläuft und ich mir den Gigabit Tarif von Vodafone holen würde, wenn das hier mit Glasfaser erstmal scheitert. Ich habe da ein gutes Angebot bekommen, das aber befristet ist. Schwierige Kiste. 🤷‍♂️

    Naja.

    Hier wohnen sehr viele Senioren. Es gibt eigentlich schon recht gut ausgebaute Alternativen, mittelfristig. Die Not ist nicht groß.

    Habe mich eh gewundert, dass wir schon dran sind, aber den kostenfreien Neuanschluss nehme ich natürlich gerne mit.

    Dann ist es natürlich so, dass man schon leicht abgeschreckt wird wenn man zu Erfahrungen mit der Firma in anderen Orten googlet. Habe das auch schon so von Nachbarn gehört.

    Nun, ich werde es sehen. Nochmal 8 Wochen warten. 😬

    Guten Morgen,


    wie war denn der prozentuale Stand nach 4 Wochen in DG Gebieten in denen die Vorvermarktung erfolgreich war bzw. gescheitert ist?


    Prinzipiell vermute ich, dass die Überzeugungstäter in den ersten 4 Wochen bestellen. Danach wird's eher mühsam.

    Vertreter ist schon durch die Straßen gegangen, Werbe-Post und Bürgermeisterbrief waren vor 2 bzw. 5 Wochen im Briefkasten.


    Es sind jetzt 10%... irgendwie glaube ich, dass das nichts wird mit den zu erreichenden 40% in den nächsten 2 Monaten. Und auch nicht mit Verlängerung, die die DG ja scheinbar oft macht. Denn das sind wirklich wenige.

    Über Orientierungswerte aus anderen Gebieten wäre ich wie gesagt dankbar. :-)

    Ist wohl VDSL und Kabel doch einfach zu gut ausgebaut hier.