Beiträge von alfalfa

    Grundsätzlich gehen beide Lösungen, zumindest wenn du die vorhandenen Kabel aus dem 4m langen "Rillenrohr" herausnimmst und nach der Glasfaser wieder einziehst.


    Du hast die möglichen Probleme aber schon erfasst: Das "Rillenrohr" entspricht nicht den Vorgaben der Deutschen Glasfaser. Du meinst wahrscheinlich sogenannten Wellschlauch. Wenn der einigermaßen gerade verläuft und einen so großzügigen Durchmesser hat, kann man die Glasfaser aber leicht durchziehen. Das Glasfaserkabel ist allerdings ein vergleichsweise empfindliches dünnes Patchkabel. Beim anschließenden Wiedereinziehen der anderen Kabel darf es keinesfalls nennenswerten mechanischen Belastungen (Druck, Zug) ausgesetzt werden. Knicke zerstören dieses Kabel mit Sicherheit. (Es ist ein biegeunempfindliches Simplex Singlemode Kabel mit einem LC/APC Stecker und einem SC/APC Stecker. Das Kabel verträgt keine große Zugkraft und der dünnere LC/APC Stecker gehört in den HÜP, der dickere SC/APC-Stecker in den NT. Staubschutzkappen erst direkt vor dem Einstöpseln entfernen und nicht die Faserenden berühren.)


    Bei der Lösung mit dem LAN-Kabel befindet sich der NT im Keller. Das ist schlecht, wenn der Keller zu heiß oder zu feucht (Waschküche) ist oder gemeinsam mit anderen Parteien im Haus genutzt wird. Auswirkungen auf die Performance hat diese Lösung aber keine, wenn das LAN-Kabel ordentlich verlegt und angeschlossen wird. Auf diese kurze Distanz hat man sehr viel Qualitätsreserve. Trotzdem sollte man gutes Kabel verwenden. Das heißt vor allem Kupfer, nicht kupferkaschiertes Aluminium (CCA).


    Für eine evtl. irgendwann nötige Fehlersuche müsste man dann zum NT in den Keller, aber dafür hat man auch ein Gerät weniger in der Wohnung an der Wand hängen. Ordentlich ist das, wenn ein Verlegekabel im Keller und in der Wohnung jeweils in einer Netzwerkdose endet und nicht einfach ein Patchkabel direkt vom NT zur Fritzbox gezogen wird. Das ist auch ein Vorteil dieser Lösung, denn mit dem Glasfaserkabel geht die DG wahrscheinlich noch direkt von HÜP zu NT, was ich etwas "gebastelt" finde.


    Ich würde in einem Einfamilienhaus zur Variante 2 greifen und in einem Mehrfamilienhaus wenn möglich zur Variante 1. Wenn die Installateure am Installationstag deinen Leitungsweg nicht akzeptieren, montieren sie den NT im Keller.

    Verkehr nach außen ist in OpenWRT in der Vorkonfiguration schon erlaubt. OpenWRT nutzt Connection Tracking, d.h. alle weiteren Pakete von Verbindungen, deren erstes Paket durchgelassen wurde, werden auch durchgelassen. Viel ist also im Prinzip nicht einzustellen: Nur unter "Traffic Rules" einen Port aufmachen. Aber lass mal hören, was du gemacht hast.

    Man teilt sich ja mit bis zu 32 Kunden die 2,5Gbit/s.

    Bis zu 64 Kunden.


    Mich würde einmal interessieren was für ein Ping ihr zu 100.68.119.24 habt. Und wie bei euch so der Jitter aussieht. Da habe ich bei meinem Anschluss relativ große Probleme. Mein Kumpel mit DSL meist so bei 0,5ms. Ich bin meist bei 1-2ms.

    Das ist eine nicht-öffentliche Adresse*. Wenn dein Kumpel die an seinem DSL Anschluss erreichen kann, ist das sehr wahrscheinlich nicht das selbe Ziel wie bei dir.


    *) 100.64.0.0/10 (100.64.0.0 bis 100.127.255.255) ist Shared Address Space (RFC 6598)

    Ich habe keine eigenen Erfahrungen mit DGTV, aber man liest öfter von Aussetzern, wenn die Set-Top-Box per WLAN angeschlossen ist, besonders wenn der Router einer der einfachen DG-Router ist. Mit besserem WLAN oder noch besser mit einem Ethernetkabel gibt sich das meistens. Fernsehen wird in Echtzeit mit relativ niedriger Latenz und folglich mit kleinen Pufferspeichern übertragen. Das macht die Übertragung anfällig für Verzögerungen, wie sie z.B. entstehen, wenn WLAN Daten wiederholen muss.

    Klar, eigentlich muss einen nicht interessieren, was genau da bremst. Es wäre halt schön, wenn man durch bessere Daten irgendwann der DG sagen könnte, "passt auf, ihr habt in dieser Region wieder zu wenig Bitflüssigkeit eingefüllt, macht mal ordentlich", aber halt mit einer zutreffenden Diagnose. Vielleicht müssten sich die Kunden in neuen Regionen dann nicht immer erst für dumm verkaufen lassen, wenn sie mit allabendlichen Bandbreiteneinbrüchen beim Support aufschlagen. Langsames Internet am Abend ist ein Problem, dass ich der DG wirklich nicht durchgehen lassen will: Die machen offensiv Werbung damit, dass das bei anderen passiert, aber nicht bei Glasfaser!

    Ich nehme an, der Speedtest auf der DG Seite zeigt immer die volle Bandbreite an? Der 1st Level Support verweist dich nämlich immer ausschließlich auf diesen Speedtest, da dieser immer die volle Bandbreite liefert. Ich nehme an, das die Peering und Transit Kapazitäten in deren Backbone einfach überlastet sind.

    In meinem Fall hat der DG-Speedtest ebenfalls die Bandbreiteneinbrüche gemessen. Außerdem hat es diese Probleme aber bei anderen auch gegeben, während an meinem Anschluss sowohl nahe als auch weit entfernte Testserver außerhalb des DG-Netzes volle Leistung anzeigten. Beides deutet darauf hin, dass es nicht an den Transit- und Peeringkapazitäten liegt. Es scheint regionale Unterschiede zu geben, und die Einschränkungen verschwinden mit der Aufrüstung regionaler Infrastruktur im DG Netz.


    Zur Testmethodik: Um zu verstehen, wo der Engpass ist, ist es immer auch sinnvoll, getrennte Messungen mit IPv4 und IPv6 durchzuführen. Außerdem sind Tests mit iPerf3 und festen Testservern ratsam, am besten getrennt mit einer Verbindungen und mit mehreren Verbindungen. Dafür böte sich zum Beispiel https://speedtest.wtnet.de/ an.

    Interessanter finde ich die Tatsache das dieser Haken den Reset auf Werkseinstellungen überlebt hat. ;)

    Wenn ich das wäre, aber ohne die Erfahrung, die ich mit deren Anschlüssen inzwischen habe, hätte ich den Router zurückgesetzt, und ausprobiert, ob's dann geht. Das wäre erfolglos geblieben, weil mir niemand etwas von der nötigen Wartezeit gesagt hat. Vielleicht hätte ich noch bemerkt, dass sogar die Telefonie nicht mehr geht, die ja dann den selben verweigerten Internetzugang benutzen würde wie der Rest. Nach dem Test hätte ich das Backup wieder eingespielt. Die Anschlusskonfiguration der DG ist echt nicht robust genug für hektisches Ausprobieren.

    Die Entscheidung, ob ein Anschluss gefördert wird, hängt aus gutem Grund nicht davon ab, was die Fritzbox des Anschlussnehmers anzeigt. Das ist nur ein Indiz, mit dem man selbst den Anschluss beurteilen kann. Wenn das maßgeblich wäre, würden wohl viele einfach ein sehr schlechtes Anschlusskabel nehmen und schon wäre die Leitung unter der Aufgreifschwelle.


    Ansprechpartner für Probleme mit dem Breitband ist der örtliche Breitbandbeauftragte. Dem sollte man auf jeden Fall proaktiv den Bedarf mitteilen. Aktuell ist die Aufgreifschwelle noch 30 Mbit/s, aber die soll auf 100 Mbit/s steigen und dann ganz entfallen. Das garantiert zwar nicht, dass dann auch entsprechend gefördert wird, aber es ist dann erlaubt, wo jetzt noch nicht gefördert werden darf. Für die Förderungsfähigkeit ist nur der Festnetzanschluss ausschlaggebend.

    Nein, man kann GPON-ONTs nicht einfach so wechseln. Das ist ähnlich wie bei den Kabelnetzen: Nur das Modem, das der Netzbetreiber freigeschaltet hat, funktioniert. Wenn du ein anderes Modem anschließt, geht erstmal nichts. Wenn du das im Störungsfall machen willst, musst du dann erst den anderen ONT wieder freischalten lassen (vorausgesetzt, dass du den im Falle eines Direktanschlusses überhaupt behalten darfst). Ich empfehle nachdrücklich, den ONT vom Netzbetreiber zu nutzen.

    Nimm lieber eine Mehrfachsteckdose. Das verlinkte Modul gibt es nicht erst bald sondern jetzt schon, ist aber für die andere Seite (OLT). Ich hatte das N in ONT extra fett geschrieben, weil das ein sehr wichtiger Unterschied ist. Es gibt bei den Anschlüssen noch mehr zu beachten als die Passform. Der Zyxel ONT arbeitet nicht als Router sondern mehr wie ein Modem. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, sind die meisten Nutzer schon mit den unbedingt zu beachtenden technischen Details eines Direktanschlusses an einen GPON-Anschluss überfordert. Dazu kommen noch die Schwierigkeiten mit den Netzbetreibern, die dann im Problemfall mit den Schultern zucken und auf die kundeneigene Hardware zeigen, für die sie keinen Support leisten.

    Das hätte ich auch gemacht, wenn ich einen der ganz alten Anschlüsse mit dem Titanium Router hätte. Bei diesen Anschlüssen wurde die Routerfreiheit offiziell dadurch umgesetzt, dass der Titanium in den Bridge-Modus versetzt wurde. Der vollständige Router musste nur als Medienkonverter mitlaufen, was natürlich nicht so schön ist.


    Seit etwa 2016 hat die DG Anschlüsse mit dem Genexis Fibertwist gebaut. Das waren auch noch AON-Anschlüsse mit 1000BASE-BX10. Die waren durch die Trennung von ONT und Router aber schon auf einen separaten Router ausgelegt, was den Sinn eines Direktanschlusses reduziert hat. Auch diese Anschlüsse hätte man aber technisch betrachtet problemlos mit einer Fritzbox 5490 betreiben können.


    Seit 2018 sind die Anschlüsse mit GPON-ONTs ausgestattet, die kaum mehr Strom verbrauchen als irgendein anderer ONT. Ohne den geht's ja nicht, ob das nun ein externes Gerät ist oder ein SFP. Mit GPON ist es auch nicht mehr so einfach, einen Direktanschluss zu realisieren. Das ist nicht mehr Ethernet über eine bidirektional genutzte Glasfaser sondern ein sehr viel komplexeres Protokoll mit Zugangskontrolle, Verschlüsselung, Bandbreitenmanagement, etc.


    Einen GPON-ONT kann man nicht einfach kaufen und anschließen. Das Gerät muss dem Netz administrativ bekannt gemacht werden. Einen solchen Anschluss mit einem eigenen ONT zu nutzen, ist also etwas völlig anderes, als einfach ein eigenes 1000BASE-BX10 SFP zu verwenden. Wer z.B. eine Fritzbox 5490, die ein AON-Gerät ist, an einen solchen GPON-Anschluss anschließt, wird Störungen an anderen Anschlüssen verursachen. Bei den AON Anschlüssen hätte man durch unpassende SFPs nur den eigenen Anschluss gestört.


    Wer trotzdem den Direktanschluss wagen will, kann das machen. Ich habe nichts dagegen. Aber unterschätzt die möglichen Probleme nicht und redet anderen nicht ein, das wäre irgendwie besser, als den ONT vom Provider zu verwenden. Für fast alle verursacht ein Umstieg auf einen eigenen GPON-ONT nur unnötige Kosten, zusätzliche Verantwortung und Supportprobleme.


    Und bitte weist wenigstens darauf hin, dass es unterschiedliche Anschlusstechniken gibt, die nicht kompatibel zueinander sind. Wer eine 5490 für einen neuen Anschluss kauft, kann die am Ende doch nur per Cat-Kabel an den ONT anschließen.

    Schon mal ohne Fritzbox direkt einen Rechner mit Netzwerkkabel rangehängt?

    Ja, steht alles schon in seinem Eingangspost. Das Fehlerbild existiert, auch wenn es sehr komisch klingt. Der ONT schaltet anscheinend den Ethernetport ab, sobald er eine Verbindung zum OLT bekommt (oder konfiguriert den Port so um, dass keine Verbindung mehr funktioniert). Man muss nicht den Glasfaserstecker ziehen, um das zu sehen. Wenn man den NT abschaltet und wieder anschaltet, kommt kurz die Ethernetverbindung hoch und ist dann gleich wieder weg, wenn die GPON-Verbindung steht. Vom angeschlossenen Gerät aus hat es den Anschein, als hätte man das Kabel eingestöpselt und kurz darauf wieder rausgezogen. Das ist definitiv unter Softwarekontrolle, denn ohne die Glasfaserverbindung funktioniert der Ethernetport dauerhaft mit den selben Geräten (Fritzbox, Laptop, ...). Wie gesagt, es ist zwar schon etwas her, aber ich habe genau das gleiche Fehlerbild selbst gesehen. Sowas denkt man sich nicht aus.

    Bei mir steht auch FibreTwist, trotz GPON-ONT (aber der andere, G-010G-P).


    Der NT ist in der Verantwortung der DG. Das haben die sich so ausgesucht. Dann müssen sie auch dafür sorgen, dass das Ding richtig läuft. Die Dame, mit der ich damals gesprochen habe, wusste anscheinend auf Anhieb, was nicht in Ordnung war, und das Problem wurde noch am selben Tag aus der Ferne behoben.


    Wenn sie das noch nicht gemacht haben, sollen sie mal die Seriennummer des ONT in ihrer Datenbank mit der Seriennummer, die auf dem Gerät steht, abgleichen.

    Nein, es drückt nicht auf einen wunden Punkt. Wenn du das durchziehst, dann leistest du Pionierarbeit. Das Problem bei dem Thema ist, dass Diskussionen darüber endlos und unergiebig sind, besonders wenn es niemand tatsächlich macht.


    Es ist meine ehrliche Meinung, dass nahezu alle FTTH-Kunden durch den Direktanschluss keinen nennenswerten Vorteil haben, aber sich jede Menge Probleme einhandeln können. Damit meine ich nicht einmal, dass die Netzbetreiber sich querstellen und den Support verweigern, sondern ganz allein die technischen Aspekte. Das Know-How und die Werkzeuge für Twisted-Pair Netzwerktechnik sind einfach noch viel verbreiteter und günstiger als für Glasfasertechnik. Deswegen habe ich etwas dagegen, wenn jemand theoretische Argumente bringt, warum man das tun sollte, aber selbst nicht bereit ist, den Ärger auf sich zu nehmen. Niemand sollte den Eindruck haben, es wäre irgendwie "glasfaseriger", nicht den NT vom Provider zu nutzen.


    Andererseits ist es wichtig, dass die Netzbetreiber nicht auf die Idee kommen, die Routerfreiheit wieder einzuschränken. Wenn du also vielleicht sogar der erste sein möchtest, der bei deinem ISP mit einem eigenen GPON-ONT(-SFP) direkt an die Glasfaser geht, dann sei so nett und berichte bitte, wie das gelaufen ist.

    Das ist ein guter Tipp für die Fans der Festnetztelefonie. Eine Allnetflat gibt's im Mobilfunk aber viel billiger, z.B. für 4€ je 4 Wochen bei Kaufland-Mobil im Telekom-Netz, dort allerdings ohne Übertragung der Festnetznummer. Das geht im O2-Netz bei Simquadrat, dem Mobilfunkangebot von Sipgate, wo die Allnetflat 4,95€ pro Monat kostet. Warum die Allnetflat per SIP vom selben Anbieter doppelt so viel kostet, ist das Geheimnis von Sipgate.

    Ich halte es für sinnvoll, die Auswahl zusammen mit dem Unternehmen vorzunehmen, das auch die Installation durchführen wird. Wenn es unbedingt einzelne Gehäuse sein sollen, habe ich ja schon eins mit außenliegender Buchse genannt. Eine Variante mit innenliegenden Buchsen wäre Ultimode TB-04B. Zu beiden Gehäusen braucht man noch entsprechende "Adapter". Die Gehäuse werden z.B. von ADKO.eu vertrieben (auch über eBay). Natürlich gibt es auch eine große Auswahl von anderen Herstellern. Bei fs.com gibt es Gehäuse von klein bis groß, die in Frage kommen. Aber wie gesagt: vorher mit dem Installationsunternehmen abklären.