Beiträge von alfalfa

    Die Deutsche Glasfaser plant Redundanz ein, aber die Trassen dafür entstehen erst mit der Erschließung neuer Ausbaugebiete. Da werden also nicht zwei unabhängige Leitungen durch die Landschaft gezogen, um einen Ort anzuschließen, sondern Ausbaugebiete wie in einer Schleife aneinandergereiht, so dass nach dem Ringschluss jeder Ort in diesem Ring von zwei Seiten erreichbar ist. Daraus ergibt sich mit der Zeit ein vermaschtes Netz, aber eben erst mit der Zeit.


    Je "höher" die beschädigte Leitung in der Hierarchie des Netzes ist, desto großräumiger muss die Redundanz sein. Wenn es nur eine Verbindung zwischen zwei PoPs trifft, dann ist wahrscheinlich sehr früh eine redundante Verbindung über einen anderen PoP in der Nähe nutzbar. Beschädigungen an Verbindungen zum Backbone sind erst umgehbar, wenn der Ausbau großräumiger Redundanz geschaffen hat. Das Backbone selbst ist sicher bereits redundant ausgelegt.

    Der Biegeradius des Glasfaserkabels ist übertragungstechnisch betrachtet wahrscheinlich nicht größer als der eines Cat.7 Kabels, wenn das Cat.7 Kabel auch nach der Verlegung noch diese Kategorie haben soll. Die Deutsche Glasfaser verlangt aber einen Kabelweg, der die Einhaltung eines Biegeradius von mindestens 6cm ermöglicht, damit das Durchziehen des Kabels problemlos ist und auch nachträglich nicht zu einfach ein Knick entsteht.


    In der Leistungsbeschreibung steht, dass der Kunde "einen trockenen Raum mit Raumtemperaturen zwischen 0°C und 30°C zur Installa-
    tion zur Verfügung" stellt. Wenn du in der Garage noch keinen Raureif beobachtet hast, sollte das gehen. Ein klein wenig heizen die knapp 3W des NT ja auch den NT selbst.


    Wenn du schon ein Cat.7 Kabel verlegt hast, würde ich das verwenden. Ich denke, dass das noch sehr lange ausreichen wird. Die Glasfaser weiter ins Haus zu bringen wird mit der Zeit einfacher werden, wenn sich mehr Hersteller und Dienstleister auf diesen Markt einstellen. Den NT darfst du zwar im Prinzip nicht eigenmächtig versetzen, aber da du einen Anschluss mit Gf-TA bekommst, steht dem späteren Anschluss eines Routers mit Glasfaserinterface im Haus nichts im Weg.

    Ich würde an deiner Stelle jetzt erst mal versuchen, ob der Access Point Modus so funktioniert, wie man das erwartet. Also im C6 den Access Point Modus einschalten und mit dem LAN Kabel den C6 Internet Port mit einem Fritzbox LAN-Port verbinden. SSID und Verschlüsselung im C6 so einstellen wie in der Fritzbox und ausprobieren, ob die Hänger weg sind. Wenn das funktioniert, kannst du immer noch versuchen, auf den Routermodus umzustellen. Da gibt es sicher mehr Einstellungsmöglichkeiten, aber die meisten davon sind für den Access Point Betrieb egal. Der Router darf nur nicht in die Adressvergabe oder das Routing reinfunken. Was der sonst noch anbietet, stört nicht. Aus der Sicht der anderen Geräte ist der dann nur ein weiteres Gerät im LAN.


    HubeBube hat eine reine AVM Lösung empfohlen. Das würde ich auch, aber dafür ist es ja etwas spät. AVM hat mit der zentralen Mesh-Konfiguration und der Beschränkung auf die von den meisten Anwendern benötigten Funktionen eine gute Kombination gefunden und bietet die auch zu bezahlbaren Preisen an. Was man leider nicht unbedingt erwartet, wenn man sich nach WLAN Geräten umschaut, ist die Herstellerabhängigkeit wesentlicher Funktionen. Das betrifft z.B. Access Point Steering und Band Steering, also die netzgesteuerte Verschiebung von Clients ins geeignete Frequenzband und zum nächsten Access Point. Die Geräte selbst sind überwiegend "sticky" und bleiben bei einem einmal gewählten Access Point, bis die Verbindung so schlecht ist, dass sie abbricht. Access Points eines Herstellers, der Mesh-Technik im Griff hat, können sich über die Empfangsbedingungen austauschen und die Clients zum Wechsel bewegen, wenn ein anderer Access Point den Client besser empfängt. Dies und die viel einfachere zentrale und größtenteils automatische Konfiguration sind gute Gründe für eine Ein-Hersteller-Lösung.


    AVM ist nicht perfekt und als fortgeschrittener User vermisst man schnell Funktionen, die schon bei billigeren Geräten anderer Hersteller selbstverständlich sind. Mit Open Source Firmware wie OpenWRT kann man noch sehr viel mehr Möglichkeiten bekommen. Aber das erkauft man sich auch damit, dass die Konfiguration Handarbeit und die Lernkurve sehr steil ist.

    Ich würde den Routermodus mit abgeschaltetem DHCP-Server wählen, weil ich TP-Link zutraue, dass deren "Access Point Modus" irgendwas Komisches wie "NAT und Firewall abschalten aber weiter routen" ist. Auch kann man im Routermodus mit Sicherheit den integrierten Switch wie gewünscht nutzen.


    (Also eigentlich würde ich OpenWRT installieren. Ich dachte, dafür kauft man TP-Link Geräte? Aber das ist vielleicht etwas viel auf einmal.)

    Wenn der Router immer zwischen LAN und WAN routet, aber im Access Point Modus zwischen WLAN und WAN bridged statt zwischen WLAN und LAN, dann funktioniert der Fernseher, egal ob er im LAN des Archer C6 ist oder im LAN der Fritzbox ( = WAN des C6). Daran kann man nicht viel erkennen.


    Das Problem ist folgendes: Wenn ein Client von einem Access Point zu einem anderen mit der gleichen SSID wechselt, dann verwendet der Client weiter seine vorhandene IP-Konfiguration, also Adresse, Netzmaske, Gateway, ARP-Tabelle, etc. Die muss auf allen Access Points passen, und das tut sie nur, wenn die WLANs und LANs zum selben Layer-2-Netz gehören. Wenn sich der Client plötzlich hinter einem anderen Router wiederfindet, funktioniert das Netz erstmal nicht mehr, bis der Client irgendwann eine Neuverbindung versucht. Deswegen passen die beschriebenen Aussetzer zu dem Fehler, dass die SSIDs nicht im selben Layer-2-Netz sind.


    Ein WLAN Client ist an einem typischen Heimrouter praktisch mit den LAN-Geräten im selben Netz. Das ist so, weil WLAN und LAN in einer Bridge sind. Das ist etwas ähnliches wie ein Switch. WAN und LAN sind nicht im selben Layer-2-Netz, sondern durch den Router getrennt, der diese Netze aber auf Layer 3 verbindet. Routing = Layer 3, Bridging = Layer 2. Wenn TP-Link im Handbuch schreibt, dass der Archer C6 im Access Point Modus über den Internet-Port mit dem Hauptrouter verbunden werden soll, dann müsste das bedeuten, dass in diesem Modus WAN und WLAN gebridged werden. Es ist wie gesagt nicht ganz klar, was der Router dann mit den LAN Ports macht. Vielleicht sind die auch Teil dieser Bridge. Dann wäre es egal, über welchen Port man zur Fritzbox geht. Das Handbuch weist aber nicht darauf hin, dass man im Access Point Modus den DHCP Server abschalten soll. Wenn der aktiv bleibt und die LAN-Ports zur WLAN Bridge gehören, gibt das Probleme. Deshalb vermute ich, dass die LAN-Ports in dem Modus nicht in der WLAN Bridge sind. Alle Klarheiten beseitigt?


    Die Router Advertisements sollten keine Probleme bereiten, wenn der Router keine IPv6 Konfiguration bekommt. Es könnte höchstens sein, dass der ULA-Prefixes verbreitet, aber das ist nicht wirlich schlimm. Schöner wäre es, wenn der Router sich gar nicht aktiv im LAN bemerkbar machen würde, außer dass sein Webinterface erreichbar ist.

    Die Konfiguration als Router mit abgeschaltetem DHCP-Server sollte funktionieren. In dem Modus sind WLAN und LAN gebridged und es kommt im Prinzip nur darauf an, dass der Router im LAN nicht stört. Du solltest dann nach Möglichkeit auch IPv6 Router Advertisements auf den Archer C6 Routern abschalten, da die zu ähnlicher Verwirrung führen können wie IPv4 DHCP-Server außer dem auf der Fritzbox.

    In dem Modus soll der Archer C6 laut Handbuch über seinen "Internet-Port" mit einem LAN-Port des anderen Routers verbunden werden, also C6 WAN zu Fritzbox LAN. Es ist nicht klar, ob der Router im Access Point Modus WAN und LAN bridged oder an seinen LAN-Ports weiter als Router arbeitet. Dass man den DHCP Server weiter betreiben kann, spricht für letzteres, und dann wäre die Verbindung über einen LAN Port falsch und das würde zu den beschriebenen Problemen passen.

    Wie sind die Archer C6 angeschlossen? Das sind ja eigentlich keine Access Points sondern Router. Betreibst du die im Router-Modus oder im Access-Point Modus? Ich frage, weil du beschreibst, dass du den DHCP-Server abgeschaltet hast. Der Archer C6 hat einen Access-Point Modus, in dem es nicht nötig sein sollte, diese Einstellung selbst vorzunehmen. Außerdem wird der in diesem Modus anders angeschlossen, als es in der "manuellen" Access Point Konfiguration der Fall wäre.

    Zunächst sollte man unterscheiden, über welche Adressen man redet: Du schaust mit "wieistmeineip" nach der öffentlichen IP-Adresse, die ein CGNAT für eine Verbindung nach außen sichtbar verwendet. Die Adresse, die am Anschluss mehr oder weniger oft wechselnd zugewiesen wird, ist eine andere, nämlich aus dem 100.64.0.0/10 Adressraum. Diese Adressen sind normalerweise nicht nach außen sichtbar sondern werden nur innerhalb des Deutsche Glasfasernetzes verwendet. Die Adresse, die deinem Router zugewiesen wird, ist vergleichbar mit den 192.168.x.y Adressen, die deine Geräte im LAN verwenden. Dein Router übersetzt die Adresse deines Computers/Handys/etc. in seine externe IP-Adresse. An einem Deutsche Glasfaseranschluss ist diese externe IP-Adresse aber eben keine öffentliche, sondern eine, die noch von einem weiteren Router (dem CGNAT) in eine öffentliche IP Adresse übersetzt wird.


    Wie ich schon schrieb sind die Adressen am Anschluss (100....) nicht garantiert fest, aber wechseln normalerweise sehr selten. Die öffentlichen Adressen, die das CGNAT für deine Verbindungen verwendet, wechseln öfter. Das kam teilweise im Minutentakt vor, was ganz eigene Probleme produziert. Normalerweise bleiben auch diese Adressen lange gleich, aber nicht so lange wie die Anschlussadressen. Die öffentliche Adresse für deine Verbindungen wird auch für die Verbindungen anderer Kunden verwendet. Das macht die Deutsche Glasfaser deshalb, weil sie von der für Europa zuständigen Registry (RIPE) nicht so viele Adressen bekommen kann, wie sie Kunden hat. Durch die Mehrfachnutzung kommt sie mit den IPv4 Adressen aus, die sie hat.


    Es wurde kürzlich beobachtet, dass die Deutsche Glasfaser für IPv6 regional ein anderes Adressschema einsetzt als bisher. Vielleicht ändert sich auch etwas bei der Adressvergabe im IPv4-Bereich. Der verwendete IPv4 Adressraum für die Anschlussadressen umfasst ca. 4 Millionen Adressen brutto (2^22). Bei weiterem schnellem Wachstum wird dieser Adressraum also zu klein für die Deutsche Glasfaser. Vielleicht wird regional aber auch einfach gerade am Netz gearbeitet. Wenn die Deutsche Glasfaser am Netz arbeitet, merkt man das oft an Adressänderungen.


    Man kann einen Adresswechsel "erzwingen", indem man die Routerkennung ändert. Das hat ungefähr die gleiche Wirkung, als würdest du den Router wechseln. Aber wenn der DHCP-Server in kurzer Folge viele Geräte am Anschluss sieht, werden an dem Anschluss vorübergehend keine Adressen mehr zugewiesen. Du kannst und solltest das also nicht dazu verwenden, um ständig neue Adressen zu bekommen. Wenn du deinen Router anweist, die Lease zurückzugeben und eine neue abzuholen ("neu verbinden"), bekommst du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder die selbe Adresse, weil der DHCP Server sich die Kennung deines Routers merkt (MAC Adresse oder DUID).


    Es gibt andere Provider, die noch genug IPv4 Adressen haben, weil IPv4 Adressen in der Vergangenheit sehr viel großzügiger vergeben wurden. Deswegen sind gerade junge Provider benachteiligt, weil sie ihren Kunden keine öffentlichen Adressen mehr zuteilen können oder Adressen einkaufen müssten, die andere Provider noch einfach so bekommen haben. Ob Adressen statisch, semi-statisch oder dynamisch zugeteilt werden, ist davon im Prinzip unabhängig. Jede dieser Möglichkeiten hat Vor- und Nachteile, sowohl aus Sicht der Kunden als auch der Netzbetreiber.

    Alles, was funktioniert, ohne dass man im vorhandenen Router am alten Anschluss irgendwelche Einstellungen vorgenommen hat, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch an einem Anschluss mit CGNAT funktionieren.


    Wenn oft die Rede davon ist, dass VPN hinter CGNAT problematisch ist, dann sind i.d.R. "ankommende" VPN-Verbindungen gemeint, also dass jemand aus dem Internet auf die Geräte zu Hause zugreifen möchte. Wenn nur IPv4 unterstützt wird und der Router selbst als VPN-Endgerät teilnehmen muss oder Einstellungen wie "Portfreigaben" oder "Exposed Host" nötig sind, dann wird es mit CGNAT nicht funktionieren, Das ist aber ein ganz anderer Anwendungsfall mit ganz anderen technischen Anforderungen als das, was hier besprochen wird: Eine ausgehende VPN-Verbindung, die von Laien z.B. in öffentlichen WLANs benutzbar sein soll, kommt auch mit CGNAT zurecht.


    NAT ist bei IPv4 überall, denn sonst wären die Adressen schon vor Jahrzehnten restlos ausverkauft gewesen. Protokolle, die mit NAT nicht gut funktionieren, machen nicht nur hinter CGNAT Probleme. Auch an anderen Anschlüssen bekommen die Endgeräte schließlich keine öffentlichen Adressen. Nur der Router bekommt eine.

    an der Wand kleben nur HP und NT untereinander

    Dann sind eure Anschlüsse noch vor der Änderung des Anschlusskonzepts geplant worden. Für passive Anschlüsse würde die DG das dann entsprechend umbauen, also quasi NT raus und passive Anschlussdose rein. Dafür verlangt die DG nach aktuellem Kenntnisstand einen Pauschalpreis.


    gemäß "Routerfreiheit" müssen die

    Dazu gibt es hier ja schon einige Diskussionen. Ist nicht gerade mein Lieblingsthema. Mir ist noch keine erfolgreiche Aufschaltung eines kundeneigenen GPON-ONT bekannt. Wenn dich das nicht abhält, schließe ich mich HubeBube mit der Bitte an: Berichte, wie es vorangeht und ob du tatsächlich die Fritzbox 5491 direkt am optischen Anschluss nutzen kannst.


    4Watt

    Soviel braucht der ONT nicht. Nach Handbuch sind es ca. zweieinhalb Watt. Im Gegensatz zu deiner Fritzbox wird der auch nicht nennenswert warm. Ich halte das Stromeinsparpotenzial für vernachlässigbar. Das Interface in der Fritzbox läuft ja auch nicht von selbst.


    Bin besorgt wegen der Portierung.

    Der Ausfall durch den Anbieterwechsel darf nicht länger als einen Tag dauern (alles im selben TKG Paragraph geregelt). Die Portierung findet am Ende des Altvertrags statt. Bis dahin ist die Nummer (bzw. sind die Nummern) auf dem alten Anschluss.


    Wenn die Portierung schiefgeht, was ab und zu vorkommt, ist die Nummer aber nicht direkt weg. Festnetznummern kann man einige Zeit noch aus dem Limbo zurückholen. Man sollte sich nur sputen, weil vielleicht mehrere Anläufe nötig sind. Dieses Risiko ist nicht glasfaserspezifisch. Das A und O beim Portieren von Rufnummern ist die Übereinstimmung der Kundendaten. Selbst kleinste Abweichungen wie ein zweiter Vorname, der nur bei einem der Anbieter im Datensatz steht, können zur Ablehnung der Portierung führen. Diese Angaben sollte man penibel vergleichen und bei Abweichungen korrigieren lassen.


    hierüber wurde ich auch nicht von der DG aufgeklärt

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die DG auf den Bauinfoabenden darauf hinweist, dass die Kunden den Altvertrag nicht selbst kündigen sollen, aber sehr wohl beachten müssen, dass die DG nur den Telefon- und Internetvertrag kündigt. Weitere unverbundene Verträge, ggf. auch für Zusatzleistungen des Altanbieters, die nicht automatisch durch diese Kündigung entfallen, müssen die Kunden allerdings sehr wohl selbst kündigen, wenn sie sie nicht weiter nutzen wollen.


    Der Fall, dass der neue Anschluss nicht rechtzeitig fertig wird, kommt hoffentlich nicht oft vor. Die Regelung für den Fall ist auch nicht glasfaserspezifisch sondern gilt ganz allgemein für alle Anbieter. Geh mal davon aus, dass es nicht so weit kommt.


    Handy per USB-Kabel an die FB anstöpseln

    Ja, wenn man dann im Handy USB-Tethering aktiviert, sollte die Fritzbox das als alternativen Internetzugang anbieten. Es ist schon eine Weile her, dass ich das gemacht habe, aber es ging.

    Jetzt ist nur grober Schotter verfüllt worden.

    Normal. Es ist noch zu kalt zum asphaltieren, jedenfalls wenn es halten soll.


    Da die BNA reguliert hat, dass die Leitung am HÜP für FTTH endet und dort passiv ist

    So genau hat die BNA das nicht reguliert. Die DG installiert seit ein paar Monaten eine passive Glasfaserdose, den Gf-TA (Glasfaser-Teilnehmeranschluss), zwischen HÜP und ONT. Wenn der Kunde einen passiven Anschluss wünscht, wird das kundeneigene optische Gerät an diese Glasfasersteckdose angestöpselt, nicht an den HÜP. Ein passendes Kabel müsstest du dir dann besorgen, weil der ONT dann gar nicht erst installiert würde. Die bisher gesichteten ONTs haben aber alle einen SC-APC Anschluss. Das Kabel dafür wäre dann auch passend für die Fritzbox 5491, die als GPON Gerät im Prinzip auch passend für einen neuen DG Anschluss wäre. Ob sie tatsächlich geeignet ist, müsstest du mit der DG abklären.


    Einzutragen wären wahrscheinlich die ONT-Installationskennung und eine VLAN-ID. Beides müsste dir die DG mitteilen. Wie die DG die ONTs genau identifiziert, ist nicht öffentlich bekannt. Es könnte sein, dass du auch die Hardwareadresse deiner Fritzbox mitteilen musst. Zugangsdaten für eine PPPoE Verbindung brauchst du nicht.


    Es hat sich m.W. noch niemand öffentlich dazu bekannt, einen DG-Anschluss mit einem eigenen GPON-ONT in Betrieb zu haben. Du hast also die Möglichkeit, Pionierarbeit zu leisten. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass es den Aufwand nicht wert ist, aber technisch spannend ist es natürlich trotzdem.


    Wie wird das genau ablaufen? Mein TCom nächste Periodenkündigung muss zum 10.6.21 erfolgen.

    Ich hoffe bis dahin ist die Glasfaser aktiviert und rennt. Und was wenn nicht?

    Wenn der Anschluss bis zum frühestmöglichen Ende deines bisherigen Vertrags nicht fertig wird, kündigt die DG den alten Anschluss noch nicht und der Altvertrag verlängert sich i.d.R. um ein Jahr. Während dieser Zeit berechnet die DG keine Grundgebühr, aber du kannst den neuen Anschluss schon parallel nutzen, sobald der Anschluss aktiviert wird. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch die Vertragslaufzeit.


    Falls ein Unternehmen im Auftrag des Kunden einen Altanschluss gekündigt hat, weil das neue Unternehmen davon ausgegangen ist, dass der neue Anschluss rechtzeitig fertig wird, es aber dann doch nicht schafft, dann besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Fortbestehen des alten Anschlusses bis der Wechsel zum neuen Anbieter möglich ist. Das ist im TKG Paragraph 46 geregelt. Der Anspruch besteht nur bei einem Anbieterwechsel, also nicht selbst kündigen, denn sonst musst du dich selbst um eine Übergangslösung kümmern! Es ist sinnvoll, mit beiden Unternehmen Kontakt aufzunehmen, wenn dieser Fall einzutreten droht. Die Kündigung gegenüber dem Altanbieter sollte aber nicht zurückgenommen werden oder gar ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Der Vertrag mit der DG beginnt auch dann, wenn man sich selbst noch längere Zeit beim alten Anbieter bindet, und die Grundgebührbefreiung gilt nicht über die normale einjährige Vertragsverlängerung hinaus.


    Wenn mal jemand einen Mobilfunkfallback benötigt: Fritzboxen können auch USB-Tethering mit einem Handy als Internetzugang nutzen. Das kann auch mal hilfreich sein, falls es zu einem Kabelschaden oder ähnlichen Ausfällen kommt. Allerdings merkt man dann schnell, wie spartanisch deutsche Mobilfunkverträge mit Datenvolumen ausgestattet sind.

    Wenn du den Anschluss von außen (aus dem Internet) erreichen willst, ist das ohne weiteres nur über IPv6 möglich, denn die IPv4 Adresse des Anschlusses ist aus einem "shared address space" und nicht öffentlich erreichbar. Der Zugang zum Endgerät muss in allen vorgelagerten Firewalls freigeschaltet werden. Der Genexis Titanium kann als Router oder als Bridge konfiguriert sein. Als Bridge filtert er nicht, aber wenn er als Router arbeitet, kann er solchen Verbindungen im Weg sein.


    Mit der nachgelagerten Fritzbox sollte das Genexis Gerät als Bridge arbeiten. Diese Umstellung kann man beim Provider veranlassen. Wenn noch Telefone am Genexis angeschlossen sind, müssten diese dann zur Fritzbox umziehen und die VoIP Zugangsdaten entsprechend dort eingetragen werden.


    Sollte die Alarmanlage nicht IPv6-tauglich sein oder aus anderen Gründen ein IPv4-Zugang von außen nötig sein, dann helfen Dienste wie feste-ip.net oder Kossmann-EDV.

    Mit einem "passiven Anschluss" können drei verschiedene Dinge gemeint sein: Die Anschlusstechnik (AON oder PON), der Übergabepunkt (Gf-TA oder ONT), und ob der Anschluss aktiviert ist oder nicht. Hier ist der Übergabepunkt gemeint, der bei glas wie bei den meisten anderen Kunden der ONT vom Netzbetreiber ist, also nicht passiv ist.


    Zur Frage: Die IP Adressen sind bei der Deutschen Glasfaser semistatisch. Das hat der Support ganz richtig erklärt. Sowohl die IPv4-Adresse als auch die IPv6 Adressen ändern sich nur sehr selten. Man kann die Änderung "erzwingen", indem man die Kennung des Routers ändert. Das ist bei vielen Routern aber nicht so einfach möglich, und zu schnell hintereinander sollte man das auch nicht machen, weil der DHCP-Server sonst schmollt und einige Zeit gar keine Adresse mehr zuteilt. Außerdem kommt noch eine zusätzliche Schicht dazu, weil die IPv4-Adresse aus einem "shared address space" ist und die öffentliche Adresse erst durch CGNAT ausgewählt wird. Die ändert sich meiner Erfahrung nach häufiger als die Adresse am Anschluss (aus 100.64.0.0/10). Ein "Neu verbinden" löst i.d.R. keinen Adresswechsel aus.


    Ob eine andere Adresse zugewiesen wird oder nicht ist unabhängig davon, ob der Gf-TA oder der ONT den Netzabschluss bildet.

    Mailserver sind sehr pingelig geworden. Es kann sein, dass es nicht an IPv6 liegt sondern daran, dass die Empfängerdomain ein Alias ist. Das kannst du testen, indem du den MX nicht in der DDNS Domain sondern statt des CNAME für pi.meineDomainBei1und1.de anlegst (also MX@pi.meineDomainBei1und1.de="piXXX.dedyn.io." und AAAA@piXXX.dedyn.io="IPv6 vom Pi"). Dann kannst du allerdings in der Zwischenzeit diese Subdomain nicht für andere Zwecke außer Mail verwenden, nur den DDNS-Namen direkt.


    Davon abgesehen halte ich es aber für verfrüht, Infrastruktur wie Mailserver heute schon IPv6-only betreiben zu wollen. Ich teste auch ab und zu, wie weit man ganz ohne IPv4 kommt. Das Ergebnis ist immer sehr ernüchternd. Gerade Mail eignet sich nicht zum Vorpreschen, weil du im Normalfall nicht mitbekommst, wenn dir jemand Mail schicken will und es nicht klappt. Man kann nicht ausprobieren, wie sich alle Mailserver verhalten, von denen man evtl. Mail bekommen will. Exotische Konfigurationen sollte man deshalb vermeiden. Wenn du das nur für interne Zwecke verwendest, hast du aber auch den Absender in deiner Kontrolle und kannst solche Experimente machen.


    Mich wundert das "unknown" bei dem Reverse DNS des MX Records.

    Den Reverse Eintrag müsste die Deutsche Glasfaser setzen. Da sehe ich keine Chance.

    Fehler 403

    "Forbidden". Das heisst, dass der Server erreichbar ist, aber deinen Login nicht akzeptiert.


    Eine Callcenter Mitarbeiterin meinte gestern: "Ich sehe schon, es ist noch keine Rufnummer vergeben"

    Dann wird das vielleicht nächste Woche "von selbst" gelöst oder E.ON muss nacharbeiten. Mit dem Rumprobieren kannst du aufhören, bis der administrative Teil in der Reihe ist.

    Kannst du genau so machen. Die Duplexstecker sind zwei verbundene Simplexstecker. Die kann man auch voneinander trennen, wenn der zweite Stecker physisch im Weg ist. Signaltechnisch ist es sowieso das selbe wie zwei Simplexkabel.