Beiträge von alfalfa

    Der ONT verhält sich wie ein Modem, nicht wie ein Router. Das erste Kundengerät, im Normalfall der Router, bekommt auf Abruf per DHCP eine IPv4 Adresse und per DHCPv6 eine IPv6 Adresse und ein IPv6 Präfix. In einer Fritzbox und in vielen anderen Routern kann man IPv6 abschalten. Dann bekommt kein Gerät eine IPv6 Adresse. Wenn man nicht ganz auf IPv6 verzichten will, kann man IPv6 auch in vielen Betriebssystemen nur für das jeweilige Gerät abschalten.

    Wenn der Anschluss von DG-Router auf kundeneigenen Router umgestellt wird, fordert die DG den Router sowieso zurück. Einen Retourenaufkleber kann man sich auf der DG-Webseite erstellen. Andernfalls wird der DG-Router in Rechnung gestellt. Für das Geld würde ich mir eher ein anderes Gerät kaufen.


    Wer plant, einen anderen Router zu verwenden, sollte den DG-Router gar nicht erst mitbestellen. Das spart Zeit und Geld.

    Zu einem Kabelrouter bekommst du im "Glasfaserforum" wahrscheinlich wenig Hilfe. Aber WLAN hat nichts mit der Anschlusstechnologie zu tun, also sind ein paar allgemeine Hinweise möglich:


    WLAN-Repeater müssen richtig positioniert sein, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. An der Repeaterposition muss das Signal des Routers noch gut empfangbar sein. Gleichzeitig muss das Endgerät den Repeater noch gut empfangen können. Der Repeater sollte also ungefähr in der Mitte zwischen Router und Endgerät positioniert werden. WLAN-Router und -Repeater stellt man möglichst hoch auf, damit Personen zwischen den Geräten das Signal weniger dämpfen. Für hohe Geschwindigkeiten ist es unverzichtbar, dass die Repeater mehrere Sende- und Empfangseinheiten haben und mehrere Frequenzbänder gleichzeitig nutzen können (simultaner Dualbandbetrieb). Der 1750E kann das. Ketten aus Repeatern sollte man möglichst vermeiden. Wenn WLAN Repeater wegen dicker Wände oder voller Funkkanäle Probleme haben, könnte vielleicht Powerline/DLAN ein besseres Ergebnis bringen. Ob das gut funktioniert, kann man nicht sicher vorhersagen sondern nur ausprobieren.


    90 Mbit/s 4 Räume weiter ist übrigens ziemlich gut. Funk ist eben kein Kabel. Den Upstream vom DOCSIS-Anschluss bekommst du damit ja immerhin voll^^.

    Ich habe zum 01.12.2019 von den DG 400 auf den DG 1000 gewechselt, soweit so gut. Allerdings zeigt der Speedtest bei mir "nur" 500mbit download sowie 500mbit upload an. Ich habe mehrere Test`s zu unterschiedlichen Tageszeiten durchgefürt. Das Ergebniss bleibt gleich, ob am NT oder am Router, ich messe immer und überall das selbe.

    Hallo Christoph,


    eine Fehlerquelle kann man nach deinen Tests schon ausschließen: Das Endgerät und der Router sind nicht auf 100 Mbit/s beschränkt, haben also Gigabit Ethernet. Powerline/DLAN oder sonstige Repeater sind hoffentlich nicht im Einsatz?


    Wenn kein anderer Computer verfügbar ist, würde ich den Computer mal mit einem Live-Linux starten und damit testen. Auf diese Weise kann man den Einfluss von Software ausschließen, die auf dem Computer installiert ist. Zum Beispiel kann Virtualisierungs- oder Antivirussoftware die maximale Übertragungsgeschwindigkeit begrenzen. Eine Linux-Distribution, die man dafür verwenden kann, ist z.B. Ubuntu. Eine Installation auf dem Computer ist nicht nötig:

    https://tutorials.ubuntu.com/t…ubuntu-before-you-install


    Tests, die weniger Rechenleistung benötigen als der Test der DG oder von Ookla, gibt es auf dieser Seite:

    https://speedtest.wtnet.de/

    Der dort angebotene iPerf3 Test ist zu empfehlen. Dafür braucht man das iPerf3 Programm, das es auch für Windows gibt:

    https://iperf.fr/iperf-download.php

    Der Reverse Mode testet den Download. Wenn der Server auf Port 5200 nicht antwortet, dann nimm einen anderen Port von 5200 bis 5209.

    Mit den meisten Routern ist es ohne längere Unterbrechung der Verbindung nicht möglich, gezielt ein anderes IPv6 Präfix zu bekommen. Wenn der Router den "DHCPv6 Unique Identifier (DUID)" ändern kann, dann kann man auf diese Weise ein neues IPv6 Präfix abrufen (aber auch nicht unbegrenzt).


    Für Serverbetrieb sind wechselnde Präfixe eher hinderlich. Für die normale Internetnutzung kann man IPv4 verwenden. Die IPv4 Adresse ist zwar auch quasi statisch, aber wegen CGNAT nicht nach außen sichtbar.

    Alter DSL Anschluss

    • Beim vorherigen DSL Anschluss befand sich meine FritzBox in einem IPv4 Netz. Sie bekam also vom Provider (Vodafone) eine öffentliche IPv4 Adresse zugewiesen.
    • Weil die Adresse öffentlich / weltweit einmalig war, konnte man darüber meine FritzBox von außen erreichen.
    • Statt der IPv4 Adresse konnte man auch die URL irgendeineID.myfritz.net aufrufen, die dann zur IP aufgelöst wurde.

    Richtig?

    • Mit dem Anschluss konnte ich alle Geräte/Dienste im Internet erreichen. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht ob diese über IPv6 oder v4 laufen.
    • Ebenso haben ich mir nie Gedanken darüber gemacht von welchem Anschluss aus (IPv4 oder v6) ich meine FritzBox über das Internet erreichen wollte. Es hat immer funktioniert.

    Vodafone hat an DSL-Anschlüssen kein IPv6 angeboten. Der alte Anschluss hatte deshalb nur eine IPv4 Adresse und darüber waren (ohne weitere Maßnahmen) auch nur Verbindungen zu Servern mit IPv4 Adressen möglich. Es gibt zwar durchaus schon Server, die nur IPv6 sprechen, auch in Europa, aber den meisten DSL-Kunden dürfte die Einschränkung auf IPv4 noch keine Probleme bereitet haben, mit einer wichtigen Ausnahme: Wer Geräte an Anschlüssen von Providern erreichen möchte, die nicht mehr genug IPv4 Adressen bekommen haben, könnte das ohne Umwege nur über IPv6, wenn es denn z.B. bei Vodafone DSL angeboten würde.


    Zitat

    Glasfaser Anschluss

    • Das Netz der Deutschen Glasfaser basiert auf IPv6, von dort erhält die FritzBox also zunächst nur eine öffentliche IPv6 Adresse.
    • Zwar bekommt die Box auch eine IPv4 Adresse, diese ist aber nicht öffentlich bekannt, sondern gilt nur innerhalb des DG Netzes.
    • Öffentlich IPv6 Adresse + interne IPv4 Adresse = DualStack Lite.

    Richtig?

    Nicht ganz richtig. Das Netz der Deutschen Glasfaser basiert auf IPv4 und IPv6. Die Fritzbox erhält eine öffentliche IPv6 Adresse für sich selbst und ein (separates) IPv6-Präfix für Geräte im LAN. Die IPv4 Adresse wird per DHCP zugewiesen und ist nicht-öffentlich. Diese Kombination wird von vielen als DualStack Lite bezeichnet, aber das ist nicht korrekt. Es handelt sich um DualStack mit CGNAT.


    Zitat

    Aber was ist Dual Stack Light ganz genau?

    Dualstack Lite ist ein in RFC6333 spezifiziertes Protokoll, mit dem IPv4 über ein Netz zur Verfügung gestellt werden kann, das selbst nicht IPv4-tauglich ist. Dafür werden IPv4 Pakete in IPv6 Pakete eingepackt durch das Netz geleitet, also getunnelt. Das ist bei der Deutschen Glasfaser nicht der Fall. Das Netz der Deutschen Glasfaser überträgt IPv4 Pakete nativ, ohne Tunnel.


    IPv6 in meinem Netzwerk <-> IPv6 Dienst im Internet


    Die FritzBox bekommt von der DG eine IPv6 Adresse und die Box bildet mit dem zugehörigen Prefix daraus für mein eine IPv6 Adresse für das Gerät in meinem Netzwerk
    Verbindet sich dieses IPv6 dieses Gerät aus meinem Netzwerk mit einem IPv6 Gerät/Dienst im Internet läuft eben alles über IPv6. Fertig.
    Umgekehrt kann das IPv6 Gerät in meinem Netzwerk ebenso direkt von IPv6 Geräten im Internet angesprochen werden.
    Richtig?

    Fast richtig. Das Präfix für die Geräte im LAN bildet die Fritzbox nicht aus ihrer IPv6 Adresse sondern bekommt es per Prefix-Delegation zugewiesen. Die Adresse der Fritzbox ist aus einem anderen Präfix. Geräte im LAN können aus dem Internet direkt angesprochen werden, wenn diese Zugriffe in der Firewall der Fritzbox freigegeben werden. Normalerweise sind alle ausgehenden Verbindungen erlaubt und alle ankommenden Verbindungen blockiert, auch mit IPv6.


    IPv6 in meinem Netzwerk -> IPv4 Dienst im Internet


    Diese Verbindung läuft nur bis zu den Grenzen des DG Netzwerkes über IPv6. Dort wird das IPv6 Paket aus-/umgepackt und per IPv4 weiter zum Internetdienst geschickt.
    Der Dienst Antwortet per IPv4 an die DG, die das Paket dann per IPv6 an mein Gerät zurückschickt.
    Die aus meinem Netzwerk initiierte Verbindung ist also möglich.
    Richtig?

    Nicht richtig. Es gibt zwar Übergangsmechanismen, um per IPv6 auch IPv4 Server zu erreichen, aber die werden nur dann eingesetzt, wenn nicht nur das Netz sondern auch die Endgeräte kein IPv4 sprechen. Von sich aus bauen Geräte per IPv6 keine Verbindungen zu IPv4 Servern auf. Beispiel: Der Webbrowser auf einem reinen IPv6 System soll http://ipv4only.example.com anzeigen. Er macht einen DNS Lookup für diese Domain und erhält als Antwort nur eine IPv4 Adresse. Diese Verbindung wird nicht aufgebaut. Auf einem System mit IPv4 und IPv6 wird die Verbindung per IPv4 aufgebaut.


    IPv6 in meinem Netzwerk <- IPv4 Dienst im Internet

    Umgekehrt kann ein IPv4 Gerät im Internet aber NICHT auf mein Netzwerk zugreifen (egal ob auf ein IPv4 oder v6 Gerät), weil die FritzBox keine öffentliche IPv4 Adresse hat. Der IPv4 Internet Dienst weiß also nicht, wo er das Paket hin schicken soll.
    Hierfür wäre ein öffentliche IPv4 Adresse von der DG notwendig (Nur im Business-Tarif), oder ein Dritt-Dienst wie fest-ip.net. Dieser Dienst würde dann die IPv4 Verbindung annehmen und per IPv6 an mein Netz weiter schicken.
    Richtig?

    Richtig. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, diese Verbindungen zu ermöglichen.


    Das Gerät schickt die IPv4 Pakete an die Fritzbox. Die Fritzbox ersetzt die Absenderadresse durch die von der DG zugewiesene Adresse (NAT) und merkt sich die ursprüngliche Adresse. Dann schickt die Fritzbox das Paket an den nächsten Router der DG. Das Paket wird als IPv4 Paket weitergereicht, bis es am Rande des DG-Netzes zum CGNAT kommt, wo die Absenderadresse und ggf. der Port ersetzt werden. Das CGNAT Gerät merkt sich wie die Fritzbox die alte Adress-Port-Kombination und schickt das Paket mit der dann "öffentlichen" Absenderadresse ins Internet. Das ist Dual-Stack mit CGNAT.


    Bei Dual-Stack Lite würde das Paket von der Fritzbox unverändert in ein IPv6 Paket eingepackt und dieses IPv6 Paket zu einem AFTR (Address Family Transition Router) genannten Gerät geschickt. Dort würde das IPv4 Paket ausgepackt und die Absenderadresse und ggf. der Port ausgetauscht. Der AFTR merkt sich, woher das Paket kam, um die Antworten verpackt an die IPv6 Adresse der Fritzbox und die ursprüngliche Adresse des Endgeräts schicken zu können.


    Beim Vodafone DSL Anschluss war keine Kommunikation mit IPv6 Geräten möglich. Es ist in Europa noch sehr selten, dass Dienste nur per IPv6 angeboten werden. Deswegen "funktioniert das" an reinen IPv4 Anschlüssen noch.

    Von der Telekom gibt es ein "Zielbild zur Installation von zukunftsfähigen Glasfasernetzen in Gebäuden. Ratgeber für Planung und Bau." Dieser Leitfaden enthält zwar ein paar Telekom-Eigenheiten, aber grundsätzlich sollte eine Inhaus-Verkabelung nach dem darin beschriebenen Aufbau auch den Anforderungen anderer Netzbetreiber genügen. Die Glasfaserinfrastruktur im Haus ist passiv, benötigt also keinen Strom.


    https://www.telekom.de/hilfe/d…ds/glasfaser-ratgeber.pdf

    Was auf deinen Fotos zu sehen ist, ist kein Glasfaserkabel, sondern ein Microduct, also ein dünnes Leerrohr, durch das später ein Glasfaserkabel geschoben wird. Solche Röhrchen gibt es auch brandschutzkonform für die Verlegung im Haus. Das ist möglicherweise eine Alternative zu zugfesten Glasfaserkabeln, die es aber auch gibt. Da ich nicht weiß, was ich voraussetzen kann: Zugfestigkeit wird in Newton angegeben. Die Kraft, die man braucht, um einen Eimer mit 10l Wasser hochzuheben, ist ungefähr 100 Newton.


    HÜP (Hausübergabepunkt) und APL (Abschlusspunkt Linientechnik) sind zwei Namen für genau das gleiche Ding. Die Telekom nennt es Gf-AP (Glasfaser-Abschlusspunkt), um es vom APL für die Kupferleitungen abzugrenzen.

    Hallo,


    die Stadtwerke Münster halten sich zur Technik sehr bedeckt, was kurios ist, weil sie sich um die Verkabelung im Haus nicht kümmern, aber der Kunde das ohne Informationen auch nicht übernehmen kann. Eine wirklich konkrete Antwort ist deshalb nicht so einfach. Ich versuche, ein paar allgemeine Details zu erklären:


    G.657 ist eine Spezifikation für Singlemode Glasfasern, und zwar für besonders biegetolerante Glasfasern, deren Übertragungsparameter auch bei engen Biegeradien kaum leiden. Es gibt davon noch mehrere Unterversionen, die sich darin unterscheiden, wie eng man sie biegen darf. Die ansonsten üblichen G.652 Fasern dürfen nicht eng gebogen werden. Beim Verlegen von Glasfasern ist darauf zu achten, dass sowohl die Biegeradien nicht unterschritten werden als auch die maximale Zugbelastung nicht überschritten wird, die bei Glasfaserkabeln oft nicht sehr hoch ist. Bei der Auswahl der Kabel ist außerdem auf den Brandschutz zu achten.


    zu 1) Ich habe bei den Stadtwerken Münster auf Anhieb keine Informationen zur verwendeten Technik gefunden. Üblich ist, dass ein Hausübergabepunkt (HÜP) installiert wird, in dem das Glasfaserkabel endet, das von draußen ins Haus kommt. Daran wird mit einem Glasfaserkabel ein ONT (Optical Network Terminator) angeschlossen. Dieses Gerät wandelt das optische Signal in ein elektrisches Ethernet-Signal um. Am ONT wird mit einem normalen elektrischen Ethernetkabel (mind. Cat.5e) der Router angeschlossen.


    Man kann den ONT direkt neben dem HÜP installieren und braucht dann ein Cat-Kabel zum Router in der Wohnung. Diese Verbindung darf insgesamt bis zu 100m lang sein. Oder man installiert den ONT in der Wohnung und braucht dann ein entsprechend langes Glasfaserkabel vom HÜP zum ONT. Bis 1Gbit/s macht das keinen Unterschied in der Performance. Bei noch höheren Geschwindigkeiten kann ein langes Ethernetkabel zum Flaschenhals werden.


    Technisch ist es besser, den elektrischen Teil so kurz wie möglich zu machen, also die Glasfaser bis in die Wohnung zu führen. Aber im Fehlerfall ist es einfacher, wenn der Glasfaserteil so kurz wie möglich ist und idealerweise komplett vom Netzbetreiber installiert wird, weil man für die Diagnose von Fehlern in der Glasfaserstrecke spezielle teure Geräte benötigt.


    zu 2) Normalerweise werden die Informationen in einer sogenannten "Schnittstellenbeschreibung" zusammengefasst. Die sollte z.B. folgendes enthalten: die verwendeten Stecker (üblich sind LC/APC oder SC/APC Stecker, manchmal auch LC/PC oder SC/PC), die Spezifikation der Fasern (G.657..), der Übertragungsstandard (AON oder PON, jeweils mit konkreter Ausführung, Wellenlängen, etc.), und die eingesetzten Protokolle (PPPoE oder nicht, etc.).


    zu 3) Ja, es gibt unterschiedliche Steckertypen, die auch genau passen müssen. Die Fasern an sich sind bei FTTH praktisch immer Singlemode-Fasern, und zwar eine Faser pro Anschluss (Simplex). Ob der Installateur die Stecker/Pigtails anbringt oder ob der Kunde dafür sorgen muss, müsstest du mit den Stadtwerken klären.


    zu 4) Die bei FTTH üblichen Standards verwenden eine Faser pro Anschluss.

    Was spricht dagegen, weiter über Sat>IP zu schauen? Das ist doch eine elegante Lösung. Ansonsten kann man auch mal bei anderen TV-Streaming-Services schauen. Gibt ja genug. MagentaTV von der Telekom ist z.B. auch ohne Telekom-Anschluss buchbar. Ich bleibe aber bei Sat TV.

    Das IPTV-Produkt der Deutschen Glasfaser ist eine DG-Eigenentwicklung, die mittlerweile ausgegliedert ist und als Whitelabel-Produkt "brightblue.tv" auch anderen Netzbetreibern angeboten wird. Dieses Whitelabel-Produkt wird so beworben: "Secured streaming (DRM) by Verimatrix and Widevine. All Hollywood approved DRM systems." Außerdem: "No multicast. No complex and expensive network setup needed. No hassle with home network." Das klingt nach verschlüsselten Unicast Datenströmen. Genaueres kann ich dazu nicht sagen, weil hier weiter Sat-Fernsehen im Einsatz ist.


    Wenn es nur darum geht, die DGTV Receiver zu vermeiden: Es gibt eine DGTV-App für FireTV Sticks.

    Das Prefix ist nicht völlig statisch. Es übersteht meistens den Routerneustart, weil DHCPv6 einen "DHCP Unique Identifier (DUID)" genannten Wert in der Anfrage mitschickt. Diese Kennung ändert der Router normalerweise nie. Mit einem veränderten DUID ändert sich auch das Prefix.


    Ich habe allerdings auch ohne irgendwelche Änderungen Prefix-Wechsel erlebt. Das passiert vermutlich dann, wenn die DG an der Netzkonfiguration arbeitet. Im selben Zeitraum hatte sich jedenfalls auch das Routing zwischen dem Anschluss und dem Internet verändert.

    Ich habe keine direkten Erfahrungen mit dem ER-X. Der basiert auf dem MT7621A Chip. Die gute Nachricht zuerst: Der Chip ist prinzipiell in der Lage, 2 Gigabit/s zu routen, also mit je 1Gbps up und down gleichzeitig einen symmetrischen Gigabitanschluss voll auszulasten. Die schlechte Nachricht: Das geht nur unter bestimmten Bedingungen. Die CPU ist zu langsam, um das ohne Hardwarebeschleunigung zu leisten. Man muss sich also auf die Features beschränken, die damit kompatibel sind. Außerdem ist die Gesamtbandbreite zwischen der CPU und den Netzwerkschnittstellen nicht völlig frei aufteilbar. Es kommt also auch darauf an, zwischen welchen Ports geroutet wird. Unter Umständen ist bei insgesamt (up plus down) 1Gbps Schluss. Wie Ubiquiti das im Detail implementiert hat, weiß ich nicht. Für einen symmetrischen Gigabit-Anschluss ist der ER-X also wahrscheinlich etwas knapp, was aber nicht heißt, dass andere gängige Router wirklich besser sind.

    Internet Provider müssen zu ihren Tarifen ein Tarifdatenblatt anbieten, in dem die Mindestdatenrate, die normale Datenrate und die Höchstdatenrate jeweils für Download und Upload angegeben sind. Es gibt auch FTTH-Betreiber, die weniger als die Maximalbandbreite als Mindest- und Normalgeschwindigkeit angeben. Das muss man im Einzelfall im Tarifdatenblatt nachlesen.


    Speziell bei 1Gbit/s wird üblicherweise auch bei Providern, die sonst jederzeit die volle Geschwindigkeit angeben, etwas weniger versprochen, weil es beim Messen sonst zu Missverständnissen kommt. Die Ethernetschnittstellen, die für 1Gbit/s Anschlüsse verwendet werden, haben eine Bruttodatenrate von einer Milliarde Bit pro Sekunde. Tatsächlich nutzbar ist aber etwas weniger, nicht nur wegen der Übertragungszeit für die Verwaltungsdaten in den Headern der Ethernet Frames. Außerdem werden teilweise nur die IP-Nutzdaten gemessen, teilweise aber auch die Daten in den IP-Headern. Dazu kommt noch, dass im Bereich der Datenübertragung SI-Einheiten verwendet werden, nicht etwa die im Computerbereich teilweise üblichen Einheiten auf der Basis von Zweierpotenzen. Ein GByte (korrekt Gibibyte) ist mit 1073741824 Bytes über 7% mehr als ein 1 Gigabyte (=1000000000 Byte). Die Angaben der ISPs sind in Mega- oder Gigabit pro Sekunde. Die Übertragung von einem GByte (=8589934592 Bit) dauert also länger als 8 Sekunden, selbst wenn der Anschluss exakt 1 Gigabit/s überträgt. (Anmerkung: In Abkürzungen steht B für Byte und b für Bit, Großbuchstabe für das "große" Byte und Kleinbuchstabe für das "kleine" Bit).


    Um Unzufriedenheit wegen Interpretationsunterschieden zu vermeiden, provisioniert z.B. die Deutsche Glasfaser meist etwas mehr Bandbreite als sie eigentlich müsste. Wenn man korrekt misst, kommt an solchen Anschlüssen also mehr über die Leitung als bestellt, und auch wenn man die Einheiten verwechselt und nur Nutzdaten zählt, misst man noch die versprochene Bandbreite. Diese Bandbreitenzugabe ist aber bei Gigabit-Anschlüssen nicht möglich, weil die Ethernetschnittstelle zum Router die Bandbreite begrenzt. Unter anderem deshalb versprechen Provider speziell für Gigabitanschlüsse meistens etwas weniger.