Beiträge von alfalfa

    Beide Ausbauvorhaben sind eigenwirtschaftlich, also ohne direkte Förderung. Mit einem "Kooperationsvertrag" verpflichten sich die öffentliche und die private Seite lediglich zu bestimmten Abläufen, um Genehmigungsverfahren und die Koordination zu verbessern und zu beschleunigen.


    Auch DNS:NET bietet anderen Providern das Netz als Vorleistung an. Das wird in der Pressemitteilung jedenfalls extra erwähnt. Im Unterschied zu OpenInfra, die sich als reine Infrastrukturentwickler betrachten und das Endkundengeschäft nicht selbst betreiben, ist DNS:NET aber auch selbst Internetprovider.

    Für deinen Zweck brauchst du keine der beiden Optionen. Es reicht, beide Nummern zur Deutschen Glasfaser mitzunehmen (zu portieren). Dafür fallen keine laufenden Kosten an. Die Nummern werden dann beide auf die eine Leitung geschaltet und es ist insgesamt nur ein Gespräch gleichzeitig möglich. Der Router kann die Nummern aber unterscheiden. Es ist also möglich, eine Nummer für Telefon und eine Nummer für Fax zu benutzen, ohne dass es zu Überschneidungen kommt. Nur gleichzeitig telefonieren und faxen geht dann eben nicht.


    Voraussetzung dafür, dass du zwei Rufnummern mit einer Leitung nutzen kannst, ist ein "kundeneigener Router" und mindestens der 400er Tarif. Im 300er Tarif sind keine Telefonieoptionen buchbar, auch die "Rufnummernerweiterung" nicht, die du für die zweite Rufnummer brauchst. Der "Classic" Mietrouter der DG kann nur eine Rufnummer pro Leitung verwalten. Wenn du den auswählst, kannst du die Rufnummernerweiterung nicht buchen. Der "Premium" Mietrouter (z.Z. eine Fritzbox 7590) kommt direkt mit Komfortanschluss inklusive. Da erübrigt sich die Frage.

    Da du schon einen ONT von EON hast, könntest du mit einem Foto des Geräts, auf dem die Typangaben zu lesen sind, den allgemeinen Kenntnisstand weiterbringen. EON ist nämlich einer der Provider, die in der Schnittstellenbeschreibung nicht angeben, welcher Übertragungsstandard auf der Glasfaser eingesetzt wird. Man kann das aber am verwendeten ONT erkennen.

    "Anschlussmodel FibreTwist" steht da auch für GPON-Anschlüsse. Das ist kein Fehler. Der Nokia G-010G-Q ist der neuere der beiden GPON-ONTs, die die Deutsche Glasfaser installiert. Das alte Modell ist der Nokia G-010G-P. Die Aktivierungscodes sind noch nicht wieder im Kundenportal aufgetaucht.

    Es gibt ein GPON-ONT SFP von Ubiquiti (UF-Instant), aber das ist offiziell nur für die Gegenstelle (OLT) von Ubiquiti geeignet. Ob das auch an einem Telekom-Anschluss funktioniert, weiß ich nicht. Ich würde keinen Speedport Router vor die UDM Pro setzen sondern ein "Telekom Glasfaser Modem 2".


    Um einen eigenen ONT statt eines evtl. vorhandenen Telekom-ONT nutzen zu können, brauchst du eine "ONT-Kennung", die du von der Telekom bekommst und in der Konfiguration des ONT eintragen musst.


    Außerdem muss man die Seriennummer des aktivierten ONTs in den eigenen übernehmen oder bei der Telekom ein "Rediscover" anstoßen. Es ist immer nur eine ONT Seriennummer für den Anschluss freigeschaltet. Wenn man die Seriennummer des aktivierten ONTs übernimmt, kann man beide ONTs alternativ benutzen. Nach einem Rediscover ist nur der neue ONT mit seiner Seriennummer nutzbar.

    ich hätte eine Bitte zum Update: Alle meine Beiträge haben eine Kennzeichnung als "Offizieller Beitrag" bekommen. Mit sehr wenigen Ausnahmen betrachte ich die aber als ganz normale Kommentare. Es gibt wohl keine direkte Einstellung dafür, aber hier ist beschrieben, wie man die Kennzeichnung für alle Beiträge des Forums entfernen kann. Außerdem fände ich als Voreinstellung besser, dass ich diese Kennzeichnung im Bedarfsfall einschalten und nicht im Normalfall immer wieder ausschalten muss. Ich bin hier in erster Linie Teilnehmer und nicht Moderator. Danke schön!

    Kleine Schaltnetzteile haben einen sehr hohen Wirkungsgrad. Das ist nicht mit den früheren Trafos und nachgeschalteten Linearreglern vergleichbar. Die Energie, die du auf das Einsparen einer kleinen, insgesamt bestenfalls einstelligen Wattzahl verschwendest, holst du nie wieder rein. Wer so auf den Stromverbrauch achtet, sollte keinen Festnetzanschluss nutzen. Ein Handy hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von weniger als einem Watt.

    Der angegebene Stromverbrauch der Fritzbox bezieht sicher auch den Verbrauch des integrierten DSL-Modems ein, das am Glasfaseranschluss aber nicht genutzt und deshalb abgeschaltet wird. Das Modem ist bei DSL- und Kabelfritzboxen ein relativ großer Stromverbraucher. Ich schätze, dass man zusammen mit dem externen ONT verbrauchsmäßig wieder ungefähr beim angegebenen Wert für die Fritzbox landet. Man kann auch eine von vornherein sparsamere Fritzbox kaufen. Schon für die 7590 ohne AX gibt AVM ein paar Watt weniger Normalverbrauch an.

    Der NT hat nichts mit dem DHCP-Server zu tun. Stellt euch den NT bitte als VLAN-tauglichen Switch vor. Auch wenn die Arbeitsweise tatsächlich eine andere ist, kommt das der effektiven Funktion im Netz am nächsten.


    Für einen Routerwechsel ist es nicht notwendig, den NT zurückzusetzen oder vom Strom zu nehmen. Wahrscheinlich schadet es aber auch nicht. Nach dem Reset sollte man dem NT etwas Zeit geben, sich wieder die korrekte Konfiguration für den Anschluss zu holen.

    Es gibt auch noch dieses Thema, wo es augenscheinlich um den selben Anschluss geht. Dort ist von einem /29 die Rede, also 8 öffentlichen IPv4 Adressen. So wird auch der kleinste DG business Tarif beworben. In bester B2B Tradition ist alles weitere ein Geheimnis. Wenn also niemand einen vergleichbaren Anschluss hat und über die Konfiguration berichten kann, sind wir hier am Ende und der Support muss mal was für das Geld tun, das diese Anschlüsse kosten. Man bezahlt da immerhin für "SLA Gold".

    Wenn es eine GPON-Fritzbox sein soll, wäre die Fritzbox 5530 zu empfehlen. Wer so gegen "alte Technik" ist, sollte die 5491 nicht einsetzen. Einfache GPON-ONTs verbrauchen ca. 2-3W. Die Ersparnis durch Integration in den Router ist vielleicht 1W. GPON-ONTs bzw. Router mit integriertem GPON-ONT müssen beim Provider registriert und freigeschaltet werden (wie Kabelmodems). Die Abläufe und die Anforderungen an die ONTs sind von Provider zu Provider verschieden.

    Es gibt ganz verschiedene Anforderungen an einen Internetanschluss, und für eine ganze Reihe gar nicht so seltener Anforderungen ist öffentliche Erreichbarkeit über IPv4 zwingend, ohne dass der Kunde daran irgendetwas ändern könnte. Im Moment muss man bei der Deutschen Glasfaser dafür Klimmzüge machen, die unerfahrene Netzwerker überfordern.


    Die große Klasse der Leute, die nur selbst auf ihr Heimnetz zugreifen wollen, wäre bedient, wenn AVM endlich ein vernünftiges IPv6-taugliches VPN in die Fritzboxen integrieren würde. Keine Eile, lasst euch Zeit. IPv4 ist bei RIPE erst seit drei Jahren komplett ausverkauft.


    Aber die Bereitstellung von Gameservern z.B. wird noch lange öffentliche IPv4 Adressen benötigen, und da ist es mit TCP Portmappern nicht getan. Die zusätzliche Latenz einer Tunnellösung ist diesem Anwendungsfall auch eher abträglich.


    Mir personlich wäre eine IPv4 Adresse auf dem Anschluss keinen nennenswerten Aufpreis wert. ICH kann das selbst regeln. Aber ich habe volles Verständnis für alle, die sich den Aufwand nicht machen und einfach wieder DSL buchen, bis sich das Problem von selbst löst oder die DG von ihrem hohen Ross herunterkommt. Ich hoffe ja immer noch, dass die Deutsche Glasfaser endlich andere Provider findet, die über die Glasfaser ihre Dienste anbieten.

    Das Angebot von EDV Kossmann ist kein vollwertiger Ersatz für eine öffentliche IPv4 Adresse, die direkt am Anschluss genutzt werden kann. Es ist ein NAT-Forwarding mit weiteren Einschränkungen. Z.B. schreibt EDV Kossmann selbst:

    • "IPSec (nutzt auch AVM Fritzboxen) wird nicht unterstützt"
    • "Leider ist unser Lösung nicht für PlayStaion / PSN geeignet."
    • "Derzeit unterstützen wir mit unserem Service der feste IP für DG nur das TCP Protokoll."
    • "Derzeit können wir einen Peak von ~ 200 Mbits anbieten."

    Die Adresse kann außerdem nur ankommend genutzt werden. Abgehende Verbindungen nutzen weiterhin die Adressen des CGNAT Pools.


    Die Weigerung der Deutschen Glasfaser, Privatkunden auf Anfrage oder gegen Aufpreis öffentliche IPv4 Adressen zu geben, lässt deren Kunden ganz schön im Regen stehen. Dass das kein vernachlässigbarer Makel des DG Angebots ist, sieht man schon daran, wie oft und langwierig in diesem Forum CGNAT Probleme und "Lösungen" diskutiert werden. (Ich empfehle trotzdem, in Nachfragebündelungen einen Anschluss zu bestellen. Nach der Mindestvertragslaufzeit kann man dann abwägen, ob die Umstände, die diese Einschränkung macht, die Vorteile des Glasfaseranschlusses überwiegen. Ich mache niemandem einen Vorwurf, der sich deswegen für eine Kündigung des Internetzugangs entscheidet. Das hat sich die DG selbst zuzuschreiben.)


    Ergänzung: Ich möchte das aber auch nicht zu sehr runtermachen. Für einige Zwecke reicht es und es hat zumindest gegenüber anderen Ansätzen den Vorteil, dass es keine zusätzliche Hardware braucht. Und man kann es kostenlos testen.

    Die Antwort ist Carrier-grade NAT, auch kurz CGNAT genannt.


    Die IPv4-Adresse, die dein Router bekommt, ist aus dem Adressbereich 100.64.0.0-100.127.255.255 (100.64.0.0/10). Dieser sogenannte "Shared Address Space" wird gleichzeitig von vielen ISPs genutzt und ist im Internet deshalb nicht eindeutig, ähnlich wie die in RFC 1918 reservierten Adressen (192.168.x.y, etc.), die du wahrscheinlich in deinem LAN verwendest.


    Der einfache Grund dafür ist, dass IPv4 Adressen bei der zuständigen regionalen Vergabestelle (RIPE) nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind, um jedem Anschluss eine öffentliche Adresse zuzuteilen. Das betrifft vor allem jüngere Provider, weil sie nicht über große Zuteilungen aus der Vergangenheit verfügen.


    Um Geräte in deinem LAN von außen zu erreichen, kannst du IPv6 nutzen. Es gibt außerdem viele Möglichkeiten, über externe Server oder Dienstleister einen Tunnel aufzubauen. Auch diverse VPN-Systeme können CGNAT umgehen. Bei der deutschen Glasfaser gibt es anders als bei vielen anderen Providern keine Möglichkeit, für einen Privatkundenanschluss eine öffentliche IPv4 Adresse zu bekommen, auch gegen Aufpreis nicht.

    Man kann immer viel mutmaßen, aber der Provider hat eigentlich eine sehr klare Schnittstellenbeschreibung (hat west weiter oben verlinkt). Der Anschluss wird am Ethernet-Port des ONT übergeben. Der Internetzugang läuft über VLAN 132 und benötigt keine Zugangsdaten (also kein PPPoE) sondern wird per DHCP konfiguriert. Außerdem gibt es ausdrücklich Anleitungen für kundeneigene Router, so dass MAC-Klonen sicher nicht nötig ist. Ggf. ist eine Wartezeit beim Wechsel der Router hilfreich. An einem DG Anschluss sollte man für einen Routerwechsel z.B. eine Stunde warten, nachdem man den vorherigen Router entfernt hat (aber dies ist ja kein DG-Anschluss).


    Die Wahrscheinlichkeit eines Konfigurationsfehlers ist sehr hoch. Leider werden die Unify Geräte als sehr benutzerfreundlich beworben. Das sind sie im Prinzip auch, aber nur im Verhältnis zum Funktionsumfang. Man hat trotzdem viele Möglichkeiten, sich selbst ein Bein zu stellen. Deswegen: Komplexität reduzieren, indem man alle anderen Einstellungen aus dem Spiel nimmt, und die grundsätzlichen Einstellungen ausgehend von der Werkskonfiguration machen. Weniger Fehlerquellen vereinfachen die Fehlersuche. Man kann auch schlecht helfen, wenn die ganze IPv4-Konfiguration im Screenshot ausgeblendet wird.