Beiträge von alfalfa

    Ich bin nicht "FB5490"...


    DG hat zwei verschiedene Anschlusstechniken (für Privatkunden): 1000BASE-BX und GPON. Darauf werden die gleichen Tarife realisiert. Das fing mit symmetrischen 100Mbit/s an. Später waren dann symmetrische 100Mbit/s, 200Mbit/s und 500Mbit/s sowie 1000Mbit/s down und 500Mbit/s up buchbar. Die aktuellen Tarife bieten 200Mbit/s, 400Mbit/s, 600Mbit/s und 1000Mbit/s im Download, jeweils mit der halben Geschwindigkeit im Upload. Es gab noch weitere Tarife unter anderen Marken.


    1000BASE-BX überträgt symmetrisch 1Gbit/s und das zeigt die Fritzbox in der Ansicht an. Das ist die technische Übertragungsrate, nicht der Tarif.

    Die Fritzbox 5490 hat ein optisches Interface mit breitem Wellenlängenbereich, der beide Empfangswellenlängen abdeckt. In den Bewertungen der Module von FS.com schreibt jemand, dass sowohl die Module für 1490nm als auch für 1550nm mit seinem holländischen ISP funktioneren, d.h. diese Module decken anscheinend ebenfalls beide Wellenlängen ab. Das gibt es also und ist wie bei der Fritzbox spezifiziert oder wie bei den FS-Modulen Glückssache. Nach der Spezifikation der FS Module sollte das nämlich nicht gehen.

    Das klingt schon ganz gut. Trotzdem habe ich ein paar Anmerkungen:


    Die Datenleitungen sollten austauschbar installiert werden, also in Kabelkanälen oder wahrscheinlicher in Leerrohren. Dann ist auch eine Aufrüstung auf Glasfaserverkabelung im Haus kein Problem. Auf großzügige Biegeradien achten, damit ein Kabelaustausch später nicht an einem geknickten Rohr scheitert, wo man nicht mehr dran kommt.


    Den Router würde ich nicht im Keller positionieren, es sei denn es ist ein Gerät ohne DECT und WLAN. Für gutes WLAN sind wahrscheinlich sowieso mehrere Access Points nötig, aber DECT Repeating ist keine schöne Sache. Die DECT Basis sollte deshalb funktechnisch zentral stehen. Wenn Festnetztelefonie keine Rolle mehr spielt, ist das natürlich egal. Nur der Vollständigkeit halber: Ein guter Grund, den Router im Keller anzuschließen, wäre, wenn noch kabelgebundene Telefone im Einsatz sind und die Telefonleitungen dort zusammenlaufen.


    Wenn man den Router in der Wohnung statt im Keller aufstellen möchte, braucht man an der Stelle zwei Netzwerkanschlüsse: Einmal vom Hausanschluss im Keller zum Router und einmal vom Router zurück in den Keller zum zentralen Switch. Doppeldosen sind auch sonst eine praktische Angelegenheit, z.B. um Fernseher und Spielekonsole anzuschließen, oder NAS und Drucker, oder Laptop und PC. Sonst ist immer direkt ein Switch nötig, der einen unschönen Kabelsalat erzeugt und Strom braucht.


    Ich würde keine Etagenswitches einsetzen. So groß ist das Haus wahrscheinlich nicht, dass das sinnvoll oder notwendig wäre. Mehrere Switches muss man untereinander verbinden. Der Datenverkehr zwischen Geräten, die an verschiedenen Switches angeschlossen sind, teilt sich dann die Bandbreite dieser Verbindung. Wenn z.B. ein Gerät im 1. OG mit voller Bandbreite auf das NAS im EG zugreift, ist der Zugriff eines anderen Geräts auf den Internetzugang ausgebremst. Mit einem zentralen Switch ist das kein Problem.

    Wenn man sich bei Innogy zur Bestellung eines Glasfaserhausanschlusses durchklickt, kann man im Glasfaser-Hausanschlussportal für Adressen z.B. in Brenken einen Anschluss bestellen. Da steht dann folgendes:

    Zitat

    Wir planen das Gebiet mit Glasfaserkabel zu erschließen. Ein Glasfaser-Hausanschluss für Ihr Haus ist direkt bestellbar. Die Inbetriebnahme ist voraussichtlich im 4. Quartal 2020 vorgesehen.

    Mit einem Klick auf das Info-Symbol bekommt man dann auch Bilder einer typischen FTTH/FTTB Installation zu sehen


    Hat Innogy auf den Informationsveranstaltungen irgendwelche Vergünstigungen in Aussicht gestellt, kostenloser oder ermäßigter Hausanschluss z.B.?

    ¿Porque no los dos?


    Ich würde beide online bestellen und auch beide bauen lassen. Wenn man Glück hat, werden die mit größerem zeitlichen Abstand fertig und man zahlt gar nicht lange zwei Verträge. Aber wer das nicht möchte, kann natürlich trotzdem mit einer Doppelbestellung taktieren. Falls wirklich beide bauen und man nur einen Anschluss haben will, muss man eben einen Auftrag widerrufen (Fristen beachten!). Ein schlechtes Gewissen hätte ich dabei nicht. Die Unternehmen könnten sich auch die Infrastrukturkosten teilen und die Kunden nicht vor so eine unmögliche Wahl stellen.

    Sooo überraschend sollte es nicht sein, dass die Geräte so kompakt sind. James hatte in einem anderen Thread schon die angekündigten Fritzboxen 5550 und 5530 erwähnt. Mit diesen Fritzboxen setzt AVM auf ein austauschbares Glasfaserinterface im SFP Format. Mit einem externen Medienkonverter ist die elektrische Schnittstelle zum Router eben 1000Base-T statt der SFP Schnittstelle.


    Hier ist ein Video, das den Aufbau einer kompletten Glasfaserstrecke zeigt. In den meisten Beispielen werden zwei Fasern verwendet, weil das bei Multimode die üblichere Technik ist. Multimode kommt auf kurzen Strecken noch recht häufig zum Einsatz, weil es weniger schmutzempfindlich ist. FTTH Anschlüsse verwenden wegen der größeren Distanz Singlemode Fasern, und um Fasern zu sparen werden beide Richtungen über verschiedene Wellenlängen auf einer Faser übertragen.


    Über telnet kann ich auf den ONT zugreifen und die Daten auslesen.

    Aber nur, solange der Glasfaseranschluss noch nicht eingestöpselt ist, oder?


    Ja, der Provider muss den Anschluss noch freischalten. Wenn der Anschluss eigentlich schon aktiviert sein sollte, müsste das mit einem Anruf bei der Hotline zu regeln sein.

    Ich habe die Kombination nicht selbst getestet, also nur Theorie: Ich würde als Medienkonverter einen Mikrotik RB260 Switch in Verbindung mit diesem SFP Modul nehmen: https://www.fs.com/de/products/75335.html

    Die Mikrotik Geräte sind sehr flexibel und relativ preisgünstig, aber etwas anspruchsvoll zu konfigurieren. Das SFP Modul soll auch mit einem TP-Link Medienkonverter (MC220L) funktionieren, was ca. 20€ billiger als der Switch wäre. Zur Verbindung des SFP mit dem HÜP würde ein Simplex Single-Mode Kabel mit einem LC/APC Stecker (grün, HÜP-Seite) und einem LC/UPC Stecker (blau, SFP-Seite) benötigt.

    Das ist nicht genug Information, um einen Konverter zu empfehlen. Die Fritzbox 7590 "empfängt" im Bereich von 1480 nm bis 1580 nm. Das deckt die beiden üblichen Downstream Wellenlängen 1490 nm und 1550 nm ab. Daran kann man also nicht ablesen, welche Wellenlänge dein Provider verwendet. Ein selektiverer Empfänger könnte mit der falschen Wellenlänge nicht funktionieren.


    Besorge dir die Schnittstellenspezifikation deines Providers. Dort sollte neben der verwendeten Downstream Wellenlänge dann auch ausdrücklich das verwendete Protokoll stehen (1000BASE-BX). Du brauchst einen "1000BASE-BX10-U" Konverter (U für "Upstream transmitter"), der auf 1310 nm sendet.

    Mit statisch oder nicht statisch hat das nichts zu tun. Die Deutsche Glasfaser vergibt IPv6 Adressen und IPv4 Adressen, aber während die IPv6 Adressen weltweit erreichbar sind, sind die IPv4 Adressen aus einem Adressbereich, der für "Carrier Grade NAT (CGNAT)" vorgesehen ist. Das liegt daran, dass der IPv4 Adressvorrat weltweit erschöpft ist und ISPs nur noch Restkontingente nach strengen Regeln und in kleinen Mengen bekommen. Die CGNAT-Adressen fangen mit 100... an und werden wie die meistens im Heimnetz verwendeten 192.168.x.y Adressen nicht im öffentlichen Internet geroutet. Um mit einer solchen Adresse trotzdem eine Verbindung ins Internet aufbauen zu können, muss ein Gerät zwischen dem Computer und dem Internet die Adresse umschreiben. Das nennt man "Network Address Translation (NAT)". Für die Adressen im Heimnetz macht das der Router. Für die 100... Adressen macht das ein großer Router bei der DG. Man kann mit diesen Adressen nur Verbindungen vom Heimnetz ins Internet aufbauen, nicht umgekehrt vom Internet ins Heimnetz.


    Leider bekommt man in den Privatkundentarifen der DG auch gegen Aufpreis (noch) keine "öffentliche" IPv4 Adresse. Eine Anfrage, um Interesse zu bekunden, kann aber nicht schaden.


    Um jetzt doch aus dem Internet auf das Netz zu Hause zugreifen zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die direkteste ist, IPv6 zu verwenden. Um auch mit IPv4 von außen zugreifen zu können, wird eine Zwischenstation im Internet benötigt. Diese Zwischenstation können technisch Versierte mit einem gemieteten (virtuellen) Server selbst schaffen, aber es gibt auch Dienstleister, die das fertig anbieten, z.B. feste-ip.net. Dort gibt es auch ausführliche Anleitungen, wie das konfiguriert wird.

    Die Topmodelle werden von AVM meistens länger mit Firmwareupdates versorgt und bekommen eher neue Features. Die WLAN-Geschwindigkeit der kleineren Modelle ist etwas niedriger. Die kleineren Modelle haben nur einen Anschluss für ein Analogtelefon und keinen ISDN-Anschluss. Bevor man die empfiehlt, muss man also wissen, welche Telefone (und evtl. noch Fax) angeschlossen werden sollen. Die 7560 kann kein Supervectoring (was am Glasfaseranschluss egal ist, aber den Wiederverkaufswert senkt). 7530 und 7560 haben keinen WAN-Port, müssen also am Glasfaseranschluss einen LAN-Port "abgeben", um den NT anzuschließen. Beide haben auch nur einen statt zwei USB-Ports. Wer seine Anforderungen genau kennt, kann u.U. auch zu den kleineren Modellen greifen, aber ich finde, der Preisunterschied ist nicht so groß, dass das im allgemeinen empfehlenswert wäre.

    Wenn AVM das vernünftig macht, dann wird man den Frequenzbereich bis 35MHz, der für "Supervectoring" verwendet wird, von der Nutzung ausnehmen können, so dass es nicht zu Störungen der Anschlüsse von VDSL-Kunden durch Übersprechen kommen kann.


    Trotzdem sollte jedem bewusst sein, dass G.fast für die Inhausverkabelung nur eine Notlösung ist. Schon mehrere Nutzer, die G.fast mit separaten Geräten auf verschiedenen Adern im selben Kabel einsetzen, werden sich gegenseitig stören, weil keine Übersprechkompensation durch Vectoring möglich ist. Diese "Modemlösung" mit der angekündigten Fritzbox würde ich deshalb ausschließlich für Einfamlienhäuser in Betracht ziehen, wo nur Telefonleitungen vom Keller in die Wohnräume führen und neue Kabel unvertretbaren Aufwand bedeuten würden. Das sollte eine seltene Ausnahme sein. Warten wir mal ab, was das Gerät kosten wird.

    Es spricht viel für die Fritzbox 7590. Das ist ein sehr ausgewogener Router:

    • schnell genug
    • regelmäßige Softwareupdates über viele Jahre
    • viele Anschlussmöglichkeiten
    • sehr weit verbreitet:
      • viele Anleitungen beziehen sich auf dieses Modell
      • vor Ort oder im Internet leicht Hilfe zu finden
    • gutes WLAN
    • gute Erweiterbarkeit durch Mesh per WLAN, Powerline und Ethernet

    Eine 7490 sollte man jetzt nicht mehr kaufen, und die speziellen Glasfaser-Fritzboxen sind bisher den Aufpreis nicht wert gewesen. Für Situationen mit angespannter Verkabelungssituation könnte der von James genannte Router mit G.fast Modem sinnvoll sein, aber für eine Empfehlung ist es ohne Preisangabe noch zu früh. Immerhin braucht man dann ja zwei davon.


    Andere Hersteller kommen meiner Meinung nach für Anwender ohne fortgeschrittene Kenntnisse nicht in Frage. Die Updateverfügbarkeit, einfache Erweiterbarkeit und die Benutzerfreundlichkeit sind einfach nicht da.


    Wer speziellere Anforderungen hat (z.B. VLANs im LAN, Multi-WAN, VPN-Support mit IPv6/hoher Geschwindigkeit, flexiblere VoIP-PBX) weiß sicher, dass es dafür keine pauschale Empfehlung ohne Kenntnis der Anwendungssituation geben kann. Es gibt sehr viel Auswahl, bis hin zur Kombination aus Mini-PC mit Routerbetriebssystem, gemanagtem Switch (ggf. mit POE), Access Points und IP-Telefonen. Letzteres bietet sich besonders bei weitläufigen Installationen mit vielen Anschlüssen an (auch wenn die Fritzbox da mit Zubehör mittlerweile sehr viel abdeckt).

    Jetzt habe ich das Problem dass ich 5ghz Wifi benötige, da ich sonst Interferenzen habe. Könnte ich theoretisch nach dem Netgear wieder das Tim Modem schalten und mit diesem dann das 5ghz Wifi bereitstellen? Wenn ja, wie könnte das funktionieren?

    Die meisten Router lassen sich als Access Point verwenden. Dazu muss man nur deren DHCP Server für das LAN abschalten und eine konfliktfreie IP-Adresse vergeben. Der "Access Point" wird dann mit einem normalen Netzwerkkabel LAN zu LAN angeschlossen.


    EDIT: Ich glaube aber langsam wirds dann doch zu viel Geräte. Werde also eher einen neuen Router zulegen. Nur eine Verständnisfrage: Ich benötige nur einen Router? Das Modem habe ich bereits in Form des Glasfaserkonverters? Sehe ich das richtig?

    So ist es.