Beiträge von alfalfa

    Der ONT müsste ein Alcatel-Lucent I-010G-v sein. Vom "I-010G" gibt es viele Varianten. Leider finde ich für diese kein Handbuch. Die Bedeutung der LEDs kann man aber ansatzweise erraten.


    Power ist klar: Das Ding hat Strom.

    PON heißt "Passive Optical Network" und ist die Glasfaserschnittstelle: Grün sieht gut aus.

    Alarm heißt bei den anderen Varianten aus dieser Reihe, dass die optische Signalstärke nicht ausreicht bzw. kein Signal anliegt: Kein Alarm ist, wie es sein soll.


    Bleibt noch Data. Das ist die LED für die Ethernetschnittstelle. Die ist an, also scheint es eine Verbindung zu geben. Was da aber jetzt die Farben bedeuten, müsste man mit einem Blick ins nicht vorhandene Handbuch klären. Denkbar wäre, dass eine Farbe die Verbindung anzeigt und die andere Aktivität auf der Verbindung. Auch denkbar wäre, dass die Farben unterschiedliche Schnittstellengeschwindigkeiten anzeigen, z.B. gelb für 100Mbps und grün für 1000Mbps. Dann wäre der ständige Farbwechsel ein Anzeichen für Probleme mit der Leitung zum Router.

    Ich bin bei der Antwort davon ausgegangen, dass die Telekom der Netzbetreiber ist. Es gibt auch Kooperationen, wo die Telekom ihre Tarife auf den Glasfaseranschlüssen anderer Netzbetreiber anbietet. Es ist unwahrscheinlich, aber nicht völlig auszuschließen, dass auf diesem Weg auch AON-Anschlüsse von der Telekom vermarktet werden. Der Standard, den die Telekom für ihre eigenen Anschlüsse einsetzt, ist GPON.


    Die 5491 kann nicht einfach so funktionieren sondern müsste von der Telekom für den Anschluss freigeschaltet werden.


    Der vorgesehene Weg, einen Router mit einem solchen Anschluss zu verbinden, ist das installierte Glasfasermodem (ONT, Optical Network Termination). Wenn das nicht funktioniert, ist evtl. der Anschluss gestört. Die Telekom sollte in der Lage sein, aus der Ferne zu erkennen, ob das "Glasfasermodem" eine Verbindung zum Netz hat. Wenn das nicht der Fall ist, sollte die Telekom diesen Fehler beheben.


    Fritzboxen mit einer blauen Netzwerkbuchse ("WAN") machen damit das gleiche wie andere Fritzboxen in der "LAN1-Konfiguration".

    Hallo andi_sr,


    es gibt verschiedene Übertragungsstandards für FTTH-Anschlüsse. Die am weitesten verbreiteten sind 1000BASE-BX10 und GPON. Ersteres ist ein sogenannter AON Standard (Aktives Optisches Netz) und GPON ist ein Standard für "Passive Optische Netze", PON. Die Fasern sind die gleichen, aber die Endgeräte sind verschieden.


    Die Fritzbox 5490 ist ein Router für AON-Anschlüsse nach dem Standard 1000BASE-BX10:

    https://avm.de/produkte/fritzb…ox-5490/technische-daten/


    Die Telekom verwendet für ihre Glasfaseranschlüsse GPON. Mit diesem Standard ist die Glasfaserschnittstelle der Fritzbox 5490 nicht kompatibel.


    Die Fritzbox kann den Internetanschluss auch über normales elektrisches Ethernet nutzen. Diese Konfiguration wird im Handbuch "Anschluss an ein Glasfasermodem" genannt.


    Die richtige Fritzbox, um diesen Glasfaseranschluss ohne externes Glasfasermodem (auch ONT oder Medienkonverter genannt) zu nutzen, wäre die Fritzbox 5491. Die müsste dann aber bei der Telekom registriert und von der Telekom provisioniert werden. Vernünftiger ist es, die vorhandene Fritzbox über Ethernet am LAN1 Port zu nutzen.

    Die Tarife der Stadtwerke Rendsburg sind auf dieser Seite gelistet:

    https://www.stadtwerke-rendsbu…er-fuer-privatkunden.html

    Am Ende der Seite ist auch eine Servicenummer angegeben, wo man erfragen könnte, ob es Kooperationen mit anderen Internetprovidern gibt, so dass die auch den Glasfaseranschluss nutzen können. Wahrscheinlich ist es aber so, dass Vodafone dort nur seine Kabelanschlüsse vermarktet.


    Wenn der Anschluss noch keine zwei Jahre alt ist, dann ist es möglich, dass der Anschluss im Zusammenhang mit einem Tarif bestellt worden ist, der eine zweijährige Mindestvertragslaufzeit hat und entsprechend noch aktiv sein müsste. Eine Anleitung zur Einrichtung eines eigenen Routers am Glasfaseranschluss gibt es auf:

    https://www.stadtwerke-rendsburg.de/erste-hilfe.html

    Es werden Zugangsdaten benötigt, die in der Auftragsbestätigung von EiderKom mitgeteilt wurden, sofern zum Anschluss ein Tarif bestellt wurde.


    Der Koaxialanschluss am Netzabschlussgerät des Glasfaseranschlusses ist nach der Beschreibung auf der Stadtwerkeseite tatsächlich nur dazu da, um Fernseher mit DVB-C zu versorgen.

    Das ist ein DOCSIS-Router. Das heißt, der ist für einen Kabelfernsehanschluss. Es gibt ein paar wenige Gebiete, wo Kabelfernsehanschlüsse über Glasfaser bis ins Haus (FTTB) und einen Umsetzer auf Koaxialkabel realisiert werden, aber wenn es noch einen separaten Kabelfernsehanschluss im Haus gibt, dann ist der Router für diesen Anschluss, nicht für den Glasfaseranschluss.


    Wenn der Genexis einen Koaxialanschluss hat und der auch tatsächlich in Betrieb ist, dann ist der nur für den Anschluss von Fernsehgeräten. Ein Router würde mit einem der Netzwerkanschlüsse verbunden.


    Netzbetreiber, die Kabelfernsehanschlüsse oder VDSL anbieten, nehmen es mit der Bezeichnung "Glasfaser" nicht so genau. Kabelfernsehanschlüsse laufen im Marketing unter "Hybrid Fiber Coax", weil im Kabelfernsehnetz auch Glasfasern eingesetzt werden, obwohl die Leitung ins Haus immer noch ein Koaxialkabel aus Kupfer ist. Mit dem gleichen Trick verkauft die Telekom ihre VDSL-Anschlüsse als glasfaserbasierte Anschlüsse: Irgendwo steht ein Kasten, zu dem eine Glasfaser führt, aber das Kabel ins Haus ist immer noch das alte Telefonkabel aus Kupfer, Wenn man also Netzbetreiber nach Glasfaser fragt, können sie das vorgeblich alle anbieten. Tatsächlich bekommt man dann aber bei den meisten nur eine Mogelpackung.

    Du kannst mir den Mitschnitt per https://send.firefox.com/ schicken. Downloadlink dann bitte per PM an mich.


    Ich bin mir aber einigermaßen sicher, dass dein Problem nicht ohne Hilfe der DG zu lösen ist. Wenn eine Fritzbox strikt nach der Anleitung konfiguriert wird, muss das funktionieren. Wenn es im Einzelfall ein Problem mit einem Router gibt, müsste mindestens der Versuch mit einer weiteren Fritzbox funktionieren. Ich habe schon einige Anschlüsse gesehen, die erst nach Änderungen von Seiten der DG richtig funktionierten. Die Technik hat mich tatsächlich schon mal angerufen. Auch wenn wir uns hier weiter um eine Diagnose bemühen, wird am Ende die DG das Problem beheben müssen.

    Ja, da gibt's nichts schön zu reden. Die Deutsche Glasfaser hat abends mit extremen Überlastungsproblemen zu kämpfen. Pikant ist das, weil es nach der Werbung gerade ein Vorteil der Glasfaser sein sollte, dass die Leistung nicht tageszeitabhängig schwankt. Die Versuchung der Überbuchung war wohl doch zu groß. Der CFO kommt aus der Kabelfernsehbranche. :/

    Wie ich schon eingangs geschrieben habe: Die DG gibt dieses Problem nicht zu. Das ist definitiv nicht in Ordnung. Diese Geschwindigkeitseinbrüche sind schließlich sehr eindeutig messbar, auch bei Ausschluss aller denkbaren Fehlerquellen auf Kundenseite.


    Ich verstehe ja, dass es schwierig ist, von Kunden aussagekräftige Messungen zu bekommen. Aber mir kann niemand erzählen, dass die Technik der DG nicht sieht, was da in ihrem Netz los ist. So wenig Monitoring kann man einfach nicht haben.

    Da müsste so etwas wie "WAN" oder "Internetverbindung" angeboten werden. Nach dem Start der Aufzeichnung das Kabel zum NT einstecken und ein paar Minuten aufzeichnen, der Übersichtlichkeit halber möglichst anderen Traffic vermeiden. In Wireshark kann man dann die Pakete strukturiert anschauen. Dazu ein DHCP Paket in der Liste auswählen und die Datenstruktur "Bootstrap Protocol (Discover)" bzw. ... (Offer)" aufklappen. Wichtiger ist aber eigentlich, ob es Router Advertisements mit "Managed address configuration: Set" in den Flags gibt. Das wäre dann ein Anzeichen für natives IPv6 mit Adressvergabe per DHCPv6. Das klingt alles kompliziert, aber wenn man es vor sich auf dem Bildschirm hat, ist es einfacher.

    ich habe in der vergangenen Nacht nochmals diverse Messungen direkt an meinem NT gemacht. Zu den Ergebnissen würde ich gerne Eure Einschätzung hören.

    Ich würde sagen, dass der Anschluss technisch in Ordnung ist. Up- und Downstream erreichen sogar bei Tests mit einem Stream (2, 3, 5 und 6) die versprochene Bandbreite. Das wäre schon bei sehr niedrigen Paketverlusten oder anderen Problemen nicht der Fall.


    Die niedrigeren Ergebnisse besonders beim DG-Test liegen sehr wahrscheinlich an irgendeiner Form von Überlastung jenseits des Anschlusses. Wenn möglich, mach solche Testreihen auch mit IPv6. Ich vermute, dann wirst du weniger Probleme sehen. Herauszufinden, ob das am anderen Routing der beiden Protokolle oder an Technik im DG-Netz liegt, und entsprechend Abhilfe zu schaffen, wäre eigentlich Aufgabe der DG.

    Dann wünsche ich gute Besserung. Obwohl man nach der Gesundung ja nicht wirklich weiß, ob es COVID-19 war und man dann "sicher" ist. Es wird Zeit für einen Test, der die Immunisierung feststellt. Mal schauen, wie lange es dauert, bis du dich auf das Abenteuer einer Installation mit "remote hands" per Videotelefonat einlässt...

    Das Kernproblem von Speedtests ist, dass sie viel zu viel auf einmal messen. Es ist immer die ganze Kette vom eigenen Computer über die Kabel, den Router, den Anschluss, das Netz des Providers, ein oder mehrere Netzübergänge und Fremdnetze bis zum Testserver beteiligt. Wenn die erwartete Geschwindigkeit erreicht wird, kann man zwar sagen, dass alles funktioniert, aber wenn nicht, dann weiß man nicht, woran es liegt.


    Man sollte deshalb immer versuchen, mögliche Fehlerquellen im eigenen Bereich zu minimieren. Deshalb empfehle ich, Speedtests mit einem System zu machen, das bekannt "sauber" von irgendwelchen Störquellen ist. Störquellen können z.B. Antivirus-Software und Virtualisierungstreiber sein. Eine einfache Möglichkeit ist ein Live Linux System, z.B. Knoppix oder ein Installationsmedium von Ubuntu. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man auch prüfen, ob wenigstens im LAN die volle Geschwindigkeit erreichbar ist, z.B. indem man auf einem zweiten Computer iPerf3 als Server startet.


    Die Tatsache, dass die volle Anschlussgeschwindigkeit bei einfachen HTTPS-Downloads erreicht wird, sieht nicht nach einem Problem mit dem Anschluss aus. Das ist nämlich eigentlich schon ein anspruchsvollerer Test als ein üblicher Speedtest, weil es nur ein Stream ist, der bei Unregelmäßigkeiten schnell einbricht, was bei Speedtests mit mehreren Streams schneller ausgeglichen wird.