DG Mehrsparte und nachträglicher Einbau ins Haus

  • Hallo zusammen,


    bei uns findet derzeit die Nachfragebündelung der DG statt und es sieht ganz gut aus.


    Nun bin ich aus zweierlei Hinsicht unsicher:

    1.) wir haben einen Mehrspartenhausanschluss, der sich von Grundstücksgrenze / Straße ca 15 meter weit "windet". Winden deswegen, weil es kein gerader Weg ist sondern sich das Leerrohr (und das von der Telekom) über zwei drei kleinere Kurven in Richtung Technikraum bewegt. Wie sind da eure Erfahrungen? Gibt es ähnliche Konstellationen, wo die DG einfach das Leerrohr genommen hat? Und welches würde sie nehmen? Das wo bereits Telekom Kupfer drin liegt ist nicht leer, es gibt aber noch ein freie für Gas, welches nicht genutzt wird.

    2.) Unser Nachbar wird DG ins Haus verlegt bekommen. Unser Haus liegt vor seinem, daher muss die DG an uns vorbeilegen. Ich überlege nun, erstmal abzuwarten, bis alles läuft, alle versorgt und glücklich sind und nachträglich den Anschluss legen zu lassen. Hat das jemand schonmal so gemacht mit gleichen oder ähnlichen Voraussetzungen? War der Anschluss immer noch kostenfrei oder gab es Zusatzkosten seitens der DG?


    Danke für eure Hilfe!

  • Zu 2) sei gesagt, das keiner von uns in die Zukunft schauen kann und daher Auskünfte über Preisgestaltungen in den nächsten Jahren nicht zuverlässig sind.


    Wenn Du dir wirklich überlegst ohne Not einen sogenannten Nachanschluss zu beauftragen, dann kann es gut sein, das der Glasfaserausbau schon in der Nachfragebündelung scheitert und gar nicht vorgenommen wird. Sollte dieser stattfinden, dann ist es sehr wahrscheinlich, das es eine mehrjährige Wartezeit für einen Nachanschluss gibt. Der Bautrupp kommt niemals für einzelne Teilnehmer, sondern nur für eine für den Provider rentable Anzahl an neuen Kunden.

  • Ich überlege nun, erstmal abzuwarten, bis alles läuft

    Das ist eine ganz schlechte Idee, sowohl von der organisatorischen als auch von der technischen Seite. Wenn du den Anschluss haben möchtest, bestell ihn rechtzeitig, also vor Ende der Nachfragebündelung. Für Nachanschlüsse muss wieder die Straße geöffnet werden, und das macht u.U. ein anderes Unternehmen als das, welches den Erstausbau vornimmt. Selbst wenn alles perfekt läuft, macht das immer noch zusätzliche Flickstellen.


    Die Vorstellung, man könne sich, wenn das Netz einmal gebaut ist, kurzfristig daran anschließen lassen, ist unrealistisch. Um das ganz deutlich zu sagen: Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man bestellt nicht, weil man sich sicher ist, dass man den Anschluss auch in den nächsten Jahren nicht haben will, oder man bestellt während der Nachfragebündelung.

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  • Danke für eure Antworten. Habe ein wenig im Forum gestöbert und da war ein TN dabei, der nachträglich den Anschluss kostenfrei legen lassen konnte. Die Wartezeit wäre mir egal, habe ein gut funktionierendes Netz der Telekom. Habt ihr Erfahrungen bei der Mehrsparte? Nie würde ich die DG eine Kernbohrung an meinem Haus machen lassen.

  • Nie würde ich die DG eine Kernbohrung an meinem Haus machen lassen.

    Macht die DG sowieso nicht. Erstens baut ein Subunternehmer eines Generalunternehmers für die DG und zweitens ist für das dünne Rohr ins Haus keine Kernbohrung nötig. Aber du meinst, du willst den Anschluss nur, wenn die Mehrspartenhauseinführung dafür genutzt wird. Im Gestattungsvertrag genehmigt sich die DG nur notwendige und zumutbare Belastungen, was eine Bohrung meines Erachtens ausschließt, wenn eine Mehrspartenhauseinführung vorhanden und nutzbar ist.


    Die Nutzung der Mehrsparte wird von verschiedenen Bauunternehmen unterschiedlich gehandhabt. Es kann sein, dass du den Anfang des Telekommunikationsrohres selbst freilegen musst, weil das in der Regel tiefer liegt als die Glasfaser verlegt wird. Die Telekommunikationssparte ist i.d.R. dafür ausgelegt, mehrere Kabel bzw. Schutzrohre aufzunehmen. Die Details müsstest du ggf. beim Hersteller erfragen. Wichtig zu wissen wäre auch, wem die Hauseinführung gehört. Die genaue Position des straßenseitigen Rohranfangs muss bekannt sein. Unbedingt notwendig ist, dass die Nutzung der Mehrspartenhauseinführung bei der Hausbegehung vereinbart wird. Die genannten Aspekte sind vorher zu klären.

  • Macht die DG sowieso nicht. Erstens baut ein Subunternehmer eines Generalunternehmers für die DG und zweitens ist für das dünne Rohr ins Haus keine Kernbohrung nötig. Aber du meinst, du willst den Anschluss nur, wenn die Mehrspartenhauseinführung dafür genutzt wird. Im Gestattungsvertrag genehmigt sich die DG nur notwendige und zumutbare Belastungen, was eine Bohrung meines Erachtens ausschließt, wenn eine Mehrspartenhauseinführung vorhanden und nutzbar ist.


    Die Nutzung der Mehrsparte wird von verschiedenen Bauunternehmen unterschiedlich gehandhabt. Es kann sein, dass du den Anfang des Telekommunikationsrohres selbst freilegen musst, weil das in der Regel tiefer liegt als die Glasfaser verlegt wird. Die Telekommunikationssparte ist i.d.R. dafür ausgelegt, mehrere Kabel bzw. Schutzrohre aufzunehmen. Die Details müsstest du ggf. beim Hersteller erfragen. Wichtig zu wissen wäre auch, wem die Hauseinführung gehört. Die genaue Position des straßenseitigen Rohranfangs muss bekannt sein. Unbedingt notwendig ist, dass die Nutzung der Mehrspartenhauseinführung bei der Hausbegehung vereinbart wird. Die genannten Aspekte sind vorher zu klären.

    Ich würde gerne alles vorher klären. Geht nur nicht weil die DG sagt, erst Vertragsabschluss und dann nach ein paar Monaten kommt ein Techniker vorbei der sich alles ansieht. Es sind auch nur Standardverträge verfügbar, ohne Vereinbarungen, dass zB die Mehrsparte zwingend zu nutzen ist 😐

    Die genaue Position der Rohre ist mir leider nicht bekannt. Gräbt denn die DG nicht am Graben entlang wo auch die Telekom ihre Leitungen verlegt hat? Dann wird ja ersichtlich, wo der Abzweig zu unserem Grundstück exakt liegt.

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  • Geht nur nicht weil die DG sagt, erst Vertragsabschluss und dann nach ein paar Monaten kommt ein Techniker vorbei der sich alles ansieht.

    Gut, das ist klar. Es wird sich niemand um dein Haus kümmern, solange nicht ein Auftrag dahinter steht. Aber wenn bei der Begehung herauskommt, dass der Realisierung gewichtige Gründe entgegenstehen, dann kommt der Vertrag nicht zustande.



    Gräbt denn die DG nicht am Graben entlang wo auch die Telekom ihre Leitungen verlegt hat?

    Nein, das muss man schon recht präzise wissen. Bei mir war damals ein Bautrupp, der das sehr gut einschätzen konnte. Anhand der Lage von Wasser- und Abwasseranlagen am Gehweg zeigte einer der Mitarbeiter auf einen Pflasterstein am Boden und sagte "hier liegt er". Er hatte Recht.

  • Also kein Netzbetreiber kommt ohne Vertrag zu dir, das ist auch so bei Wasser, Strom und Gas.

    Es stellt sich die Frage, wie alt dein Haus ist. Früher war das teilweise recht unterschiedlich für die verschiedenen Medien. GF wird im Schnitt bei 40 bis 60 cm verlegt.

    So ab 2010 (2017 verpflichtend) gab es Standards, die sich durchgesetzt haben. Hieraus ergibt sich dann die Art der Hauseinführung.

    Hier ohne Keller. Die Leerrohre liegen meist in min. 80 , meist 120-160 cm Tiefe und gehen nicht viel weiter als 2m vom Haus weg. Du wirst ums selber Grab zum Herausfinden der Endstücke kaum herumkommen.

    Wenn du einen Keller hast, gibt es diese Durchführung.

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  • Danke für alle Kommentare bisher.


    Hat jemand Erfahrung, wie es bei der Mehrsparte ist, wenn sie nicht gerade ins Haus läuft sondern über zwei Kurven (nicht 90 Grad aber insgesamt gibt es ein "S"). Wie kommt die Glasfaser damit klar, wenn die Mehrsparte genutzt wird?

  • Hi,


    bei mir ist die Mehrsparte genutzt worden. Der Bautrupp hat das Kabel durch ein neues leeres Rohr gelegt. Die Distanz von der Einführung bis zum Ausgang sind ca. 8-9 Meter. Einmal musste ca. 90 Grad überwunden werden.


    Aufpassen musste man allerdings beim verbauen. Den der Bautrupp wusste nichts von der Aufgabe die Mehrsparte zu benutzen. Nach dem die sprachliche Hürde überwunden wurde war es aber kein Problem.


    Vielleicht noch 2,5 Erfahrungen aus der Nachbarschaft wenn man nicht von Anfang an mit dabei ist.


    1. nicht bei der Nachfragebündung 2015/2016 mit gemacht. Später nachgebucht. Heute immer noch keinen Anschluss und das Haus ist aus dem Anschluss gibt geflogen.

    2. der Nachbar von gegenüber ebenfalls nicht mitgemacht. Später nachgebucht heute immer noch keinen Anschluss.

    0,5. Eine Straße weiter ist das Haus nur teilunterkellert. Direkt von Anfang an mit dabei gewesen. Hätte aber eine Bohrung von ca. 4-6 Metern unter dem Haus erfordert. War zu kompliziert für den Bautrupp sollte später erfolgen. Aber bis heute nichts mehr geschehen.


    Fazit für mich: Wenn DG in Frage kommt dann von Anfang an mitmachen und nicht auf später setzen. Die DG kommt nie mehr und schließt was an 😉

  • Das ist sicher ein Verhalten aller glasfaserausbauenden Unternehmen. Einzelne Häuser im Nachanschluss zu versorgen lohnt sich für Provider erst bei der Anzahl X Häuser pro Straße. Bei einem Verhältnis 1:1 wird sicherlich im privatwirtschaftlichen Ausbau nichts geschehen. Da kann man nur auf aktive Volksvertreter hoffen, die im Nachgang einen geförderten Ausbau anleiern. Dieses Verfahren dauert Jahre.


    Aus gutem Grund erwähnen alfalfa, frank_m und meine Wenigkeit seit langer, länger Zeit, das man sofort zugreifen muss. Mitleid für die Bedenkenträger habe ich keines mehr. Wer nicht will, der hat schon.


    Zu der meterlangen Bohrung unter der Bodenplatte: Das macht kein ausbauenden Unternehmen. Die Bohrung erfolgt lediglich durch die eine Hauswand.

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  • Ich sehe das genauso für mich war klar als die DG ausbauen wollte sofort zuzuschlagen. Was besseres konnte hier nicht passieren…wobei es bei uns auch schwierig war.

    Wir hatten eine 1000 Leitung dann hat DG angekündigt wir bauen aus. Dann wurde die Telekom hektisch und im Schweinsgalopp VDSL ausgerollt. Natürlich habe ich das parallel auch erstmal genommen…mich aber wie Bolle auf DG gefreut.

    Alle meine Nachbarn die ich überzeugen konnte sind heute sehr zufriedenen Glasfaser-Nutzer.


    PS: falls die Telekom hier irgendwann DG überbauen würde wäre ich auch da ich wieder dabei einfach um zwei zukunftsweisend Leitungen zu haben. (Wobei ich überbauen für ein schlechtes Konzept halte)