Inhouse-Verkabelung - Vorgehensweise/Materialauswahl

  • Hallo allerseits,


    ich bin derzeit an einem Umbau eines Mehrfamilienhauses mit 5 Wohnungen, derzeit befindet sich alles im Rohbau.


    In einigen Monaten (hoffentlich) soll der Glasfaserausbau auch bei uns starten. Deshalb möchte ich schon mal Leerrohre und Kabel verlegen, da dies jetzt am einfachsten möglich ist.

    Dazu habe ich folgende Fragen:


    Der Glasfaseranschluss kommt mit einer Faser pro Wohnung ins Haus. Dort geht er in den APL, wo die Kabel mit aufgespleißten Steckern enden?

    Danach gehe ich mit Patchkabeln zu meiner Hausverteilung,z.B. sowas:


    LWL-Hausverteiler Typ 4 für 12x SC simplex - FICONET systems GmbH (ficonet-shop.de)


    Von dort aus gehe ich mit jeweils einem Kabel in jede Wohnung (Singlemode,G657.A2).


    Dort wird dann vom Netzbetreiber der Teilnehmeranschluss sowie der Router montiert.


    Ist das soweit richtig?



    Meine Materialauswahl wäre folgende:


    Leerrohr:

    Fränkische FFKu-Smart net 25 Mittleres Kunststoff-Wellrohr biegsam blaulila 25230025 50 Meter kaufen | Elektro Wandelt (elektro-wandelt.de)


    Glasfaserkabel (gibt es Sinn eines mit 4 Fasern zu nehmen, falls eine mal defekt sein sollte?):

    Dropkabel FTTH 4 Fasern G.657.A2 - FICONET systems GmbH (ficonet-shop.de)


    Abschlusspunkt in der jeweiligen Wohnung:

    FTTH Anschlussdose 10683, als LWL-Abschluss in der Wohnung, im Gebäude und als - ohne Kupplungen - fibreline - Shop




    Kann man das so machen oder gibt es bessere Alternativen als die von mir geplante Vorgehensweise?


    Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank schonmal für eure Antworten :)

  • Das Wellrohr mit großzügigen Biegeradien verlegen. Um den Rest kümmert sich der Netzbetreiber.


    Wenn du es selbst machen wolltest, z.B. um zusätzlich ein internes Netzwerk oder eine Verkabelung für einen zweiten Provider zu haben, dann wären die Komponenten nicht ganz passend. Der Verteiler z.B. hat nicht die passenden Kabelzuführungen für deinen Zweck, sondern nur eine für das Kabel, an das die Pigtails gespleißt werden. Du bräuchtest aber fünf - für jede Wohnung eine.


    Ich würde lieber ein Wellrohr mehr je Wohnung verlegen, wenn der Platz das zulässt. Das ist flexibler nutzbar als alles, was du jetzt ohne konkreten Einsatzzweck installierst.

  • Ist nicht die Zuständigkeit des Netzbetreibers mit dem Hausübergabepunkt abgeschlossen?

    Danach müsste ich doch theoretisch alles selbst erledigen bis zur Wohnung, wo der Teilnehmeranschluss von Netzbetreiber gesetzt wird.

    Oder liege ich da falsch?

  • Die Konzepte der Netzbetreiber unterscheiden sich in dem Punkt ein wenig, aber üblicherweise führt der Netzbetreiber in Mehrfamilienhäusern die Installation bis in die Wohnungen. Netzbetreiber, die es korrekt machen, setzen dort einen "Gf-TA" (Glasfaser-Teilnehmeranschluss). Das ist dann der "passive Netzabschluss", bis zu dem der Netzbetreiber verantwortlich ist, und wäre in etwa die "FTTH Anschlussdose" aus deiner Liste. Voraussetzung für diese Installation ist i.d.R., dass es vorbereitete Leitungswege vom Hausübergabepunkt bis zu den Installationsorten der Gf-TAs gibt. Die Netzbetreiber erwarten also tatsächlich nur das ausreichend dimensionierte Leerrohr. Da sie das typischerweise exklusiv nutzen wollen, empfiehlt sich ein zusätzliches Rohr, wenn man für zukünftige Erweiterungen vorbereitet sein will.