Vorhandenes Leerrohr für Glasfaser mitbenutzen?

  • Ja, genau. Es geht um die deutsche Glasfaser. OK. Das stimmt mich ja optimistisch.

    Ich wollte dir die Stimmung auch nicht verderben! Wenn die Leitungslänge in einem EFH 20m und MFH 30m nicht übersteigt, dann sollten die max. 3mm Durchmesser des Glasfaserkabels das Montageteam nicht vor unüberwindbare Hindernisse stellen. Mache auf diesen Umstand unbedingt bei der Hausbegehung aufmerksam und lasse dies im Begehungsprotokoll vermerken!


    In dieser Phase hat man noch als Kunde alle Karten in der eigenen Hand! Ist das Begehungsprotokoll erst einmal von dir unterschrieben, dann kann es schwierig werden.

  • Wenn es um die Deutsche Glasfaser geht: Für den Anschluss des Gf-TA an den HÜP wird nach diesem Bericht ein einseitig unkonfektioniertes Kabel verwendet, das im HÜP gespleißt wird. Dieses Ende des Kabels müsste man von oben nach unten auch durch ein relativ enges Wellrohr ziehen können.

    Seit wann bzw. warum macht die DG das eigentlich mit dem zusaetzlichem Gf-TA ?

    Bei mir, einem Anschluss von 2020, gibts nur den HüP, den Nokia NT und meinen Router da dran. Das wars.

  • Auf deren Webseite wird das Anschlusskonzept mit Gf-TA seit ca. 2020 erwähnt. Es dürfte eine Reaktion darauf sein, dass es für Glasfaseranschlüsse keine Ausnahme vom Recht auf einen passiven Netzabschluss gibt ("Routerfreiheit" heißt es ja im Gesetz nicht). In Gebieten, die zu dem Zeitpunkt schon in der Planung waren, ist wahrscheinlich noch die alte Bauweise eingesetzt worden.

  • Wenn es um die Deutsche Glasfaser geht: Für den Anschluss des Gf-TA an den HÜP wird nach diesem Bericht ein einseitig unkonfektioniertes Kabel verwendet, das im HÜP gespleißt wird. Dieses Ende des Kabels müsste man von oben nach unten auch durch ein relativ enges Wellrohr ziehen können.

    alfalfa vollkommen korrekt. Das war das Glasfaserkabel, welches dem Fibertwist GFTA beilag.


    Wes wurde von oben nach unten durchgezogen.



    Ich wollte dir die Stimmung auch nicht verderben! Wenn die Leitungslänge in einem EFH 20m und MFH 30m nicht übersteigt, dann sollten die max. 3mm Durchmesser des Glasfaserkabels das Montageteam nicht vor unüberwindbare Hindernisse stellen. Mache auf diesen Umstand unbedingt bei der Hausbegehung aufmerksam und lasse dies im Begehungsprotokoll vermerken!


    In dieser Phase hat man noch als Kunde alle Karten in der eigenen Hand! Ist das Begehungsprotokoll erst einmal von dir unterschrieben, dann kann es schwierig werden.

    @ selbst bei meinen glatten Leerrohren kam das GF-Kabel nicht durch, da die Spitze immer an den Steckstellen der Leerrohre festhing.

    Man bekam es nur mittels Zugdraht (von Unten nach oben) von oben nach unten durchgezogen.

  • Auf deren Webseite wird das Anschlusskonzept mit Gf-TA seit ca. 2020 erwähnt. Es dürfte eine Reaktion darauf sein, dass es für Glasfaseranschlüsse keine Ausnahme vom Recht auf einen passiven Netzabschluss gibt ("Routerfreiheit" heißt es ja im Gesetz nicht). In Gebieten, die zu dem Zeitpunkt schon in der Planung waren, ist wahrscheinlich noch die alte Bauweise eingesetzt worden.

    Laut den Kommentaren der DG unter ihren eigenen Instagram Post sollen ALLE Anschlüsse ohne GFTA mit der Zeit auf GFTA umgerüstet werden.


    Da bin ich ja mal gespannt, ob das jemals in die Tat umgesetzt wird. Das wäre ja ein riesen Aufwand und mit unheimlichen Kosten verbunden


  • Laut den Kommentaren der DG unter ihren eigenen Instagram Post sollen ALLE Anschlüsse ohne GFTA mit der Zeit auf GFTA umgerüstet werden.


    Da bin ich ja mal gespannt, ob das jemals in die Tat umgesetzt wird. Das wäre ja ein riesen Aufwand und mit unheimlichen Kosten verbunden

    Jain. Ich bin gespannt, kann mir jedoch die proaktive Nachrüstung des Gf-TA bei Kunden, die noch keinen haben, schwerlich vorstellen.

    Der zu verbauende Genexis Gf-TA hat in seinem inneren eine SC/APC Buchse. Dort wird das Kabelende eingesteckt, das andernfalls in den NT gesteckt wird. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, das der Einbau in unmittelbarer Nähe des bestehenden NT erfolgt. Ein neues Glasfaserkabel wird nicht verlegt. Üblicherweise hat der Gf-TA eine LC/APC Buchse und DG muss ein Kabel SC/APC Stecker <--> LC/APC Stecker mitliefern um den NT wieder an das Glasfasernetz anzuschließen.

    In der Größenordnung von Stückzahlen im höheren 10k-Bereich werden die Materialkosten eher eine untergeordnete Rolle spielen. Kostenintensiver wird die Arbeitszeit und die Logistik für die Montage beim Kunden sein. Ob sich da die Nachrüstung lohnt?

  • Hallo,


    ich reihe mich hier mal ein

    In unserer Gemeinde wird Glasfaser ausgebaut

    Ich hätte dann gerne die GF-TA in der Wohnung, wären vom GF-AP im Keller ungefähr 10 m. Da kann man ein Wellrohr nehmen, oder ?


    Grüße

    Poker_face

  • Wellrohr ist nicht gleich Wellrohr.


    Die Qualität der im Baumarkt erhältlichen Wellrohren ist üblicherweise unterirdisch, die würde ich nicht verwenden. Ein gut funktionierendes Markenprodukt ist z.B das Fränkische FBY-EL-F 25 Wellrohr. Da habe ich über 15m problemlos mit einem professionellen Verlegewerkzeug ein fertig konfektionierten Glasfaserkabel durchziehen können. Das Ganze natürlich immer unter Berücksichtigung der maximalen Zuglast des Gf-Kabels und ich musste auch nicht um rechtwinklige Kanten, sondern hatte zwei Biegeradien von ca. 10 bis 15 cm. Bei 25 mm Rohdurchmesser ist das auch mit der Länge der konfektionierten SC oder LC Stecker kein Problem.


    Wenn allerdings eine kerzengerade Strecke zu überbrücken ist, dann würde ich eher ein Elektro-Stangenrohr bevorzugen. Zum Einziehen benötigst Du auch hier ein Einzugsgerät mit Fieberglas oder Stahlband, Mit einer billigen Nyloneinzugshilfe kommst Du im wahrsten Sinne des Wortes nicht weit. Ach ja, Rohr und Kabel (im Rohr) werden immer von oben nach unten verlegt/durchgezogen,

  • Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass Glasfaserkabel schwieriger zu verlegen wären als andere Kabel. Das Gegenteil ist der Fall. Moderne G.657 Kabel sind dünner und biegetoleranter als die meisten elektrischen Netzwerkkabel. Insbesondere sind sie flexibler als die so gerne unnötig verlegten starren Cat.7 Kabel. Mit der entsprechenden Kabelkonstruktion sind Glasfaserkabel auch nicht weniger zugfest.


    Den empfindlichen Ruf haben die Kabel deswegen, weil einige Provider (DG, *hust*) konfektionierte Patchkabel für die Inhaus-Verkabelung verwenden, wofür sie weder gedacht noch sonderlich geeignet sind. Die sind zwar biegetolerant, aber kaum zugfest, und weil die langen starren Stecker schon dran sind, sind sie nicht in enge Rohre und um enge Biegeradien herum einzuziehen und bleiben in Wellrohren leicht stecken.


    Das ist aber etwas anderes, wenn das Kabel zwischen HÜP und Gf-TA mit der unkonfektionierten Seite voran (d.h. ohne Stecker) eingezogen wird. Das ist ein dünnes, flexibles Kabel, das man mit einer Einzughilfe praktisch überall durchbekommt. Nur knicken oder kräftig daran ziehen darf man nicht. Die Anforderungen an die Verrohrung sind erheblich zurückgegangen, seit Gf-TAs installiert werden.


    Eine Absolution, dass ein anderer Leitungsweg akzeptabel ist, als die Deutsche Glasfaser offiziell verlangt, kann hier niemand geben. Die Installateure werden nicht lange herumprobieren, um das Kabel durch schlecht geeignete Verrohrungen zu ziehen. Praktisch ist aber vor allem wichtig, dass kein anderes Kabel bereits in dem Leitungsweg liegt, und es ist auch nicht zu empfehlen, später andere Kabel dazu zu packen. Durch ein leeres Rohr, in das man ohne Kraftaufwand und Herummanövrieren ein Telefonkabel einziehen kann, kann man auch ein unkonfektioniertes Glasfaserkabel ziehen.

  • Wir hatten die Leerrohre für 3 Wohnungen mit je einem eigenem Vertrag der Deutschen Glasfaser für die Glasfaserverbindungen vom Keller zum Erdgeschoss, vom Keller zum Obergeschoss und vom Keller zum Dachgeschoss für das Glasfaserkabel, durch einen stillgelegten Schornstein, mit innen glatten Auquarien-Schlauch aus dem benachbarten Gartenmarkt vorbereitet. Im Keller dann Stangenrohr.



    Der schwarze Auquarien-Schlauch hat die notwendige Steiffigkeit für große Biegeradien, ist aber flexibel genug um alle Ecken herum und durch die Wände.

    Da er innen glatt ist, konnte der Einbautrupp von oben eine Einzughilfe durch den Auquarien-Schlauch schieben, unten das vorkonfektionierte orange Glasfaserkabel mit Stecker an die Einzughilfe anbringen und alles zurück in die Wohnungen ziehen.


    Hat alles wunderbar funktioniert. Der (rumänische) Einbautrupp war begeistert.


    Ich glaube aber, das der Einbautrupp erfolgsorientiert arbeitet und bezahlt wird. Die hätten das Glasfaserkabel überall rein getan, Hauptsache fertig - zur Not wohl auch an die Wand genagelt.


    P.S.: Um die Ecken ist der Auquarien-Schlauch auch wunderbar. So ist von Anfang bis Ende der Leerrohrstrecke alles zu. Der Auquarien-Schlauch schiebt sich mit ein wenig Silikon-Gleitspray gut über das Stangenrohr.



  • Ja, natürlich, mit einer Rundfeile!


    Das Glasfaserkabel ist jetzt auch schon 1,5 Jahre drin und es funktioniert bestens.


    Und, übrigens hatten wir beim Einziehen des Kabels die Auquarien-Schläuche noch über die Stangenrohre geschoben gehabt, so dass die Enden der Stangenrohre noch offen waren. Erst nachdem das Glasfaserkabel fertig drin war, haben wir die Auquarien-Schläuche zum Schutz über die Lücken zurück geschoben und erst dann war alles zu.

  • Wenn es so gemacht wird, wie in #30 und #32 steht, dann sehe ich da kein Problem. Eine gute Einziehhilfe wie z.B. das Würth Kabeleinzugsgerät CPS 3 macht das dann sehr einfach und als Häuslebesitzer braucht man so etwas immer mal wieder.