Kundenrückgewinnung lustlos

  • Hallo liebe Glasfaserforisten,


    wir sind Kunde bei DG und haben zum Ende der Mindestvertragslaufzeit gekündigt, da wir Vergünstigungen aus dem Vorvertrag aus der Zeit der Nachfragebündelung verlieren würden.

    Zudem endet mein Interesse an DGTV und eine Leistungssteigerung aus einem alten DG100 Tarif steht an.


    Klingeling - nach 2 Wochen habe ich die Kundenrückgewinnung am Telefon.

    Man bietet mir DG400 inkl. Festnetztelefonie inkl. neuerem DG-Router mit Treue-Rabatt an. (vorher: DG100, ohne Telefonie, mit DGTV, alter DG-Router)


    ICH: wie sieht es mit Fritzbox zur Miete aus, die bewerben Sie ja auf der Homepage

    KR: nee, das geht nicht, da kann ich Ihnen den Treuerabatt nicht gewähren und außerdem sind die nicht lieferbar.

    ICH: Okay- wie sieht es mit kundeneigenem Router aus ?

    KR: nee, das geht nicht.

    ICH: Okay, können Sie mir das Angebot noch mal schriftlich machen ?

    KR: nee, das geht nicht, das Angebot mache ich Ihnen nur HIER & JETZT.

    ICH: Okay, dann möchte ich das Gespräch für heute beenden.


    Ich glaube jetzt sind 6 Wochen Funkstille.

    Was würdet Ihr jetzt vorschlagen ? Neuer Anlauf, evt. flexiblerer Mitarbeiter am Telefon ?

    Kann ich als (inzwischen) Ehemann einen Neuvertrag abschließen und müssen die trotzdem die Rufnummer von DG-Kunde alt (Ehefrau) zu DG-Kunde neu (Ehemann) portieren ?

    Wie komme ich also an einen ordentlichen Vertrag mit Router nach Wunsch ? Warum ist die DG so unflexibel ? Ist deren neueres Sagem-Modem für 2 Bewohner auf 95m² -eine Ebene-

    nicht auch ausreichend, wenn man auf MESH,DECT,USB-Ports & HD-Telefonie verzichten kann? Eigentlich schiele ich ja auf eine FB 7590AX - mindestens wegen WiFi6 & Mesh:/


    Danke für Eure Erfahrungen & Meinungen !


    Grüße, Stirlingite

  • Es ist bekannt, dass die DG Vertriebler nicht "besonders aufdringlich" sind. Wenn man ein Angebot bekommt und nimmt es nicht an, ist es üblicherweise zu spät. Was bei der DG noch nie funktioniert hat, ist kündigen, um einen besseren Tarif zu bekommen. Die Angebote der "Kundenrückgewinnung" bekommt man auch ohne zu kündigen.

    (Es ist interessant, dass sich viele darüber aufregen. Bei anderen Providern regen sich die Leute über zu viel Vertriebsaktivität auf. Es scheint immer nur dann genehm zu sein, wenn man es gerade braucht).


    Die DG hat ja Angebote auf deren Webseite. Die kannst du natürlich jederzeit bestellen. Der kundeneigene Router ist kein Problem, das kann man auch jederzeit später umstellen lassen. Das wäre auch bei der ersten Bestellung nachträglich gegangen, wenn der Vertriebler es nicht eingeben konnte. Da kannst du dann natürlich problemlos auch eine 7590AX mit Meshrepeater einsetzen.

    • Offizieller Beitrag

    Der gemietete Classic Router ist insofern ein Problem, dass der über die Mindestvertragslaufzeit 48 Euro kostet und die meisten davon nicht wert ist. Wenn man diese Erkenntnis gewonnen hat, kann man zwar auf kundeneigenen Router umstellen lassen und den Router zurückschicken, muss den Router aber trotzdem weiter bezahlen (Dazu bitte den Abschnitt 10 in der aktuellen Leistungsbeschreibung lesen).


    Nach drei Monaten gilt man bei der DG wieder als Neukunde. Wenn die DG wissen will, ob man blufft, muss man halt zeigen, wie flexibel man ist. Man sollte sich außerdem bewusst sein, dass Telekommunikationsverträge sich nach der Mindestvertragslaufzeit nicht mehr automatisch um 12 Monate verlängern dürfen, sondern dann monatlich kündbar sind. Die erneute Kundenbindung durch explizite Verlängerung sollte den Betreibern eigentlich mehr wert sein als bisher.

  • Kann ich als (inzwischen) Ehemann einen Neuvertrag abschließen und müssen die trotzdem die Rufnummer von DG-Kunde alt (Ehefrau) zu DG-Kunde neu (Ehemann) portieren ?

    Wie komme ich also an einen ordentlichen Vertrag mit Router nach Wunsch ?

    Erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum und alles Gute für das neue Jahr!


    Rufnummerübertragung von einer Person auf eine andere ist im sog. Festnetz nicht gut genug geregelt. Am einfachsten ginge das über eine Vertragsübernahme, das ist jedoch nicht gewollt.


    Ein Versuch ohne Erfolgsgarantie wäre jedoch der Abschluss deines Neuvertrages, idealerweise mit der Angabe einen eigenen, den "kundeneigenen", Router benutzen zu wollen. Vertragsbeginn nach Ablauf des Altvertrages deiner Frau. Das ganze als klassisch ausgefüllter Papiervertrag, der als Einschreiben zugestellt wird. In diesen Brief legst Du eine Vollmacht zur Rufnummermitnahme von deiner Frau bei. Wichtig hierbei, die Namen und Adresse müssen exakt dem entsprechen, wie es auf dem abgeschlossenen Vertrag deiner Frau stand. Kopien des Sendungsinhaltes anfertigen und ab geht die Post (im wahrsten Sinne des Wortes). Bei dem Text für die Vollmacht, allerdings für Mobilfunk, kannst Du dich hier orientieren.


    Einen Router nach Wunsch erhälst Du so nicht von DG, auch gibt es dort nur die normale 7590 ohne AX als Premium Router. Sofern Du keine zwei Rufnummern von DG benötigst, mit denen Du gleichzeitig! telefonieren möchtest, spricht auch nicht viel dafür.

  • Zitat

    Wenn man ein Angebot bekommt und nimmt es nicht an, ist es üblicherweise zu spät

    1. Ich mache grundsätzlich keine Geschäfte an der Haustür. Nur weil mich ein Vertriebler anruft, um mündlich ein erstes x-beliebiges Angebot zu unterbreiten, springe ich nicht vor Freude in die Luft und schlage zu - erst Recht nicht, wenn man auf meine Wünsche NULL eingeht.

    Zitat

    Was bei der DG noch nie funktioniert hat, ist kündigen, um einen besseren Tarif zu bekommen

    Das ist ja auch nicht mein Ziel, allerdings wäre der Tarif nach 24 Monaten sogar teurer geworden und DGTV ist uninteressant - mein Vorvertrag ist locker 5 Jahre alt, aber das ist eine andere DG-Geschichte :lol: Ziel ist also evt. Leistungssteigerung und adäquater, konstanter Preis evt Hardwareupgrade. Aber wie so oft werden Neukunden hofiert und Bestandskunden sind die Doofen.

    Zitat

    Die Angebote der "Kundenrückgewinnung" bekommt man auch ohne zu kündigen.

    Nein, man bot mir durchgehend 37,49 an, über die Tarifauswahl bekommt man aber nur 24,99 / 12 Monate, danach 49,99 für DG400/Festnetzflat, d.h. ich müßte wieder kündigen, um nicht dauerhaft bei 49,99 zu landen. Zudem war der Router bei dem telefonischen Angebot inklusive, bei den Homepage-Tarifen kommt der obendrauf.

    Zitat

    Die DG hat ja Angebote auf deren Webseite. Die kannst du natürlich jederzeit bestellen.

    "Die reduzierte monatliche Grundgebühr der ersten 12 Monate gilt nur für Neukunden bei Beauftragung bis zum 31.12.2021 . Verlängerung der Aktion vorbehalten. Als Neukunde gilt ein Kunde, der in den letzten 3 Monaten vor Vertragsabschluss kein Kunde der Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe war."


    Bleibt also das Problem, dass man mir telefonisch mitteilt, der Preis gilt nicht bei kundeneigenem Router.

    Zitat
    KR: nee, das geht nicht

    Warum sollte ich mich damit zurfrieden geben ? Man wollte mir gar kein Angebot mit Kundenrouter machen. Die Dame hätte ja darauf hinweisen können - nehmen sie unseren Router und nutzen trotzdem ihren eigenen. "KR: nee, das geht nicht" läuft aber in eine Richtung, wo ich mich als Kunde nicht ernst genommen und schlecht beraten fühle, genauso wie bei der Aussage "KR: ...und außerdem sind die nicht lieferbar (Fritzbox)", obwohl sie auf der Homepage wählbar sind.


    Danke für Deine Meinung, Du scheinst näher an der Vetriebsseite zu sein, als das aus Kundensicht zu betrachten - oder täuscht mein Eindruck ? ;)

  • Zitat

    Der gemietete Classic Router ist insofern ein Problem, dass der über die Mindestvertragslaufzeit 48 Euro

    Soll laut telefonischer Aussage inklusive sein bei 37,49 Gesamtkosten.

    Zitat

    Erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum und alles Gute für das neue Jahr!

    Vielen Dank HubeBube, ich kann ein besseres 2022 gebrauchen. Dein Posting war sehr informativ und bietet einige Denkansätze .

    Zitat

    Einen Router nach Wunsch erhälst Du so nicht von DG

    Dass es "nur" die normale 7590 ist, war bekannt, ich weiß auch nicht, woher meine Affinität für Fritzbox stammt. Als ich die AX endeckte, dachte ich, das wäre ein vernünftiger Standard für die Zukunft auch wenn meine (Peripherie-) Geräte noch nicht auf dem neuesten Stand sind. Mit Go-Box benötige ich wohl auch kein DECT, weitere Rufnummern sind auch kein Thema. An anderer Stelle erklärte ich bereits, dass es mich ärgert, nicht richtig beraten zu werden (=belogen). Und wenn ich ne Fritzbox 7590AX als kundeneigenen Router haben möchte dann finde ich ...

    Zitat

    KR: nee, das geht nicht

    ...unangemessen ! :thumbdown:

  • Ich mache grundsätzlich keine Geschäfte an der Haustür. Nur weil mich ein Vertriebler anruft, um mündlich ein erstes x-beliebiges Angebot zu unterbreiten, springe ich nicht vor Freude in die Luft und schlage zu - erst Recht nicht, wenn man auf meine Wünsche NULL eingeht.

    Das erwartet auch niemand von dir. Aber sich hinterher zu beklagen, dass es das Angebot nicht mehr gibt, ist halt auch nicht in Ordnung. Du erwartest die Flexibilität, "nein" sagen zu dürfen. Die gleiche Flexibilität musst du dann auch der DG einräumen. Jetzt sagen die "nein".

    Nein, man bot mir durchgehend 37,49 an, über die Tarifauswahl bekommt man aber nur 24,99 / 12 Monate, danach 49,99 für DG400/Festnetzflat, d.h. ich müßte wieder kündigen, um nicht dauerhaft bei 49,99 zu landen.

    1.: Das Kündigen hilft nicht, dann anschließend bist du auch kein Neukunde. Und 2. geht das nicht über die Webseite, sondern die rufen bei dir an, auch und gerade, wenn du nicht gekündigt hast (haben sie bei mir auch). Ich hab noch nicht erlebt, dass Kunden im gekündigten Zustand bessere Angebote bekommen haben, als die Bestandskunden. Und aus meinem Bekanntenkreis haben es auch etliche versucht. Ich hab nie gekündigt und zahle auch nicht mehr, als die.

    "Die reduzierte monatliche Grundgebühr der ersten 12 Monate gilt nur für Neukunden bei Beauftragung bis zum 31.12.2021."

    Richtig. Du bist kein Neukunde. Ich hab auch nie gesagt, dass du einen Rabatt bekommst. Wie gesagt, die Chance ist wohl weg. Aber bestellen kannst du natürlich.

    Bleibt also das Problem, dass man mir telefonisch mitteilt, der Preis gilt nicht bei kundeneigenem Router.

    Oben hast du noch geschrieben, dass der Vertriebler den kundeneigenen Router nicht eingeben konnte. Nun schreibst, du Angebot gilt nicht für kundeneigenen Router. Was stimmt denn nun?

    Generell ist der Modus unabhängig vom Bestellvorgang. Wie gesagt, kannst du jederzeit nachträglich ändern. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass der Preis nicht bei kundeneigenem Router gilt. Ich hab ja auch einen kundeneigenen Router und bekomme die vergünstigten Angebote.

    Danke für Deine Meinung, Du scheinst näher an der Vetriebsseite zu sein, als das aus Kundensicht zu betrachten - oder täuscht mein Eindruck ? ;)

    Ich freue mich, dass die Kündigungsfanatiker mit Geiz ist Geil Mentalität sich bei der DG wiederholt in die Nesseln setzen, und am Ende mehr bezahlen, als wenn sie die Füße ruhig halten. Es ärgert mich, dass das bei so vielen Anbietern immer noch was bringt.

    Die DG ist halt häufig in der Situation, dass die Kunden keine gleichwertige Alternative haben, und das wissen sie auch. Das hab ich jetzt schon mehrfach gelesen und auch selber erlebt. Wenn dabei der Eindruck entsteht, dass ich auf Vertrieblerseite bin, dann meinetwegen. Zu tun hab ich nichts mit denen.

    • Offizieller Beitrag

    Soll laut telefonischer Aussage inklusive sein bei 37,49 Gesamtkosten.

    Dann bestell den eben mit und lass danach auf kundeneigenen Router umstellen. Vorher die Leistungsbeschreibung zur Vermeidung von Überraschungen lesen. Die Umstellung sollte dann vom eigentlich unnötigen Aufwand abgesehen aber kein Problem sein.


    Durch die Änderung des TKG zu den automatischen Verlängerungen nach der Mindestvertragslaufzeit haben die Provider paradoxerweise ein gesteigertes Interesse daran, den treuen Kunden höhere Grundgebühren zu berechnen. Dadurch haben die Provider einen Spielraum für Vergünstigungen, die nur mit expliziten Verlängerungen gewährt werden, durch die die Kunden wieder zwei Jahre an den Provider gebunden werden. Umgekehrt stärkt das aber auch die Verhandlungsposition der Kunden. Die bequeme Methode, nicht neu zu verhandeln, war und ist teuer.