Service-Post: dokumentiert den genauen Verlauf der ftth Leitungen selbst

  • Guten Morgen,


    aus gegebenem Anlass in meiner Gegend möchte ich euch allen dringend raten den Verlauf der ftth Leitungen auf eurem Grundstück und in der Straße vor eurem Grundstück genau selbst zu dokumentieren.

    Fotos, Abmessungen, alles in einen Schnellhefter griffbereit.


    Im Nachbarort ist Chaos, weil bei Arbeiten an anderen Sparten an mehreren Stellen ftth durchgebissen wurde, das dort nicht hätte sein dürfen. Die Subsub aus Irgendwo haben nicht sauber nach Plan gearbeitet oder dokumentiert, wer hätte das gedacht.

    Egal wer am Ende haftet usw erstmal ist der Ärger groß.

    Verlasst euch nicht darauf, dass da alles richtig gemacht wird. In eurem eigenen Interesse.

  • PS: dort sind ganze Straßenzüge seit über einer Woche komplett offline. Weil keiner schuld sein will haben erstmal alle Seiten Gutachter eingeschaltet, solange durfte auch nichts verändert werden, dh Reparaturen haben noch gar nicht begonnen.

    Es hat sich aber herausgestellt, dass die geringe Verlegetiefe das Problem war und schon 3 Jahre später war niemand mehr greifbar der genauere Unterlagen hatte. Die bei der Gemeinde hinterlegten Planauskünfte sind fast komplett falsch gewesen. Jetzt müssen wohl die Straßen in denen Wasserleitungen erneuert werden müssen auch mit Spaten und Schubkarre händisch langsam aufgegraben werden um die Glasfaserleitungen nicht weiter zu zerstören, weil eben keiner weiss wo genau die 2019 im Hauruck-Verfahren verlegt wurden. Der nach dem Glasfaserausbau erfolgten Sanierung des Asphalts sei dank geben auch Asphaltflicken keine Anhaltspunkte mehr.

  • Da war die besagte Gemeinde aber wohl sehr gutgläubig.


    Meine Gemeinde hatte das Jahr vor dem Ausbau gerade erst diverse Straßen in den Ortschaften neu machen lassen. Da haben dann ständig Gemeindemitarbeiter nach gefühlt jedem Spartenstich nachgeguckt, dass der Sub sich an die Pläne hält und nach den Tiefbauarbeiten auch wieder jeder Gehwegstein korrekt eingesetzt wurde. Außerdem konnte sich jeder bei der Gemeinde melden, wenn der Sub irgendwo geschlamt hat. Hat zwar dann immer ein paar Wochen gedauert, aber es wurde nachgebessert.

  • Das Rathaus im Nachbarort ist auf dem Standpunkt, dass der Glasfaseranbieter hier haftbar sei und Fehler gemacht habe. Formaljuristisch korrekt. Aber mindert den Ärger nicht.

    Wessen Gemeinde hier also auch eher nach dem Minimaxi-Prinzip arbeitet und Glasfaserausbau ohne eigene Mühen jeglicher Art "kostenlos" wollte, der sollte dringend selbst aktiv werden in der Ausbauphase.

    Wenn die Gemeinde so vorbildlich selbst auf die Bauarbeiten geschaut hat sollte das zumindest auf dem eigenen Grundstück machen. Erinnerung schwindet und *irgendwann* wird das auch wichtig.

  • Den Verlauf der Glasfasern auf dem eigenen Grundstück sollte man auf jeden Fall dokumentieren. Dabei ist wichtig, auf dauerhafte Referenzpunkte zu achten, die auch in vielen Jahren noch an der gleichen Stelle und gut erkennbar sein werden. Für Fotos legt man Maßstäbe ins Bild. Mindestens sollte ersichtlich sein, wo und in welcher Tiefe die Abzweigung vor dem Grundstück ist, wo und in welcher Tiefe die Leitung ins Haus kommt und, wenn der Leitungsverlauf keine gerade Linie ist, auch der Weg dazwischen.


    Eine Planauskunft auf dem Niveau, wie man sie für Gas-, Wasser- und Stromleitungen von den Stadtwerken bekommt, wäre schön, aber auch ich empfehle aus Erfahrung eigene Aufzeichnungen. Wenn nicht mal die vom selben Unternehmen beauftragten Bauarbeiter wissen, wo ihre Kollegen etwas verlegt haben, ist der eigene Plan sehr nützlich.

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